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	<title>Piz Buin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-27T07:58:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
|BILD=Cronsel,_Kleiner_Piz_Buin,_Buinlücke,_Großer_Piz_Buin,_Vermuntpass_(von_links_nach_rechts).jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=Cronsel, Kleiner Piz Buin, Buinlücke, Großer Piz Buin, Vermuntpass (von links nach rechts, gesehen von Südosten oberhalb Val Tuoi)&lt;br /&gt;
|HÖHE=3312&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG=AT&lt;br /&gt;
|LAGE=[[Vorarlberg]], [[Österreich]] und [[Graubünden]], [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE=[[Silvretta]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=46/50/39/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=10/7/6/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=AT-8/CH-GR&lt;br /&gt;
|POSKARTE=Silvretta&lt;br /&gt;
|DOMINANZ= 6.1&lt;br /&gt;
|SCHARTENHÖHE= 3312-2768&lt;br /&gt;
|DOMINANZ-BEZUG= [[Piz Linard]]&lt;br /&gt;
|SCHARTE= [[Pass Futschöl|Futschölpass]]&lt;br /&gt;
|ERSTBESTEIGUNG=14. Juli 1865&lt;br /&gt;
|NORMALWEG=[[Hochtour]]&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN=Höchster Berg von [[Vorarlberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Piz Buin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Audio|Roh-vallader-Piz Buin.ogg|[pits buˈiːn]}}), genauer: &amp;#039;&amp;#039;Großer Piz Buin&amp;#039;&amp;#039; (Bündnerromanisch: &amp;#039;&amp;#039;Piz Buin Grond&amp;#039;&amp;#039;), auf der [[Grenze zwischen Österreich und der Schweiz]] ist mit {{Höhe|3312|AT|link=true}} der dritthöchste [[Berg]] der [[Silvretta]] und der höchste des österreichischen Bundeslandes [[Vorarlberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Umgebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ochsental - Ill und Piz Buin 01.jpg|mini|links|Großer (links) und Kleiner Piz Buin, Blick vom Ochsental aus]]&lt;br /&gt;
Der Berg markiert als Teil des Silvretta-Hauptkammes die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz bzw. Vorarlberg und dem [[Kanton Graubünden]], welche in west-östlicher Richtung über den [[Berggipfel|Gipfel]] verläuft. Westlich liegt, getrennt durch den Übergang &amp;#039;&amp;#039;Buinlücke&amp;#039;&amp;#039;, der [[Kleiner Piz Buin|Kleine Piz Buin]], in manchen Karten auch als &amp;#039;&amp;#039;Piz Buin Pitschen&amp;#039;&amp;#039; benannt ({{Höhe|3255}}). Im Norden und Westen des Großen Piz Buin erstreckt sich der [[Ochsentaler Gletscher]], im Nordosten liegt, vom Ochsentaler Gletscher durch das &amp;#039;&amp;#039;Wiesbadner Grätle&amp;#039;&amp;#039; getrennt, der [[Vermuntgletscher]]. Diese beiden auf österreichischem Gebiet gelegenen Gletscher bilden den Ursprung der [[Ill (Vorarlberg)|Ill]], die nach Norden durch das &amp;#039;&amp;#039;[[Ochsental (Silvretta)|Ochsental]]&amp;#039;&amp;#039; zum [[Silvretta-Stausee]] im [[Vermunt]] an der [[Bielerhöhe]] fließt. Im Süden des Vermuntgletschers bildet der {{Höhe|2797}} hohe &amp;#039;&amp;#039;Vermuntpass&amp;#039;&amp;#039; den Übergang ins schweizerische &amp;#039;&amp;#039;[[Val Tuoi]]&amp;#039;&amp;#039;, ein Seitental des [[Unterengadin]], das sich im Süden des Piz Buin bis nach [[Guarda GR|Guarda]] erstreckt, und zur Gemeinde [[Scuol]] gehört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVK&amp;quot; /&amp;gt; Südwestlich des Piz Buin befinden sich der Felssporn &amp;#039;&amp;#039;Cronsel&amp;#039;&amp;#039; und dahinter das Firnfeld &amp;#039;&amp;#039;Plan Rai&amp;#039;&amp;#039;, dahinter schließt sich der [[Piz Fliana]] an. Westlich vom Kleinen Piz Buin ist das Gelände ebenfalls vergletschert, dort befindet sich der &amp;#039;&amp;#039;Vadret Tiatscha&amp;#039;&amp;#039; der über den &amp;#039;&amp;#039;Silvrettapass&amp;#039;&amp;#039; in den &amp;#039;&amp;#039;Silvrettagletscher&amp;#039;&amp;#039; bzw. über das &amp;#039;&amp;#039;Verstanclator&amp;#039;&amp;#039; in den &amp;#039;&amp;#039;Verstanclagletscher&amp;#039;&amp;#039; übergeht. Nordwestlich leitet der Grat vom Kleinen Piz Buin nach der &amp;#039;&amp;#039;Fuorcla dal Cunfin&amp;#039;&amp;#039; hinüber zum [[Signalhorn (Silvretta)|Signalhorn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Piz Buin wird in der Silvretta nur von der riesigen Pyramide des [[Piz Linard]] ({{Höhe|3410}}) und vom [[Fluchthorn]] ({{Höhe|3397}}) an Höhe übertroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie und Flora ==&lt;br /&gt;
