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	<title>Planwirtschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Planwirtschaft&amp;diff=8473&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-22385-22: daß die Wirtschaft im großen einheitlich und planvoll gelenkt werde, weil nur dadurch [...] ein Wiederaufbau nach [...] gesamtwirtschaftlichen und nicht nur nach privatwirtschaftlichen Rentabilitätsgrundsätzen gesichert werden kann.</title>
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		<updated>2026-04-11T19:50:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;daß die Wirtschaft im großen einheitlich und planvoll gelenkt werde, weil nur dadurch [...] ein Wiederaufbau nach [...] gesamtwirtschaftlichen und nicht nur nach privatwirtschaftlichen Rentabilitätsgrundsätzen gesichert werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Planwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein wirtschaftliches Organisationsprinzip, bei dem [[Produktion]], Verteilung und [[Konsum]] von [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gütern]] nicht (ausschließlich) über [[Ressourcenallokation#Marktmechanismus|Marktmechanismen]], sondern auf Grundlage von Plänen koordiniert werden. Dabei können solche Pläne entweder [[Zentralisation (Wirtschaftswissenschaften)|zentral]] oder [[Dezentralisation|dezentral]]&amp;lt;ref&amp;gt;Paul R.Gregory, Robert C. Stuart, Comparing Economic Systems in the Twenty-First Century, Boston 2003, S. 23–24 &amp;quot;Centralization is commonly identified with plan and decentralization with market, but there is no simple relationship between the level of decision making and the use of market or plan as a coordinating mechanism. In some economies, it is possible to combine a considerable concentration of decision-making authority and information in a few large corporations with substantial state involvement and yet to have no system of planning as such… To identify an economy as planned does not necessarily reveal the prevalent coordinating mechanism, or for that matter, the degree of centralization in decision making. Both depend on the type of planning mechanism.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mandel, Ernest, In defense of socialist planning [[New Left Review]] volume I No. 159, S. 29, abrufbar unter http://digamo.free.fr/mandelsp.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;, staatlich oder nicht-staatlich, [[Autoritarismus|autoritär]] oder [[Demokratie|demokratisch]] gestaltet sein. Der Begriff ist ein Oberbegriff, der verschiedene historische und theoretische Ausprägungen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum wird dieser Begriff häufig fälschlicherweise&amp;lt;ref&amp;gt;https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/planwirtschaft-46080&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem Begriff der [[Zentralverwaltungswirtschaft]] gleichgesetzt. Allerdings handelt es sich bei Zentralverwaltungswirtschaft nur um eine sehr spezifische Unterform der Planwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsabgrenzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ideologiegeschichtlich geprägte Verengung des Begriffs in Westdeutschland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinn wird der Begriff Planwirtschaft häufig mit der Zentralverwaltungswirtschaft gleichgesetzt, also einer staatlich-bürokratisch gesteuerten Wirtschaftsform, wie sie etwa in der [[Sowjetunion]] oder der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] existierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die missverständliche&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Alfred Stobbe]] |Titel=Volkswirtschaftliches Rechnungswesen |Auflage=8. |Verlag=Springer |ISBN=978-3-540-57851-2 |Seiten=28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichsetzung des Begriffs Planwirtschaft mit der Zentralverwaltungswirtschaft ist eine spezifisch deutschsprachige Besonderheit, die weder in der internationalen wissenschaftlichen Diskussion noch in der allgemeinen Begriffsverwendung außerhalb des deutschen Sprachraums üblich ist. Während etwa im englischsprachigen Raum zwischen &amp;#039;&amp;#039;planned economy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;centrally planned economy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;indicative planning&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;decentralized planning&amp;#039;&amp;#039; klar unterschieden wird, dominiert im deutschen Sprachgebrauch häufig ein enger, abwertender Begriff von Planwirtschaft, der sich auf die [[Staatssozialismus|staatssozialistischen]] Systeme des 20. Jahrhunderts bezieht.&lt;br /&gt;
