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	<title>Plattwanzen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plattwanzen&amp;diff=905593&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-07T06:22:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Plattwanzen&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Cimicidae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Pierre André Latreille|Latreille]], 1802&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Cimicoidea&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Cimicomorpha&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Teilordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Wanzen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Heteroptera&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Schnabelkerfe&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Hemiptera&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Insekten&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Insecta&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Cimex dissimilis.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &amp;#039;&amp;#039;[[Cimex dissimilis]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plattwanzen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Cimicidae), auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bettwanzen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, sind eine [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Wanzen]]. Alle Plattwanzen leben [[Ektoparasit#Ekto- und Endoparasiten|ektoparasitisch]] auf [[Säugetiere]]n oder [[Vögel]]n, [[Hämatophagie|deren Blut sie saugen]]. Die Larven und die erwachsenen Tiere halten sich in der Regel nur zur Nahrungsaufnahme am Wirt auf. Der bekannteste Vertreter dieser Familie ist die [[Bettwanze]] (&amp;#039;&amp;#039;Cimex lectularius&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;lectus {{laS}} für Lager, Bett&amp;#039;&amp;#039; bzw. in den Tropen auch &amp;#039;&amp;#039;Cimex hemipterus&amp;#039;&amp;#039;), die unter anderem auch am Menschen saugt. In der Wanzenfauna Europas sind sie die einzigen Ektoparasiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Äußere Gestalt ==&lt;br /&gt;
Plattwanzen erreichen Körperlängen zwischen 4 und 12 Millimeter. Ihr Körper ist bei Aufsicht eiförmig-oval, er ist stark abgeplattet. Der Kopf trägt kleine [[Komplexaugen]] mit nur wenigen [[Ommatidium|Ommatidien]], die seitlich aus der Kopfkontur vorragen. Die [[Ocellus|Ocellen]] fehlen. Der [[Saugrüssel]] ist relativ kurz und erreicht in Ruhelage nur die Basis der [[Coxa (Gliederfüßer)|Vorderhüften]], das erste Segment des [[Labium (Insekt)|Labiums]] ist stark verkürzt, die anderen etwa gleich lang. Das [[Pronotum]] des Rumpfabschnitts ist vorn ausgerandet, der Kopf in diese Ausrandung eingezogen. Sein Seitenrand ist nach außen halbkreisförmig erweitert. Die Vorderflügel ([[Hemielytre]]n) sind stark verkürzt und zu schuppenförmigen Gebilden reduziert, Hinterflügel fehlen völlig. Die Seiten des hintersten Rumpfabschnitts (die Metapleuren) tragen die für Wanzen charakteristischen Stinkdrüsen, die ein stark riechendes Sekret abgeben können, das zur Verteidigung dient. Auch die Segmente vier, fünf und sechs des Hinterleibs tragen am Vorderrand solche Stinkdrüsen. Der Hinterleib ist sehr flach, aber stark verbreitert, in Aufsicht oft fast kreisförmig, er besteht aus einfachen [[Tergit]]en und [[Sternum (Gliederfüßer)|Sterniten]] ohne abgesetzte Seitenplatten (Pleuren). Die [[Stigmen]] liegen in den Sterniten der Segmente zwei bis sieben, im ersten fehlen sie. Die Begattungsorgane der Männchen sind stark abgewandelt und asymmetrisch, der linke Paramer ist zu einem Begattungsorgan umgewandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuh&amp;quot;&amp;gt;R.T. Schuh, J.A. Slater: True Bugs of the World (Hemiptera: Heteroptera). Classification and Natural History. Cornell University Press, Ithaca, New York 1995. Cimicidae auf Seite 199 