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	<title>Plankton - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plankton&amp;diff=16615&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Special Circumstances: Die letzte Textänderung von ~2026-22727-70 wurde verworfen: Keine Verbesserung - grammatikalisch mangelhaft</title>
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		<updated>2026-04-13T17:32:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-22727-70&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-22727-70&quot;&gt;~2026-22727-70&lt;/a&gt; wurde verworfen: Keine Verbesserung - grammatikalisch mangelhaft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Marine microplankton.jpg|mini|hochkant=1.8|Marines Mikroplankton und Mesoplankton. Das Bild zeigt verschiedene planktische Organismen, von photosynthetischen Cyanobakterien und Kieselalgen bis zu verschiedenen Arten von Zooplankton, wie Ruderfußkrebse ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plankton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altgriechische Sprache|griechisch]] {{lang|grc|πλαγκτόν}} „das Umherirrende“, „das Umhergetriebene“) ist die Bezeichnung für die Gesamtheit der Organismen, die im freien Wasser („schwebend“, ohne oder mit geringer Eigenbewegung)&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Klinkhardt: &amp;#039;&amp;#039;Plankton.&amp;#039;&amp;#039; 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; leben und deren Schwimmrichtung von den Wasserströmungen vorgegeben wird. Einzelne Organismen des Planktons heißen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plankter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Organismen, die auch gegen Strömungen anschwimmen können, werden hingegen als [[Nekton]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phytoplankton ist [[Primärproduzent]] in der ozeanischen [[Nahrungskette]] und bildet mit Hilfe der [[Photosynthese]] aus [[Kohlenstoffdioxid]] und Nährstoffen seine Körpersubstanz ([[Biomasse]]). Es ist Nahrungsgrundlage u.&amp;amp;nbsp;a. des Zooplanktons. Zum Meeresboden transportiertes organisches Material aus totem Plankton, einschließlich der aus [[Calciumcarbonat]] oder [[Siliziumdioxid]] gebildeten Skelette, und aus Ausscheidungen des Zooplanktons tragen über [[Geologische Zeitskala|geologische Zeiträume]] einerseits zur Bildung von Erdöl- und Erdgaslagerstätten und andererseits zur Bildung biogener [[Sedimentgestein]]e bei. Aus [[Kieselschlamm]] bilden sich [[Quarz]]gesteine wie [[Radiolarit]] und [[Feuerstein]]. Aus [[Kalkschlamm]] bilden sich [[Kalkstein]]e wie [[Kreide (Gestein)|Kreide]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;jabr&amp;quot; /&amp;gt; Plankton spielt damit eine entscheidende Rolle in der biologischen ozeanischen Kohlenstoffpumpe, die wichtiger Teil des globalen [[Kohlenstoffkreislauf]]s ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David A. Siegel, Timothy DeVries, Ivona Cetinic, Kelsey M. Bisson |Titel=Quantifying the Ocean’s Biological Pump and Its Carbon Cycle Impacts on Global Scales |Sammelwerk=Annual Review of Marine Sciences |Datum=2023 |DOI=10.1146/annurev-marine-040722-115226 |Kommentar=open access}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Begründer der systematischen Planktonforschung kann der Meeresbiologe [[Johannes Peter Müller]] gelten, der ab 1846 auf der Insel [[Helgoland]] mit der wissenschaftlichen Untersuchung dieser Organismen begann; er nannte das Plankton damals &amp;#039;&amp;#039;Auftrieb&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Peter Müller verwendete diese Bezeichnung auf Empfehlung von [[Jacob Grimm]] erstmals 1846.