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	<title>Pius V. - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pius_V.&amp;diff=53907&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frank Schulenburg: Änderungen von MilitantPius (Diskussion) auf die letzte Version von Equord zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-01-29T01:05:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/MilitantPius&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/MilitantPius&quot;&gt;MilitantPius&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:MilitantPius&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:MilitantPius (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Equord&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Equord (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Equord&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:El Greco 050.jpg|mini|Pius V. in einer Darstellung von [[El Greco]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Signature of Pope Pius V.svg|mini|Signatur Pius’ V.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:C o a Pius V.svg|mini|Wappen von Papst Pius V., moderne Nachzeichnung]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pius V.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bürgerlicher Name &amp;#039;&amp;#039;Antonio Ghislieri [[Dominikaner|OP]]&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Januar]] [[1504]] als &amp;#039;&amp;#039;Antonio Ghisleri&amp;#039;&amp;#039; in [[Bosco Marengo]] bei [[Alessandria]]; † [[1. Mai]] [[1572]] in [[Rom]]), war von seiner Wahl am 7.&amp;amp;nbsp;Januar 1566 bis zu seinem Tod [[Papst]] der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]]. Er wurde 1712 heiliggesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Ghislieri nahm bei seinem Eintritt in den [[Dominikaner]]orden im Jahr 1518 den [[Ordensname]]n &amp;#039;&amp;#039;Michele&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.treccani.it/enciclopedia/pio-v-papa-santo/ Enciclopedia on line: &amp;#039;&amp;#039;Pio  V, papa, santo&amp;#039;&amp;#039;.] Abgerufen am 1. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]] wurde Pater Michele Ghislieri [[Provinzial]] der [[Lombardei|lombardischen]] Ordensprovinz, [[Inquisitor]] für [[Como]] und [[Bergamo]], 1556 [[Bischof]] von [[Bistum Nepi|Nepi]] und [[Bistum Sutri|Sutri]]. 1557 wurde er von Papst [[Paul IV.]] zum [[Kardinal]] erhoben und zum [[Kardinalpriester]] von &amp;#039;&amp;#039;[[Santa Maria sopra Minerva (Rom)|Santa Maria sopra Minerva]]&amp;#039;&amp;#039; ernannt. 1558 folgte seine Ernennung zum [[Großinquisitor]], 1560 zum [[Liste der Bischöfe von Mondovì|Bischof von Mondovì]], 1561 zum Kardinalpriester von &amp;#039;&amp;#039;[[Santa Sabina]]&amp;#039;&amp;#039;, 1565 wiederum zum Kardinalpriester von Santa Maria sopra Minerva.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pontifikat ===&lt;br /&gt;
Am 7.&amp;amp;nbsp;Januar 1566 wurde Kardinal Ghislieri im [[Konklave 1565–1566|Konklave]] zum Papst gewählt, als Nachfolger von [[Pius IV.]] Der [[Papstname]] [[Pius#Herkunft und Bedeutung|Pius]] war programmatisch gemeint. 1567 gründete er das Studenteninternat [[Collegio Ghislieri]] in [[Pavia]], das noch heute besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach außen milde und gütig, gegen sich streng und asketisch, verkörperte er das Ideal eines religiösen Papstes, wenngleich das römische Volk entsetzt war, einen als unbarmherzig bekannten Großinquisitor als Papst bekommen zu haben. Sich dessen bewusst, soll Pius unmittelbar nach seiner Wahl gesagt haben: „Ich hoffe, so zu regieren, dass die Trauer bei meinem Tode größer sein wird als die bei meiner Wahl.“&amp;lt;ref&amp;gt;Leopold von Ranke: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Päpste. Die römischen Päpste in den letzten vier Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;. Emil Vollmer Verlag, Wiesbaden 1957, Zitat S.&amp;amp;nbsp;155.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tomb Pius V SM Maggiore n2.jpg|mini|Pius’ Grabmal in der Capella Sistina in Santa Maria Maggiore]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bad Wörishofen, Klosterkirche, Pius V.jpg|mini|Pius V., Statue auf dem Hochaltar der Klosterkirche Wörishofen]]&lt;br /&gt;