{{Quelle}}&lt;br /&gt;
Diese Gleichsetzung ist Ergebnis der politischen und ökonomischen Systemkonkurrenz zwischen westlichen Marktwirtschaften und sozialistischen Staatswirtschaften. Vor diesem Hintergrund wurde der Begriff „Planwirtschaft“ in Westdeutschland vielfach pauschal mit der autoritär-bürokratischen Steuerung in der DDR oder der Sowjetunion identifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.hdg.de/haus-der-geschichte/ausstellungen/markt-oder-plan-wirtschaftsordnungen-in-deutschland-1945-1961.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Gleichsetzung diente der ideologischen Abgrenzung im Kalten Krieg und hatte eine stark polemisierende Funktion: Planwirtschaft galt dabei nicht als Oberbegriff, sondern als Synonym für die Mängel&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/513381/alles-nach-plan/&amp;lt;/ref&amp;gt; der „realsozialistischen“ Wirtschaftsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Karlies Abmeier, Josef Thesing (Hrsg.), Wirtschaftsordnung und soziale Gerechtigkeit, S. 8 abrufbar unter: https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=ef2fc7df-c3ca-f461-9803-9e3ddfee64aa&amp;amp;groupId=252038&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Hardach, Gegenwartsgeschichte der deutschen Wirtschaft, S. 235, abrufbar unter: https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/59658/9783110772746.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y&amp;lt;/ref&amp;gt; Differenzierte theoretische Konzepte demokratischer Planung oder dezentraler Koordination wurden dadurch weitgehend ausgeblendet oder diskreditiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in Deutschland prägende wirtschaftspolitische Denkrahmen des [[Ordoliberalismus]], insbesondere in der Ausprägung der Sozialen Marktwirtschaft, war zentral für diese Gleichsetzung. Vertreter wie [[Walter Eucken]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Eucken |Titel=Die Grundlagen der Nationalökonomie |Reihe=Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft |BandReihe=Unterreihe: &amp;#039;&amp;#039;Abteilung Staatswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; |Auflage=9 |Verlag=Springer |Ort=Berlin / Heidelberg / New York / London / Paris / Tokyo / Hong Kong |Datum=1989 |ISBN=3-540-51292-6 |Seiten=XVII |JahrEA=1940 |Online={{Google Buch |BuchID=T2WdBwAAQBAJ |SeitenID=PR5}}}} Vgl. dazu den Ausdruck „zentralgeleitete Wirtschaft“ (Eucken) etwa bei Heinz Murmann, &amp;#039;&amp;#039;Marktwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, in der &amp;#039;&amp;#039;Virtuellen Akademie der [[Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039; ( {{Webarchiv |url=http://www.politik-fuer-die-freiheit.de/webcom/show_page.php/_c-108/_nr-1/i.html |text=online |wayback=20071031042659}}; abgerufen am 19. September 2008).&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Alfred Müller-Armack]] oder [[Ludwig Erhard]] entwickelten das Konzept der [[Soziale Marktwirtschaft|sozialen Marktwirtschaft]] in expliziter Abgrenzung zur Planwirtschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;https://taz.de/Oekonom-ueber-Soziale-Marktwirtschaft/!5627461/&amp;lt;/ref&amp;gt; die sie systematisch mit staatlicher Übersteuerung gleichsetzten. In dieser Perspektive erschien jegliche überbetriebliche Planung bereits als „Verzerrung“ marktwirtschaftlicher Prozesse. Dabei wurde übersehen, dass selbst in marktwirtschaftlich verfassten Demokratien – etwa in [[Frankreich]], [[Schweden]] oder [[Japan]]&amp;lt;ref&amp;gt;Chalmers Johnson, MITI and the Japanese Miracle The Growth of Industrial Policy, 1925-1975, ISBN 978-0-8047-1206-4&amp;lt;/ref&amp;gt; – Formen wirtschaftlicher Planung existierten, die weder zentralistisch noch autoritär organisiert waren. Noch um 1945 hatten die Frankfurter Leitsätze um den späteren [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]-Bundesminister [[Heinrich von Brentano]] auf Basis der Erfahrungen der [[Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg#Großbritannien|britischen Kriegswirtschaft]] gefordert, „daß die Wirtschaft im großen einheitlich und planvoll gelenkt werde, weil nur dadurch [...] ein Wiederaufbau nach [...] gesamtwirtschaftlichen und nicht nur nach privatwirtschaftlichen Rentabilitätsgrundsätzen gesichert werden kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=»Mein Gott - was soll aus Deutschland werden« |Sammelwerk=[[Der Spiegel]] |Datum=1961-10-31 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/politik/mein-gott-was-soll-aus-deutschland-werden-a-a1ebb1e1-0002-0001-0000-000043367138 |Abruf=2026-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Niklas Luhmann]] kritisierte die Entgegensetzung der Begriffe von Marktwirtschaft und Planwirtschaft als „nicht lohnend, ja irreführend“. Die Bedeutung dieser Begriffe sei reduziert, da man richtigerweise fragen müsste „wer und wie zentral und wie folgenreich er in einer Marktwirtschaft plant“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Wirtschaft der Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft,&amp;#039;&amp;#039; Band 1152), Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-518-28752-4, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen der Planwirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zentralverwaltungswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe [[Zentralverwaltungswirtschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dezentrale Planwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den zentralen Varianten gibt es theoretisch entwickelte Modelle einer dezentral-demokratischen Planwirtschaft, bei denen entweder auf staatliche Planungshierarchien ganz verzichtet wird oder in denen gesellschaftlich-planvolles Handeln im Wesentlichen das Ergebnis dezentraler Planung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jiří Kosta]] machte in den 1970er Jahren auf den Unterschied zwischen zentraler und dezentraler Planung aufmerksam und betonte, Planung könne sich „nicht allein auf die zentrale vollzugsverbindliche Kennzifferplanungsform sowjetischer Prägung beschränken. Schließlich heißt in unserem Verständnis Planung demokratische Partizipation der Öffentlichkeit an allen Planentscheidungen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kosta, Jiří |Titel=Sozialistische Planwirtschaft. Theorie und Praxis. |Auflage=1. |Verlag=Westdeutscher Verlag |Ort=Opladen |Datum=1974 |ISBN=978-3-531-21245-6 |Seiten=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen zentraler und dezentraler Planung bestünden erhebliche Unterschiede, etwa in den Befugnissen einzelner Betriebe und in den betrieblichen horizontalen Beziehungen. Kosta führt als Beispiel für dezentrale Tendenzen das jugoslawische Modell der [[Arbeiterselbstverwaltung]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ernest Mandel]] verstand sozialistische Planwirtschaft als „demokratisch artikulierte und zentralisierte Selbstbestimmung, die geplante Selbstregierung der assoziierten Produzenten“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mandel, Ernest |Titel=In Defense of Socialist Planning |Sammelwerk=New Left Review |Band=I/159 |Datum=1986-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und setzte sie sowohl Marktwirtschaft als auch staatlichem Dirigismus entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Charles Bettelheim]] betont die Möglichkeit dezentraler Planung und die Notwendigkeit, dass Planung von unten nach oben geschehen müsse: „Tatsächlich kann, je nach dem vorliegenden Fall, die Koordination der Produktionsprozesse entweder die Form eines zentralisierten Plans annehmen oder die einer Überlagerung von untereinander koordinierten Plänen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Bettelheim |Titel=Ökonomischer Kalkül und Eigentumsformen: zur Theorie der Übergangsgesellschaft |Nummer= |Auflage=11. - 14.Tsd |Verlag=Wagenbach |Ort=Berlin |Datum=1979 |Reihe=Politik |ISBN=978-3-8031-1012-1 |Seiten=55 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es sei, „notwendig, daß der Plan auf der Basis der Initiative der Massen aufgestellt und durchgeführt wird, daß