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	<title>Pleroma - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T09:02:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pleroma&amp;diff=601490&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: /* Einleitung */ +</title>
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		<updated>2026-01-26T18:33:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; +&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Konzept. Zur Software siehe [[Pleroma (Software)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pleroma&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altgriechische Sprache|griechisch]], πλήρωμα &amp;#039;&amp;#039;plḗrōma&amp;#039;&amp;#039; „Fülle“) ist bei den [[Gnostizismus|Gnostikern]] das Glanz- und Lichtmeer, als Sitz der Gottheit, von wo alles Gute ausströmt. Sehr ähnliche Vorstellungen finden sich unter anderen Begrifflichkeiten im [[Tengrismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Meyers Lexikon&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Johannes-Evangelium]] {{B|Joh|1|16}} ist geschrieben:&lt;br /&gt;
„Und von seiner &amp;#039;&amp;#039;Fülle&amp;#039;&amp;#039; (übersetzt {{grcS|πληρώματος|plērṓmatos}}) haben wir alle genommen, Gnade um Gnade.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem Gnostiker [[Valentinus]] ist Pleroma das Reich göttlich-geistiger Fülle, Lebendigkeit, die kraftdurchwirkte Seinswelt im Gegensatz zum [[Kenoma]], der stofflichen Leere. Der ursprünglich christliche Valentinus habe, so [[Martin R. von Ostheim]] (2013)&amp;lt;ref&amp;gt;Martin R. von Ostheim: &amp;#039;&amp;#039;Selbsterlösung durch Erkenntnis. Die Gnosis im 2. Jahrhundert n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; Schwabe, Basel 2013, ISBN 978-3-7965-2894-1, S.&amp;amp;nbsp;22&amp;lt;/ref&amp;gt; den Begriff von dem Redaktor des vierten Evangeliums übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Schrift &amp;#039;&amp;#039;[[Adversus haereses (Irenäus von Lyon)|adversus haereses]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Irenäus von Lyon]] und aus dem [[Apokryphon des Johannes|Apokryphon]] des [[Apostel Johannes|Apostels Johannes]] geht hervor, dass Plerom von den Gnostikern auch als die Fülle der Zeit angesehen wurde und somit gleichbedeutend ist mit Aion, als [[Transliteration]] des griechischen Wortes {{grcS|αἰών}} für [[Ewigkeit]] (vergleiche [[Äon (Philosophie)]]). Der Gnostiker fühlte sich unbehaglich auf dieser Welt. Die zeitliche Begrenztheit seines Lebens durch den Tod empfand er als Herausforderung, diese Zeit als Verhängnis aufzufassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Schultz (Philosoph)|Wolfgang Schultz]]: &amp;#039;&amp;#039;Dokumente der Gnosis.&amp;#039;&amp;#039; Mit Essays von [[Georges Bataille]] und [[Henri-Charles Puech]]. Bechtermünz, Augsburg 2000, ISBN 3-8289-4839-1, S. 28, 33&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Irenäus von Lyon]]: &amp;#039;&amp;#039;Adversus haereses.&amp;#039;&amp;#039; I, 17, 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Gershom Scholem]] ist in der [[Kabbala]] die Thronwelt der [[Hechalot]] die Entsprechung zum Pleroma. [[Erich Neumann (Psychologe)|Erich Neumann]] fasst den Begriff Pleroma als die göttliche Fülle in seinem „vorweltlichen“ Zustand auf. Der „eigentliche Zustand der Welt“ sei eben durch dieses Noch-nicht-Eintreten Gottes bedingt. Die angestrebte Verbindung zu dieser göttlichen Fülle sei nur auf [[mystisch]]em Wege zu erzielen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TNE&amp;quot;&amp;gt;[[Erich Neumann (Psychologe)|Erich Neumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Tiefenpsychologie und neue Ethik.&amp;#039;&amp;#039; (Reihe &amp;#039;&amp;#039;Geist und Psyche&amp;#039;&amp;#039;), Fischer, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-596-42005-9, S. 79–84 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sammlung der Schriften des [[Neues Testament|Neuen Testaments]] beschreibt der Apostel [[Paulus von Tarsus|Paulus]] in {{B|Gal|4|4}} den zeitenwendenden Augenblick mit {{grcS|πλήρωμα τοῦ χρόνου}}. Diese Wendung ist einzigartig, bezeichnet {{lang|grc|πλήρωμα}} bei Paulus sonst „Fülle“ als „Vollzahl“ der Völker in {{B|Röm|11|25}}. Ihre nächste Entsprechung findet sich in {{B|Eph|1|10}} {{lang|grc|το πλήρωμα τῶν καιρῶν}}. Das hier benutzte {{lang|grc|καιρός}}, das an sich schon einen Zeitpunkt bezeichnet, erscheint hier im [[Plural]] und bezeichnet so – sachlich identisch mit Gal 4,4 – das „Vollgewordensein der Zeit“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüdischen Apokalyptik wird das Motiv von Gott als dem Herrn über die (Jahres-)Zeiten auf das Ende dieser Zeit übertragen: „Gott wird die vergängliche Welt wie auch die Unterwelt versiegeln“ (vgl. 4. [[4. Buch Esra|Esra]] 6,20; syrBar 21,23; 40,3), nachdem er die Zeiten und ihre Zahl gezählt hat, um den neuen Äon hereinbrechen zu lassen, welcher einen Triumph des Gottesvolkes über die es bedrückenden Fremdherrscher bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Helmer Ringgren]] |Titel=Apokalyptik II. Jüdische Apokalyptik |Sammelwerk=RGG |Band=1 |Nummer=Spalte 464-466 |Auflage=3 |Ort=Tübingen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus überbietet mit seiner Formulierung πλήρωμα τοῦ χρόνου das jüdisch-apokalyptische Verständnis: {{lang|grc|πλήρωμα}} beschreibt das „Vollmaß der Zeit“   „nicht ihrer Ausdehnung, sondern ihrem Inhalt nach“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Delling |Titel=ThWNT |Band=IV |Datum=303}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das bedeutet aber, dass die Zeit nicht aufgehoben wird. Kein neuer Äon schließt sich einfach an den alten an, sondern Gottes Heilshandeln hat sich &amp;#039;&amp;#039;in&amp;#039;&amp;#039; der Geschichte vollzogen, ohne aber in einem nur rein geschichtlichen Moment, den der „historische Jesus“ ausfüllen würde, aufzugehen. Vielmehr wird ein neuer Zeitbegriff geschaffen, der unserer Zeit die von Gott neu geschaffene Offenbarungs-Zeit qualitativ gegenüberstellt. In ihr ist Gott für uns in Christus Jesus gegenwärtig: &amp;#039;&amp;#039;Deus praesens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Barth]] |Titel=Kirchliche Dogmatik |Band=II/1 |Seiten=50, 55}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Ethik ==&lt;br /&gt;
[[Erich Neumann (Psychologe)|Erich Neumanns]] [[Tiefenpsychologie|tiefenpsychologisch]] geprägter Ansatz, gebraucht den Begriff „Pleroma“, um damit auf die &amp;#039;&amp;#039;Kollektiverschütterung&amp;#039;&amp;#039; des modernen Menschen einzugehen. Damit meint Neumann nicht nur die rein äußerlich und objektiv feststellbaren Katastrophen des [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] sowie den Abwurf der Atombomben über Japan – hier wären natürlich auch andere historische Umwälzungen in der Neuzeit zu nennen – er will damit vor allem auf die individuelle psychische Verfassung des modernen Menschen eingehen. Diese Verfassung versteht er als Wechselverhältnis aus körperlichen, wirtschaftlichen, politischen und historischen Gegebenheiten. Die moderne Unsicherheit des Einzelnen finde u.&amp;amp;nbsp;a. in der [[Massenpsychologie]] ihren Ausdruck. Die Erschütterung des Individuums sei auch bedingt durch eine historische Inflation des [[Ich]]s seit der [[Renaissance]] und insofern als eine Gegenbewegung zu verstehen. Das traditionelle Bewusstsein sei durch die Devise geprägt: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Diese Maxime habe sich heute als fragwürdig erwiesen. Während in früheren Zeiten die Einhaltung der Moral den Einzelnen vor kollektiven Eingriffen, Maßnahmen und Einflüssen zu schützen vermochte, sei dies heute nicht mehr als selbstverständlich zu betrachten. Diese frühere [[Moral]] sei &amp;#039;&amp;#039;bewusstseinsbildend&amp;#039;&amp;#039; gewesen. Heute sei umgekehrt das &amp;#039;&amp;#039;individuelle Bewusstsein&amp;#039;&amp;#039; durch die Erfahrung kollektiver Unsicherheit geprägt. Dieses neue Bewusstsein verlange so nach einer neuen [[Ethik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als fragwürdige Auswege aus dieser beunruhigenden Situation ergeben sich nach Neuman grundsätzlich zwei Möglichkeiten:&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;materialistisch-pessimistische&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Weltanschauung]], die als &amp;#039;&amp;#039;deflationistisch&amp;#039;&amp;#039; zu verstehen sei, d.&amp;amp;nbsp;h. das [[Ichbewusstsein]] relativierend und auf seine Abhängigkeit von äußeren, u.&amp;amp;nbsp;a. auch körperlichen Gegebenheiten verweisend,&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;pleromatisch-mystische&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Weltanschauung. Diese sei durch Verbindung mit [[eschatologisch]]en Elementen geprägt. Damit sei ein Erlösungszustand gemeint, der [[utopisch]] vorweggenommen werde, da er sonst meist in die Endzeit verlegt werde. Es handelt sich also um eine Lösung, die Neumann im Hinblick auf das Ich des Einzelnen als &amp;#039;&amp;#039;inflationistisch&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, da sich das Ich mit dem Urgeist, der Gottheit usw. in eins setzt. Auf diese Weise werden alle Gegensätzlichkeiten dieser Welt [[illusion]]istisch umgangen (vergleiche [[Enantiodromie]]). Psychologisch gesprochen werde so auch das [[Schatten (Archetyp)|Schattenproblem]] umgangen. Als konkretes Beispiel für diese pleromatische Auffassung nennt Neumann die [[Christian Science]]. Die Gefahr sieht Neumann in einer Rekollektivierung im Sinne der Massenpsychologie, indem dem Einzelnen hierdurch seine Verantwortung abgenommen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide vorstehende Auswege können nach Neumann keine Lösung darstellen für die genannte Herausforderung des modernen Menschen. Eine grundsätzlich zu fordernde Neue Ethik dürfe die Herausforderungen nicht ideologisch umgehen, sondern müsse sie annehmen, so wie sie sind und in ein jeweils individuelles Handlungskonzept integrieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TNE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1148983023}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gnosis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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