<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Plankton-Expedition</id>
	<title>Plankton-Expedition - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Plankton-Expedition"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plankton-Expedition&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T17:32:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plankton-Expedition&amp;diff=1807722&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dreizung: /* Teilnehmer */ Präziser</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plankton-Expedition&amp;diff=1807722&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-25T07:53:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Teilnehmer: &lt;/span&gt; Präziser&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vessel National 2.png|mini|350px|Der Dampfer &amp;#039;&amp;#039;National&amp;#039;&amp;#039; vor dem Auslaufen zur Plankton-Expedition am 14. Juli 1889 in Kiel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Plankton-Expedition.JPG|mini|Teilnehmer an der Plankton-Expedition]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plankton-Expedition&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 1889 war eine deutsche [[Ozeanographie|ozeanographische]] [[Forschungsreise]] mit dem Dampfer &amp;#039;&amp;#039;National&amp;#039;&amp;#039; und weltweit die erste, die sich schwerpunktmäßig mit dem [[Plankton]] befasste. Sie diente dem Ziel, die Verteilung des Planktons im [[Atlantik]] qualitativ und quantitativ zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Expeditionsleiter war der Vorsitzende der Preußischen Meereskommission, der Kieler [[Meeresbiologe]] [[Victor Hensen]]. Er hatte 1887 den Begriff „Plankton“ eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzierung ==&lt;br /&gt;
Es gelang Hensen, die beachtliche Summe von 105.600 [[Goldmark|Mark]] für die Expedition einzuwerben. Davon hatte die [[Preußische Akademie der Wissenschaften]] 24.600 Mark aus den Mitteln der [[Alexander-von-Humboldt-Stiftung]] beigetragen. 70.000 Mark stammten aus dem kaiserlichen Dispositionsfonds, weitere 10.000 Mark stiftete die Sektion für Küsten- und Hochseefischerei des [[Deutscher Fischerei-Verband|Deutschen Fischereivereins]], und ein Betrag von 1.000 Mark war von unbekannter privater Seite zur Mitnahme eines [[Marinemalerei|Marinemalers]] gespendet worden. Die wirklichen Kosten der Expedition beliefen sich am Ende auf 70.000 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teilnehmende Wissenschaftler ==&lt;br /&gt;
* Victor Hensen, Physiologe&lt;br /&gt;
* [[Karl Brandt (Zoologe)|Karl Brandt]], Zoologe&lt;br /&gt;
* [[Franz Schütt]], Botaniker&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Dahl]], Zoologe&lt;br /&gt;
* [[Otto Krümmel]], Geograph&lt;br /&gt;
* [[Richard Eschke]], Marinemaler&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Fischer (Mediziner)|Bernhard Fischer]], Mediziner und Meeresmikrobiologe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Route der Plankton-Expedition von 1889.png|mini|350px|Route der Plankton-Expedition]]&lt;br /&gt;
Das Schiff verließ [[Kiel]] unter dem Kommando von Kapitän Heeckt am 15. Juli 1889 und passierte die [[Orkney-Inseln]] am 19. Juli. Dem 60. Breitengrad folgend erreichte es am 26. Juli die Südspitze [[Grönland]]s, wo es die Fahrt in Richtung [[Neufundland]] fortsetzte, das am 31. Juli passiert wurde. Von dort gelangte der Dampfer zu den [[Bermuda|Bermuda-Inseln]] und folgte ab dem 10. August dem 31. Breitengrad durch das [[Sargassomeer]] nach Osten. Bei Erreichen des 40. Längengrades wurde, den [[Nordäquatorialstrom]] schneidend, Kurs auf die [[Kapverdische Inseln|Kapverdischen Inseln]] genommen. Am 28. August war die Expedition auf der Höhe von [[São Vicente (Kap Verde)|São Vicente]], durchquerte den [[Guineastrom]] und passierte am 7. September den [[Äquator]] bei 15° westlicher Länge. In Richtung Süden weiterfahrend wurde am 12. September der südlichste Punkt bei der Insel [[Ascension]] erreicht. Anschließend überquerte das Schiff den Atlantik durch den [[Südäquatorialstrom]] in Richtung Westen und gelangte, die brasilianische Inselgruppe [[Fernando de Noronha]] passierend, am 23. September zur Mündung des [[Amazonas]]. Beim Versuch, in den Amazonas einzufahren, lief das Schiff auf eine [[Sandbank]], wobei der [[Propeller]] beschädigt wurde. Nach Abschluss der notwendigen Reparaturarbeiten begab sich die Expedition am 8. Oktober auf die Heimreise. Wegen erneuter Probleme mit dem Antrieb musste das Schiff am 22. Oktober den Hafen von [[Ponta Delgada]] auf der [[Azoren]]-Insel [[São Miguel]] anlaufen. Die Reise konnte erst am 27. Oktober fortgesetzt werden. Am 7. November kehrte die Expedition nach einer zurückgelegten Strecke von 15.649 [[Seemeile]]n nach Kiel zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Arbeiten und Ergebnisse ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Victor Hensen.jpg|mini|hochkant|links|Victor Hensen]]&lt;br /&gt;
