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	<title>Plauer Kanal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T20:17:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plauer_Kanal&amp;diff=1539530&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lómelinde: kl. Anpassung für WP:Dark Mode -transparent, Inhalte auch im Dunklen sichtbar machen und dafür bitte keine Tabellensyntax verwenden</title>
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		<updated>2025-02-02T06:32:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kl. Anpassung für &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:Dark_Mode&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:Dark Mode (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:Dark Mode&lt;/a&gt; -transparent, Inhalte auch im Dunklen sichtbar machen und dafür bitte keine Tabellensyntax verwenden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plauer Kanal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plauescher Kanal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war eine künstliche Wasserstraße zwischen der [[Havel]] bei [[Plaue (Brandenburg an der Havel)|Plaue]] bei [[Brandenburg an der Havel]] und der [[Elbe]] bei [[Parey (Elbe-Parey)|Parey]]. [[Friedrich II. (Preußen)|König Friedrich II.]] von [[Königreich Preußen|Preußen]] ließ den etwa 32,6 Kilometer langen Kanal von 1743 bis 1745 zur Verbindung des [[Berlin]]er Raumes mit der Elbe anlegen. Nach dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde er gemeinsam mit dem [[Ihlekanal]] ausgebaut und zum  [[Elbe-Havel-Kanal]] zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plauer Kanal um 1900.jpg|mini|hochkant=1.7|Der Plauer Kanal, [[Verlag Julius Klinkhardt]]]]&lt;br /&gt;
Die Untere Havel von Plaue bis zur Mündung bei [[Havelberg]] fließt über 50&amp;amp;nbsp;Kilometer fast parallel zur Elbe. Schon sehr früh gab es Überlegungen, der sich entwickelnden Schifffahrt zwischen der Festungsstadt [[Magdeburg]] und den Residenzen an der [[Spree]] und Havel beziehungsweise weiter elbaufwärts in Richtung [[Sachsen]] und [[Böhmen]] eine um etwa 150&amp;amp;nbsp;km kürzere Verbindung auf dem Wasserweg zu schaffen, als es die natürliche zuließ. Im Jahre 1709 machte der preußische Ingenieur Roulai auf eine mögliche kürzere Wasserstraßenverbindung unter Einbeziehung des Havelnebenflusses [[Stremme (Havel, Milow)|Stremme]] aufmerksam. Friedrich II. erkannte schon 1741, dem ersten Jahr seiner Regierungszeit, den Nutzen solch einer Wasserstraße. Am 25. Februar 1742, mit dem Ausbruch der [[Schlesische Kriege|Schlesischen Kriege]] bestimmte er, dass (Zitat) &amp;#039;&amp;#039;alle  Geldkosten und Vorschläge zur Verbesserung der Revenuen bis zu besseren Zeiten [[Sistierung (Vertragsrecht)|sistiert]] bleiben sollen, jedoch alles, was zur Errichtung der proponierten Kanäle erforderlich, parat gehalten werde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Pestalozziverein der Provinz Sachsen: &amp;#039;&amp;#039;Die Provinz Sachsen in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; I. Band, Verlag von Julius Klinkhardt, 1902 S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der König forderte kurz darauf eine genaue Berichterstattung über Zweck, Kosten, Ertrag, Verlust an Zöllen und den Kostenaufwand ohne Zuschuss der königlichen Kassen ein und ließ prüfen, ob eine Versandung des Kanals zu befürchten sei. Der mit der Bauprojektierung beauftragte Minister Friedrich von Görne legte daraufhin Berichte zum Salztransport von der königlichen [[Saline]] [[Schönebeck (Elbe)|Schönebeck]] in Richtung [[Berlin]] vor, die Nachweise über Transportkosteneinsparungen im Bereich von 25&amp;amp;nbsp;Prozent enthielten, welche den König überzeugten. Ähnliche Zahlen galten für den zu erwartenden Holztransport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Kanal ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Provinz Brandenburg 1905.png|mini|Lage des Kanals 1905]]&lt;br /&gt;
