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	<title>Platzverweis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T04:06:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Platzverweis&amp;diff=64133&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Rechtsgrundlage */ Tippfehler</title>
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		<updated>2024-11-14T21:07:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rechtsgrundlage: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Platzverweis im polizeirechtlichen Sinne; zum Platzverweis (Feldverweis) im [[Mannschaftssport]] siehe [[Rote Karte]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Platzverweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Platzverweisung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellt eine [[polizeirecht]]liche [[Maßnahme (Recht)|Maßnahme]] im deutschen Recht dar, um eine [[Gefahr]] für die [[öffentliche Sicherheit]] oder [[öffentliche Ordnung]] abzuwehren. Sie dient somit der [[Gefahrenabwehr]]. Durch diesen mündlichen oder schriftlichen [[Verwaltungsakt (Deutschland)|Verwaltungsakt]] wird der betroffenen Person geboten, einen Standort vorübergehend zu verlassen oder vorübergehend nicht zu betreten. Bei Zuwiderhandlung kann die Person auch in [[Polizeigewahrsam]] genommen werden. Ist der Platzverweis rechtswidrig, kann der Betroffene dem durch [[Rechtsbehelf]] [[Verwaltungsakt (Deutschland)#Aufhebung während eines Rechtsbehelfsverfahrens, § 50 VwVfG|entgegenwirken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe ==&lt;br /&gt;
Der in den Landesgesetzen jeweils formulierte Hauptgrund für einen Platzverweis ist „zur Gefahrenabwehr“, „Abwehr einer Gefahr“, teilweise spezifischer die „Abwehr einer im einzelnen Falle bevorstehenden Gefahr“ bzw. die „Abwehr einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dauer ==&lt;br /&gt;
Der Platzverweis ist eine polizeiliche Maßnahme, deren Dauer in Rheinland-Pfalz als „zeitlich befristet“ definiert wird, in allen anderen Landes- und Bundesgesetzen als „vorübergehend“. Eine allgemeine zeitliche Obergrenze für einen Platzverweis besteht nicht, jedoch ist die Dauer im Sinne des [[Verhältnismäßigkeitsprinzip]]s auf das Andauern der Gefahr beschränkt, die zur Aussprechung des Platzverweises führte. Maßnahmen, die auf {{§|164|StPO|dejure}} StPO gestützt werden, dürfen „nicht über den nächstfolgenden Tag hinaus“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zu ähnlichen Maßnahmen ==&lt;br /&gt;
Soll die Anordnung für längere Zeit und/oder einen größeren Bereich gelten, wird von einem Verweilverbot oder Aufenthaltsverbot gesprochen. Vom Platzverweis zu unterscheiden sind auch [[Wohnungsverweisung]]en und [[Rückkehrverbot]]e, die sich stets auf [[Wohnung]]en beziehen, ferner [[Annäherungsverbot]]e, die sich auf Personen beziehen. Diese Maßnahmen sind in der Regel eng mit dem [[Gewaltschutzgesetz]] verknüpft und schränken nur das [[Recht auf Eigentum]] nach {{Art.|14|gg|juris}} [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]] (ggfs. das Recht auf Freizügigkeit nach {{Art.|11|gg|juris}} GG) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundrechtseinschränkung ==&lt;br /&gt;
Die Maßnahme des Platzverweises greift nach einer Auffassung weder in den Schutzbereich des {{Art.|11|gg|juris}} GG (Freizügigkeit, „Hinbewegungsfreiheit“) noch den des {{Art.|2|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 Satz&amp;amp;nbsp;2 GG („Fortbewegungsfreiheit“) ein, sondern stellt lediglich einen Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit nach {{Art.|2|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 GG dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kingreen/Poscher |Titel=Polizei- und Ordnungsrecht |Auflage=12 |Verlag=Verlag C.H.BECK oHG |Datum=2022 |ISBN=978-3-406-79576-3 |Seiten=§ 15 Rn. 4 |Online=https://ebibliothek.beck.de/Bcid/Y-400-W-PiSchKnHdbPAG-GL-sect15-I-2 |Abruf=2022-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So auch ausgeführt in der Begründung der Polizeirechtsnovellierung im November 2008 des Innenministeriums [[Baden-Württemberg]]. Hier wird in der Landtagsdrucksache&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.landtag-bw.de/wp14/drucksachen/3000/14_3165_d.pdf |wayback=20091229191554 |text=Landtagsdrucksache 14/3165}} (PDF; 359&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; zum neu eingeführten Platzverweis als polizeirechtliche Standardmaßnahme nach §&amp;amp;nbsp;27a PolG BW ausgeführt, dass lediglich ein Eingriff in {{Art.