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	<title>Plesiomorphie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T03:40:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plesiomorphie&amp;diff=313085&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yoursmile: +Wikt</title>
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		<updated>2025-09-06T06:33:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plesiomorphie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|πλησίος|plēsíos}} „benachbart“, und {{lang|grc|μορφή|morphḗ}} „Form, Gestalt“) bezeichnet man in der entwicklungsbiologischen [[Systematik (Biologie)|Systematik]] und  [[Kladistik]] eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ursprüngliche Merkmalsausprägung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die vor der betrachteten [[Kronengruppe|Stammlinie]] entstanden ist und in dieser unverändert erhalten blieb. Der Gegenbegriff zur Plesiomorphie ist ein neu erworbenes Merkmal, eine [[Apomorphie]]. Die Einordnung als „ursprünglich“ oder „neu erworben“ ist relativ, da sie stets von den beiden betrachteten Linien ([[Taxon|Taxa]]) abhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise ist das Merkmal der Vierfüßigkeit bei der Entwicklung der fossilen [[Reptilien]] aus fossilen [[Amphibien]] eine Plesiomorphie, da alle Teilgruppen der [[Landwirbeltiere]] ursprünglich vier Gliedmaßen besaßen. Im Vergleich der Landwirbeltiere mit den fossilen [[Fleischflosser]]n handelt es sich bei der Vierfüßigkeit dagegen um eine [[Apomorphie]], da das Merkmal  gegenüber der zu den [[Knochenfische]]n gehörenden Stammgruppe neu erworben wurde. Ebenso stellt die spätere Rückbildung der Extremitäten bei [[Schlangen]] eine Apomorphie dar, denn die fossilen Reptilien weisen ursprünglich vier Extremitäten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Konzepte und Bezeichnungen gehen auf den deutschen [[Insektenkunde|Entomologen]] und Begründer der Kladistik [[Willi Hennig]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Richter, Rudolf Meier: &amp;#039;&amp;#039;The development of phylogenetic concepts in Hennig’s early theoretical publications (1947–1966).&amp;#039;&amp;#039; Systematic Biology. Bd.&amp;amp;nbsp;43, Nr.&amp;amp;nbsp;2, 1994, S.&amp;amp;nbsp;212–221, [[doi:10.2307/2413462]] (alternativer Volltextzugriff: [https://www.researchgate.net/publication/261178112 ResearchGate]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symplesiomorphie ==&lt;br /&gt;
Besitzen zwei verschiedene Stammlinien (Taxa) eine herkunftsgleiche ([[Homologie (Biologie)|homologe]]) Plesiomorphie, nennt man dies eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Symplesiomorphie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von griechisch {{lang|grc|σύν|syn}} „gemeinsam, zusammen“), also eine Übereinstimmung in ursprünglichen Merkmalsausprägungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Vorfahr(e) einer Symplesiomorphie außer zwei betrachteten auch weitere Nachfahren haben kann, begründen Symplesiomorphien zwischen Gruppen allein keine [[Monophylie]], da diese alle Nachfahren enthalten muss. Sind einzelne Untergruppen ausgeschlossen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. früher die Vögel von den eigentlichen Reptilien, bilden diese nur eine [[paraphyletisch]]e Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise eignet sich das Merkmal Vierfüßigkeit nicht zur Begründung des Taxons Reptilien, weil einerseits die zu den Reptilien gehörenden Schlangen dieses ursprüngliche Merkmal verloren haben und andererseits die Taxa Amphibien und [[Säugetiere]] das Merkmal Vierfüßigkeit ebenfalls besitzen, ohne aber zu den Reptilien zu zählen. Vierfüßigkeit ist auf Reptilien bezogen eine Symplesiomorphie, das Merkmal ist evolutiv viel älter als die Reptilien. Im Übrigen stellt das Taxon Reptilien in seiner traditionellen Zusammensetzung keine monophyletische Gruppe dar, weil das Taxon [[Vögel]] nicht enthalten ist, obwohl die Vögel nur eine Untergruppe der gefiederten Raubdinosaurier sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Wiesemüller, [[Hartmut Rothe]], [[Winfried Henke]]: &amp;#039;&amp;#039;Phylogenetische Systematik. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u. a. 2003, ISBN 3-540-43643-X, [https://books.google.ch/books?id=TjvL0i5G84kC&amp;amp;pg=PA109&amp;amp;lpg=PA109&amp;amp;dq=Plesiomorphie+isbn&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=eqWbtnvZiU&amp;amp;sig=FtELRoawFqdA6IVUQTumHA7AAos&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=AYvlTKH1LtDEswbdmvSoBg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Plesmiomorphie und Apomorphie; Google Books].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
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