Nach den ersten Planungen sollte der Kanal zwischen den Elbdörfern [[Niegripp]] und [[Hohenwarthe]] beginnen und südlich an [[Ihleburg]] vorbeiführen und durch die [[Parchen|Parchener Feldmark]] nach Osten zur Havel gehen. Der Kanal war nur für kleine Frachtschiffe geplant und diese Streckenführung wurde verworfen. Insbesondere durch Empfehlung des königlichen Baumeisters &amp;#039;&amp;#039;Riese&amp;#039;&amp;#039; entschied man sich für eine Streckenführung unter Einbeziehung des Flusses Stremme von Parey über [[Genthin]] nach Plaue. Geplant waren drei [[Schleuse]]n, eine an der Elbe in Parey, eine in [[Kade (Jerichow)|Kade]] (Chade) und eine südlich von Woltersdorf fast am [[Wendsee]] bei Plaue. Von König Friedrich II. wurde dieser Vorschlag genehmigt und der Magdeburger Präsident der [[Kriegs- und Domänenkammer|Domänenkammer]] &amp;#039;&amp;#039;von Platen&amp;#039;&amp;#039; bereiste im Frühjahr 1743 die geplante Linienführung und verhandelte mit den Besitzern der Grundstücke, durch die der Kanal führen sollte. Die Eigentümer stellten fast ohne Ausnahme die Grundstücke in Erwartung wirtschaftlicher Vorteile durch den neuen Kanal kostenfrei zur Verfügung. Im Sommer 1743 wurde der Kanalbau begonnen. Auf Befehl des Königs wurden 750 Soldaten zur Unterstützung eingesetzt. Am 10. Juni&amp;amp;nbsp;1743 übertrug der preußische König die Oberbauleitung dem Minister [[Friedrich von Görne]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|6|531|531|Görne, Hans Friedrich Christoph von|Klein, Thomas| 116724579}} abgerufen am 29. Dezember 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; und gab die finanziellen Mittel frei. Mit dem Beginn der Bauarbeiten standen 130.000&amp;amp;nbsp;[[Taler]] bereit, davon etwa 60.000&amp;amp;nbsp;Taler für die Erdarbeiten. Von Parey bis Plaue sollte der Kanal 4,5&amp;amp;nbsp;[[Alte Maße und Gewichte (Preußen)|Preußische Meilen]] (ca. 32,5&amp;amp;nbsp;km) lang werden. Das Gefälle in Richtung Osten betrug 16,5&amp;amp;nbsp;Fuß (ca. 5,17&amp;amp;nbsp;m).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Stand der damaligen Zeit entsprechend wurden die Erdarbeiten ausschließlich in Handarbeit ohne Wasserhaltung durchgeführt. Es entstand ein Kanalprofil, welches am Boden etwa 22&amp;amp;nbsp;Fuß (ca. 6,90&amp;amp;nbsp;m) und in Wasserspiegelhöhe 26&amp;amp;nbsp;Fuß (8,20&amp;amp;nbsp;m) breit war. Es wurden Ausweichstellen angelegt, diese waren etwa 40 bis 50&amp;amp;nbsp;Fuß (bis ca. 16&amp;amp;nbsp;m) breit. Die durchschnittliche Wassertiefe betrug 3,5 bis 4&amp;amp;nbsp;Fuß (1,10 bis 1,26&amp;amp;nbsp;m). Das Kanalprofil blieb bis Mitte des 19. Jahrhunderts im Wesentlichen unverändert. Von den vorhandenen Wasserläufen wurden von der Elbe bis Parey ein alter Elbearm und von [[Seedorf (Jerichow)]] bis [[Roßdorf (Jerichow)|Roßdorf]] der Fluss Stremme genutzt. Die Stremme hatte viele Krümmungen und breitete sich teilweise seenartig aus. Komplett neu gegraben wurden die Abschnitte von Parey bis Seedorf und von Rossdorf bis Plaue. Dies entspricht etwa drei Fünftel der gesamten Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten gingen zügig voran und die Ausschachtungsarbeiten bereiteten kaum Schwierigkeiten. Große Probleme bereitete jedoch die Befestigung der sumpfigen Ufer der Stremme und die Eindeichung der Seen. Die Anwohner der Dörfer, in deren Nähe Schleusen entstehen sollten, mussten Fuhrdienste gegen Tagelohn leisten. Im folgenden Jahr gerieten die Bauarbeiten wegen eines Hochwassers ins Stocken. Außerdem zog der König seine Soldaten ab und die Maurergesellen verweigerten wegen zu geringer Entlohnung die Arbeit. Auf Befehl des Königs erfolgte am 5. April 1745 eine erste Bauabnahme und die Bauarbeiten wurden abgeschlossen. Bis auf einige Mängel (eine Brücke bei [[Altenplathow]] wurde zu niedrig gebaut) konnte der Kanal für befahrbar erklärt werden. Eine Probefahrt mit einem Salzkahn fand am 26. April 1745 statt. Dieses Schiff war 102 Fuß (ca. 32&amp;amp;nbsp;m) lang, 21 Fuß (ca. 6,5&amp;amp;nbsp;m) breit und hatte einen Tiefgang von 4 Fuß (ca. 1,25&amp;amp;nbsp;m).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