Wie bei früheren meereskundlichen Expeditionen bestand ein großer Teil der wissenschaftlichen Arbeit darin, Meeresorganismen zu fangen und zu beschreiben. Dazu wurden mit horizontalen Netzen 110 Fänge in der Nähe der Wasseroberfläche durchgeführt. Bei 33 Schließnetzzügen konnten Fänge aus Tiefen bis zu 3500 Metern eingebracht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Brandt |Titel=Ueber die biologischen Untersuchungen der Plankton-Expedition |Sammelwerk=[[Naturwissenschaftliche Rundschau]] |Band=5 |Nummer=9 |Datum=1890 |Seiten=112–114 |Online=http://archive.org/stream/naturwissenschaf05brau#page/112/mode/2up}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Fokussierung auf das Plankton ergänzte die Expedition sich gut mit der britischen [[Challenger-Expedition]] von 1872 bis 1876, die sich vor allem mit den Lebewesen der [[Tiefsee]] beschäftigt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche Herangehensweise Hensens an die Planktonforschung unterschied sich insofern von denen früherer ozeanographischen Expeditionen, als er bestrebt war, zu einer genauen quantitativen Beschreibung zu gelangen. An 126 Stellen des Atlantiks wurden mit eigens entwickelten sehr feinmaschigen Seidennetzen, die auch kleinste planktonische Organismen zurückhalten sollten, Stichproben des Planktons genommen, indem dieses vollständig aus einer Wassersäule von 200 Metern Tiefe bis zur Wasseroberfläche herausgefiltert wurde. Anschließend wurden Masse und Volumen des Fangs gemessen und die Anzahl der Organismen jeder enthaltenen Art ausgezählt. Mit Hilfe [[statistisch]]er Methoden konnten auf diese Weise erste Abschätzungen über die Menge und Zusammensetzung des Planktons des gesamten Atlantischen Ozeans vorgenommen werden. Ein für die damalige Fachwelt überraschender Befund war, dass sich die kalten [[arktis]]chen Teile des Ozeans in der Planktonproduktion als deutlich ergiebiger erwiesen als die warmen [[Tropen|tropischen]]. Hensen erklärte das durch einen Mangel an Nahrung in den tropischen küstenfernen Gewässern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Victor Hensen |Titel=Einige Ergebnisse der Plankton-Expedition der Humboldt-Stiftung |Sammelwerk=Naturwissenschaftliche Rundschau |Band=5 |Nummer=25 |Datum=1890 |Seiten=318–320 |Online=http://archive.org/stream/naturwissenschaf05brau#page/318/mode/2up}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas im Schatten der meeresbiologischen Untersuchungen standen die von Otto Krümmel durchgeführten geodätischen, meteorologischen und geophysikalischen Arbeiten. So wurde mehrmals die Meerestiefe mit einer Lotmaschine nach [[Charles Dwight Sigsbee|Sigsbee]] bestimmt. Krümmel nahm auch regelmäßig Wetterbeobachtungen (Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit, Wolkenform) vor. Darüber hinaus nahm er vertikale Temperaturprofile des Meeres auf und bestimmte die Farbe des Wassers durch Vergleich mit einer genormten [[Forel-Ule Skala|Farbskala]]. Besonderen Wert legte er auf die Messung des Salzgehalts des Meerwassers. Neben der [[Chemische Analyse|chemischen Analyse]] (Chlortitrierung) führte er Dichtemessungen mit [[Aräometer]]n durch. Zusätzlich experimentierte er mit einem von der Firma [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Carl Zeiss]] gelieferten [[Abbe-Refraktometer]], mit dem sich der Salzgehalt anhand des [[Brechungsindex]] bestimmen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bearbeitung des umfangreichen gesammelten Materials durch dreiundzwanzig Wissenschaftler dauerte mehrere Jahre und wurde in fünf Bänden aus insgesamt 52 Lieferungen publiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Victor Hensen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse der Plankton-Expedition der Humboldt-Stiftung.&amp;#039;&amp;#039; 5 Bände (52 Lieferungen), Lipsius und Tischer, Kiel und Leipzig 1892–1912.&lt;br /&gt;
* Lisa Kragh: &amp;#039;&amp;#039;„In’s Wasser geworfenes Geld“? Eine Kontextualisierung der öffentlichen Kontroverse um die Plankton-Expedition von 1889.&amp;#039;&amp;#039; In: Oliver Auge, Martin Göllnitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mit Forscherdrang und Abenteuerlust: Expeditionen und Forschungsreisen Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang, Frankfurt am Main 2017 (Kieler Werkstücke / A; 49), ISBN 978-3-631-72291-6, S. 67–106.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bbaw.de/die-akademie/akademiegeschichte/historischer-kalender/november Die Plankton-Expedition] auf der Website der [[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
* [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=120010 Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage, 19. Band, 1891–1892] in der [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/index.html retro-Bibliothek]&lt;br /&gt;
* {{Meyers-1905 |Lemma=Plankton-Expedition |Band=16 |Seite=11 |zenoID=20007260601}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=v|GND=1137579463|LCCN=n88163784|VIAF=267346615}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ozeanografische Expedition]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Atlantischer Ozean)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dreizung</name></author>
	</entry>
</feed>