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	<title>Plaggen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T03:58:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Plaggen&amp;diff=145760&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kuhni74 am 3. November 2025 um 17:03 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schleswig-Holstein, Mildstedt, Naturerlebnisraum NIK 6617.jpg|mini|Teilweise abgeplaggte Heidefläche im [[Liste der Naturerlebnisräume in Schleswig-Holstein|Naturerlebnisraum]] [[Mildstedt]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schleswig-Holstein, Süderlügum, Naturschutzgebiet Süderlügumer Binnendünen NIK 2087.jpg|mini|Abgeplaggte Heidefläche im Naturschutzgebiet [[Süderlügumer Binnendünen]]]]&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plagge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Niederdeutsche Sprache|niederdeutsch]] zu &amp;#039;&amp;#039;Placken&amp;#039;&amp;#039;) ist ein ausgestochenes Stück durchwurzelten Oberbodens mit Teilen der darauf befindlichen [[Vegetation]] und einer [[Humus]]schicht. Die Plagge wurde zunächst als [[Einstreu]] in Ställen, danach als Dünger für nährstoffarme Böden genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plaggen wurden durch &amp;#039;&amp;#039;Plaggenstechen&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Plaggenhieb&amp;#039;&amp;#039; genannt) gewonnen und stammen als Heideplaggen aus [[Heide (Landschaft)|Heiden]] oder als Waldplaggen aus [[Wald|Wäldern]]. Im Grünland gestochene [[Grassode]]n wurden ebenfalls Plaggen genannt, wenn sie in entsprechender Weise verwendet wurden. Wegen ihres höheren Nährstoffgehalts waren sie als Dünger besser, aber weniger begehrt, weil sie eine schlechtere Einstreu ergaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plaggen in Nordwestdeutschland waren etwa 40 Zentimeter breit und 100 Zentimeter lang. In den Niederlanden waren quadratische Plaggen mit 25 bis 30 Zentimeter Kantenlänge üblich. Beim Plaggenstechen wurden die Soden (Vegetation, Wurzelfilz und Oberboden) abgestochen, der anhaftende sandige Mineralboden abgeschält oder abgeschüttelt, der Plaggen anschließend zum Transport eingerollt; das dafür verwendete Werkzeug, eine Hacke mit halbmondförmigem, angeschärftem Eisen wurde „Quicke“ genannt. Für einen Quadratmeter [[Plaggenesch]] mussten 20 bis 40 Quadratmeter Heide abgeplaggt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plaggenwirtschaft war üblich in Nordwestdeutschland, dem dänischen Jütland, den küstennahen Geestgebieten der östlichen Niederlande und Nordost-Belgiens, südlich bis ins nördliche [[Westfalen]] und ins [[Sandmünsterland]], vereinzelt sogar ins nördlichste [[Sauerland]], östlich vereinzelt bis in die [[Altmark]], immer in Gebieten mit sandigen alt[[pleistozän]]en Böden. Ähnliche Bewirtschaftungsformen existierten in Skandinavien, wurden hier aber anders bezeichnet. Der Beginn der Plaggenwirtschaft wird auf die [[Eisenzeit]]&amp;lt;ref&amp;gt;Till Kasielke: &amp;#039;&amp;#039;Spätquartäre Landschaftsentwicklung im oberen Emscherland&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, vorgelegt am Geographischen Institut (Fakultät für Geowissenschaften) der Ruhr-Universität Bochum 2014, S. 166 ([http://www-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de/netahtml/HSS/Diss/KasielkeTill/diss.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt; datiert. Durch Untersuchungen mittels [[Radiokarbonmethode]], ergänzt durch [[Pollenanalyse]] ist ein großräumiger Einsatz, je nach Untersuchung etwa 600–800 n.&amp;amp;nbsp;Chr. bzw. 800–1200 n.&amp;amp;nbsp;Chr. nachweisbar, er geht vermutlich auf das 10. Jahrhundert zurück. Ältere Nachweise sind sporadisch und vor allem von den nordfriesischen Inseln bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plaggen wurden bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, teilweise bis in die 1930er Jahre, im Zuge der [[Plaggendüngung]] auf ackerbaulich nicht genutzten Flächen gewonnen. Anschließend wurden sie meist als [[Einstreu]] in den Ställen verwendet und mit dem [[Mist]] als organischer Dünger ausgebracht, meist auf den hofnahen Eschfluren ([[Plaggenesch]]). Diese geplaggten Flächen wurden deutlich aufgewertet. Heute sind Plaggen durch [[Mineraldünger]] abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den abgeplaggten Flächen kam es durch den regelmäßigen Verlust des Oberbodens zu gravierenden [[Bodendegradation]] ([[Heide (Landschaft)|Verheidung]] und [[Bodenerosion|Erosion]]). Heideflächen, die unter [[Naturschutz]] stehen, werden aber teilweise als Pflegemaßnahme heute noch abgeplaggt. Da die Heiden durch [[Übernutzung]] entstanden, ist diese Degradierung zu ihrer Erhaltung notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Karl-Ernst Behre |Titel=Beginn und Form der Plaggenwirtschaft in Nordwestdeutschland nach pollenanalytischen Untersuchungen in Ostfriesland |Sammelwerk=Neue Ausgrabungen und Forschungen in Niedersachsen Münster |Nummer=10 |Datum=1976 |Seiten=197–224}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hans‐Peter Blume, Peter Leinweber |Titel=Plaggen Soils: landscape history, properties, and classification |Sammelwerk=Journal of Plant Nutrition and Soil Science |Band=167 |Nummer=3 |Datum=2004 |Seiten=319–327 |Sprache=en |DOI=10.1002/jpln.200420905}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Klaus Mueller, Luise Giani, Lutz Makowsky |Titel=Plaggenesch, Boden des Jahres 2013: Regionale Beispiele aus dem Oldenburger und Osnabrücker Land |Sammelwerk=DROSERA - Naturkundliche Mitteilungen aus Norddeutschland |Band=1/2 |Datum=2011 |Seiten=1–10 |ISSN=0341-406X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Heidebauernwirtschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Plaike]] (erosionsbedingt entblößter Boden im Gebirge)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.wacholderheiden.eu/index.php?id=150 Plaggen] in den [[Wacholderheide]]n der Osteifel&lt;br /&gt;
* [https://www.lwl.org/LWL/Kultur/Westfalen_Regional/Naturraum/Plaggen Plaggenwirtschaft und Plaggenböden in Westfalen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodentyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kuhni74</name></author>
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