|2|gg|juris}} Abs. 1 GG vorliegt. Diese Sichtweise wird bestärkt durch die Argumentation des [[Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg|VGH Baden-Württemberg]]. Dieser setzte in einem 2002 ergangenen Beschluss&amp;lt;ref&amp;gt;VGH Baden-Württemberg, Beschluss, Az. 1 S 1963/02.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://taz.de/!1083524/ Punker dürfen bleiben.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tageszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Oktober 2002, abgerufen am 30. September 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; betreffend einen allgemein verfügten Platzverweis (Betretens- und Aufenthaltsverbot) gegen Mitglieder der Punk-Szene voraus, dass ein Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit aus {{Art.|2|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 GG vorliege. Weitere Grundrechtseingriffe wurden nicht diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber sieht jedoch die Auffassung des [[Bundesverfassungsgericht]]s&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG NJW 2002, S. 2225.&amp;lt;/ref&amp;gt; und des [[VGH Mannheim]]&amp;lt;ref&amp;gt;VGH Mannheim, NJW 2005, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowohl einen Eingriff in {{Art.|2|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 Satz&amp;amp;nbsp;2 GG als auch in {{Art.|11|gg|juris}} GG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgrundlage ==&lt;br /&gt;
Der Platzverweis stellt eine [[Standardmaßnahme]] dar und ist daher in den einzelnen Landespolizeigesetzen jeweils normiert. Platzverweise können gegen Adressaten, die Amtshandlungen der Strafverfolgungsbehörden stören, auch auf {{§|164|stpo|juris}} [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]] gestützt werden (zumindest als [[Mindermaßnahme]] der Festnahme). &lt;br /&gt;
*Die landesrechtlichen Regelungen sind:&lt;br /&gt;
** [[Baden-Württemberg]]: §&amp;amp;nbsp;30 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Polizeigesetz (PolG)&lt;br /&gt;
** [[Bayern]]: Art.&amp;amp;nbsp;16 Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Bayerischen Staatlichen Polizei (Polizeiaufgabengesetz, PAG)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayPAG-16 PAG 16 Platzverweis, Kontaktverbot, Aufenthalts- und Meldeanordnung]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Berlin]]: §&amp;amp;nbsp;29 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Allgemeines Gesetz zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Berlin (Allgemeines Sicherheits- und Ordnungsgesetz, ASOG Bln)&amp;lt;ref&amp;gt; [https://gesetze.berlin.de/bsbe/document/jlr-ASOGBE2006pP29 gesetze.berlin.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Brandenburg]]: §&amp;amp;nbsp;16 Gesetz über die Aufgaben, Befugnisse, Organisation und Zuständigkeit der Polizei im Land Brandenburg (Brandenburgisches Polizeigesetz, BbgPolG)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bravors.brandenburg.de/gesetze/bbgpolg#16 §16 BbgPolG]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Freie Hansestadt Bremen|Bremen]]: §&amp;amp;nbsp;14 Bremisches Polizeigesetz (BremPolG)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.transparenz.bremen.de/metainformationen/bremisches-polizeigesetz-brempolg-in-der-fassung-vom-6-dezember-2001-69192?template=20_gp_ifg_meta_detail_d#jlr-PolGBRpP14 §14 BremPolG]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Hamburg]]: §&amp;amp;nbsp;12a Gesetz zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (SOG)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landesrecht-hamburg.de/bsha/document/jlr-SOGHAV1P12a § 12a SOG]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Hessen]]: §&amp;amp;nbsp;31 Hessisches Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-SOGHEpP31 § 31 HSOG]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Mecklenburg-Vorpommern]]: §&amp;amp;nbsp;52 Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Mecklenburg-Vorpommern (Sicherheits- und Ordnungsgesetz, SOG M-V)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landesrecht-mv.de/bsmv/document/jlr-SOGMV2020pP52 § 52 SOG M-V]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Niedersachsen]]: früher §&amp;amp;nbsp;17 