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	<title>Plan Worek - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T01:45:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plan_Worek&amp;diff=761023&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-08T23:19:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Plan worek.png|mini|250px|Sektoren der U-Boote&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;nowiki&amp;gt;|&amp;lt;/nowiki&amp;gt; :&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Akkuladezone&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;nowiki&amp;gt;|&amp;lt;/nowiki&amp;gt; :&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Kampfgebiet&amp;lt;!-- &amp;lt;br /&amp;gt;S: [[]]&amp;lt;br /&amp;gt;Z: [[)]]&amp;lt;br /&amp;gt;R: [[)]&amp;lt;br /&amp;gt;O: [[ORP Orzeł (85A)]] --&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plan Worek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Worek&amp;quot;&amp;gt;In der [[polnische Sprache|polnischen Sprache]] bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Worek&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Sack]]&amp;#039;&amp;#039; oder [[Beutel]].&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine Operation der [[Polnische Marine|Polnischen Marine]] zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] im September 1939. Fünf polnische [[U-Boot]]e sollten die Küsten Polens gegen Seelandungen und Artillerieangriffe der deutschen [[Kriegsmarine]] verteidigen. Die Operation war ein Fehlschlag. Drei U-Boot-Besatzungen ließen sich in [[Schweden]] internieren, zwei konnten nach [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] durchbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte und Planung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gdansk Bay Borderlines 1939 German.png|mini|300px|Grenzverlauf 1939&amp;lt;br /&amp;gt;Die [[Freie Stadt Danzig]] stand offiziell unter Aufsicht des [[Völkerbund]]es, war aber de facto mit dem [[Zeit des Nationalsozialismus|„Dritten Reich“]] verbündet. Das [[Memelland]] wurde am 22. März 1939 an das Reich angeschlossen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Überfall auf Polen|Beginn des Krieges]] war die polnische Marine der deutschen Kriegsmarine weit unterlegen. &amp;lt;small&amp;gt;(siehe: [[Operation Peking#Strategische Ausgangslage|Kräfteverhältnis zu Beginn des Krieges]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führung der polnischen Marine unter Konteradmiral [[Józef Unrug]] war sich der deutschen Überlegenheit bewusst und evakuierte am Vorabend des Krieges im Rahmen der [[Operation Peking]] drei Zerstörer nach England, um sie dem deutschen Zugriff zu entziehen. &amp;#039;&amp;#039;Plan Worek&amp;#039;&amp;#039; sah den Einsatz aller fünf U-Boote der polnischen Marine vor. Die U-Boote sollten in der [[Danziger Bucht]] und nördlich der [[Halbinsel Hel]]a patrouillieren. Im Gegensatz zu den zwei neuen Booten der [[Orzeł-Klasse (1939)|Orzeł-Klasse]] waren die drei Boote der [[Wilk-Klasse (1931)|Wilk-Klasse]] in der Lage, [[Seemine]]n zu verlegen und sollten die gegnerischen Zufahrtswege verminen. Jedem U-Boot wurde ein Patrouillengebiet zugewiesen. In der Nacht sollten die U-Boote in vorgesehenen Seegebieten ihre Akkumulatoren aufladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geplante Ziele der Operation waren mögliche deutsche Landungskräfte und Kriegsschiffe, die polnische Küstenstellungen beschießen. Insbesondere sollte die zentrale befestigte Basis der polnischen Marine in [[Hel (Stadt)|Hel]] gesichert werden. Falls möglich sollten auch unbewaffnete deutsche Handels- und Transportschiffe entsprechend dem international geltenden [[Prisenrecht]] aufgebracht und versenkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf der Operation ==&lt;br /&gt;
Kurz nach Beginn der Kampfhandlungen am 1. September 1939 verließen alle fünf U-Boote ihre Basen und liefen im Laufe des Tages in die geplanten Operationsgebiete. Schon am ersten Tag wurden die U-Boote von der deutschen [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] intensiv mit [[Wasserbombe (Kampfmittel)|Wasserbombe]]n angegriffen. Die Boote wurden durch die ständigen Angriffe und die flächendeckende Luftüberwachung unter Wasser gedrückt und waren nicht in der Lage, offensiv aufzutreten. Auch die Überwassereinheiten kamen nicht zum Zug. Die vor der polnischen Küste verbliebenen größeren polnischen Kriegsschiffe [[Gryf (Schiff, 1938)|&amp;#039;&amp;#039;Gryf&amp;#039;&amp;#039;]] und [[Wicher (Schiff)|Wicher]] wurden bis zum 3. September kampfunfähig geschossen. Bis Mitte September entschieden die einzelnen Kommandanten der U-Boote selbständig, die sinnlos gewordene Operation abzubrechen, die zugewiesenen Seegebiete zu verlassen und in neutrale oder verbündete Häfen zu fahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ORP Orzeł ===&lt;br /&gt;