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weniger systematische Untersuchungen gehen schon auf ca. 1828 bzw. den Mediziner J. Vaughan Thompson zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. Hays, A. Richardson, C. Robinson |Titel=Climate change and marine plankton |Sammelwerk=Trends in Ecology &amp;amp;amp; Evolution |Band=20 |Nummer=6 |Datum=2005-06 |ISSN=0169-5347 |DOI=10.1016/j.tree.2005.03.004 |Seiten=337–344}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von großer Bedeutung ist auch der Kieler Meereskundler [[Victor Hensen]], der 1889 die erste wissenschaftliche Expedition leitete, die sich nur mit Plankton beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2013 wurde in einer Kooperation von [[ETH Zürich]] und [[University of East Anglia]] der erste Atlas für Meeresplankton herausgebracht. Laut [[Meike Vogt]] wurden Daten von einer halben Million Messstationen ausgewertet, was nur durch internationale Zusammenarbeit möglich gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2013/07/erster-atlas-fuer-meeresplankton.html &amp;#039;&amp;#039;Erster Atlas für Meeresplankton&amp;#039;&amp;#039;]. Pressemitteilung der [[ETH Zürich]], 17. Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;E. T. Buitenhuis, [[Meike Vogt|M. Vogt]], R. Moriarty, N. Bednaršek, S. C. Doney, K. Leblanc, C. Le Quéré, Y.-W. Luo, C. O’Brien, T. O’Brien, J. Peloquin, R. Schiebel, and C. Swan: &amp;#039;&amp;#039;MAREDAT: towards a world atlas of MARine Ecosystem DATa&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Earth System Science]] Data&amp;#039;&amp;#039; 5, S. 227–239, 12. Juli 2013, {{DOI|10.5194/essd-5-227-2013}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensräume ==&lt;br /&gt;
Plankton ist in Gewässern fast allgegenwärtig. Dennoch werden aufgrund des geringen Vorkommens von Nährstoffen die meisten Meeresgebiete als ökologische Wüsten betrachtet. &lt;br /&gt;
Nährstoffhaltiges Tiefenwasser, das durch Wind- oder Strömungsänderungen vermehrt an die Meeresoberfläche gelangt, oder der Eintrag von Düngemitteln über Flüsse in Küstengewässer führen insbesondere zur Vermehrung von [[Dinoflagellaten]] und [[Kieselalgen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;jabr&amp;quot;&amp;gt;Ferris Jabr: [https://www.theguardian.com/news/article/2024/aug/20/strange-and-wondrous-creatures-plankton-and-the-origins-of-life-on-earth &amp;#039;&amp;#039;Strange and wondrous creatures: plankton and the origins of life on Earth&amp;#039;&amp;#039;], The Guardian, 20 August 2024. In: theguardian.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kommt es in stehenden Binnengewässern und Fließgewässern zu [[Eutroph|Nährstoffüberschuss]], kann das stark anwachsende pflanzliche Plankton (zum Beispiel [[Algen]]) zum sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Umkippen]]&amp;#039;&amp;#039; führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Süßwasserplankton wird als &amp;#039;&amp;#039;Limnoplankton&amp;#039;&amp;#039;, Meerwasserplankton als &amp;#039;&amp;#039;Haliplankton&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Haloplankton&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung zum Überleben ist für Plankton die Schwebefähigkeit (etwa durch Wasserturbulenzen, Fortbewegungs- oder Schwebeorgane, Wasser- oder Gasspeicherung). Die Bodenberührung führt meist zum Absterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung ==&lt;br /&gt;
=== Nach systematischer Zugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
Je nach Zugehörigkeit planktonischer Organismen zu einem der [[Reich (Biologie)|Reiche]] im System der Lebewesen unterscheidet man:&amp;lt;ref name=&amp;quot;sommer2016Kap6&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ulrich Sommer (Biologe) |Ulrich Sommer]] |Titel=Biologische Meereskunde |Datum=2016 |Verlag=Springer |DOI=10.1007/978-3-662-50407-9 |Kapitel=6 Marine Lebensgemeinschaften 1: Das Plankton und Nekton}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Anker|Mykoplankton}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mykoplankton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (pilzliches Plankton): Vertreter gibt es aus dem Stamm der [[Eipilze]], aus der Klasse der [[Töpfchenpilze]] und der Familie der [[Hefen]]&lt;br /&gt;