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Niedersächsisches Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Nds. SOG), heute §&amp;amp;nbsp;17 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Niedersächsisches Polizei- und Ordnungsbehördengesetz, NPOG&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.voris.niedersachsen.de/jportal/portal/t/hly/page/bsvorisprod.psml/action/portlets.jw.MainAction?doc.id=jlr-SOGNDV18P17 § 17 NSOG]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Nordrhein-Westfalen]]: §&amp;amp;nbsp;34 Polizeigesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (PolG NRW)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?sg=0&amp;amp;menu=1&amp;amp;bes_id=5173&amp;amp;anw_nr=2&amp;amp;aufgehoben=N&amp;amp;det_id=469952 § 34 PolG NRW]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Rheinland-Pfalz]]: §&amp;amp;nbsp;13 Polizei- und Ordnungsbehördengesetz (POG)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/hgq/page/bsrlpprod.psml/action/portlets.jw.MainAction?doc.id=jlr-PolGRPV10P13 §13 POG]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Saarland]]: §&amp;amp;nbsp;12 Saarländisches Polizeigesetz (SPolG)&lt;br /&gt;
** [[Sachsen]]: §&amp;amp;nbsp;18 Sächsisches Polizeivollzugsdienstgesetz (SächsPVDG)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/18193-Saechsisches-Polizeivollzugsdienstgesetz-#p18 § 18 SächsPVDG]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Sachsen-Anhalt]]: §&amp;amp;nbsp;36 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landes Sachsen-Anhalt (SOG LSA)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landesrecht.sachsen-anhalt.de/bsst/document/jlr-SOGST2013pP36 §36 SOG LSA]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Schleswig-Holstein]]: §&amp;amp;nbsp;201 Allgemeines Verwaltungsgesetz für das Land Schleswig-Holstein (Landesverwaltungsgesetz, LVwG)&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&amp;amp;psml=bsshoprod.psml&amp;amp;max=true&amp;amp;query=VwG+SH+%C2%A7+201 §201 LVwG SH]&amp;lt;/ref&amp;gt;, §204 zur Durchsetzung via Gewahrsam&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&amp;amp;query=VwG+SH+%C2%A7+204&amp;amp;psml=bsshoprod.psml&amp;amp;max=true §204 LVwG SH]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Thüringen]]: §&amp;amp;nbsp;18 Thüringer Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Polizei (Polizeiaufgabengesetz, PAG)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://landesrecht.thueringen.de/bsth/document/jlr-PolAufGTHV8P18 §18 PAG]&amp;lt;/ref&amp;gt; in Verbindung mit §&amp;amp;nbsp;17 Thüringer Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Ordnungsbehörden (Ordnungsbehördengesetz, OBG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regelung für die Bundesbehörden: &lt;br /&gt;
** [[Bundespolizei (Deutschland)|Bundespolizei]]: {{§|38|bgsg_1994|juris}} BPolG ([[Bundespolizeigesetz]])&lt;br /&gt;
** [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]]: {{§|21|bkag_1997|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;4 BKAG ([[Bundeskriminalamtgesetz]])&lt;br /&gt;
** [[Zollkriminalamt]]: {{§|23|zfdg 2020|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;5 ZFdG (Gesetz über das Zollkriminalamt und die Zollfahndungsämter)&lt;br /&gt;
** Zoll: {{§|10a|ZollVG|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 Nr.&amp;amp;nbsp;3 ZollVG (Zollverwaltungsgesetz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch anderen Kräften als der Polizei wird über Landesgesetzgebung das Recht zum Platzverweis eingeräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sieht etwa §&amp;amp;nbsp;24 [[Feuerwehrgesetz (Deutschland)|Bayerisches Feuerwehrgesetz]] vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesetzestext|Soweit [[Polizei]] nicht zur Verfügung steht, können Führungsdienstgrade der Feuerwehr oder von ihnen im Einzelfall beauftragte Mannschaftsdienstgrade das Betreten der Schadensstelle und ihrer Umgebung verbieten oder Personen von dort verweisen und die Schadensstelle und den Einsatzraum der [[Feuerwehr]] sperren, wenn sonst der Einsatz behindert würde. [[Unmittelbarer Zwang]] durch körperliche Gewalt und deren Hilfsmittel darf entsprechend den Art. 58, 61 Abs. 1, 2 und 3, Art. 64 Abs. 1 Sätze 1 und 2 sowie Abs. 3 Sätze 1 und 3 des Polizeiaufgabengesetzes angewendet werden.