Pius’ vorbildlicher Lebenswandel, seine Bescheidenheit und Einfachheit, aber auch sein Eifer und die Neigung, sich für alle Belange der Menschen zu interessieren, brachten ihm, zusammen mit seinen Reformen nicht nur die Kirche betreffend, bald die Verehrung des Volkes ein. Es war ergriffen, „wenn es ihn in den Prozessionen sah, barfuß und ohne Kopfbedeckung, mit dem reinen Ausdruck einer ungeheuchelten Frömmigkeit im Gesicht&amp;amp;nbsp;[…]; sie meinten[,] sein bloßer Anblick habe Protestanten bekehrt“ ([[Leopold von Ranke]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Leopold von Ranke: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Päpste. Die römischen Päpste in den letzten vier Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;. Emil Vollmer Verlag, Wiesbaden 1957, Zitat S.&amp;amp;nbsp;156.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unerbittlich hart und streng zeigte er sich jedoch, wo es sich um Vergehen gegen kirchliche Grundsätze handelte; Entweihung des Sonntags, Gotteslästerung und Ehebruch ahndete er mit solch drakonischen Strafen, dass man ihm vorhalten musste, er habe es nicht mit Engeln, sondern mit Menschen zu tun. Für Pius waren [[Gotteslästerung]] und [[Ketzer]]ei Ausdruck einer [[Perversion]], die es unerbittlich zu bekämpfen galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Innenpolitik ====&lt;br /&gt;
Pius sorgte dafür, dass Rom seinen Ruf als „Cloaca Maxima“, als „größte Kloake“, loswurde, indem er große Summen in den Ausbau und die Renovierung der Infrastruktur investierte. Typhus und Malaria konnten so bekämpft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Katherine Rinne |Titel=Waters of Rome |Verlag=[[Yale University Press]] |Datum=2001 |ISBN=0-300-15530-1 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reformen ====&lt;br /&gt;
Als Papst war Pius V. ein großer Reformer. Seine Amtszeit war beeinflusst durch das ihr vorausgegangene [[Konzil von Trient]] (1545–1563). Seinen Ordensbruder [[Thomas von Aquin]] (†&amp;amp;nbsp;1274) ernannte er 1567 zum [[Kirchenlehrer]] und verlieh so seinem Werk offiziellen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8.&amp;amp;nbsp;Februar 1567 hob Papst Pius V. in der [[Konstitution]] &amp;#039;&amp;#039;Etsi Dominici&amp;#039;&amp;#039; alle Almosenablässe auf und verfügte am 2.&amp;amp;nbsp;Januar 1570 in der Konstitution &amp;#039;&amp;#039;Quam plenum&amp;#039;&amp;#039; die [[Exkommunikation]] für jene, die mit [[Ablass]] Handel treiben wollten. Noch in dem bis 1983 gültigen [[Codex Iuris Canonici]] von 1917 war Ablasshandel gemäß Can. 2327 mit der Strafe der Exkommunikation belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er reformierte die [[Römische Kurie|Kurie]] und ließ 1566 den &amp;#039;&amp;#039;[[Catechismus Romanus]]&amp;#039;&amp;#039;, 1568 das &amp;#039;&amp;#039;[[Breviarium Romanum]]&amp;#039;&amp;#039; und 1570 das &amp;#039;&amp;#039;[[Missale Romanum]]&amp;#039;&amp;#039; überarbeiten und neu herausgeben. Dazu erließ er die [[Päpstliche Bulle|Bulle]] „[[Quo primum]]“ am 14.&amp;amp;nbsp;Juli 1570. In dieser setzte er die heute so genannte [[Tridentinische Messe]] „für immer“ ein und untersagte, sie je zu modifizieren oder abzuschaffen: „(…) noch kann das vorliegende Schreiben [Quo primum] irgendwann je widerrufen oder modifiziert werden, sondern es bleibt für immer im vollen Umfang rechtskräftig bestehen.“ Im Gegensatz dazu hob in der Folge des [[Zweites Vatikanisches Konzil|II. Vatikanums]] jedoch Papst [[Paul VI.]] alle seiner [[Liturgiereform]] von 1969 entgegenstehenden Verfügungen seiner Vorgänger auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bulle &amp;#039;&amp;#039;Sanctissimus&amp;#039;&amp;#039; verbot er 1566 unter Strafe der [[Suspension (Kirchenrecht)|Suspension &amp;#039;&amp;#039;a divinis&amp;#039;&amp;#039;]] alle [[Abendmesse]]n einschließlich der abendlichen Feier der [[Osternacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Massaker an den Waldensern aus Guardia Piemontese ====&lt;br /&gt;