Der befohlene Sektor &amp;#039;&amp;#039;[[ORP Orzeł (U-Boot, 1939)|ORP Orzełs]]&amp;#039;&amp;#039; lag im Westen der Danziger Bucht östlich [[Jastarnia]] und westlich der Mündung der [[Weichsel]]. Obwohl das Boot mehrfach angegriffen wurde, erlitt es keine signifikanten Schäden. Trotzdem verließ das Boot sein Operationsgebiet bereits am 4. September, lief am 15. September das neutrale [[Estland]] an und wurde am Folgetag interniert. Das Boot konnte jedoch am 18. September durch eine List der Besatzung auslaufen und nach Großbritannien durchbrechen. &amp;#039;&amp;#039;Orzeł&amp;#039;&amp;#039; erreichte [[Schottland]] am 12. Oktober.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ORP Wilk ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Wilk (U-Boot)|ORP Wilks]]&amp;#039;&amp;#039; geplantes Patrouillengebiet lag östlich der Weichselmündung in der Danziger Bucht. Das Boot legte am 3. September 20 Seeminen. &amp;#039;&amp;#039;Wilk&amp;#039;&amp;#039; überstand mehrere Angriffe relativ unbeschadet. Am 10. September verließ das U-Boot auf Befehl der Basis den zugewiesenen Sektor und erreichte Schottland am 20. September. Am 7. Dezember 1939 lief das deutsche Fischerboot &amp;#039;&amp;#039;MFK Pil 55&amp;#039;&amp;#039; auf eine wahrscheinlich von &amp;#039;&amp;#039;Wilk&amp;#039;&amp;#039; gelegte Seemine und sank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ORP Sęp ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[ORP Sęp (1939)|ORP Sęps]]&amp;#039;&amp;#039; zugewiesenes Seegebiet lag nordwestlich der Halbinsel Hel. Das Boot wurde bis zum 4. September mehrfach angegriffen und schwer beschädigt. Die angeschlagene &amp;#039;&amp;#039;Sęp&amp;#039;&amp;#039; konnte sich in das neutrale Schweden absetzen. Die Besatzung ließ sich dort am 16. September freiwillig internieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ORP Żbik ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Żbik|ORP Żbik]]&amp;#039;&amp;#039; sollte nördlich der Halbinsel Hel operieren. Das Boot wurde am 3. September von dem deutschen U-Boot &amp;#039;&amp;#039;[[U 14 (U-Boot, 1936)|U 14]]&amp;#039;&amp;#039; erfolglos mit Torpedos angegriffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Magnetzünder&amp;quot;&amp;gt;Zu diesem Angriff gibt es widersprechende Angaben. [https://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/miszellen/39-09-03-o.htm] bestätigt den Angriff durch &amp;#039;&amp;#039;U 14&amp;#039;&amp;#039; unter Kplt. Wellner am 3. September 1939. {{Internetquelle|url=http://www.polishnavy.pl/PMW/ships/submarines/zbik/index.html |titel=Żbik | werk=polishnavy.pl | sprache=en | offline=2025-04-27 | abruf=2025-04-27 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20110307132920/http://www.polishnavy.pl/PMW/ships/submarines/zbik/index.html | archiv-datum=2011-03-07}} geht von einem misslungenen Torpedoangriff durch &amp;#039;&amp;#039;[[U 22 (U-Boot, 1936)|U 22]]&amp;#039;&amp;#039; bei Position {{Coordinate|NS=55/38//N|EW=18/54//E|type=landmark|region=XA|name=Möglicherweise misslungener Angriff von U 23 auf ORP Żbik|text=DM}} unter Kplt. [[Werner Winter (Marineoffizier)|Werner Winter]] am 7. September 1939 aus. Winter meldete einen Treffer. Aufgrund der deutschen [[Torpedokrise]] ist es sogar denkbar, dass beide Angaben wahr sind, es also zwei misslungene Torpedoangriffe gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 8. September wurden 20 Seeminen gelegt. Das deutsche [[Minensuchboot]] &amp;#039;&amp;#039;M 85&amp;#039;&amp;#039; lief am 1. Oktober auf eine dieser Minen und sank. Das war vermutlich der einzige Erfolg des &amp;#039;&amp;#039;Plan Worek&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Żbik&amp;#039;&amp;#039; verließ sein Patrouillengebiet infolge Treibstoffmangels am 25. September. Die Besatzung ließ sich in Schweden freiwillig internieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ORP Ryś ===&lt;br /&gt;
Das geplante Operationsgebiet von &amp;#039;&amp;#039;[[Ryś (U-Boot)|ORP Ryś]]&amp;#039;&amp;#039; lag nordöstlich der Halbinsel Hel. Am 2. September wurde das Boot mit Wasserbomben angegriffen, konnte aber am 3. September östlich Hel seine 20 Seeminen legen. Nach einem folgenden Artillerieduell mit deutschen Überwassereinheiten und einem schweren Luftangriff kehrte &amp;#039;&amp;#039;Ryś&amp;#039;&amp;#039; am 4. September zur Reparatur in die Basis zurück und lief am nächsten Tag wieder aus. Die Besatzung ließ sich am 18. September in Schweden freiwillig internieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abschlussbetrachtung ==&lt;br /&gt;