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayFwG-24 Bayerisches Feuerwehrgesetz (BayFwG)] – Gesetzestext; abgerufen am 28. August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In NRW darf laut §&amp;amp;nbsp;34 Abs.&amp;amp;nbsp;2 des [[Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz|Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz]] (BHKG) der Einsatzleiter Personen verweisen (oder seine Kollegen dazu anweisen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesetzestext|[…] Soweit dies zur Abwehr von Gefahren nach […] erforderlich ist, kann die Einsatzleitung insbesondere das Betreten des Einsatzgebietes oder einzelner Einsatzbereiche verbieten, Personen von dort verweisen, das Einsatzgebiet oder einzelne Einsatzbereiche sperren und räumen lassen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?sg=0&amp;amp;menu=1&amp;amp;bes_id=33324&amp;amp;anw_nr=2&amp;amp;aufgehoben=N&amp;amp;det_id=404671 §&amp;amp;nbsp;34 BHKG NRW, Befugnisse der Einsatzleitung] – Gesetzestext; abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;Januar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Sollte die Einsatzleitung hierzu nicht in der Lage sein, kann sie gem. §&amp;amp;nbsp;34 Abs.&amp;amp;nbsp;5 BHKG NRW andere Einsatzkräfte damit beauftragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakter der Maßnahme ==&lt;br /&gt;
Geht die Störung von einer Person aus oder besteht die Gefahr, dass eine Person eine Gefährdungslage schafft, so kann sie des Platzes verwiesen werden. Die [[Eingriffsrecht|Eingriffsvoraussetzungen]] sind daher im Vergleich zu anderen Maßnahmen gering. Da die Platzverweisung durch ein Ge- oder Verbot erfolgt, handelt es sich nicht um einen [[Realakt|Real-]], sondern um einen [[Verwaltungsakt (Deutschland)|Verwaltungsakt]]. Im Zweifel kann die Platzverweisung auch durch eine [[Polizeigewahrsam|Ingewahrsam]]nahme erfolgen. Zur Durchsetzung ist rechtlich auch [[Unmittelbarer Zwang]] möglich. Jeder Platzverweis beinhaltet eine [[Freiheitsbeschränkung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfassungsrechtlich stößt der Platzverweis nicht auf Bedenken durch [[Jurist]]en. Wird der Platzverweis jedoch zu einem Aufenthaltsverbot, besteht Uneinigkeit, ob die Landesgesetzgeber überhaupt die Regelungskompetenz besitzen, da nach den kompetenzrechtlichen Vorschriften des Grundgesetzes allein der Bundesgesetzgeber zur Bestimmung der gesetzlichen Schranken von {{Art.|11|gg|juris}} GG befugt ist. Vor allem aber dürfen sich Platzverweis und Aufenthaltsverbot in ihrer Normierung nur an dem Individualverhalten der Betroffenen, niemals aber an einer Gruppeneigenschaft orientieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Platzverweis ist nicht direkt möglich bei [[Störer]]n genehmigter Veranstaltungen, da sie [[polizeifestigkeit|polizeifest]] sind. Personen müssen zuvor nach dem [[Versammlungsfreiheit|Versammlungsrecht]] von der Versammlung ausgeschlossen ({{§|11|versammlg|juris}} [[Versammlungsgesetz (Deutschland)|VersammlG]]) oder die Versammlung aufgelöst werden ({{§|15|versammlg|juris}} [[Versammlungsgesetz (Deutschland)|VersammlG]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. {{Art.|2|gg|juris}} GG (Bewegungsfreiheit; Freiheit der Person; Recht auf Leben), {{Art.|3|gg|juris}} GG (Gleichheit vor dem Gesetz; Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Diskriminierungsverbote) und {{Art.|19|gg|juris}} GG (Einschränkung von Grundrechten; Wesensgehalts-, Rechtswegegarantie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- rot * [[Ortsverbot]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Störung einer Amtshandlung]]&lt;br /&gt;
* [[Festnahme]]&lt;br /&gt;
* Platzverweis durch die Feuerwehr: siehe [[Schaulustiger]]&lt;br /&gt;
* Allgemeinverfügungen&lt;br /&gt;
** [[Sperrgebiet]]&lt;br /&gt;
** [[Bannmeile]]&lt;br /&gt;
** [[Gefahrengebiet (Polizeirecht)]]&lt;br /&gt;
* [[Rayonverbot]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://vorlesung-verwaltungsrecht.de/db/fo_track.php3?id=1234567890ab&amp;amp;lead=22&amp;amp;theme=4 Universität Passau: Crashkurs Zwischenprüfung Polizeirecht WS 2002/2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4833446-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizei- und Ordnungsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizeiliches Handeln]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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