Der Piz Buin besteht, wie seine Nachbarberge, aus [[Kristallingestein]] der Silvrettadecke, die hauptsächlich aus [[Gneis]]en aufgebaut ist. Im Gegensatz zu den höheren Gipfeln Piz Linard und Fluchthorn, die hauptsächlich aus [[Hornblende]]&amp;amp;shy;gneisen (und -schiefern) bestehen, wird der Piz Buin von hellerem [[Granit]]- und [[Augengneis]] gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVFG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bewuchs ist, wie allgemein in den höheren Regionen der Silvretta, spärlich und besteht aus Fels- und schuttbewohnenden Pflanzen der [[Nivalstufe]]. Neben Flechten und Moosen ist insbesondere der [[Gletscherhahnenfuß]] zu erwähnen, der sogar am Gipfel des Piz Buin blüht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVFG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stützpunkte und Wege ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Piz Buin vom Ochsentaler Gletscher.JPG|mini|Piz Buin vom Ochsentaler Gletscher: Blick auf Westflanke und Nordwestgrat mit dem Normalweg]]&lt;br /&gt;
Auf der österreichischen Seite ist neben der Bieler Höhe die [[Wiesbadener Hütte]] ({{Höhe|2443}}) an der Ostseite des Ochsentals. Von dort führt der traditionelle [[Normalweg]] nach Süden über den Vermuntgletscher und weiter nach Westen auf das Wiesbadener Grätle, von wo man über den Ochsentaler Gletscher zur Buinlücke quert. Im Aufstieg zum Wiesbadner Grätle sind dabei Stellen im [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|Schwierigkeitsgrad&amp;amp;nbsp;II (UIAA)]] zu überwinden. Nachdem der Gletscher unter dem Wiesbadener Grätle etwa ab dem Jahr 2000 immer weiter abgeschmolzen ist, wird diese Route zunehmend schwieriger und riskanter. Vor allem die Steinschlaggefahr unter dem freigelegten brüchigen Fels hat dazu geführt, dass bereits überlegt wird, diese Route zu sperren. Der Einstieg wird durch das niedrigere Eisniveau immer schwieriger, sodass er im Hochsommer oft den Schwierigkeitsgrad IV+ erreichen oder sogar gänzlich unbegehbar sein kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick auf den Piz Buin.jpg|mini|links|Blick vom Vermuntkopf auf den Großen Piz Buin (links). Kleiner Piz Buin rechts dahinter, in der Mitte das Wiesbadner Grätle. Rechts Signalhorn und Silvretta-Egghorn.]]&lt;br /&gt;
Eine Alternative zu diesem Weg führt von der Wiesbadener Hütte oder direkt von der Bieler Höhe auf den Ochsentaler Gletscher und über diesen zur Buinlücke. Dieser Anstieg stellt im Winter eine beliebte [[Skitour]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren kann die Buinlücke von der im Val Tuoi gelegenen [[Chamonna Tuoi|Tuoihütte]] ({{Höhe|2250}}) erreicht werden, wobei meist über die westlich des Kleinen Piz Buin gelegene &amp;#039;&amp;#039;Fuorcla dal Cunfin&amp;#039;&amp;#039; und dann über den Ochsentaler Gletscher aufgestiegen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVK&amp;quot; /&amp;gt; Häufig wird diese Route auch im Winter mit [[Tourenski]] begangen. Bei lawinensicheren Verhältnissen ist eine direkte Abfahrt durch die Buinlücke Richtung Tuoihütte für sehr gute Skifahrer möglich (im oberen Teil eng und ca.&amp;amp;nbsp;40° steil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg über die Fuorcla dal Cunfin ist des Weiteren von der schweizerischen [[Silvrettahütte]] ({{Höhe|2341}}) via &amp;#039;&amp;#039;Silvrettagletscher&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Silvrettapass&amp;#039;&amp;#039; erreichbar.&lt;br /&gt;
