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	<title>Pleißenburg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T16:18:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plei%C3%9Fenburg&amp;diff=498325&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mfgsu: /* Geschichte */ Tippfehler</title>
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		<updated>2026-02-13T23:37:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = &lt;br /&gt;
|Bild = Leipzig Pleißenburg um 1780.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = 1780&lt;br /&gt;
|Alternativname = &lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = 13. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Ortslage&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = abgebrochen&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = Markgrafen&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Leipzig]] &lt;br /&gt;
|Breitengrad = 51/20/10.18&lt;br /&gt;
|Längengrad = 12/22/19.70&lt;br /&gt;
|Unauffindbar = &lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-SN&lt;br /&gt;
|Poskarte = &lt;br /&gt;
|Höhenordinate = &lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pleißenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein historisches Bauwerk am damaligen Rand der sächsischen Stadt [[Leipzig]]. Das im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert errichtete Gebäude wurde 1549 als Festung neu aufgeführt und 1897 bis auf den Turm abgebrochen. Heute befindet sich an dieser Stelle das [[Neues Rathaus (Leipzig)|Neue Rathaus]].&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Am Standort führt der [[Pleißemühlgraben]] vorbei, der damals wie heute bisweilen als [[Pleiße]] bezeichnet wurde. Davon wurde der Name der [[Burg]] abgeleitet.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Gewässer in Leipzig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jesuit Eggerth Pleißenburg 1.jpg|mini|hochkant|Pater Heinrich Eggerth [[S.J.]], ab 1709 Seelsorger auf der Festung Pleißenburg]][[Datei:Pappenheim-Erker.jpg|mini|hochkant|Pappenheim-Erker im Rathaus-Innenhof (2023)]]&lt;br /&gt;
Im 13. Jahrhundert ließ [[Graf |Markgraf]] [[Dietrich (Meißen)|Dietrich der Bedrängte]] (1162–1221) eine Burg errichten und benannte sie nach der vorbeiführenden Pleiße. Diese war eine von drei [[Zwingburg|Zwingburgen]] in Leipzig und Umgebung, die als [[Stadtburg]] gegen die Bürgerschaft der Stadt gerichtet waren, um die Machtansprüche des Markgrafen durchzusetzen. In der Pleißenburg, zu dieser Zeit auch Schloss genannt, fand 1519 die [[Leipziger Disputation]] statt; in der Schlosskapelle hielt [[Martin Luther]] (1483–1546) am [[Pfingsten|Pfingstsonnabend]] 1539 die erste [[evangelisch]]e Predigt in Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den schweren Zerstörungen durch die Belagerung im [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieg]] ließ [[Kurfürst]] [[Moritz (Sachsen)|Moritz von Sachsen]] (1521–1553) 1548 das Schloss abreißen und 1549 unter der Bauleitung von [[Hieronymus Lotter]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Hocquél]]: &amp;#039;&amp;#039;Leipzig. Architektur von der Romanik bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Passage-Verlag, Leipzig 2004, ISBN 3-932900-54-5&amp;lt;/ref&amp;gt; (1497–1580) als [[Festung]] über einem dreieckigen Grundriss neu errichten. Die neue Pleißenburg war an das Befestigungssystem der Stadt angegliedert und vom Hauptwall durch einen eigenen [[Burggraben|Wassergraben]] getrennt, so dass sie die Funktion einer [[Zitadelle]] übernahm. Sie war mit [[Kasematte]]n versehen und an der Feldseite mit einer dreieckigen [[Bastion]] ausgestattet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 27. Juni bis zum 16. Juli 1519 wurde dort das Streitgespräch in Form von These und Gegenthese zwischen [[Martin Luther]] und [[Johannes Eck]] ausgetragen, das als [[Leipziger Disputation]] bekannt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Festung befand sich auch der erste [[Gegenreformation|nachreformatorische]], [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] Kirchenraum der Stadt. 