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Etwa zwei Drittel der Plattwanzenarten parasitieren an Fledermäusen. Diese gelten auch als die ursprünglichen Wirte. Die übrigen sind fast ausschließlich Parasiten von Vögeln. Eine Reihe normalerweise fledermausgebundener Arten kann den Menschen als Ersatz- oder Ausweichwirt nutzen. Spezialisiert an den Menschen gebundene Populationen sind von nur drei Arten bekannt. Auch die bekannte [[Bettwanze]] (&amp;#039;&amp;#039;Cimex lectularius&amp;#039;&amp;#039;) ist ursprünglich ein Parasit von Fledermäusen (überwiegend [[Großes Mausohr]]); die am Menschen lebenden Populationen haben sich vor mehreren Hunderttausend Jahren abgespalten und heute auf den Menschen spezialisiert, die Populationen sind genetisch und morphologisch unterscheidbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Ondřej Balvín, Pavel Munclinger, Lukáš Kratochvíl, Jitka Vilímová (2012): Mitochondrial DNA and morphology show independent evolutionary histories of bedbug Cimex lectularius (Heteroptera: Cimicidae) on bats and humans. Parasitological Research 111(1): 457–469. [[doi:10.1007/s00436-012-2862-5]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die anderen Arten mit auf den Menschen spezialisierten Populationen sind &amp;#039;&amp;#039;[[Cimex hemipterus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Leptocimex boueti]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plattwanzen benötigen gleichmäßiges, ausgeglichenes Mikroklima und regelmäßigen Zugang zu ihren Wirten, um regelmäßig Blut zu saugen, sie kommen deshalb normalerweise nur in den Lagern, Nestern oder Quartieren ihrer Wirte vor. Sie kommen dabei überwiegend an Wirtsarten vor, die soziale Verbände wie große Wochenstuben oder Brutkolonien ausbilden. So können sie leicht von einem Wirt zum nächsten überwechseln. Sie suchen ihren Wirt dabei nur zur Blutmahlzeit auf und verlassen ihn unmittelbar anschließend wieder, um sich zu verstecken. Selten, aber regelmäßig bleiben einzelne Tiere (meist Weibchen mit befruchteten Eiern) auf ausfliegenden Wirten sitzen und werden beim Umherfliegen mitgetragen; diese dienen als Ausbreitungsstadien&amp;lt;ref&amp;gt;Ondřej Balvín, Martin Ševčík, Helena Jahelková, Tomáš Bartonička, Maria Orlova, Jitka Vilímová (2012): Transport of bugs of the genus Cimex (Heteroptera: Cimicidae) by bats in western Palaearctic. Vespertilio 16: 43–54.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Tiere sind in der Regel in der Schlaf- oder Ruhephase ihres Wirts aktiv. Sie werden im Versteck abseits des Wirts durch einen Geruchsstoff, ein Aggregations-[[Pheromon]], gegenseitig angelockt und zusammengehalten. Die Störung eines Tieres bewirkt die Abgabe eines Duftsekretes aus den für Wanzen charakteristischen Duftdrüsen. Das Sekret hat neben einer Abwehr- auch eine Alarmfunktion und bewirkt die mehr oder weniger schnelle Flucht der anderen Tiere&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reinhardt&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
Die Hauptwirtsgruppen der europäischen Plattwanzen sind außer Menschen auch [[Tauben]] und [[Schwalben]], vor allem aber [[Fledermäuse]]. Aber auch das Blut anderer Säugetiere und Vögel kann als Nahrung dienen. So lebt &amp;#039;&amp;#039;Cimex hirundinis&amp;#039;&amp;#039; (bis 2015 unter dem Synonym &amp;#039;&amp;#039;Oeciacus hirundinis&amp;#039;&amp;#039; bekannt), neben einigen Vogelarten, etwa auch als Parasit des [[Siebenschläfer]]s (&amp;#039;&amp;#039;Glis glis&amp;#039;&amp;#039;). Jede Häutung einer Larve und Eiablage eines Weibchens benötigt vorher eine Blutmahlzeit. Die Wanzen suchen ihre Wirte aktiv laufend, dabei können sie mehrere Meter zurücklegen. Sie werden von deren Körperwärme und dem ausgeatmeten [[Kohlendioxid]] angelockt, bei der Bettwanze über Entfernungen von bis zu etwa 1,5 Meter&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reinhardt&amp;quot; /&amp;gt;. Zum [[Hämatophagie|Blutsaugen]] stechen sie mit ihren stechend-saugenden Mundwerkzeugen, die aus je zwei Röhrchen bestehen, durch die Haut. Durch das eine Rohr werden betäubende und blutgerinnungshemmende Substanzen eingeführt, durch die andere wird das Blut gesaugt. Ein Saugvorgang dauert (bei der Bettwanze) etwa 10 bis 20 Minuten und wird etwa einmal pro Woche vollzogen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reinhardt&amp;quot;&amp;gt;Klaus Reinhardt &amp;amp; Michael T. Siva-Jothy (2007): Biology of the Bed Bugs (Cimicidae). Annual Review of Entomology 52:351–374.