In den ersten beiden Jahren passierten 1432 Kähne den Kanal. Aufgrund von auftretenden Schäden an den Schleusen Parey und Kade musste der Kanal von Juli bis Oktober 1746 gesperrt werden. Von den Schiffern wurde auch eine zu geringe Tiefe des Gewässers beklagt. Grund waren Deichbrüche und daraus resultierender Wassermangel im Kanal. Abhilfe sollte eine Entwässerung des [[Fiener Bruch]]s und eine Einleitung des gewonnenen Wassers in den Kanal schaffen. Als Nebeneffekt wurde eine landwirtschaftliche Nutzung des Gebietes erreicht. Der in großen Mengen dort anliegende [[Torf]] konnte gewonnen und per Schiff kostengünstig als Brennmaterial in die sich entwickelnden Städte transportiert werden. Fehlende Wartungsarbeiten ließen bis 1862 die Tauchtiefen im Kanal immer geringer werden. Erst in der Zeit von 1862 bis 1865 wurden umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt, Teilabschnitte des Kanals wurden begradigt und vertieft. Die Bauarbeiten an dieser Wasserstraße fanden von 1865 bis 1872 eine Fortsetzung im Bau des [[Ihlekanal]]s, der in Niegripp begann und bei Seedorf in den Plauer Kanal mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits wenige Jahre später wurde festgestellt, dass der Kanal nicht mehr den Ansprüchen genügte und die immer größer werdenden Schiffe den Kanal nur eingeschränkt nutzen konnten. In den Jahren 1883 bis 1893 fanden erneut umfangreiche Erweiterungen der Kanäle statt. Beide Kanäle wurden auf 32 Meter verbreitert und auf eine durchschnittliche Wassertiefe von zwei Metern gebracht. Gleichzeitig wurden die [[Leinpfad]]e auf beiden Seiten befestigt. Mehrere Brücken wurden erneuert. An der Einfahrt von der Elbe in Parey in den Plauer Kanal wurde eine neue Schleuse gebaut. Die Elbdeiche wurden erneuert und als Schutz vor Hochwasser erhielt die neue Schleuse eiserne Schutztore. Diese zweite Erweiterung, Vertiefung und Begradigung einschließlich des Brücken- und Schleusenneubaues kostete neun Millionen Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Ausbaues des [[Mittellandkanal]]es, damals noch oft Weser-Elbe-Kanal genannt, wurde nach dem Ersten Weltkrieg beschlossen, den Plauer Kanal gemeinsam mit dem [[Ihlekanal]] zum [[Elbe-Havel-Kanal]] auszubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Schleusen ==&lt;br /&gt;
=== Schleuse Parey ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alten Schleuse Parey Postkarte.jpg|mini|Die [[Alte Schleuse Parey]] im August 1892]]&lt;br /&gt;
Die [[Alte Schleuse Parey]] ({{Coordinate |map= |article= |text=DMS|NS=52/23/30.8|EW=11/59/30.5|type=waterbody|pop= |elevation= |region=DE-ST|dim= |name=ungefähre Lge der ehemalige Schleuse Parey|mapsize= |sortkey=}}) musste manchmal bei Elbhochwasser Wasserstandsschwankungen von mehr als sieben Metern standhalten. Sie wurde schon bei ihrer Erstanlage 1745 als massive Schleuse in Ziegelbauweise errichtet. Sie war 130&amp;amp;nbsp;Fuß (ca. 41&amp;amp;nbsp;m) lang und 26&amp;amp;nbsp;Fuß (ca. 8,16&amp;amp;nbsp;m) breit. Ihre Fallhöhe war immer abhängig vom Wasserstand der Elbe. Von Anfang an wurde an dieser Schleuse die zu geringe Sohlentiefe bemängelt. Bei Niedrigwassersituationen auf der Elbe konnten viele Schiffe die Schleuse nur geleichtert oder gar nicht passieren. Im Zuge des Kanalausbaues 1883/93 wurde die Einmündung des Kanals in die Elbe etwa drei Kilometer stromaufwärts verlegt, die alte Schleuse abgebrochen und an den neuen Mündungsarm eine für die damalige Zeit modernere Neue [[Schleuse Parey]] ({{Coordinate |text=DMS|NS=52/24/12.81|EW=11/58/40.44|type=waterbody |region=DE-ST |name=neue Schleuse Parey}}) gebaut. Durch die Verlegung des Mündungsgebietes entstand der Altarm [[Baggerelbe]], der vormalige Mündungsstang.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wsa-spree-havel.wsv.de/Webs/WSA/Spree-Havel/DE/01_Wasserstrassen/02_Bundeswasserstrassen/18_Elbe_Havel_Kanal/elbe_havel_kanal_node.html |titel=Elbe-Havel-Kanal. Geschichtliche Entwicklung |hrsg=Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel |abruf=2024-07-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schleuse Kade (Chade) ===&lt;br /&gt;
