<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Plazidus_Zurlauben</id>
	<title>Plazidus Zurlauben - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Plazidus_Zurlauben"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plazidus_Zurlauben&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-24T05:48:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plazidus_Zurlauben&amp;diff=2111049&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: /* Biografie */ - BKL</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plazidus_Zurlauben&amp;diff=2111049&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2021-10-31T10:35:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Biografie: &lt;/span&gt; - BKL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Plazidus Zurlauben.jpg|miniatur|Plazidus Zurlauben]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plazidus Zurlauben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. August]] [[1646]] in [[Bremgarten AG|Bremgarten]]; † [[14. September]] [[1723]] auf [[Schloss Sandegg]]) war ein [[Schweiz]]er [[Benediktiner]]mönch. Von 1684 bis 1701 war er [[Abt]], danach bis zu seinem Tod erster [[Reichsprälat|Fürstabt]] des [[Kloster Muri|Klosters Muri]] in den [[Freiamt (Schweiz)|Freien Ämtern]] (im heutigen [[Kanton Aargau]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Placidus Zurlauben.JPG|miniatur|Wappen von Fürstabt Plazidus]]&lt;br /&gt;
Plazidus Zurlauben entstammte der angesehenen Zuger Familie [[Zurlauben]]. Seine Eltern waren Beat Jakob Zurlauben, Landschreiber der [[Freiamt (Schweiz)|Freien Ämter]] in Bremgarten und später Ammann in Zug, sowie dessen erste Frau Maria Barbara Reding von Biberegg, Schwester des Einsiedler Abtes [[Augustin Reding (Theologe)|Augustin Reding]].&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Iten, Tugium Sacrum 2, Zug 1973, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 17. Juni 1663 legte Zurlauben in Muri seine [[Ordensgelübde|Profess]] ab, am 22. März 1670 folgte die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]]. Ab 1672 war er als Lehrer an der [[Klosterschule]] tätig, deren [[Präzeptor]] er 1674 wurde. Von 1680 bis 1684 war er Sekretär der [[Schweizerische Benediktinerkongregation|Schweizerischen Benediktinerkongregation]].&amp;lt;ref&amp;gt;Staub, De Origine Congregationis, S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fünf Tage nach dem Tod von [[Hieronymus Troger]] wurde er am 14. März 1684 zum neuen Abt gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurlauben war in hohem Masse auf Repräsentation bedacht. Bereits wenige Monate nach seiner Wahl beschloss er einen umfassenden Neubau der Klosteranlage. Mit den Planungen beauftragte er den Architekten [[Caspar Moosbrugger]], der damals im [[Kloster Einsiedeln]] als Laienbruder lebte. Den Anfang machten 1685/86 Abtskapelle und Abtswohnung im Ostflügel. 1694 folgte ein neuer Westflügel mit Studierstuben sowie Kunst- und Raritätenkabinett, 1696 ein neuer Südflügel mit Klosterschule, Küche und [[Refektorium]]. Hinzu kamen um die Jahrhundertwende verschiedene Ökonomiebauten. Das wichtigste Bauvorhaben betraf die [[Klosterkirche Muri|Klosterkirche]], die nicht mehr den Bedürfnissen der Zeit entsprach. Zurlauben liess nach Plänen des Tessiner Stuckateurs Giovanni Battista Bettini das [[Kirchenschiff]] zwischen 1694 und 1697 durch ein [[Oktogon (Architektur)|Oktogon]] nach oberitalienischem Vorbild ersetzen. Im Kreuzgang entstand die [[Loretokapelle (Kloster Muri)|Loretokapelle]]. Die erneuerte und erweiterte Klosteranlage war nun überwiegend von [[barock]]er Architektur geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;Meier: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Muri.&amp;#039;&amp;#039; S. 85–89.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1700/01 liess Zurlauben ausserdem auf dem [[Lindenberg (Schweiz)|Lindenberg]] bei Muri das [[Schloss Horben]] errichten, das in der Folge als Sommersitz und Erholungsheim der Mönche diente.&amp;lt;ref&amp;gt;Meier: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Muri.&amp;#039;&amp;#039; S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1686 bis 1709 gehörte Zurlauben zu den [[Visitation|Visitatoren]] der Benediktinerkongregation.&amp;lt;ref&amp;gt;Staub, De Origine Congregationis, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erweiterte auch die bestehenden Gerichts- und Grundherrschaften der Abtei im [[Kanton Thurgau|Thurgau]]: 1693 erwarb er die Herrschaft [[Schloss Sandegg|Sandegg]] in [[Salenstein]], fünf Jahre später die Herrschaft [[Schloss Eppishausen|Eppishausen]] in [[Erlen TG|Erlen]].&amp;lt;ref name=meier40&amp;gt;Meier: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Muri.&amp;#039;&amp;#039; S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1699 weilte er zu Besuch in [[Rom]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Zurlauben kreuz.jpg|miniatur|links|Pektorale von Abt Placidus Zurlauben. Geschenk [[Karl VI. (HRR)|Kaiser Karls VI.]] um 1723]]&lt;br /&gt;