Dem Historiker Leopold von Ranke zufolge verfolgte Pius V. mit „hemmungsloser Wut“ die Protestanten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Leopold von Ranke |Titel=Storia dei Papi |Seiten=269}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem die [[Waldenser]] sich zur [[Protestantismus|protestantischen Reform]] bekannt hatten und deswegen in ihrer Heimat, den piemontesischen [[Waldensertäler]]n, verfolgt wurden, siedelten sie sich in dem kalabrischen Ort Guardia Lombarda an, heute [[Guardia Piemontese]]. Als Bischof der piemontesischen Stadt [[Mondovì]] veranlasste der spätere Pius V., dass alle Waldenser, jene im Piemont sowie auch jene in Kalabrien, auszurotten seien. Er entfesselte einen Kreuzzug gegen die Abtrünnigen, dem am 5.&amp;amp;nbsp;Juni 1561 der Großteil der Bevölkerung von Guardia Piemontese zum Opfer fiel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anacleto Verrecchia |Titel=Giordano Bruno – La falena dello spirito |Verlag=Editore Donzelli |Ort=Rom |Datum=2002 |ISBN=88-7989-676-8 |Seiten=43}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa zweitausend Menschen wurden an diesem und den folgenden Tagen des [[Pogrom]]s abgeschlachtet, Frauen und Kinder eingeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ilona Witten |Titel=Kalabrien |Auflage=2., aktualisierte Auflage |Verlag=DuMont |Ort=Köln |Datum=2001 |ISBN=3-7701-5288-3 |Seiten=59}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die wenigen Waldenser, die das Massaker überlebten, wurden gezwungen, zum Katholizismus zu konvertieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cesare Cantù |Titel=Gli eretici d’Italia |Band=2 |Verlag=Unione Tipografico-Editrice |Ort=Turin |Datum=1866 |Seiten=359}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute erinnert an das Massaker das „Stadttor des Blutes“ (&amp;#039;&amp;#039;porta del sangue&amp;#039;&amp;#039;) von Guardia Piemontese, so benannt seit dem 5.&amp;amp;nbsp;Juni 1561, sowie der dort seit 2008 gefeierte „Tag der Erinnerung“ (&amp;#039;&amp;#039;giorno della memoria&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Antijudaismus ====&lt;br /&gt;
Pius V. zeichnete sich durch repressive Maßnahmen gegen [[Juden]] aus. So erließ er am 25.&amp;amp;nbsp;Februar 1569 in Rom eine [[Päpstliche Bulle|Bulle]] mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Hebraeorum Gens&amp;#039;&amp;#039;, die bestimmte, dass alle Juden „in der Ausdehnung seiner derzeitigen Vormacht“, also im [[Kirchenstaat]], innerhalb von drei Monaten diesen verlassen mussten. Ansonsten drohte ihnen eine [[Hinrichtung|Exekution]]. Lediglich Rom und [[Ancona]] wurden davon ausgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überblick über seine veröffentlichten Bullen gegen Juden:&lt;br /&gt;
* 1566 &amp;#039;&amp;#039;Romanus Pontifex&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1567 &amp;#039;&amp;#039;Cum nos super&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1569 &amp;#039;&amp;#039;Hebraeorum gens&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Außenpolitik ====&lt;br /&gt;
Außenpolitisch tat sich Pius V. als eigentlicher Architekt der [[Heilige Liga (1571)|Heiligen Liga]] im [[Türkenkriege|Kampf gegen die Türken]] hervor, die er zusammen mit [[Spanien]] und [[Republik Venedig|Venedig]] gründete. Eine Allianz dieser Mächte schien auf Grund ihrer teils diametral entgegenlaufenden Interessen nahezu unmöglich, entsprechend langwierig und zäh gestalteten sich die Verhandlungen unter Führung Pius’ V. In seine Amtszeit fiel der Sieg christlicher Flotten über die Türken bei [[Seeschlacht von Lepanto|Lepanto]] im Jahr 1571.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Restauration der Heiligen Liga, vereinzelt auch als Heilige Allianz des Kirchenstaates mit Venedig und Spanien bezeichnet&amp;amp;nbsp;– die anderen europäischen Länder verweigerten aus machtpolitischen Erwägungen die Gefolgschaft&amp;amp;nbsp;–, war ein wichtiger Faktor zur Eindämmung der Expansion des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges Spaniens gegen die aufständischen Niederländer im [[Achtzigjähriger Krieg|Achtzigjährigen Krieg]] stand er an der Seite Spaniens. 