1697 [[Konversion (Religion)|konvertierte]] Kurfürst [[August II. (Polen)|Friedrich August I.]] (1670–1733) zum [[Katholizismus]]. Daher bemühten sich die in Leipzig ansässigen Katholiken um die Genehmigung zur Einrichtung einer eigenen [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]]. Der König wies 1710 den Kommandanten der Festung Pleißenburg an, dort einen Raum für die Durchführung katholischer [[Gottesdienst]]e zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig beauftragte man den Jesuitenpater Heinrich Eggerth, die Gemeinde zu betreuen. In den folgenden Jahren wurden die Leipziger Katholiken ausschließlich durch die [[Jesuiten]] [[Pastor|pastoriert]] und es lebten hier schließlich drei, später vier [[Pater|Patres]]. Sie bewohnten ein Haus in der Stadt und wurden von der Regierung besoldet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.uni-leipzig.de/~agintern/uni600/ug126.htm | wayback=20140903154858 | text=Gelehrte nichtlutherischer Konfessionen}} (Historische Webseite der Uni Leipzig).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] begann mit der Eroberung der Pleißenburg am 14. September 1631 der Angriff des Heeres der [[Katholische Liga (1609)|katholischen Liga]] unter [[Johann t’Serclaes von Tilly|Tilly]] auf das [[Kurfürstentum Sachsen]]. Der Angriff endete mit der schweren Niederlage des Tilly-Heeres in der [[Schlacht bei Breitenfeld (1631)|Schlacht bei Breitenfeld]] am 17. September gegen das schwedisch-sächsische Heer unter dem schwedischen König [[Gustav II. Adolf]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor die Pleißenburg allmählich ihre militärische Bedeutung. 1764 wurde sie aus der Liste der sächsischen Festungen gestrichen. Sie wurde noch als Verwaltungsgebäude und [[Kaserne]] genutzt. 1765 bis 1790 war die neu gegründete Leipziger [[Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig#Geschichte|Zeichen- und Kunstakademie]] unter [[Adam Friedrich Oeser]] (1717–1799) in der Pleißenburg untergebracht – hier wurde der junge Student [[Johann Wolfgang Goethe]] (1749–1832) von Oeser im Zeichnen unterrichtet. Auch der Naturforscher [[Wilhelm Gottlieb Tilesius von Tilenau]] studierte hier. Im Jahr 1753 war die [[Münzstätte Leipzig]] in die Kasematten der Pleißenburg verlegt worden. Ihre Stilllegung erfolgte 1765, da sie nicht mehr benötigt wurde. 1784 richtete der Chemiker [[Christian Gotthold Eschenbach]] (1753–1831) das erste [[Chemielabor|chemische Laboratorium]] der Universität in der Pleißenburg&amp;lt;ref&amp;gt;Ingrid Kästner: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der pharmakognostischen Sammlung und des pharmakognostischen Unterrichts an der Leipziger Universität.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 18, 1999, S. 223–240; hier: S. 223 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1794 befand sich die vom Leipziger Stadtbaudirektor [[Johann Carl Friedrich Dauthe]] (1746–1816) erbaute [[Sternwarte Leipzig]] als weithin sichtbarer oberer Abschluss auf dem Turm der Pleißenburg. Von 1838 bis 1876 diente der westliche Flügel als Unterkunft der von [[Albert Geutebrück]] (1801–1868) begründeten [[Königlich-Sächsische Baugewerkenschule Leipzig|Königlich-Sächsischen Baugewerkenschule]], die aus der Abteilung für [[Architektur|Baukunst]] der Kunstakademie als eigenständiges Bildungsinstitut hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einweihung der [[Kaserne Möckern]] ging 1875 die jahrhundertelange militärische Nutzung der Pleißenburg zu Ende. 1895 erwarb die Stadt Leipzig die Burg vom [[Königreich Sachsen]]. 