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	<title>Plaike - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T02:04:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plaike&amp;diff=337638&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silvicola: Kongruenz</title>
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		<updated>2024-03-22T17:44:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kongruenz&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Plaike.jpg|mini|Eine Blaike, die einen Wanderweg zugeschüttet hat]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plaike&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blaike&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seltener &amp;#039;&amp;#039;Plaicke&amp;#039;&amp;#039;, ist ein Fachbegriff aus der [[Geomorphologie]] und [[Bodenkunde]] für eine [[Erosion (Geologie)|Erosionsform]] in stark geneigtem bergigem Gelände. Der Begriff beschreibt eine besonders auf [[Alm (Bergweide)|Almen]] häufige Form der Erosion, die sich im Abrutschen großer Wiesenflächen mitsamt des Wurzelhorizonts zeigt, insbesondere nach langen Regenperioden. Doch auch auf anderen alpinen [[Steilhang|Steilhängen]] tritt sie bei labilen Untergrundschichten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort kommt vom [[mittelhochdeutsch]]en &amp;#039;&amp;#039;blecken&amp;#039;&amp;#039; („blank machen, sehen lassen“) und bezeichnet eine Stelle, wo der Untergrund (der oft glänzende [[Fels]]) „hervorblickt“ – eine durch Rutschung grasfreie Fläche am Berghang. In alpinen Dialekten wird es etwa wie „Bloak’n“ ausgesprochen und in verschiedenen [[Flurname]]n auch als „Plagge“ oder „Placke“ geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Das Abreißen der [[Grasnarbe]] lässt einige typische Formen erkennen, welche mit der Ursache der [[Hangrutschung]] zusammenhängen. Sie liegt häufig in einer starken Durchfeuchtung nach heftigen [[Regen]]fällen, kann aber auch mit längeren Störungen des [[Bodenwasser]]-Haushalts oder mit der Erosion des [[Boden (Bodenkunde)|Bodens]] und anderem zusammenhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plaike kann Ausmaße von wenigen Metern bis zu etwa 100 Metern haben. Die abgerutschten Teile stauen sich häufig am unteren Ende und bilden wellige Grasschichten oder eine Art [[Sackung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Große Plaike]]&amp;#039;&amp;#039; trägt ein {{Höhe|1034}} hoher Berg in Salzburg zwischen [[Wallersee]] und [[Mondseer Flyschberge]]n. Die geologisch gut untersuchte weitläufige postglaziale Rutschung am früheren Gletscherrand ist heute aber wieder großteils bewaldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auftreten ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Plaikenerosion&amp;#039;&amp;#039; tritt abhängig von der [[Hangneigung]], der Bodenbeschaffenheit, dem Vorhandensein von Hangwasser und der Witterung auf. Besonders betroffen sind brachliegende Almflächen mit einer Hangneigung von etwa 40° bis 60° und Höhenlagen im alpinen Raum von über 1200 Metern, oberhalb der geschlossenen [[Waldgrenze|Bewaldung]]. Ansatzpunkte für Plaiken entstehen in baum- und strauchlosem Gelände, wenn langes Gras im winterlichen Schnee festfriert und durch das gleitende Fließen des Schnees mitgenommen wird. Die dadurch entstandenen vegetationsfreien Flächen bieten dann Ansatzpunkte zu weiterer Erosion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hohe Blaike, Dürnbach.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Hohe Blaike&amp;#039;&amp;#039; im Salzburger [[Dürnbach (Salzach)|Dürnbachtal]] – die steilste und aktivste Plaike Österreichs mit Bewegungen von 1&amp;amp;nbsp;m im Jahr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plaiken sind der [[Alpen|alpinen]] Bevölkerung, den Forstleuten, [[Bergbauer]]n und aufmerksamen Wanderern von jeher vertraut, doch hat ihre Häufigkeit in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Dies kann verschiedene Ursachen haben, beispielsweise ungünstige [[Entwaldung|Abholzung]] auf steilen Hängen, Bau von zu breiten [[Güterweg]]en oder Forststraßen, Zunahme von [[Starkregen]] oder [[Staunässe]], Änderung der [[Vegetation]], geotechnisch-hydrologische Einbauten usw. In den Alpen hat sich daher der Geophysiker und Geomorphologe [[Adrian Scheidegger]] (TU Wien) intensiv mit diesen und ähnlichen Phänomenen befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein fast immer aktiver [[Rutschhang]] ist die &amp;#039;&amp;#039;Hohe Blaike&amp;#039;&amp;#039; im Tal des [[Dürnbach (Salzach)|Dürnbaches]], eines Nebenflusses der [[Salzach]] bei [[Neukirchen am Großvenediger]]. Sie ist noch heute eine Wunde in der Landschaft. Ein ganzer Hang bewegt sich dort einen Meter im Jahr talwärts, trotz einer ausgedehnten [[Wildbachverbauung]]. 1973 rutschten 60.000 Kubikmeter Gestein ins Tal.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/wiki/D%C3%BCrnbach Salzburg-Wiki: &amp;quot;Dürnbach&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhinderung der Plaikenbildung ==&lt;br /&gt;
Die Erosion kann verhindert werden beispielsweise durch Beweidung der betroffenen Almflächen ohne Über- oder Unternutzung des Graslandes, durch ständige Reparatur von Anrissstellen sowie durch [[Entwässerung]] (beispielsweise Drainage) im Falle von starkem Hangwasseraufkommen. Auch der Unterhalt vorhandener [[Terrasse (Landwirtschaft)|Terrassen]] verhindert drohende Erosion, die zu [[Erdrutsch]]en und [[Bergsturz|Bergstürzen]] führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;http://forschung.uni-kassel.de/?&amp;amp;action=showProjekt&amp;amp;PNR=1617 Günter Spatz: &amp;#039;&amp;#039;Saatgutvermehrung autochthoner Arten und ihre Anwendung zur Begrünung erodierter Flächen in den Alpen&amp;#039;&amp;#039;, Forschungsbericht, Universität Kassel, 1999&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Leonard Fischhuber, Stefanie Glas: &amp;#039;&amp;#039;Almen und Erosion&amp;#039;&amp;#039;, 2003 ([https://www.edugroup.at/fileadmin/DAM/eduhi/data_geographie/Almen_-_Erosion.pdf PDF 0,2 MB] auf &amp;#039;&amp;#039;edugroup.at&amp;#039;&amp;#039;, zuletzt abgerufen am 22. März 2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bodenfließen]]&lt;br /&gt;
* [[Plaika]], Ortsnamen in Österreich und Bayern&lt;br /&gt;
* [[Plaggen]] (ausgestochenes Stück Oberboden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ulrich Ammer, Ulrike Pröbstl, Eva-Maria Mössmer: &amp;#039;&amp;#039;Erosion auf Almen. Ein Beitrag zu aktuellen Fragen des Bodenschutzes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forstwissenschaftliches Centralblatt.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 105, 1986, {{ISSN|0015-8003}}, S. 48–59.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geomorphologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erosion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Land- und Forstwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergsturz|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silvicola</name></author>
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