* [[Bakterioplankton]] (bakterielles Plankton): etwa [[Kokken]] und Stäbchen ([[Bacillus]], [[Escherichia]], [[Vibrionen]])&lt;br /&gt;
* [[Phytoplankton]] (pflanzliches Plankton): [[Kieselalgen]] (Bacillariophyta), [[Grünalgen]] (Chlorophyceae), [[Dinoflagellaten]] (Dinoflagellata) etc.&lt;br /&gt;
* [[Zooplankton]] (tierisches Plankton): verschiedene „[[Protozoen]]“ (wie [[Acantharia]], [[Foraminiferen]]) und [[Rotatorien|Rädertierchen]], [[Veliger]], [[Wimpertierchen]] sowie [[Pfeilwürmer]], [[Larven]] sowie einige ausgewachsene [[Vielborster|Borstenwürmer]], [[Fische|Fischlarven]], [[Krebstiere]] und ihre Larven (z. B. [[Krill]]), sowie Larven von [[Stachelhäuter]]n, [[Insekten]], [[Muscheln]], [[Manteltiere]]n sowie „gelatinöses Plankton“, welches vornehmlich aus [[Qualle]]n (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Rippenquallen]], [[Staatsquallen]] oder [[Feuerwalzen]]) besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.geomar.de/news/article/neue-einblicke-in-die-welt-des-gelatinoesen-planktons &amp;#039;&amp;#039;Neue Einblicke in die Welt des gelatinösen Planktons.&amp;#039;&amp;#039; vom 15. Mai 2024] [[Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel|GEOMAR Kiel]], abgerufen am 2. November 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach Größe ===&lt;br /&gt;
Plankton gibt es in allen möglichen Formen und Größen. Die Spanne reicht von planktischen Viren und Phagen, die erst Ende der 1980er Jahre mit [[Elektronenmikroskop|elektronenmikroskopischen]] Verfahren entdeckt wurden,&amp;lt;ref name=&amp;quot;simon&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Meinhard Simon |Titel=Das Bakterioplankton – Riese und Regulator im marinen Stoffumsatz |Seiten=73–74 |Sammelwerk=Faszination Meeresforschung |Hrsg=Gotthilf Hempel, Irmtraut Hempel, Siegrid Schiel |Verlag=H. M. Hauschild |Ort=Bremen |ISBN=3-89757-310-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bis hin zu mehrere Meter großen [[Qualle]]n. Eine einheitliche Klassifizierung nach Größen hat sich bislang nicht durchgesetzt. Verbreitet wird Plankton anhand der [[Größenordnung (Länge)|Größenordnung]] seiner linearen Abmessungen eingeteilt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;sommer1994&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ulrich Sommer (Biologe) |Ulrich Sommer]] |Titel=Planktologie |Datum=1994 |Verlag=Springer |Ort=Berlin Heidelberg |ISBN=978-3-540-57676-1 |DOI=10.1007/978-3-642-78804-8 |Kapitel=2.1 Größenklassen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Größenklassen des Planktons&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Bezeichnung&lt;br /&gt;
! Größe&lt;br /&gt;
! Organismengruppen (Beispiele)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Femtoplankton &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | &amp;lt; 0,2 µm&lt;br /&gt;
| [[Virioplankton]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Pikoplankton&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 0,2 µm – 2 µm&lt;br /&gt;
| [[Bakterioplankton]], kleinstes Phytoplankton&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Nanoplankton, auch &amp;#039;&amp;#039;Nannoplankton&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 2 µm – 20 µm&lt;br /&gt;
| viele Phytoplankter, [[Protozoen]], größte Bakterienplankter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Mikroplankton &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 20 µm – 200 µm&lt;br /&gt;