Abgesehen von einem deutschen [[Minensuchboot]], das kurz vor Ende der Kampfhandlungen auf eine [[Seemine|Mine]] lief, konnte keines der geplanten Ziele erreicht werden. Da die deutsche Kriegsmarine 1939 keine Seelandungen in Polen durchführte, lief eine der geplanten Aufgaben der U-Boote ins Leere. Die anderen deutschen Kriegsschiffe konnten nicht direkt angegriffen werden, weil die erdrückende deutsche Luftüberlegenheit die Boote in eine defensive Rolle zwang und keinerlei offensive Maßnahmen zuließ. Der &amp;#039;&amp;#039;Plan Worek&amp;#039;&amp;#039; war ein kompletter Fehlschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festsetzung der &amp;#039;&amp;#039;ORP Orzeł&amp;#039;&amp;#039; in [[Estland]] und ihre anschließende Flucht führten zu diplomatischen Verwicklungen zwischen der mit dem [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] verbündeten [[Sowjetunion]] und Estland. Die Vorgänge um die &amp;#039;&amp;#039;ORP Orzeł&amp;#039;&amp;#039; wurden in der sowjetischen und deutschen Propaganda als [[Orzeł-Zwischenfall]] bezeichnet und dienten 1940 als einer der Vorwände für die sowjetische Invasion in Estland. Der sowjetische Einmarsch im [[Baltikum]] war infolge des [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes]] (&amp;#039;&amp;#039;Hitler-Stalin-Pakt&amp;#039;&amp;#039;) in Wahrheit schon lange beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ging kein einziges polnisches U-Boot verloren. Alle fünf Boote konnten sich in befreundete oder neutrale Häfen retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Alternative zur &amp;#039;&amp;#039;Operation Worek&amp;#039;&amp;#039; wäre gewesen, die U-Boote fern der deutschen Basen in offener See operieren zu lassen, wo sie ungebunden gegen deutsche und später sowjetische Transport- und Handelsschiffe hätten vorgehen können. Ob das zu einem anderen Verlauf im Seekrieg geführt hätte, ist angesichts der erdrückenden deutschen und sowjetischen Überlegenheit und der Enge der [[Ostsee]] allerdings fraglich. Auf den Kriegsverlauf zu Lande hätte diese Option keinerlei Einfluss gehabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nachhinein betrachtet wäre es sicherlich erfolgreicher gewesen, zumindest die U-Boote der damals modernen Orzeł-Klasse genauso wie die Zerstörer nach England zu evakuieren. Das hätte aber eine komplette Aufgabe der polnischen maritimen Verteidigung bedeutet. Das polnische Oberkommando unter Marschall [[Edward Rydz-Śmigły]] hätte also schon im August 1939 von einer Niederlage innerhalb eines Monats ausgehen müssen. Von einem derart schnellen und totalen Sieg ist aber nicht einmal das deutsche [[Oberkommando der Wehrmacht|Oberkommando]] ausgegangen, obwohl es im Gegensatz zu den Polen über die geplante [[Sowjetische Besetzung Ostpolens|sowjetische Invasion]] in [[Ostpolen]] informiert war. Außerdem hofften die Polen aufgrund der [[Britisch-französische Garantieerklärung|Anglo-Französischen Garantieerklärung vom 30. März 1939]] auf eine schnelle und wirksame militärische Unterstützung durch ihre westeuropäischen Alliierten in [[Frankreich]] und Großbritannien, die nicht erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Janusz Piekałkiewicz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Zweite Weltkrieg. Mit einem Vorwort von [[Sebastian Haffner]].&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf und Wien: Econ, 1985. ISBN 3-430-17479-1. (Die &amp;#039;&amp;#039;Operation Worek&amp;#039;&amp;#039; ist im Gesamtzusammenhang der Kriegsereignisse im September 1939 auf den Seiten 77 bis 135 dargestellt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste polnischer U-Boot-Klassen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erläuterungen und Referenzen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Operation im Zweiten Weltkrieg|Worek-Plan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnische Militärgeschichte (Zweiter Weltkrieg)|Worek-Plan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polenfeldzug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:U-Boot-Krieg im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deckname|Worek]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Planung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnische Marinegeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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