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	<title>Plärrer-Automat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T23:09:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pl%C3%A4rrer-Automat&amp;diff=1970787&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Selbstbedienungsautomat</title>
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		<updated>2025-07-17T15:24:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Selbstbedienungsautomat&quot; title=&quot;Kategorie:Selbstbedienungsautomat&quot;&gt;Kategorie:Selbstbedienungsautomat&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plärrer-Automat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine 1932 in Betrieb genommene Straßenbahn-[[Wartehalle]] am [[Plärrer (Nürnberg)|Plärrer]] in [[Nürnberg]], die mit einem [[Selbstbedienungsrestaurant|Automaten-Restaurant]] und einem damals sogenannten „stummen Postamt“ (mit Briefkasten, Briefmarken-Automat und [[Münzfernsprecher]]n) kombiniert war. Das Automaten-Restaurant nannte sich „Plärrer Automat“, der Name übertrug sich im populären Sprachgebrauch auf das gesamte Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nach einem Entwurf des städtischen [[Baubeamter|Baubeamten]] [[Walter Brugmann]] ausgeführte Bauwerk wirkte an diesem zentralen Nahverkehrsknoten am südwestlichen Altstadtrand nahezu futuristisch und fand deshalb große Beachtung. Dazu trug außer dem damals nicht alltäglichen [[Selbstbedienung]]s-Prinzip der [[Verkaufsautomat]]en und Münzfernsprecher vor allem die schlichte architektonische Gestaltung im Stil der [[Klassische Moderne|Klassischen Moderne]] bei, die auch ein an der Dachkante umlaufendes Reklame-[[Lichtarchitektur|Lichtband]] umfasste. Der Plärrer-Automat wurde 1977 im Zuge einer Umgestaltung des Plärrers abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Bauherr]] des Gebäudes war die Stadt Nürnberg, Planung und [[Bauleitung]] lagen in der Verantwortung des städtischen Hochbauamts. Mit der Bauausführung wurde im Herbst 1931 begonnen, wegen einer langen Frostperiode im Winter 1931/1932 konnte die Anlage erst am 4. Mai 1932 in Betrieb genommen werden. Der Plärrer-Automat entstand somit kurz vor dem Ende der Ära des Oberbürgermeisters [[Hermann Luppe]], der neben anderen modernen Strömungen auch der Architektur des [[Neues Bauen|Neuen Bauens]] gegenüber aufgeschlossen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Jehle: &amp;#039;&amp;#039;Ein Bauherr und seine Architekten. Hermann Luppe gewidmet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Architektur Nürnberg 1904-1994.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 1994. (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Literatur&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Maßstäben [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] Kunstanschauungen galt diese Architektur als „[[Entartete Kunst|entartet]]“, außerdem wurde sie lokal stark mit Luppe assoziiert, der als überzeugter Demokrat schon lange das personalisierte Feindbild der nationalsozialistischen Propaganda gewesen war. Während jedoch das Nürnberger Planetarium unter diesen ideologischen Umständen nur wenige Jahre nach seinem Bau abgebrochen wurde, überlebte der &amp;#039;&amp;#039;Plärrer-Automat&amp;#039;&amp;#039; – sogar trotz konkreter Planungen für eine am gewachsenen Straßenverkehr orientierte Umgestaltung des Plärrers um 1939 – das „[[Drittes Reich|Dritte Reich]]“. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der längliche Warthallentrakt bei einem Luftangriff 1944 von Bombentreffern zerstört, der Rundbau des Restaurants blieb dagegen unbeschädigt.&amp;lt;!-- Leider ist der Beleg für (Teil-)Kriegszerstörung und Wiederaufbau nur mittels noch nicht online verfügbarer und damit verlinkbarer Aufnahmen aus dem Archiv der Straßenbahnfreunde Nürnberg e.V. belegbar. Evtl. besitzt auch das Nürnberger Stadtarchiv Kopien dieser Aufnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkennbar ist die Wiederherstellungsmaßnahme auf nach etwa 1948 gemachten Fotografien aus der Vogelperspektive auch anhand des andersartigen Dachansatzes/Dachbelages.  --&amp;gt; Der ursprünglich fast völlig offene Wartehallenbereich wurde nach Kriegsende in geschlossener Bauweise wiedererrichtet, dort zog später eine Filiale des [[Abr – amtliches bayerisches Reisebüro|amtlichen bayerischen Reisebüros]] ein. 1946/1947 wurde das Restaurant vorübergehend für eine Verkaufsausstellung mit Werken Nürnberger Künstler und Designer genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Wachter: &amp;#039;&amp;#039;Kultur in Nürnberg 1945–1950.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 59.) Nürnberg 1999, ISBN 3-87432-136-3, S. 207.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits Mitte der 1960er-Jahre wurde der hintere Teil des Wartebereichs, in dem sich ursprünglich das Automaten-Postamt befand, zu Gunsten einer Umlegung der Straßenbahnschienen auf der Nordseite des Platzes abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stadtarchiv Nürnberg |url=https://www.nuernberg.de/imperia/md/stadtportal/nuernberg_historisch/1977_plaerrer_vor_umbau.jpg |titel=Der Plärrer vor dem letzten Umbau 1977 |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=18.10.2017 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als 1977 im Rahmen des U-Bahn-Baus der &amp;#039;&amp;#039;Plärrer-Automat&amp;#039;&amp;#039; den U-Bahn-Aufgängen im Weg stand, wurde der Bau trotz anhaltender Proteste abgetragen. Eine zunächst diskutierte [[Gebäudeversetzung|Versetzung]], die technisch möglich gewesen wäre, wurde nicht ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
Das Gebäude hatte einen betont funktionalen Grundriss: An den kreisrunden Baukörper des Automaten-Restaurants schloss einhüftig tangential ein länglicher Trakt an, der mit überdachten Sitzgelegenheiten und Windschutz die eigentliche Wartehalle darstellte. An seinem anderen Ende war in einem halbkreisförmigen Pavillon das „stumme Postamt“ untergebracht, wobei die verglasten Telefonzellen an der runden Außenseite lagen. Zur Unterbringung der Küche des Automaten-Restaurants und entsprechender Nebenräume war der Rundbau unterkellert. Abgesehen von diesem Untergeschoss und den Fundamenten war das Bauwerk eine [[Stahlskelettkonstruktion]], die Wände waren weitestgehend in Fenster aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seiner Errichtung erhielt der Rundbau ein umlaufendes Band mit verchromten Großbuchstaben „Plärrer Automat“ auf dem Lüftungsaufsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.hdbg.de/lh/bilder/eisenbahn/s017-03.jpg |titel=Aufnahme des Plärrer-Automaten kurz nach der Fertigstellung 1932 |werk= |hrsg= |datum= |abruf=20.12.2020 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um das gesamte Gebäude zog sich am Dachrand zudem ein opakweißes Lichtband, welches nachträglich mit Werbebeschriftungen in stilistisch unpassender [[Fraktur (Schrift)|Fraktur]] versehen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://lh3.googleusercontent.com/proxy/BpRxjslO6K88kh-Dvox-wZiNX5Z1SrS32lM6vXPWRzhWdrmkslCkG4-EuDU95GpvCLPkseBrFclC8j7p5OdO3jcVAybtDz9KPUZUGw |titel=Ansicht des Plärrer Automaten gegen Mitte der 1930er-Jahre |werk= |hrsg= |datum= |abruf=20.12.2020 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Instandsetzung des Restaurantbereichs unmittelbar nach Kriegsende wurde auf dem Dachaufsatz statt der bisherigen Beschriftung der umlaufende englischsprachige Schriftzug „Traffic Information“ angebracht, getrennt durch kleine Sterne, was auf eine Hilfeleistung bzw. vorübergehende Verwendung durch die US-amerikanischen Besatzungstruppen hindeuten dürfte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.nuernberg.de/imperia/md/qb_weststadt/bilder/plaerrer/hist_foto_3.jpg |titel=Der Plärrer-Automat nach Kriegsende |werk= |hrsg= |datum= |abruf=20.12.2020 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fotografien aus der Zeit nach 1950&amp;lt;ref&amp;gt;Plärrer-Automat nach 1945, [http://www.nuernberginfos.de/bauwerke-nuernberg/bilder/plaerrerautomat.html Foto bei Tag] und [http://www.nuernberginfos.de/bauwerke-nuernberg/bilder/plaerrerautomat-nacht.html Foto bei Nacht] auf &amp;#039;&amp;#039;www.nuernberginfos.