| große Phytoplankter und Protozoen, kleine [[Metazoen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Mesoplankton &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 0,2 mm – 20 mm&lt;br /&gt;
| viele Metazoen, größte Einzeller, Phytoplanktonkolonien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Makroplankton &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 2 cm – 20 cm&lt;br /&gt;
| größte Phytoplanktonkolonien, große planktische [[Crustaceen]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Euphausiidae]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Megaplankton, Megaloplankton&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | &amp;gt; 20 cm&lt;br /&gt;
| größte Zooplankter (z.&amp;amp;nbsp;B. Quallen)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Einteilungen orientieren sich an den Verfahren, mit denen Plankton gefangen und untersucht werden kann: Mit Hilfe von Netzen lässt sich Plankton mit einer Mindestgröße von 20–65&amp;amp;nbsp;µm fangen, es wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Netzplankton&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sommer1994&amp;quot;/&amp;gt; Das kleinste Plankton, das mit solchen &amp;#039;&amp;#039;[[Planktonnetz]]en&amp;#039;&amp;#039; gewonnen werden kann, wird &amp;#039;&amp;#039;Mikroplankton&amp;#039;&amp;#039; genannt. Es lässt sich mit [[Lichtmikroskop]]en untersuchen. Zoo- und Phytoplankter bis zu einer Maximalgröße von Millimeterbruchteilen werden hierzu gezählt, wobei unterschiedliche Maximalwerte angegeben werden, z.&amp;amp;nbsp;B. 0,2&amp;amp;nbsp;mm&amp;lt;ref name=&amp;quot;sommer1994&amp;quot;/&amp;gt; oder 0,5&amp;amp;nbsp;mm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalbe&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lothar Kalbe |Titel=Limnische Ökologie |Verlag=Vieweg+Teubner Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=1997 |ISBN=3-663-10671-3 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige toxische Mikroalgen aus den [[Dinoflagellaten]] können sich massenhaft vermehren und eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen (→ [[Algenblüte]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Malte Elbrächter |Titel=Giftige Algen – Algengifte |Seiten=73–74 |Sammelwerk=Faszination Meeresforschung |Hrsg=Gotthilf Hempel, Irmtraut Hempel, Siegrid Schiel |Verlag=H. M. Hauschild |Ort=Bremen |ISBN=3-89757-310-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall von &amp;#039;&amp;#039;Nanoplankton&amp;#039;&amp;#039; mit einer Größe von einigen Mikrometern muss die Wasserprobe durch den Zusatz von Konservierungsmittel haltbar gemacht werden, ehe das Plankton sedimentiert wird. Das absedimentierte Plankton kann dann unter dem [[Umkehrmikroskop]] untersucht werden (&amp;#039;&amp;#039;Utermöhl-Methode&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;sommer1994&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;edler2010&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lars Edler, Malte Elbrächter |Titel=The Utermöhl method for quantitative phytoplankton analysis |Hrsg=Bengt Karlson, Caroline Cusack, Eileen Bresnan |Sammelwerk=Microscopic and Molecular Methods for Quantitative Phytoplankton Analysis |Reihe=Manuals and Guides |NummerReihe=55 |Verlag= Intergovernmental Oceanographic Commission |Datum=2010 |Online=https://cdn.ioos.noaa.gov/media/2017/12/WKNCT_Handbook_ver5May2010_2.pdf |Format=PDF |KBytes=4200}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Pikoplankton&amp;#039;&amp;#039; sinkt in der Sedimentationskammer nicht mehr vollständig ab und ist daher nicht für die Utermöhl-Methode geeignet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sommer2016Kap6&amp;quot;/&amp;gt; Aufgebracht auf Filter mit Poren von 0,1 bis 0,2 µm kann es, nachdem es gefärbt worden ist, mit dem [[Fluoreszenzmikroskopie|Fluoreszenzmikroskop]] sichtbar gemacht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sommer1994&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;edler2010&amp;quot;/&amp;gt; Im Pikoplankton befinden sich hauptsächlich [[Picozoa]] (einzige Art &amp;#039;&amp;#039;Picomonas judraskeda&amp;#039;&amp;#039;), die in den nährstoffarmen Bereichen kalter Küstenmeere bis zu 50 Prozent der Biomasse ausmachen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach planktischen Lebensstadien ===&lt;br /&gt;