Die [[Schleuse Kade]], auch &amp;#039;&amp;#039;Kader Schleuse&amp;#039;&amp;#039; ({{Coordinate |text=DMS|NS=52/23/50.24|EW=12/16/46.24|type=waterbody |region=DE-ST |name=ehemalige Schleuse Kade}}) genannt, war eine so genannte Buschschleuse in der Nähe des Dorfes Kade. Die Tore der Schleuse waren aus Holz und die Seitenwände aus Reisigbündeln, [[Faschine]]n genannt. Diese Faschinen wurden mit [[Lehm]] verdichtet, um sie wasserundurchlässig zu machen. Die Schleuse hatte eine nutzbare Länge von 130&amp;amp;nbsp;Fuß und war trogförmig angelegt. So konnten mehrere Kähne gleichzeitig geschleust werden. Diese Bauart war jedoch nicht sehr dauerhaft und 1793/94 entstand an derselben Stelle eine massive [[Schleuse|Kammerschleuse]] mit einer Fallhöhe von etwa zwei&amp;amp;nbsp;Metern. Mit dem Ausbau zum Elbe-Havel-Kanal Anfang der 1920er Jahre wurde diese [[Kanalstufe]] eingespart und die Schleuse abgerissen. Die letzten sichtbaren Mauerreste der alten Schleuse verschwanden endgültig erst im Jahre 2006 mit dem Kanalausbau im Rahmen des [[Verkehrsprojekte Deutsche Einheit|Verkehrsprojektes Nummer 17]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schleuse Plaue ===&lt;br /&gt;
Die [[Schleuse Plaue]], auch &amp;#039;&amp;#039;Plauer Schleuse&amp;#039;&amp;#039; ({{Coordinate |text=DMS|NS=52/24/10.54|EW=12/23/36.83|type=waterbody |region=DE-BB |name=ehemalige Schleuse Plaue}}) genannt, war ursprünglich ebenfalls eine Buschschleuse mit ähnlichen Abmessungen wie die Kader Schleuse. Da sie nicht sehr dauerhaft gebaut war, wurde sie bereits 1771 neu errichtet. Es entstand eine hölzerne Doppelkammerschleuse und die Mündung in die seenartigen Verbreiterungen der Havel bei Plaue wurde begradigt. 1820/21 war auch diese hölzerne Schleuse so verschlissen, dass sie durch einen massiven Ziegelbau mit den Maßen 49&amp;amp;nbsp;Metern Länge und etwa 8,20&amp;amp;nbsp;Metern Breite ersetzt wurde. Die [[Fallhöhe (Wasserbau)|Fallhöhe]] betrug je nach Wasserstand der Havel etwa zwei Meter. In den Jahren 1884/86 wurde nördlich der bisherigen Schleuse die größere &amp;#039;&amp;#039;2te Plauer Schleuse&amp;#039;&amp;#039; gebaut, sodass auch [[Plauer Maß|Plauer-Maß]]-Schiffe mit einer Länge von 65&amp;amp;nbsp;Metern den Kanalbereich passieren konnten. Auch dieses Bauwerk wurde aus Ziegeln erstellt. Die beiden alten [[Schleusenkammer]]n sind bis heute gut erhalten, werden aber nicht mehr genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Schleusen Plaue (2).JPG|mini|Die geleerte Schleusenkammer der &amp;#039;&amp;#039;2ten Plauer Schleuse&amp;#039;&amp;#039; am 23. Juni 2009]]&lt;br /&gt;
Im Juni 2009 wurde begonnen, das Unterhaupt der Schleuse zu verschließen. Die Schleusenkammer wurde geleert und mit Reinigungsarbeiten des völlig verschlammten Schleusenbodens wurde begonnen. Nach Abschluss dieser Arbeiten wurde in das Oberhaupt der Schleuse eine Turbine zur Stromgewinnung eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Infolge des schnellen und preisgünstigen Gütertransportes entwickelte sich der Handel zwischen den Städten an der Elbe und an Havel und Spree rege und der Verkehr auf dem Kanal nahm zu. Im Jahre 1840 passierten 2500 Schiffe den Kanal. In den Orten am Kanal entstanden zahlreiche Firmen, wie Ziegeleien, Zementfabriken, Kalkbrennereien, Sägemühlen, Werften und eine Stärkefabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele der Verkehrsentwicklung (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;float-right&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entwicklung der Schiffspassagen (Auswahl)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:bottom; font-size:96%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 2500&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background:#00BBBB; color:#202122; height:2.500ex; width:6ex; margin:0 1ex;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 4546&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background:#00BBBB; color:#202122; height:4.546ex; width:6ex; margin:0 1ex;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 6135&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background:#00BBBB; color:#202122; height:6.135ex; width:6ex; margin:0 1ex;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 7171&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background:#00BBBB; color:#202122; height:7.171ex; width:6ex; margin:0 1ex;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 8509&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background:#00BBBB; color:#202122; height:8.509ex; width:6ex; margin:0 1ex;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 11825&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background:#00BBBB; color:#202122; height:11.825ex; width:6ex; margin:0 1ex;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 11168&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background:#00BBBB; color:#202122; height:11.168ex; width:6ex; margin:0 1ex;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 13240&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background:#00BBBB; color:#202122; height:13.240ex; width:6ex; margin:0 1ex;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;border-top:0.15em solid;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1840&lt;br /&gt;
| 1872&lt;br /&gt;
| 1876&lt;br /&gt;
| 1881&lt;br /&gt;
| 1886&lt;br /&gt;
| 1891&lt;br /&gt;
| 1896&lt;br /&gt;
| 1899&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr || Anzahl der Schiffe|| Tragfähigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1840 || 2500 || je 60 bis 80 Tonnen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1872 || 4546 || je 60 bis 100 Tonnen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1876 || 6135 || je  60 bis 100 Tonnen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1881 || 7171 || je 100 bis 250 Tonnen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1886 || 8509 || je 100 bis 250 Tonnen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1891 || 11825 || je 180 bis 350 Tonnen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1896 || 11168 || je 180 bis 350 Tonnen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1899 || 13240 || je 200 bis 550 Tonnen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Zahlen ist eine erhebliche Verkehrssteigerung zu erkennen. Die Inbetriebnahme der [[Bahnstrecke Berlin–Magdeburg|Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn]] 1845 führte zu zeitweiligen Wettbewerbsnachteilen für die Schifffahrt auf dem Kanal. Um weiter am Markt bestehen zu können, musste die Wasserstraße weiter ausgebaut werden und dem Betrieb von Schleppdampfern zugängig gemacht werden. Diese Bauarbeiten begannen jedoch erst 1862.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reste des Plauer Kanals ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Altverläufe Plauer Kanal und Ihlekanal.svg|mini|Die Situation der Wasserstraßen 2020 mit Elbe-Havel-Kanal und grün verzeichneten Altverläufen des Plauer Kanals]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mündung Rossdorfer Altkanal Elbe-Havel-Kanal Km 368,54.JPG|mini|Mündung des Roßdorfer Kanals in den Elbe-Havel-Kanal im Osten Genthins]]&lt;br /&gt;