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei bei anderen Plattwanzenarten zum Teil auch höhere Saugfrequenzen vorkamen. Jede Blutmahlzeit verdoppelt bis verdreifacht die Körpermasse des Tiers. Die Tiere können bei Abwesenheit geeigneter Wirte bis zu einem Jahr überleben&amp;lt;ref&amp;gt;Alvaro Romero (2009): Biology and management of the Bed Bug Cimex lectularius L. (Heteroptera, Cimicidae). University of Kentucky Doctoral Dissertations. Paper 762. [https://uknowledge.uky.edu/gradschool_diss/762 download]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In paarigen [[Mycetom]]en beherbergen beide Geschlechter endosymbionte [[Mikroorganismen]]. Sie liefern unter anderem [[Vitamin]]e der B-Gruppe, die in der Blutnahrung fehlen. Diese Endosymbionten wandern beim Weibchen bereits im [[Ovar (Insekten)|Ovar]] in die Eier ein und werden so an die Nachkommenschaft weitergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Traumatic insemination 1 edit1.jpg|mini|Traumatische Insemination bei &amp;#039;&amp;#039;[[Cimex lectularius]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paarung der Plattwanzen erfolgt in außergewöhnlicher Weise. Ein Werbeverhalten wurde bislang nicht beobachtet. Das Weibchen wird gewissermaßen vom Männchen überfallen. Es kriecht von rechts hinten an das Weibchen heran und begattet es sofort. Männchen begatten auch bereits vorher besamte Weibchen, reduzieren dabei aber die Spermienmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weibchen der Plattwanzen verfügen auf der Bauchseite unter der Haut über ein spezielles Organ ohne Öffnung nach außen, das Spermalege genannt wird&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Reinhardt, Richard Naylor, Michael T. Siva-Jothy (2003): Reducing a cost of traumatic insemination: female bedbugs evolve a unique organ. Proceedings of the Royal Society London Series B 270: 2371–2375. [[doi:10.1098/rspb.2003.2515]]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es dient allein der Aufnahme der [[Spermien]] während der Begattung und nicht als Geschlechtsöffnung. Dieses taschenförmige, von außen als flacher Trichter sichtbare Organ liegt zwischen dem 4. und 5. [[Sternum (Gliederfüßer)|Sternit]]. Die Männchen –&amp;amp;nbsp;in der Regel &amp;#039;&amp;#039;zielgeführt&amp;#039;&amp;#039; durch dieses weibliche Organ&amp;amp;nbsp;– führen über ein nadelförmiges [[Begattung|Kopulationsorgan]] (eine der [[Paramer]]en des [[Aedeagus]]) nach Durchstechen der Haut an dieser Stelle die Spermien in die &amp;#039;&amp;#039;Tasche&amp;#039;&amp;#039; ein.&amp;lt;ref&amp;gt;M. T. Siva-Jothy: [http://rstb.royalsocietypublishing.org/content/361/1466/269.full &amp;#039;&amp;#039;Trauma, disease and collateral damage: conflict in cimicids&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Philosophical Transactions of The Royal Society Biological Sciences (Phil. Trans. R. Soc. B)&amp;#039;&amp;#039; 2006, Nr. 361, S.&amp;amp;nbsp;269–275, [[doi:10.1098/rstb.2005.1789]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;E. H. Morrow, G. Arnqvist: &amp;#039;&amp;#039;Costly traumatic insemination and a female counter-adaptation in bed bugs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings. Biological sciences / The Royal Society (Proc R Soc B)&amp;#039;&amp;#039; 2003, Nr. 270, S.&amp;amp;nbsp;2377–2381, PMID 14667354.