er die Erfahrungen und Vorhaben der Massen konzentriert und koordiniert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Bettelheim, Berlin 1979, S. 153&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DDR-Ökonom [[Friedrich Behrens]] vertrat eine nicht-staatliche, gemeinschaftliche Planung der assoziierten Produzenten in einer pluralistischen Selbstverwaltungsgesellschaft. Er setzte seine Hoffnung auf einen „Übergang von einer mehr oder minder direkt zentralistischen Planung der Produktion durch den Staat, d.h. faktisch durch eine Partei- und Staatsbürokratie, zu einer immer mehr indirekt zentralen Planung der Produktion durch demokratisch gewählte, jederzeit abrufbare und von der Öffentlichkeit kontrollierte Organe, als vorherbestimmte Kontrolle der Produktion durch die Gesellschaft, d. h. durch freie und frei assoziierte Produzenten“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Behrens, Fritz |Titel=Man kann nicht Marxist sein, ohne Utopist zu sein |Hrsg=Günter Krause, Dieter Janke |Auflage=1. |Verlag=VSA |Ort=Hamburg |Datum=2010 |ISBN=978-3-89965-405-9 |Seiten=177}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirtschaftswissenschaftler Daniel E. Saros veröffentlichte 2014 eine Theorie sozialistischer Planung, die sich auf die Möglichkeiten moderner Informationstechnologien stützt. In seiner Theorie ist Planung ein „gemeinsam durchdachter Plan, bei dem das Denken und Planen niemals aufhört. Es handelt sich nicht um einen Zentralplan, sondern um eine dezentralisierte Form der Planung, die auf Märkte verzichtet und Produktion sowie Verteilung an den menschlichen Bedürfnissen ausrichtet“ („collectively thought-out plan where the thinking and planning never cease. It is not a central plan but a decentralized form of planning that does away with markets and organizes production and distribution to satisfy human needs.“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Earl Saros |Titel=Information technology and socialist construction: the end of capital and the transition to socialism |Nummer= |Verlag=Routledge |Ort=New York |Datum=2014 |Reihe=Routledge frontiers of political economy |ISBN=978-0-415-74292-4 |Seiten=197 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Albert]] und [[Robin Hahnel]] haben mit [[Parecon]] einen Vorschlag für eine dezentral geplante Wirtschaft gemacht, in der die Bürger in Arbeiter-, Nachbarschafts- und Verbraucherräten die wirtschaftliche Planung bestimmen.&amp;lt;ref&amp;gt; https://ejpe.org/journal/article/view/867&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitszeitrechnung ===&lt;br /&gt;
Das Modell der Arbeitszeitrechnung verlegt die ökonomische Planung größtenteils in selbstverwaltete Betriebe. Diese Betriebe koordinieren selbstständig ihren Austausch untereinander und mit Konsumenten auf Basis der Arbeitszeit. Ob Betriebe tatsächlich im Rahmen der ex-ante erstellten Pläne wirtschaften, lässt sich durch öffentlich einsehbare buchhalterische Arbeitszeitkonten kontrollieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gruppe Internationaler Kommunisten (Holland) |Titel=Grundprinzipien kommunistischer Produktion und Verteilung |Hrsg=Hermann Lueer |Verlag=Red &amp;amp; Black Books |Ort=Hamburg |Datum=2020 |ISBN=978-3-9822065-4-7 |Seiten=276ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Staatliche Zentralplanung soll in diesem Modell unnötig werden. Ihre Wurzeln hat das Modell unter anderem in der Marxschen [[Arbeitswerttheorie]] und wurde in den 1920er Jahren durch die [[Rätekommunismus|rätekommunistische]] Gruppe [[Groepen van Internationale Communisten|GIK]], vor allem von [[Jan Appel]], ausgearbeitet. Seit etwa 2020 erlebt diese Theorie eine Renaissance durch mehrere Publikationen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Guenther Sandleben |Titel=Gesellschaft nach dem Geld: Arbeitszeitrechnung als Alternative |Verlag=PapyRossa Verlag |Ort=Köln |Datum=2022 |ISBN=978-3-89438-785-3 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Philip Broistedt, Christian Hofmann |Titel=Goodbye Kapital: die Alternative zu Geld, sozialem Elend und ökologischer Katastrophe |Nummer= |Verlag=PapyRossa Verlag |Ort=Köln |Datum=2020 |Reihe=Neue kleine Bibliothek |ISBN=978-3-89438-740-2 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Felix