1567 ächtete er [[Michael Baius]], den Professor aus [[Leuven]], als Häretiker. Die Behauptung, die [[Dikasterium für die Glaubenslehre|Kongregation der römischen und allgemeinen Inquisition]] habe in einem Dekret vom 16.&amp;amp;nbsp;Februar 1568 faktisch alle Niederländer (was ungefähr drei Millionen Menschen entsprach) wegen [[Häresie]] zum Tode verurteilt und nur wenige benannte Personen davon ausgenommen, wird jedoch auf eine Fälschung zurückgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. z. B. Edward Peters, Inquisition, University of California Press, Berkeley 1989, S. 152; Gerd Schwerhoff, Die Inquisition: Ketzerverfolgung in Mittelalter und Neuzeit, C. H. Beck, München 2004, S.&amp;amp;nbsp;124&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pius V. unterstützte die französischen Katholiken in ihrem Kampf gegen die [[Hugenotten]]. Daher wurde von einigen späteren Geschichtsschreibern behauptet, er habe die [[Bartholomäusnacht]] mit organisiert und unterstützt. Pius war jedoch zu dieser Zeit schon gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er [[Exkommunikation|exkommunizierte]] [[Elisabeth I.|Elisabeth I. von England]] in der Bulle &amp;#039;&amp;#039;[[Regnans in Excelsis]]&amp;#039;&amp;#039; vom 27.&amp;amp;nbsp;April 1570 und rief die Engländer zum Widerstand gegen sie auf, was zur Verfolgung der Katholiken in [[England]] führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Sidney Z. Ehler: &amp;#039;&amp;#039;Church and State Through the Centuries.&amp;#039;&amp;#039; Biblo-Moser, 1988, S. 180.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Großinquisitor]] sowie auch als Papst zeichnete er sich durch repressive Maßnahmen gegen Feinde der katholischen Kirche aus. Vor allem seine unnachgiebige Härte gegenüber vermeintlichen [[Häretiker]]n ist der Grund, warum der [[Protestantismus]] in [[Italien]] kaum Fuß fassen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tod und Beisetzung ====&lt;br /&gt;
Pius V. litt gegen Ende seines Lebens unter starken Unterleibsschmerzen, verursacht vermutlich durch [[Krebs (Medizin)|Krebs]], die nicht gelindert werden konnten. Pius ertrug diese Schmerzen jedoch in [[Demut]] und [[Frömmigkeit]] und weigerte sich bis kurz vor seinem Tod, weniger hart zu arbeiten. Pius V. ist in der Cappella Sistina, einer Seitenkapelle von [[Santa Maria Maggiore]], beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
Er wurde 1712 von [[Clemens XI.|Papst Clemens XI.]] [[Heiligsprechung|heiliggesprochen]]. Neben seinem frommen Lebenswandel und seinen religiösen Neuerungen (Katechismus, Brevier) spielte auch der als wundersam angesehene Sieg über das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] in der [[Seeschlacht von Lepanto|Seeschlacht vom 7.&amp;amp;nbsp;Oktober 1571]] hierfür eine Rolle. Jenen Erfolg schrieb man besonders den Gebeten zur &amp;#039;&amp;#039;Jungfrau Maria&amp;#039;&amp;#039;, der „[[Mutter vom großen Sieg]]“, zu und widmete den Tag, einen Sonntag, dem Rosenkranzgebet. Sein Nachfolger führte zum Gedenken an diesen Tag das [[Rosenkranzfest]] ein, das damals am ersten Sonntag im Oktober begangen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verehrung ==&lt;br /&gt;
* Katholisch Gedenktag: 30.&amp;amp;nbsp;April ([[nicht gebotener Gedenktag]] im [[Allgemeiner Römischer Kalender|Allgemeinen Römischen Kalender]] ist der 1.&amp;amp;nbsp;Mai.)&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Pius-V.-Kirche}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Pius V. entschied im Jahr 1569 auf Anfrage der Bischöfe von Mexiko, dass der Konsum von [[Kakao#Kakaoprodukte|xocóatl]] während der [[Fastenzeit]] erlaubt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Genießen ohen Reue.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Glaube und Heimat (Zeitung)|Glaube und Heimat]] 6/2024, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kardinalskreierungen Pius’ V.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629054943/http://www.bautz.de/bbkl/p/pius_v.shtml|band=7|spalten=665–667|autor=[[Georg Denzler]]|artikel=Pius V}}&lt;br /&gt;