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 10. September 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; dagegen belegen, dass die Buchstaben auf dem Lüftungsaufsatz des Rundbaus gänzlich entfernt und das umlaufende Lichtband am Dachrand (mit dunklen Buchstaben auf von hinten beleuchtetem [[Opazität|Opakglas]]) durch eine Reklame aus Leuchtbuchstaben auf hellem Untergrund ersetzt wurden, während der Rundbau nun mittig von einer beleuchteten, vierseitigen [[Normaluhr]] bekrönt wurde. Die Leuchtbuchstaben warben für „Plärrer-Automat“ und „Amtl. Bayerisches Reisebüro“; für das Reisebüro war beim Wiederaufbau des Wartehallentraktes ein großer Teil des offenen Wartebereichs durch Fensterwände zu einem geschlossenen Verkaufspavillon umgewandelt worden. Der Charakter der Architektur wurde durch diese Veränderungen aber noch nicht verfremdet. Erst die spätere Verkürzung des Wartehallentraktes sorgte für eine architektonische Verzerrung der ursprünglichen Intention des Baues, aus der Luft betrachtet den Buchstaben „P“ für Plärrer zu stilisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim letzten Umbau, der im Sommer 1966 abgeschlossen wurde, ist die ursprünglich auf der Nordseite gelegene, unterirdische Toilettenanlage gegen eine im nun verkürzten Längstrakt untergebrachte ebenerdige Einrichtung ersetzt worden. Daneben waren dort nach der Gebäudeverkürzung anstelle des Reisebüros ein Zeitungskiosk sowie Warteräume für [[VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg|VAG]]-Bedienstete zu finden. Der Rundbau wurde ebenfalls modernisiert und dabei in die drei Bereiche „Milchbar“, „Schnellimbiss“ und „Kaffeestube“ gegliedert. Auf die ursprüngliche Gebäudebezeichnung  &amp;#039;&amp;#039;Plärrer-Automat&amp;#039;&amp;#039; wies nun am Dachrand nichts mehr hin, denn die Leuchtbuchstaben wurden mit den Namen der jeweiligen Kiosk-Pächter neu formiert (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Milchhof Nürnberg|Bayerische Milchversorgung]]&amp;#039;&amp;#039; für den Bereich des Milchausschanks). Folglich wurde das Gebäude im Volksmund nunmehr als „Pavillon auf dem Plärrer“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Beitrag in den &amp;quot;Nürnberger Nachrichten vom 16. August 1966 |url=https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/16-august-1966-viel-glanz-am-plarrer-1.5410298 |titel=NN |abruf=2023-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--Weitere Veränderungen sind relativ wahrscheinlich, der Längstrakt wurde möglicherweise um das halbrunde Ende mit dem ehem. stummen Postamt gekürzt. Bild- oder Textbelege willkommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist in den 1960er-Jahren passiert (exakter Zeitpunkt evtl. im Archiv des Stadtbauamtes ermittelbar?). Bildbeleg als Link hinzugefügt.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die runde Grundform des fast heiter wirkenden, volltransparenten Gebäudes zeigt den deutlichen Einfluss der italienischen Moderne (italienischer Rationalismus um [[Giuseppe Terragni]]) auf Brugmann. Die Straßenbahnwartehalle am Plärrer gilt mit ihrem schwebenden, abgerundeten Dach über der stark entmaterialisierten, transparenten Stahl-Glas-Konstruktion als wegweisendes Verkehrsbauwerk der Klassischen Moderne. Orientiert am Vorbild des Plärrer-Automaten entstanden in Folge in mehreren Städten typähnliche Umsteige- und Wartehallen, beispielsweise das [[Bellevue (Zürich)|Bellevue]] in Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* o. V.: &amp;#039;&amp;#039;Straßenbahn-Wartehalle am Plärrer in Nürnberg mit stummem Postamt und Automaten-Restaurant.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Bauzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 68. Jahrgang 1934, Nr. 7 (vom 14. Februar 1934), S. 129–132.&lt;br /&gt;
* Centrum Industriekultur (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Architektur Nürnberg 1904–1994.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 1994, ISBN 3-921590-21-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://nuernberginfos.de/strassen-plaetze-nuernberg/plaerrer-nuernberg.php Plärrer in Nürnberg] auf &amp;#039;&amp;#039;www.nuernberginfos.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 17. Januar 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49/26/54/N |EW=11/03/54/E |type=landmark |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Plarrerautomat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsbauwerk in Bayern|Nurnberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Nürnberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Neuen Sachlichkeit in Nürnberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Selbstbedienungsautomat|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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