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	<title>Plebejer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T15:14:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plebejer&amp;diff=31253&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß: Änderungen von 2003:DD:6700:F5AA:1D02:50E2:F58C:C8D6 (Diskussion) auf die letzte Version von Stephan Klage zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-06-03T18:45:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2003:DD:6700:F5AA:1D02:50E2:F58C:C8D6&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2003:DD:6700:F5AA:1D02:50E2:F58C:C8D6&quot;&gt;2003:DD:6700:F5AA:1D02:50E2:F58C:C8D6&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2003:DD:6700:F5AA:1D02:50E2:F58C:C8D6&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2003:DD:6700:F5AA:1D02:50E2:F58C:C8D6 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Stephan_Klage&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Stephan Klage (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Stephan Klage&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plebejer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|plebs}}, [[Genus#Maskulinum, Femininum, Neutrum, Utrum|f]], „Menge, Volk“) waren in der [[Römische Republik|römischen Republik]] alle Bürger, die nicht dem alten Erbadel, den [[Patriziat (Römisches Reich)|Patriziern]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;patres&amp;#039;&amp;#039; „Väter, Vorfahren“), angehörten. Zu den Plebejern zählte also die große Mehrheit der Römer, vor allem Bauern und Handwerker, aber auch Händler und Wohlhabende. Sie dürfen daher nicht mit den &amp;#039;&amp;#039;[[Proletariat#Das_Proletariat_im_alten_Rom|proletarii]]&amp;#039;&amp;#039; gleichgesetzt werden, die nur einen Teil der &amp;#039;&amp;#039;plebs&amp;#039;&amp;#039; bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früh stellten gerade die wohlhabenden Plebejer die politische Vorherrschaft der Patrizier in Frage. Während der [[Ständekämpfe (Rom)|Ständekämpfe]] (ca. 500–287 v. Chr.) setzten die Plebejer gemäß der späteren Tradition immer wieder die &amp;#039;&amp;#039;[[secessio plebis]]&amp;#039;&amp;#039; als Druckmittel im Konflikt mit dem Adel ein. Da Rom fast andauernd im Krieg mit seinen Nachbarn lag, mussten die Patrizier, die sich wohl auf bewaffnete Gefolgschaften stützten, häufig Kompromisse eingehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende der Ständekämpfe hatten die Plebejer wichtige wirtschaftliche, rechtliche und politische Zugeständnisse erreicht. Was die [[Volksversammlung|Versammlung]] der Plebejer beschloss, wurde fortan als allgemeines Gesetz anerkannt, und die [[Volkstribun]]e galten nun offiziell im Rahmen des &amp;#039;&amp;#039;[[cursus honorum]]&amp;#039;&amp;#039; als Beamte. Sie erhielten das Recht, Maßnahmen der [[Magistratur|Magistrate]] zu verbieten (z.&amp;amp;nbsp;B. die Bestrafung eines Plebejers, vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Comitia tributa|comitia populi tributa]]&amp;#039;&amp;#039;). Da die Patrizier die meisten politischen Vorrechte eingebüßt hatten, bildeten sie fortan gemeinsam mit erfolgreichen plebejischen Familien eine neue Elite, die sich nicht mehr über Abstammung, sondern über Leistungen für den Staat legitimierte, die [[Nobilität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 494 v. Chr. streikten die Plebejer zum ersten Mal für mehr Rechte (&amp;#039;&amp;#039;secessio plebis&amp;#039;&amp;#039;), und im Jahr 449 v. Chr. kam es zum zweiten Auszug der &amp;#039;&amp;#039;plebs&amp;#039;&amp;#039; aus der Stadt Rom, 445 v. Chr. wurde ihnen das Recht zugestanden, Patrizier zu heiraten (&amp;#039;&amp;#039;[[lex Canuleia]]&amp;#039;&amp;#039;). In der Folge (367 v. Chr.) bauten sich die Plebejer eigene Strukturen auf (die Volksversammlung und die neuen [[Magistratur]]en des Volkstribuns sowie des plebejischen [[Ädil]]s). Alle diese Zugeständnisse wurden angeblich mit dem Druckmittel der &amp;#039;&amp;#039;secessio plebis&amp;#039;&amp;#039; durchgesetzt. Historiker wie [[Uwe Walter]] weisen allerdings darauf hin, dass es sich bei diesen Schilderungen vielfach um Rückprojektionen aus späterer Zeit handeln dürfte (Walter 2017).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ständekonflikt wurde 287 v. Chr. endgültig gelöst. Damals setzte der plebejische [[Römischer Diktator|Diktator]] [[Quintus Hortensius]] ein Gesetz durch, das die Beschlüsse der Volksversammlung nicht nur für die Plebejer, sondern für alle römischen Bürger bindend machte (&amp;#039;&amp;#039;[[lex Hortensia]]&amp;#039;&amp;#039;). In der Folgezeit gelang mehreren plebejischen Geschlechtern der Aufstieg in die [[Nobilität]]; nur das Amt des [[kurulischer Ädil|kurulischen Ädils]] und einige Priestertümer blieben Plebejern verwehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der späten Republik verschob sich die Bedeutung des Wortes &amp;#039;&amp;#039;plebs&amp;#039;&amp;#039;. Der Begriff diente