Arten, deren Individuen ihr gesamtes Leben als Plankton treibend verbringen, zählen zum &amp;#039;&amp;#039;Holoplankton&amp;#039;&amp;#039;. Manche Organismen sind hingegen nur in bestimmten [[Entwicklungsstadium|Entwicklungsstadien]] Teil des Planktons; dieses Plankton bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Meroplankton&amp;#039;&amp;#039;. Hierzu zählen z.&amp;amp;nbsp;B. treibende Eier und Larven von Fischen oder von [[Korallen]]. [[Benthos|Auf dem Meeresboden lebenden]] [[Sessilität|sessilen]] Tieren dienen diese pelagischen Stadien der Verbreitung der Art.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spektrumBioPlankton&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |werk=Spektrum Lexikon der Biologie |titel=Plankton |url=https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/plankton/52121 |zugriff=2019-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pfaffenhoefer2006&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gustav-Adolf Pfaffenhöfer, Sigrid Schiel |Titel=Die wichtigsten Gruppen des Zooplanktons |Seiten=95–98 |Sammelwerk=Faszination Meeresforschung |Hrsg=Gotthilf Hempel, Irmtraut Hempel, Siegrid Schiel |Verlag=H. M. Hauschild |Ort=Bremen |Datum=2006 |ISBN=3-89757-310-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tychoplankton]], auch &amp;#039;&amp;#039;Pseudoplankton&amp;#039;&amp;#039;, besteht aus Organismen, die gelegentlich und in zufälligen Lebensstadien im Plankton vorkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael J. Kennish |Titel=Ecology of Estuaries: Volume 2: Biological Aspects |Verlag=CRC Press |Datum=2019 |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kann sich um durch Wasserwirbel vom Meeresboden losgerissene benthische oder um eingeschwemmte Organismen handeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB Ökologie&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;spektrumBioPlankton&amp;quot;/&amp;gt; Manche Autoren fassen den Begriff Tychoplankton weiter und zählen auch Meroplankton dazu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lawrence Cahoon |Titel=Tychoplankton |Sammelwerk=Encyclopedia of Estuaries |Datum=2015-08 |DOI=10.1007/978-94-017-8801-4_292}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zooplankton ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zooplankton1 300.jpg|mini|Quallen gehören zu den größten Organismen des Zooplanktons]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Calanus hyperboreus 750x750.jpg|mini|Der Ruderfußkrebs &amp;#039;&amp;#039;Calanus hyperboreus&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Alle planktischen Organismen, die keine Photosynthese betreiben, sondern sich von anderen Organismen ernähren, werden zum Zooplankton gezählt. Dabei wird zwischen herbivoren und carnivoren Arten unterschieden: zum herbivoren Zooplankton zählen jene Arten, die sich direkt vom Phytoplankton ernähren, Zooplankton, das sich von anderem Zooplankton ernährt, wird als carnivor bezeichnet. Diese Fraßbeziehungen sind im [[Nahrungsnetz]] miteinander gekoppelt. Die verschiedenen Arten des Zooplanktons haben stark variierende Reproduktions- und Wachstumsraten. Als bestimmende Faktoren für die [[ökologische Nische]], die eine Zooplankter-Art besetzt, konnten ihr jeweiliges [[Verhalten (Biologie)|Verhalten]] sowie ihre jeweilige geographische und [[Wassersäule (Hydrologie)|vertikale]] Position im Meer identifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Adolf Paffenhöfer: &amp;#039;&amp;#039;Wahrnehmen, Fressen, Fliehen – das Leben mariner Zooplankter.