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ein derartiger Begattungsablauf, der gelegentlich auch mit einem Durchstechen der Weibchenhaut an beliebiger Stelle des [[Abdomen]]s verbunden ist, wird als „[[Insemination|traumatische Insemination]]“ bezeichnet und kommt außerdem in ähnlicher Form bei den [[Sichelwanzen]] (Nabidae) und bei den [[Blumenwanzen]] (Anthocoridae) vor. Der Begattungsvorgang reduziert, als Verletzung, die Lebensdauer des begatteten Weibchens erheblich, um etwa 30 bis 50 Prozent&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reinhardt&amp;quot; /&amp;gt;, selbst direkte Todesfälle kommen vor, vor allem bei Mehrfachbegattungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spermien gelangen dann über die [[Hämolymphe]] der Leibeshöhle zunächst in die [[Receptaculum seminis]], welche sich nahe der [[Ovarien]] befinden und befruchten schließlich die Eier. Durch eine Geschlechtsöffnung, die allein für die Eiablage benutzt wird, werden diese später gelegt und enthalten bei der Ablage bereits mehr oder weniger weit entwickelte [[Embryo]]nen. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven sind [[hemimetabol]] und durchlaufen durch Häutungen getrennte fünf Larvenstadien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mensch und Plattwanzen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bettwanze}}&lt;br /&gt;
In den Industrieländern ist die Häufigkeit der [[Bettwanze]] (&amp;#039;&amp;#039;Cimex lectularius&amp;#039;&amp;#039;) im Vergleich zu den vergangenen Jahrhunderten deutlich zurückgegangen. Dennoch ist die Art hier keineswegs ausgestorben. Sie tritt immer wieder punktuell auf. Da die Wanzen tagsüber in Verstecken leben, werden sie aber kaum vom Menschen wahrgenommen. Seit etwa 1980 steigt die Häufigkeit des Bettwanzenbefalls weltweit, auch in Deutschland, wieder an. Dies wird auf die Verschleppung durch die häufigeren Flugreisen zurückgeführt, die ständige Neuinfektionen ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die parasitologisch-medizinische Bedeutung der [[Bettwanze]] ist mit Ausnahme des Verdachtes der Übertragung von [[Hepatitis]]-Erregern sehr gering. Die Stiche der Bettwanze und anderer Plattwanzen sind anfangs schmerzlos, können aber unter Umständen zu unangenehm juckenden Quaddeln und zu allergischen Reaktionen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie und Artenzahlen ==&lt;br /&gt;
Die Familie umfasst etwa 110 Arten&amp;lt;ref&amp;gt;T.J. Henry (2009): Biodiversity of Heteroptera. In R.G. Foottit &amp;amp; P.H. Adler (Herausgeber):  Insect Biodiversity: Science and Society, Blackwell Publishing (J.Wiley), Oxford. ISBN 978-1-4443-0822-8: 223–263, Artenzahl auf S. 225.&amp;lt;/ref&amp;gt; in 24 Gattungen und 6 Unterfamilien (Afrocimicinae, Cacodminae, Cimicinae, Haematosiphoninae, Latrocimicinae und Primicimicinae&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuh&amp;quot; /&amp;gt;). Sie ist weltweit verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa leben fast ausschließlich Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Cimex&amp;#039;&amp;#039;. Ein phylogenomische Analyse (Analyse der Verwandtschaftsverhältnisse anhand des Vergleichs [[Homologie (Genetik)|homologer]] DNA-Sequenzen) hat erst im Jahr 2015 klar ergeben, dass die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Cimex&amp;#039;&amp;#039; gegenüber der bisher unterschiedenen Gattung &amp;#039;&amp;#039;Oeciacus&amp;#039;&amp;#039; (mit den Arten &amp;#039;&amp;#039;hirudinis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;vicarius&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;montandoni&amp;#039;&amp;#039;) [[paraphyletisch]] ist; die bisherige Gattung &amp;#039;&amp;#039;Oeciacus&amp;#039;&amp;#039; wurde deshalb mit &amp;#039;&amp;#039;Cimex&amp;#039;&amp;#039; [[Synonym (Taxonomie)|synonymisiert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balvin&amp;quot;&amp;gt;Ondřej Balvín, Steffen Roth, Jitka Vilimova (2015): Molecular evidence places the swallow bug genus Oeciacus Stål within the bat and bed bug genus Cimex Linnaeus (Heteroptera: Cimicidae). Systematic Entomology 40: 652–665. [[doi:10.1111/syen.12127]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, sie ist demnach am nächsten verwandt mit der (an Fledermäusen parasitierenden) &amp;#039;&amp;#039;[[Cimex pipistrelli]]&amp;#039;&amp;#039;. 