[[Datei:16 Totale nach Westen, Rheinwaldhorn ganz links.jpg|mini|Aussicht vom Gipfel nach Westen: Bei klarer Luft reicht der Blick bis zum [[Aletschhorn]], [[Täschhorn]] und [[Monte Rosa]].|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
Gemeinsam ist all diesen Wegen der Gipfelanstieg von der Buinlücke: Er führt über die Westflanke zum Nordwestgrat und über diesen durch den sogenannten Kamin auf die schuttbedeckte Westflanke und über diese [[Schwierigkeitsskala (Klettern)#unschwierig|unschwierig]] zum Gipfel. Die ausgesetzte [[Schlüsselstelle]] im Kamin wird mit&amp;amp;nbsp;I&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVF&amp;quot; /&amp;gt; bis&amp;amp;nbsp;III&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sch&amp;quot; /&amp;gt; bewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefahrenzone Buinlücke – Normalweg Piz Buin ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buinlücke mit Schuttflanke vom Kleinen Piz Buin.jpg|mini|links|Tourengeher an der Buinlücke. Aus den im Schatten liegenden Flanken des Kleinen Piz Buin (rechts) droht besonders bei großer Wärme Steinschlag.]]&lt;br /&gt;
Das Amt für Naturgefahren des Kanton Graubünden und das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnen nach aktuellen Untersuchungen seit Herbst 2022 vor einem großen Felssturz am Kleinen Piz Buin (Piz Buin Pitchen), der unmittelbar auch den Bereich der Buinlücke (Fuorcla Buin) und den unteren Bereich des Normalweges auf den Piz Buin betrifft. 2022 durchgeführte Messungen ergaben,  dass im Rahmen von Steinschlag/Blockschlag innerhalb des Jahres bereits über zwanzigtausend Kubikmeter Felsmaterial abgingen (auch große Felsblöcke) und dass die Felsmasse anders als in den letzten Jahren nun verstärkt in Bewegung war. Die Normalroute auf den Gipfel führte anfangs direkt über das frisch ausgebrochene Felsmaterial, so dass der Aufstieg direkt im Gefahrenbereich liegt und der in den nächsten fünf Jahren erwartete große Felssturz Bergsteiger auf dem Normalweg erheblich gefährden würde. Dies sollte bei der Tourenplanung berücksichtigt werden, besonders bei ungünstigen Wetterverhältnissen wie z.&amp;amp;nbsp;B. längeren/stärkeren Regenfällen und länger anhaltender Hitze mit starker Sonneneinstrahlung. Der gefährdete Bereich der Normalroute sollte daher zügig und einzeln mit größtmöglichem Abstand zum Fuß des Kleinen Piz Buin durchquert werden, um die Risiken zu minimieren. Eine Skiabfahrt von der Buinlücke Richtung Tuoihütte sollte nicht mehr durchgeführt werden, da besonders dieser Bereich bis hinab zur Hütte gefährdet ist, vor allem auch im Winter.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sac-cas.ch/de/huetten-und-touren/sac-tourenportal/zustandswarnungen/ Zustandswarnung SAC Tourenportal: Gefahrenzone Buinlücke / Fuorcla Buin - Kleiner Piz Buin / Piz Buin Pitschen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name und Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Piz_Buin_Ostflanke_mit_Gipfelkreuz.jpg|mini|Piz Buin Ostflanke mit Gipfelkreuz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Piz Buin&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Bündnerromanisch|rätoromanischer]] Name und bedeutet ‚Ochsenspitze‘, das „Buin“ wird auf der zweiten Silbe betont. Der heute vom Silvrettastausee überflutete, nahezu ebene Talboden am Ausgang des Ochsentales war früher Weidegebiet. Im Umkreis des Stausees werden bis heute Weidetiere gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der rätoromanische Originalname ist &amp;#039;&amp;#039;Piz Buin Grond&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Großer Piz Buin&amp;#039;&amp;#039;), im Gegensatz zum Kleinen Piz Buin, dem &amp;#039;&amp;#039;Piz Buin Pitschen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere, heute kaum noch gebräuchliche Bezeichnungen waren in Vorarlberg „Albuinkopf“ und in Tirol „Albainkopf“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Erstbesteigung]] gelang am 14.