&amp;#039;&amp;#039; In: Gotthilf Hempel, Ilka Hempel, Sigrid Schiel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Faszination Meeresforschung.&amp;#039;&amp;#039; Hauschild Verlag, Bremen 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zooplankton spielt als Nahrungsquelle für Fische und viele andere Meereslebewesen eine wesentliche Rolle. Ohne das Plankton der arktischen Gewässer fehlte den riesigen Plankton [[Filtrierer|filtrierenden]] [[Bartenwal]]en wie zum Beispiel dem [[Blauwal]] oder dem [[Finnwal]] die Nahrungsgrundlage. [[Ruderfußkrebse]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Calanus]]&amp;#039;&amp;#039; bilden zusammen mit dem [[Krill]] riesige Mengen an tierischer Biomasse im Plankton. Oft verfärben sich große Meeresflächen durch die Anwesenheit des Planktons knapp unterhalb der Wasseroberfläche und geben dadurch den Fischern Hinweise auf Fischschwärme, die sich vom Zooplankton ernähren, wie [[Heringe]] und [[Makrele]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Britannica&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phytoplankton ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Phytoplankton}}&lt;br /&gt;
Einzellige [[Kieselalgen]] machen den Hauptteil des Phytoplanktons aus. Die [[Zelle (Biologie)|Zellen]] sind von einer zweiteiligen Schale (Theka) aus [[Kieselsäure]] umgeben. Verschiedenen Untersuchungen zufolge ist die größte gebundene Menge an [[Kohlenstoff]] nicht in den [[Tropischer Wald|tropischen Wäldern]], sondern im [[Pflanze|pflanzlichen]] Plankton der [[Weltmeer]]e gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planktonfiltrierer ==&lt;br /&gt;
Plankton ist die Basis der marinen und limnischen [[Nahrungsnetz]]e. Die im Folgenden aufgelisteten Arten sind einige der bekanntesten Vertreter dieser Ernährungsweise:&lt;br /&gt;
* [[Blauwal]]&lt;br /&gt;
* [[Finnwal]]&lt;br /&gt;
* [[Walhai]]&lt;br /&gt;
* [[Riesenhai]]&lt;br /&gt;
* [[Flamingos]]&lt;br /&gt;
* [[Atlantischer Hering]]&lt;br /&gt;
* [[Sardine]]&lt;br /&gt;
* [[Miesmuscheln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planktonartige Kunststoffteile ==&lt;br /&gt;
In den [[Müllstrudel|Meeren treibende Abfälle]] aus [[Kunststoff]] wurden in den letzten Jahrzehnten durch Strömung, Verwitterung und andere Einflüsse in immer kleinere Stücke, so genanntes &amp;#039;&amp;#039;[[Mikroplastik]]&amp;#039;&amp;#039;, zersetzt. Diese Partikel haben teilweise in Größe, Aussehen und Schwimmverhalten Ähnlichkeiten mit Plankton und vermischen sich mit diesem, so dass sie von Planktonfiltrierern mitgefressen werden und schädliche Wirkung entfalten können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Algalita&amp;quot; /&amp;gt; Mikroplastik wird daher gelegentlich auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plastik-Plankton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, allerdings ist es auch im Erdboden und Trinkwasser entdeckt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Luftplankton]]&lt;br /&gt;
* [[Ökosystem See]]&lt;br /&gt;
* [[Planktologie]]&lt;br /&gt;
* [[Plankton-Paradoxon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jörg Ott]]: &amp;#039;&amp;#039;Meereskunde.&amp;#039;&amp;#039; Zweite Auflage. UTB, Stuttgart 1996, ISBN 3-8252-1450-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ökologie.&amp;#039;&amp;#039; dtv-Atlas 1998&lt;br /&gt;
* Manfred Klinkhardt: &amp;#039;&amp;#039;Plankton.&amp;#039;&amp;#039; In: Claus Schaefer, Torsten Schröer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das große Lexikon der Aquaristik.&amp;#039;&amp;#039; Eugen Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-7497-9, S. 780.&lt;br /&gt;