Klopotek |Titel=Rätekommunismus |Auflage=1. |Verlag=Schmetterling Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2021 |ISBN=3896576747}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nick Rogers |Titel=Reflections on the economics of socialism |Sammelwerk=Journal of Global Faultlines |Band=9 |Nummer=2 |Verlag=Pluto Journals |Datum=2023 |Seiten=138-157}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Initiative Demokratische Arbeitszeitrechnung |Titel=Eine politische Ökonomie des Sozialismus: Demokratische Planwirtschaft im Lichte der Arbeitszeitrechnung. |Sammelwerk=PROKLA. Zeitschrift für Kritische Sozialwissenschaft. www.prokla.de |Band=55. Jahrgang |Nummer=219 |Ort=Berlin |Datum=2025-06-02 |Seiten=391–401}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird durch politische Gruppen verbreitet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sebastian Bähr |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/1187808.visionen-wie-man-den-kapitalismus-ueberwindet.html |titel=Wie man den Kapitalismus überwindet |werk=nd aktuell |datum=27.12.2024 |sprache=de |abruf=2025-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Perspektive Selbstverwaltung |url=https://perspektivesv.noblogs.org/arbeit/ |titel=Arbeit und Konsum |werk=Programm der Perspektive Selbstverwaltung |datum=2025 |sprache=de en |abruf=2025-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und von einem Verein als Webanwendung programmiert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Initiative demokratische Arbeitszeitrechnung (IDA) e.V. |url=https://github.com/ida-arbeitszeit/arbeitszeitapp |titel=arbeitszeitapp |werk=Github |datum=2025 |sprache=en |abruf=2025-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Variante der Arbeitszeitrechnung mit Berechnung der Arbeitszeitkosten von Produkten durch leistungsstarke Rechner wurde von [[Paul Cockshott]] und [[Allin Cottrell]] vorgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Cockshott, Allin Cottrell: &amp;#039;&amp;#039;Alternativen aus dem Rechner. Für sozialistische Planung und direkte Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; PapyRossa Verlag, 2006 ISBN 978-3-89438-345-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planwirtschaft als politischer Kampfbegriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der politischen Debatte wird in der Bundesrepublik der Begriff „Planwirtschaft“ häufig als [[Pejorativum|pejorativer]] [[Politisches Schlagwort|Kampfbegriff]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.sueddeutsche.de/meinung/aktuelles-lexikon-planwirtschaft-1.5337181&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kampfbegriff-planwirtschaft-von-der-notwendigkeit-einen-plan-zu-haben-kolumne-a-ad61a2ed-6b3a-42ae-9483-f1fbaf010201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Paul Cockshott]], [[Allin Cottrell]]: &amp;#039;&amp;#039;Alternativen aus dem Rechner. Für sozialistische Planung und direkte Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; PapyRossa Verlag, 2006, ISBN 978-3-89438-345-9.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Timo Daum]], [[Sabine Nuss]] |Titel=Die unsichtbare Hand des Plans: Koordination und Kalkül im digitalen Kapitalismus |Auflage=2., korr. Auflage |Verlag=Dietz Berlin |Ort=Berlin |Datum=2021 |Reihe=Analysen |ISBN=978-3-320-02382-9 |Abruf=2025-08-09}}&lt;br /&gt;
* [[Cédric Durand]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Prinzip Verzweigung. Über ökologische Planung in Wirtschaft und Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Dietz Berlin, Berlin 2026, ISBN 978-3-320-02436-9.&lt;br /&gt;
* [[Robin Hahnel]]: &amp;#039;&amp;#039;A Participatory Economy&amp;#039;&amp;#039;. AK Press, Chico 2022. ISBN 978-1-84935-484-4.&lt;br /&gt;
* [[Carl Landauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Planwirtschaft und Verkehrswirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, München / Leipzig 1931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Planwirtschaft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4046242-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsordnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-22385-22</name></author>
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