Der grösste Prestigegewinn gelang ihm 1701. Mitte Juni war Graf [[Franz Ehrenreich von Trauttmannsdorff]], österreichischer Gesandter an der [[Tagsatzung]], in Muri zu Gast. Dieser schlug dem Abt vor, für sich und seine Nachfolger den Fürstentitel zu kaufen. Der damals übliche Tarif betrug 45.000 [[Gulden]], Zurlauben erhielt ihn aufgrund der historischen Beziehungen zwischen den [[Habsburg]]ern und der Abtei für 12.000 Gulden. Der am 20.&amp;amp;nbsp;Dezember 1701 ausgestellte und von Kaiser [[Leopold I. (HRR)|Leopold&amp;amp;nbsp;I.]] besiegelte [[Wappenbrief]] bestätigte die Erhebung in den Stand des Hochadels. Die Schirmorte reagierten zunächst skeptisch, da die [[Alte Eidgenossenschaft|Eidgenossenschaft]] seit 1648 formell nicht mehr dem [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] angehörte. Erst als Trautmannsdorf die Zusicherung gab, dass ihre Rechte nicht geschmälert würden, konnten sich die Schirmorte dazu entschliessen, dem neuen Fürstabt zu gratulieren. Am längsten, bis 1705, liess sich [[Luzern]] Zeit. Die feierliche [[Inauguration]] erfolgte am 26. März 1702. Als Mitglieder des [[Reichsfürstenrat]]es hatten die Fürstäbte von Muri das Recht, an [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstagen]] teilzunehmen, was aber weder Zurlauben noch seine Nachfolger je in Anspruch nahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Meier: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Muri.&amp;#039;&amp;#039; S. 103–105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurlauben baute für die Abtei ein Herrschaftsterritorium am oberen [[Neckar]] auf, bestehend aus Gütern und Rechten, welche verarmte [[Reichsritterschaft|Reichsritter]] des [[Ritterkanton Neckar-Schwarzwald|Ritterkantons Neckar-Schwarzwald]] aus finanzieller Notlage heraus verkauften. Das Territorium umfasste mehrere Dörfer um [[Horb am Neckar]] und [[Sulz am Neckar]]. Am Anfang stand 1706 der Erwerb der [[Oberamt Glatt|Herrschaft Glatt]] mit dem [[Wasserschloss Glatt|Schloss Glatt]]. 1708 folgten die Orte Diessen, Dettlingen und Haidenhof, 1715 schliesslich [[Dettensee]]. 1725 erwarb Zurlaubens Nachfolger das Dorf [[Dettingen (Horb)|Dettingen]], 1743 das Rittergut Neckarhausen. Die Gesamtkosten für den Kauf des Territoriums betrugen 310.000 Gulden.&amp;lt;ref&amp;gt;Meier: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Muri.&amp;#039;&amp;#039; S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Toggenburgerkrieg|Zweiten Villmergerkriegs]] im Jahr 1712 suchten die Mönche in Luzern Zuflucht. Auch den Klosterschatz, Archiv und Bibliothek wurden dorthin überführt, während Zurlauben selbst bis nach [[Mailand]] reiste. Das Kloster blieb unbehelligt, doch Kriegssteuern, Beschlagnahmungen und Schäden in den [[Kollatur]]en verursachten beträchtliche finanzielle Verluste. Muri, das als reichste Abtei der Schweiz galt, konnte diese bald wiedergutmachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Meier: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Muri.&amp;#039;&amp;#039; S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums liess Zurlauben im Jahr 1720 verschiedene Dukaten prägen.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Germann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Bd. 5: Der Bezirk Muri, Bern 1967, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im gleichen Jahr war er Taufpate des in [[Horb am Neckar]] geborenen späteren Abts [[Martin Gerbert]] von [[Kloster St. Blasien (Schwarzwald)|St. Blasien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Pfeilschifter, Korrespondenz des Fürstabtes Martin II. Gerbert, 1. Bd., Karlsruhe 1931, Nr. 386.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 14. September 1723 starb Zurlauben im Schloss Sandegg im Thurgau. Sein Leib wurde in der [[Kloster Rheinau|Klosterkirche Rheinau]], das Herz in der Klosterkirche Muri beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moralische Lob- und Ehrenpredigten.&amp;#039;&amp;#039; Zug 1691.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Kiem: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Benedictiner Abtei Muri-Gries.&amp;#039;&amp;#039; 2. Band: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Muris in der Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Stans 1891, S. 138–177.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Bruno Meier | Titel=Das Kloster Muri – Geschichte und Gegenwart der Benediktinerabtei | Verlag=[[hier + jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte|hier + jetzt]] | Ort=Baden | Jahr=2011 | ISBN=978-3-03919-215-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Pascal Pauli | Titel=Das Kloster Muri wird Fürstabtei. Ein Akt mit politischer Sprengkraft? | Sammelwerk=Unsere Heimat | Band=80 | Jahr=2013 | Seiten=59–76}}&lt;br /&gt;
* Rainer Stöckli: &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Zurlauben und die Freien Ämter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Heimat&amp;#039;&amp;#039; 50 (1978) S. 12–37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Hieronymus Troger|Hieronymus II. Troger]]|AMT=[[Liste der Äbte von Muri-Gries|Abt von Muri]]|ZEIT=1684–1701|NACHFOLGER=–--&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=–--|AMT2=Fürstabt von Muri|ZEIT2=1701–1723|NACHFOLGER2=[[Gerold Haimb|Gerold I. Haimb]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104262648|VIAF=29964988}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zurlauben, Plazidus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt (Muri-Gries)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1646]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1723]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zurlauben, Plazidus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zurlauben, Placidus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Fürstabt des Klosters Muri&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. August 1646&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bremgarten AG|Bremgarten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. September 1723&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schloss Sandegg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
	</entry>
</feed>