* Hays, Graeme C., Anthony J. Richardson, Carol Robinson: „Climate change and marine plankton.“ &amp;#039;&amp;#039;Trends in ecology &amp;amp; evolution&amp;#039;&amp;#039; 20.6 (2005), S. 337–344.&lt;br /&gt;
* Christian Sardet: &amp;#039;&amp;#039;Plankton: Wonders of the Drifting World.&amp;#039;&amp;#039; The University of Chicago Press, 2015. ISBN 978-0-226-18871-3 (Print); ISBN 978-0-226-26534-6 (E-Book)&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Plankton: Der erstaunliche Mikrokosmos der Ozeane.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2016. ISBN 978-3-8001-0398-0.&lt;br /&gt;
* Suthers, Iain, David Rissik, Anthony Richardson (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Plankton: A guide to their ecology and monitoring for water quality&amp;#039;&amp;#039;. CSIRO publishing, 2019.&lt;br /&gt;
* Kristina Heldmann: &amp;#039;&amp;#039;Hallo Plankton!: Wunderwesen im Wasser.&amp;#039;&amp;#039; Verlagshaus Jacoby &amp;amp; Stuart, Berlin, 2024, ISBN  978-3-9642-8214-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4046229-8}}&lt;br /&gt;
* [http://idw-online.de/pages/de/news?print=1&amp;amp;id=4586 IDW-Pressemitteilung 150 Jahre Planktonforschung (1996)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www1.uni-hamburg.de/SYKON/Library/FG8.pdf|wayback=20110522165706|text=Berichte aus dem Zentrum für Meeres- und Klimaforschung}} – (PDF; 2,12 MB) Zooplankton in der Nordsee: Eine Übersicht über die gesamte Forschung bis 2001 (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://planktonnet.awi.de/ plankton*net], Online-Ressource [[Alfred-Wegener-Institut]]s mit taxonomischen und ökologischen Informationen über tausende Arten des marinen und limnischen Planktons (engl.)&lt;br /&gt;
* [https://av.tib.eu/search?q=Plankton&amp;amp;loc=de&amp;amp;f=publisher%3Bhttp://av.tib.eu/resource/IWF_%2528G%25C3%25B6ttingen%2529&amp;amp;o=36 Videos zu Plankton] herausgegeben vom [[Institut für den Wissenschaftlichen Film]]. Bereitgestellt im [https://av.tib.eu/ AV-Portal] der [[Technische Informationsbibliothek|Technischen Informationsbibliothek]].&lt;br /&gt;
* Katherine Harmon Courage: [https://www.spektrum.de/news/die-tagesperiodische-vertikalwanderung-des-planktons/2117967 &amp;#039;&amp;#039;Verborgene Wanderungen&amp;#039;&amp;#039;] in [[Spektrum.de]] vom 12. April 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WB Ökologie&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthias Schaefer: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Ökologie.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg / Berlin 2003, ISBN 3-8274-0167-4, S. 358.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Algalita&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Algalita Marine Research Foundation: {{Webarchiv|url=http://acfnewsource.org/environment/plastic_plankton.html|wayback=20060610110859|text=Plastic in the Plankton}} – (englisch, abgerufen am 28. Mai 2010).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Britannica&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.britannica.com/EBchecked/topic/88792/Calanus Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Calanus&amp;#039;&amp;#039;] bei Encyclopaedia Britannica online (abgerufen am 17. April 2013).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4046229-8|LCCN=sh85102688|NDL=00569187}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limnologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meeresbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierökologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebewesen – Ökologische Gruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Special Circumstances</name></author>
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