* {{EnciclopediaDeiPapi |Autor=Simona Feci |ID=santo-pio-v_(Enciclopedia-dei-Papi)/ |Lemma=Pio V, santo |Band=3 |SeiteVon= |SeiteBis= |Kommentar= |kurz=}}&lt;br /&gt;
* {{DBI|Autor=Simona Feci|ID=pio-v-papa-santo_(Dizionario-Biografico)/|Lemma=Pio V, papa, santo|Band=83|SeiteVon=|SeiteBis=|Kommentar=}}&lt;br /&gt;
* [[Klaus Ganzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pius V.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon für Theologie und Kirche]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Band 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999, Sonderausgabe 2006, ISBN 978-3-451-22012-8, Sp. 325–326.&lt;br /&gt;
* [[Hubert Jedin]]: &amp;#039;&amp;#039;Pius V.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Erwin Iserloh]], [[Josef Glazik]], Hubert Jedin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reformation, katholische Reform und Gegenreformation&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Kirchengeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; Band IV). Herder, Freiburg im Breisgau 1967, Sonderausgabe 1999, ISBN 3-451-27100-1, S. 522–526.&lt;br /&gt;
* {{CE|http://www.newadvent.org/cathen/12130a.htm|Pope St. Pius V.|Autor=Joseph Lataste|Band=12}}&lt;br /&gt;
* [[Leopold von Ranke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Päpste.&amp;#039;&amp;#039; Drittes Buch: &amp;#039;&amp;#039;Die Päpste um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hauptwerke in 12 Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Emil Vollmer Verlag, Wiesbaden 1957, S. 154–164.&lt;br /&gt;
* Kenneth Stow: &amp;#039;&amp;#039;More than meets the eye. Pius V and the Jews.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Elias H. Füllenbach]] OP, Gianfranco Miletto (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dominikaner und Juden. Personen, Konflikte und Perspektiven vom 13. bis 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Dominicans and Jews. Personalities, Conflicts, and Perspectives from the 13th to the 20th Century.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen zur Geschichte des Dominikanerordens.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge. Band 14). De Gruyter, Berlin u. a. 2015, ISBN 978-3-05-004515-3, S. 375–394.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pius V|Pius V.}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Scriptor:Pius V|Pius V|lang=la}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118792423}}&lt;br /&gt;
* [http://documentacatholicaomnia.eu/04z/z_1566-1572__SS_Pius_V__Bullarium_%28Cherubini_vol_2_ff_176-361%29__LT.pdf.html Pii V. Bullen] in &amp;#039;&amp;#039;Bullarium&amp;#039;&amp;#039;, darunter &amp;#039;&amp;#039;Hebraeorum gens&amp;#039;&amp;#039; (S. 101)&lt;br /&gt;
* {{EnciclopedieOnlineITA |ID=pio-v-papa-santo/ |Lemma=Pio V, papa, santo |Abruf=2019-12-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|AMT        = [[Datei:C o a Pio V.svg|25px]][[Liste der Päpste|Papst]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER  = [[Pius IV.]]&lt;br /&gt;
|ZEIT       = 1566–1572&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER = [[Gregor XIII.]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118792423|LCCN=n79086294|VIAF=89607114}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pius 05}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pius V.| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Mondovì]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dominikanerbruder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1504]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1572]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pius V.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ghislieri, Antonio Michele&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Papst (1566–1572)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Januar 1504&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bosco Marengo]] bei [[Alessandria]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Mai 1572&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frank Schulenburg</name></author>
	</entry>
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