2012 wurde zusätzlich auch die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Cacodmus&amp;#039;&amp;#039;, mit der Art &amp;#039;&amp;#039;Cacodmus vicinus&amp;#039;&amp;#039;, neu in Südeuropa nachgewiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Juan Quetglas, Ondřej Balvín, Radek K. Lučan, Petr Benda (2012): First records of the bat bug Cacodmus vicinus (Heteroptera: Cimicidae) from Europe and further data on its distribution. Vespertilio 16: 243–248.&amp;lt;/ref&amp;gt;, so dass die Zahl der europäischen Gattungen bei zwei bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit leben folgende Arten in Europa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Balvin&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ondřej Balvín, Tomáš  Bartonička, Nikolay Simov, Milan Paunovič. Jitka Vilimova (2014): Distribution and host relations of species of the genus Cimex on bats in Europe. Folia Zoologica 63 (4): 281–289.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Cimex lectularius]]&amp;#039;&amp;#039;, an zahlreichen Fledermausarten und am Menschen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Cimex pipistrelli]]&amp;#039;&amp;#039;, an zahlreichen Fledermausarten&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Cimex emarginatus]]&amp;#039;&amp;#039;, nur an [[Wimperfledermaus]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Cimex columbarius]]&amp;#039;&amp;#039;, vor allem an [[Felsentaube]] (und [[Haustaube]] sowie [[Stadttaube]]n)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Cimex hirundinis]]&amp;#039;&amp;#039; (syn. &amp;#039;&amp;#039;Oeciacus hirundinis&amp;#039;&amp;#039;), vor allem an [[Mehlschwalbe]]n&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Cimex montandoni]]&amp;#039;&amp;#039; (syn. &amp;#039;&amp;#039;Oeciacus montandoni&amp;#039;&amp;#039;), vor allem an [[Uferschwalbe]]n&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Cacodmus vicinus]]&amp;#039;&amp;#039;, nur an [[Weißrandfledermaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Cimicomorpha]] sind die Plattwanzen relativ nahe mit der (räuberisch lebenden) Familie der [[Blumenwanzen]] (Anthocoridae) verwandt. Zusammen mit den ebenfalls an Fledermäusen parasitierenden [[Polyctenidae]] und einigen anderen (ebenfalls nicht in Europa vorkommenden) Familien bilden sie die Überfamilie Cimicoidea.&amp;lt;ref&amp;gt;Randall Schuh, Christiane Weirauch, Ward C. Wheeler (2009): Phylogenetic relationships within the Cimicomorpha (Hemiptera: Heteroptera): a total-evidence analysis. Systematic Entomology 34: 15–48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ekkehard Wachmann]], A. Melber, J. Deckert: &amp;#039;&amp;#039;Wanzen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Neubearbeitung der Wanzen Deutschlands, Österreichs und der deutschsprachigen Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Goecke &amp;amp; Evers, Keltern 2006, S. 211–216. ISBN 3-931374-49-1.&lt;br /&gt;
* Ekkehard Wachmann: &amp;#039;&amp;#039;Wanzen beobachten – kennenlernen.&amp;#039;&amp;#039; Neumann – Neudamm, Melsungen 1989, ISBN 3-7888-0554-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cimicidae|Plattwanzen (Cimicidae)}}&lt;br /&gt;
* Brian J. Ford, Debbi J. Stokes: [https://www.brianjford.com/06-08-bedbug-rms.pdf &amp;#039;&amp;#039;Bug’s Eye View&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 430&amp;amp;nbsp;kB) mit vielen Bildern (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |hrsg=Fauna Europaea |titel=Cimicidae |zugriff=2006-11-21 |url={{FaunaEuropaea|ID=92b0f136-b2fc-4568-8a0e-0deed88d51d8|WissName=Cimicidae|Rang=Familie|Linktext=nein}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cimicomorpha (Wanzen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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