1897 begann der Abbruch der Pleißenburg, und um das Jahr 1900 entstand auf Teilen des Areals der heutige [[Burgplatz (Leipzig)|Burgplatz]]. Von 1899 bis 1905 wurde unter der Leitung von [[Hugo Licht]] (1841–1923) der Monumentalbau des [[Neues Rathaus (Leipzig)|Neuen Rathauses]] errichtet. Die Gesamtfläche aller Gebäude der ehemaligen Pleißenburg aber war größer. Auf ihrem Areal wurden außerdem das [[Stadthaus (Leipzig)|Stadthaus]] und das Gebäude der [[Leipziger Bank]], heute Filiale der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] erbaut. 1913 gab es auf der [[Internationale Baufach-Ausstellung 1913|IBA in Leipzig]] einen Nachbau der Pleißenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Pleißenburg ist nur noch der von Hieronymus Lotter entworfene Turm erhalten als Sockel für den weithin sichtbaren Turmaufsatz des Neuen Rathauses. Ebenfalls erhalten ist der sogenannte Pappenheim-Erker aus dem Innenhof der alten Pleißenburg, der an den 1632 bei [[Schlacht bei Lützen|Lützen]] gefallenen kaiserlichen Kavalleriegeneral [[Gottfried Heinrich zu Pappenheim]] erinnert, der hinter diesem Fenster aufgebahrt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; caption=&amp;quot;Die Entwicklung im Bild&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Illustrierte Geschichte d. sächs. Lande Bd. II Abt. 1 - 256 - Leipzig 1615 (cropped Pleißenburg).jpg|1615&lt;br /&gt;
 Pleißenburg 1642.jpg|1642&lt;br /&gt;
 Scheffler Leipzig Pleißenburg 1749 Foto H.-P.Haack.JPG|1749&lt;br /&gt;
 Pleißenburg 1804 mit Sternwarte.01.jpg|1804&lt;br /&gt;
 Lange SachsenThüringenAnhalt Heft14 2.jpg|1857&lt;br /&gt;
 Pleissenburg Leipzig 1890 1896.jpg|1890&lt;br /&gt;
 S0001732.jpg|1899&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BKD|18|300|48|Pleissenburg}}&lt;br /&gt;
*[[Ulrich Schütte]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Schloss als Wehranlage. Befestigte Schlossbauten der frühen Neuzeit im alten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1994, S. 56–59.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Helge Svenshon|Titel=Die Leipziger Pleißenburg. Ein Vorbericht.|Sammelwerk=Arbeits- und Forschungsberichte zur Sächsischen Bodendenkmalpflege|Band=46|Jahr=2004|Seiten=495–524|ISBN=3-910008-65-8|ISSN=0402-7817}}&lt;br /&gt;
* Thomas Noack, Helge Svenshon: &amp;#039;&amp;#039;Die Pleißenburg in Leipzig. Ergebnisse der archäologischen Rettungsgrabung&amp;#039;&amp;#039;. In: Burgenforschung aus Sachsen. Heft 10 (1997). Herausgegeben von der Deutschen Burgenvereinigung, Landesgruppe Sachsen (Heinz Müller). Verlag Beier &amp;amp; Beran, Langenweißbach 1997. ISBN 978-3-930036-25-7&lt;br /&gt;
* [[Alberto Schwarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Alte Leipzig – Stadtbild und Architektur.&amp;#039;&amp;#039; Beucha 2018, S. 97 ff., ISBN 978-3-86729-226-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche|Pleißenburg}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital}}&lt;br /&gt;
* {{AlleBurgen|8830|Pleißenburg|zugriff=2021-11-09}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=André Loh-Kliesch |url=https://www.leipzig-lexikon.de/burgbast/b_pl.htm |titel=Pleißenburg |werk=Leipzig-Lexikon |abruf=2025-11-17}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Theresa Wappes |url=https://bildlexikon-leipzig.de/leipzig-verlorene-objekte/pleissenburg/ |titel=PLEISSENBURG |werk=Bildlexikon Leipzig |abruf=2025-11-17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4789973-6|VIAF=241234636}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pleissenburg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Burganlage in Sachsen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mfgsu</name></author>
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