&amp;amp;nbsp;Juli 1865 [[Josef Anton Specht]] und [[Johann Jakob Weilenmann]] mit den [[Bergführer|Führern]] Jakob Pfitscher und Franz Pöll. Sie erwogen zunächst, von der Bielerhöhe von Osten auf das Wiesbadener Grätle zu gelangen, dieses zu überschreiten und über den flach geneigten, oberen Teil des heutzutage „Ochsentaler Gletscher“ genannten Eisstromes zur Buinlücke (3054 m) aufzusteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihnen jedoch ein Aufstieg über den (noch heute bestehenden) Eisbruch nordwestlich des Wiesbadener Grätles ein schnelleres Vorankommen versprach, ließen sie das Grätle östlich liegen und gelangten so über die Buinlücke und die Westflanke in fünf Stunden auf den Gipfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abstieg führte zunächst wieder zur Buinlücke zurück. Der Weiterweg verlief am Nordfuß des Kleinen Piz Buin entlang zum Sattel südlich des Signalhorns, der „Fuorcla dal Cunfin“, und von dort durchs Schweizer Val Tuoi nach Klosters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung der Gletscher im Piz-Buin-Gebiet wich früher von der heute gebräuchlichen ab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weilenmann bezeichnete das heute allgemein „Vermuntgletscher“ genannte, von [[Dreiländerspitze]], Vermuntpaß, Piz Buin und Wiesbadener Grätle eingerahmte Eisfeld in seiner Schilderung der Erstbesteigung als „Fermunt - oder Ochsenthaler Gletscher“, sowie als „Hauptgletscher“. Den von Wiesbadener Grätle, den Buinen, Signal- und Silvrettahorn umgebenen, heutzutage „Ochsentaler Gletscher“ genannten Eisstrom, über den die Erstbesteigung gelang, sah er als „Seitengletscher“ des heute „Vermuntgletscher“ genannten Eisfeldes an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst Hermine und Walther Flaig erwähnten in einem Aufsatz („100 Jahre Piz Buin“) anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Erstbesteigung noch ein „Klüftelabyrinth des westlichen Vermuntgletschers“ und meinten damit den Eisbruch des heutigen „Ochsentaler Gletschers“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Gletscher vereinigten sich zur Zeit der ersten Besteigungen noch unterhalb der dem Wiesbadener Grätli im Norden vorgelagerten „Grünen Kuppe“ (2579 m) und bildeten dort eine Mittelmoräne. Heute sind sie durch die Gletscherschmelze stark reduzierte, durch „Wiesbadener Grätle“ und „Grüne Kuppe“ weit voneinander getrennte, separate Eisfelder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tschofen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. September 1936 wurde auf dem Piz Buin das erste [[Gipfelkreuz]] Vorarlbergs aufgestellt. Das christlichsoziale [[Vorarlberger Volksblatt]] bezeichnete die innenpolitisch höchst symbolische Aktion als {{&amp;quot;|Zeichen, dass dieses Land christlich ist und bleibt, allen Anstürmen der ‚Überwinder des Christentums‘ zum Trotz}} (gemeint waren damit die [[Kommunismus|Kommunisten]] und die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]]) und beschrieb den Transport des Kreuzes auf den Gipfel als {{&amp;quot;|Kreuzzug des Reichsbundes}}, der {{&amp;quot;|physisch kaum noch erklärbar, sondern nur durch den Glauben, der Berge versetzt, verständlich}} ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://themavorarlberg.at/sport/nicht-die-geringste-spur-frueherer-besteigung-150-jahre-piz-buin |autor=[[Andreas Rudigier]] |titel=„Nicht die geringste Spur früherer Besteigung“ – 150 Jahre Piz Buin |werk=Thema Vorarlberg |hrsg=Wirtschaftskammer Vorarlberg |datum=2015-07-04 |zugriff=2015-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Der Kreuzzug des Reichsbundes auf den Piz Buin |Sammelwerk=Vorarlberger Volksblatt |Datum=1936-09-15 |Seiten=4 |Online=[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vvb&amp;amp;datum=19360915&amp;amp;seite=4 ÖNB/ANNO] |Abruf=2015-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer 2012 flog man im Auftrag des ÖAV ein neues Gipfelkreuz auf den Berg, nachdem das vorherige, welches vermutlich aus den 1950er Jahren stammte, verwittert und in Schieflage geraten war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120726_OTS0157/neues-gipfelkreuz-am-piz-buin-aufgestellt |titel=Neues Gipfelkreuz am Piz Buin aufgestellt |abruf=2019-07-15 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Der Berg ist auch Namensgeber für die [[Sonnencreme|Sonnenpflegeprodukte]] „Piz Buin“ des Pharmakonzerns [[Johnson &amp;amp; Johnson]]. Der Chemiker [[Franz Greiter (Chemiker)|Franz Greiter]] zog sich 1938 bei der Besteigung des Gipfels einen Sonnenbrand zu und entwickelte in den Folgejahren das gleichnamige Sonnenschutzprodukt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.today/20151015160718/http://www.markenmuseum.de/marke_puizbuin.0.html Das erste virtuelle Markenmuseum: Marken und ihre Geschichte – Piz Buin]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Kasper (Historiker, 1980)|Michael Kasper]]: &amp;#039;&amp;#039;„Kreuzzug auf den Piz Buin“. Die Gipfelkreuzerrichtung als politische Machtdemonstration&amp;#039;&amp;#039;. In: Michael Kasper, [[Martin Korenjak]], [[Robert Rollinger]], [[Andreas Rudigier]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alltag – Albtraum – Abenteuer: Gebirgsüberschreitung und Gipfelsturm in der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien 2015, ISBN 978-3-205-79651-0, S. 297–316.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Tschofen]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Berg als Identitätsmarke. Zur Vorarlberger Karriere des Piz Buin&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Alpenland Vorarlberg. Erkundungen zu Geschichte und Kultur&amp;#039;&amp;#039;. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2024, ISBN 978-3-7030-6630-6, S. 17–32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{GeoQuelle|DE|Udeuschle|10.118333|46.844167|3312|0|Piz%20Buin|SUFFIX=vom Piz Buin|ref=nein}}&lt;br /&gt;
* [http://www.steinmandl.de/Piz_Buin.htm Tourenbeschreibung.] steinmandl.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVF&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Günther Flaig&lt;br /&gt;
 |Titel=[[Alpenvereinsführer]] Silvretta alpin&lt;br /&gt;
 |TitelErg=Ein Führer für Täler, Hütten und Gipfel&lt;br /&gt;
 |Auflage=13&lt;br /&gt;
 |Verlag=Bergverlag Rother&lt;br /&gt;
 |Ort=München&lt;br /&gt;
 |Datum=2005&lt;br /&gt;
 |ISBN=978-3-7633-1097-5&lt;br /&gt;
 |Seiten=202-205}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVFG&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Flaig&lt;br /&gt;
 |Titel=Alpenvereinsführer&lt;br /&gt;
 |Datum=&lt;br /&gt;
 |Seiten=15-19}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sch&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Sepp Schnürer&lt;br /&gt;
 |Titel=Ötztaler Alpen-Silvretta-Ferwall&lt;br /&gt;
 |Verlag=BLV&lt;br /&gt;
 |Ort=München&lt;br /&gt;
 |Datum=1990&lt;br /&gt;
 |ISBN=3-405-13171-5&lt;br /&gt;
 |Seiten=119-121}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tschofen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bernhard Tschofen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[3312] Piz Buin –  literarische Erkundungen 1865–2015.&amp;#039;&amp;#039; Bertolini-Verlag, Bregenz 2015, ISBN 978-3-903023-06-2.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;AVK&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Alpenvereinskarte]] Nr. 26, &amp;#039;&amp;#039;Silvrettagruppe Skirouten&amp;#039;&amp;#039;, 2007&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Höchste Berge der österreichischen Bundesländer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1073267830|VIAF=316740173}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Buin, Piz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silvretta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in den Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Gaschurn)|Piz Buin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Scuol)|Piz Buin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grenze zwischen Österreich und der Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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