nun häufig der sozialen Differenzierung der Bürger unterhalb des [[Römischer Senat|Senatoren]]- und [[Eques|Ritterstands]]. Es wurde zwischen den städtischen (was sich nur auf die Stadt Rom bezieht) Plebejern, der &amp;#039;&amp;#039;plebs urbana&amp;#039;&amp;#039;, und den ländlichen, der &amp;#039;&amp;#039;plebs rustica&amp;#039;&amp;#039;, unterschieden. Hierbei kam der &amp;#039;&amp;#039;plebs urbana&amp;#039;&amp;#039; besondere Bedeutung zu, da nur sie aufgrund ihrer Ortsansässigkeit an den Volksversammlungen und somit an der Wahl von Magistraten teilnehmen konnte. Das führte dazu, dass sie von [[popularen]] Politikern mittels Getreidezuweisungen und Ähnlichem umworben wurde. Ferner konnte die &amp;#039;&amp;#039;plebs urbana&amp;#039;&amp;#039; auch „physischen“ Druck ausüben (in Form von Massendemonstrationen und Ausschreitungen). Es ist umstritten, inwieweit sie als eigenständiger politischer Faktor oder nur als „Spielball“ von populären Politikern bewertet werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutungswandel ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Plebs&amp;#039;&amp;#039; hat eine [[Bedeutungserweiterung]] erfahren. Es bedeutet heute auch allgemein „viel Volk“, insbesondere abwertend „einfaches Volk“ oder „ungebildete [[Masse (Soziologie)|Masse]]“. Entsprechend bedeutet &amp;#039;&amp;#039;plebejisch&amp;#039;&amp;#039; ohne historischen Kontext „ungebildet, [[Vulgarität|vulgär]], pöbelhaft“. In demselben Bedeutungsverhältnis stehen die Wörter &amp;#039;&amp;#039;[[Proletariat|Proletarier]]&amp;#039;&amp;#039; (historischer Begriff) und &amp;#039;&amp;#039;[[Prolet]]&amp;#039;&amp;#039; (abwertende Bezeichnung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur historischen Bedeutung (&amp;#039;&amp;#039;die Plebs&amp;#039;&amp;#039;) schwankt bei der verallgemeinerten Bedeutung das [[Genus]]: &amp;#039;&amp;#039;der Plebs&amp;#039;&amp;#039;, seltener &amp;#039;&amp;#039;die Plebs&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Italienischen besteht das im Lautstand veränderte Erbwort &amp;#039;&amp;#039;[[pieve]]&amp;#039;&amp;#039; neben der bildungssprachlichen Neuentlehnung &amp;#039;&amp;#039;plebe&amp;#039;&amp;#039; fort. In Ortsnamen wie beispielsweise [[Pieve Santo Stefano]] erhalten, bezeichnete die &amp;#039;&amp;#039;pieve&amp;#039;&amp;#039; eine Pfarrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Lateinisch &amp;#039;&amp;#039;plebs&amp;#039;&amp;#039; ist verwandt mit lat. &amp;#039;&amp;#039;plere&amp;#039;&amp;#039; „füllen“ und &amp;#039;&amp;#039;plenus&amp;#039;&amp;#039; „voll“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das deutsche Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Pöbel]]&amp;#039;&amp;#039; ist nicht direkt mit &amp;#039;&amp;#039;plebs&amp;#039;&amp;#039; verwandt. Es geht über [[Französische Sprache|altfranzösisch]] &amp;#039;&amp;#039;poble&amp;#039;&amp;#039; „Dienerschaft, gemeine Leute“ zurück auf lat. &amp;#039;&amp;#039;populus&amp;#039;&amp;#039; „Volk“. Wahrscheinlich gehört &amp;#039;&amp;#039;populus&amp;#039;&amp;#039; zur selben indogermanischen Wortsippe wie &amp;#039;&amp;#039;plebs&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;plenus&amp;#039;&amp;#039; – und ebenso die gleichbedeutenden deutschen Wörter &amp;#039;&amp;#039;Volk&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;voll&amp;#039;&amp;#039;. Somit gibt es vermutlich eine gemeinsame Urverwandtschaft – mit der Grundbedeutung „voll“ oder „viele“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Plebiszit]]&lt;br /&gt;
* [[Unterschicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* {{DNP|9|1124|1127|Plebs|[[Jürgen von Ungern-Sternberg]]}}&lt;br /&gt;
* Katja Kröss: &amp;#039;&amp;#039;Die politische Rolle der stadtrömischen Plebs in der Kaiserzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Impact of Empire.&amp;#039;&amp;#039; Band 24). [[Brill (Verlag)|Brill]], Leiden/Boston 2017.&lt;br /&gt;
* Richard E. Mitchell: &amp;#039;&amp;#039;Patricians and Plebeians. The Origins of the Roman State&amp;#039;&amp;#039;. Ithaca 1990.&lt;br /&gt;
* Jean-Claude Richard: &amp;#039;&amp;#039;Patricians and Plebeians. The Origin of a Social Dichotomy&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kurt Raaflaub]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Social Struggles in Ancient Rome&amp;#039;&amp;#039;, Berkeley 1986, S. 105 ff.&lt;br /&gt;
* [[Uwe Walter]]: &amp;#039;&amp;#039;Patrizier und Plebejer in der römischen Literatur&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Museum Helveticum&amp;#039;&amp;#039; 74, 2017, S. 172 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Plebs}}&lt;br /&gt;
* {{LiviusNeu|concept|plebs|||Plebs|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Standesbezeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftliche Schicht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß</name></author>
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