Die beim Bau und weiteren Ausbauten des Elbe-Havel-Kanals verbliebenen Reststücke des Plauer Kanals sind&amp;lt;ref&amp;gt;Reichs-Verkehrs-Blatt A 1938, Seite 191&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;laenge&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gdws.wsv.bund.de/DE/wasserstrassen/01_bundeswasserstrassen/Laengen/Laengen_node.html |titel=Längen der Hauptschifffahrtswege der Binnenwasserstraßen des Bundes |hrsg=Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes |abruf=2024-07-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Altarm Baggerelbe Derben (ABElD)&lt;br /&gt;
* [[Baggerelbe]] (BEl)&lt;br /&gt;
* Neuderbener Altarm (NeuA)&lt;br /&gt;
* Altarm Alter Elbarm (AAEl)&lt;br /&gt;
* Altstrecke Seedorf (ASe)&lt;br /&gt;
* [[Altenplathower Altkanal]] (AAK) mit fast 2&amp;amp;nbsp;km Länge bei EHK-km 359,92&lt;br /&gt;
* [[Roßdorfer Altkanal]] (RAK) mit 6,6&amp;amp;nbsp;km Länge bei EHK-km 363,71&lt;br /&gt;
* Nebenarm Vogelschutzinsel (NVSI)&lt;br /&gt;
* [[Woltersdorfer Altkanal]] (WAK) mit 3,4&amp;amp;nbsp;km Länge bei EHK-km 373,42&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,8&amp;amp;nbsp;km&amp;lt;ref name=&amp;quot;laenge&amp;quot; /&amp;gt; Abzweigungsstrecke des Roßdorfer Altkanals und der Woltersdorfer Altkanal gehören zur Bundeswasserstraße Elbe-Havel-Kanal&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wsv.de/wasserstrassen/chronik/index.html |text=Verzeichnis E, Lfd.Nr. 10 der Chronik |wayback=20160722140340}}, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Rest des Roßdorfer Altkanals und der Altenplathower Altkanal zählen zu den sog. sonstigen Binnenwasserstraßen des Bundes&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wsv.de/wasserstrassen/chronik/index.html |text=Verzeichnis F der Chronik |wayback=20160722140340}}, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zuständig ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Kanäle ==&lt;br /&gt;
*[[Pareyer Verbindungskanal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Pestalozziverein der Provinz Sachsen: &amp;#039;&amp;#039;Die Provinz Sachsen in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; I.Band, Verlag von Julius Klinkhardt, 1902, {{OCLC|832876855}}, S. 95&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Hans-J. Uhlemann: &amp;#039;&amp;#039;Berlin und die Märkischen Wasserstraßen.&amp;#039;&amp;#039; transpress Verlag, Berlin 1988, ISBN 3-344-00115-9.&lt;br /&gt;
* Herbert Sterz: &amp;#039;&amp;#039;Havelschifffahrt unterm Segel&amp;#039;&amp;#039; Verlag Media@Vice GmbH, Pritzwalk 2005, ISBN 3-00-016065-5.&lt;br /&gt;
* Schriften des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.&amp;amp;nbsp;V. &amp;#039;&amp;#039;Westeuropäischer Schifffahrts- und Hafenkalender.&amp;#039;&amp;#039; Binnenschifffahrts-Verlag GmbH, Duisburg-Ruhrort, {{OCLC|48960431}}.&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|531|531|Görne, Hans Friedrich Christoph von|Klein, Thomas| 116724579}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karten ==&lt;br /&gt;
* Folke Stender: &amp;#039;&amp;#039;Redaktion Sportschifffahrtskarten Binnen 1&amp;#039;&amp;#039; Nautische Veröffentlichung Verlagsgesellschaft, ISBN 3-926376-10-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Koordinaten ==&lt;br /&gt;
Die angegebene Koordinate bezieht sich auf den Roßdorfer Altkanal, einem Rest des früheren Plauer Kanals in der Nähe von [[Roßdorf (Jerichow)|Roßdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=|NS=52/25/24.69/N|EW=12/12/07.04/E|type=landmark|dim=25|region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundeswasserstraße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Elbe|KPlauer Kanal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Havel|KPlauer Kanal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanal in Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanal in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Mark Brandenburg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lómelinde</name></author>
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