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	<title>Pitschgau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T07:29:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pitschgau&amp;diff=683867&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Werner Murgg und Bernhard Hebert; Kleinkram</title>
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		<updated>2025-01-04T11:43:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Werner Murgg und Bernhard Hebert; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten|grund=Der Ort besteht noch.}}&lt;br /&gt;
{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Pitschgau.jpg|mini|hochkant=0.5|Wappen der früheren Gemeinde Pitschgau]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pitschgau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ort in der [[Weststeiermark]]. Er war bis Ende 2014 eine [[Gemeinde (Österreich)|Gemeinde]] mit 1568 Einwohnern (Stand 2014) im [[Bezirk Deutschlandsberg]] in der [[Steiermark]]. Im Rahmen der [[Steiermärkische Gemeindestrukturreform|steiermärkischen Gemeindestrukturreform]] wurde Pitschgau mit den Gemeinden [[Aibl]], [[Eibiswald]], [[Großradl]], [[Sankt Oswald ob Eibiswald|St. Oswald ob Eibiswald]] und [[Soboth (Steiermark)|Soboth]] zur Marktgemeinde &amp;#039;&amp;#039;Eibiswald&amp;#039;&amp;#039; zusammengeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gemeindestrukturreform.steiermark.at/cms/beitrag/11558627/69294537 Steiermärkische Gemeindestrukturreform].&amp;lt;/ref&amp;gt; Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG.&amp;lt;ref&amp;gt;§&amp;amp;nbsp;3 Abs.&amp;amp;nbsp;2 Z&amp;amp;nbsp;2 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark ([https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LgblAuth/LGBLA_ST_20140402_31/LGBLA_ST_20140402_31.pdfsig Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz] – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. {{ZDB-ID|705127-x}}. S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Beschwerde, die von der Gemeinde gegen die Zusammenlegung beim [[Verfassungsgerichtshof (Österreich)|Verfassungsgerichtshof]] eingebracht wurde, war nicht erfolgreich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vfgh/JFT_20141124_14G00090_00/JFT_20141124_14G00090_00.pdf Erkenntnis des VfGH] (PDF) vom 24. November 2014, G 90/2014, G 103/2014, G 115/2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Pitschgau liegt in der Südweststeiermark im Saggautal am Fuße der [[Koralpe]] und besteht aus vier Katastralgemeinden (Hörmsdorf im Westen, Haselbach im Süden, Bischofegg im Osten und Pitschgau im Norden). Die Ortschaft wird von der Saggau durchflossen, in die mehrere Bäche aus dem Gebiet wie der Haselbach und der Tombach münden. Erhebungen in Pitschgau sind Rettenberg, Toniberg, Lateinberg und Höllberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbarorte ===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | NORDWEST = [[Wies]]&lt;br /&gt;
 | NORDOST = [[Sulmeck-Greith]]&lt;br /&gt;
 | WEST = [[Aibl]]&lt;br /&gt;
 | OST = [[Oberhaag]]&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST = [[Eibiswald]]&lt;br /&gt;
 | SUED = [[Großradl]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Erste archäologische Funde auf dem Gemeindegebiet stammen aus der [[Römisches Reich|Römerzeit]], jedoch wird eine erste Besiedelung des Gebietes in der [[Hallstattzeit]] vermutet. Aus der Römerzeit stammen die [[Hügelgrab|Hügelgräber]] bei Haselbach und Hörmsdorf. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Pitschgau im Jahr 1170, als [[Erzbischof]] [[Adalbert III. von Böhmen|Adalbert III.]] von Salzburg den Besitzstand der Pfarre [[Leibnitz]] bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ortschaft Lateinberg liegt das „Pfaffenkraner-Waldschloss“: Dabei handelt es sich um ein [[Erdwerk]], das einen ca. 60 Meter im Durchmesser großen Erdhügel mit einer gegen Norden gerichteten ca. 20 mal 9 Meter messenden Geländestufe ([[Berme]]) bildet. Diese Geländestufe wird als Vorwerk gesehen. Mauerreste und andere Hinweise auf Gebäude sind nicht vorhanden. Welchem Zweck die Anlage diente, ist unbekannt. Die Meinung, es handle sich um eine vorchristliche, römerzeitliche Kultstätte&amp;lt;ref&amp;gt;V(áclav, auch: Wenzel) Radimský: &amp;#039;&amp;#039;Urgeschichtliche Forschungen in der Umgegend von Wies in Mittel-Steiermark. I. Die prähistorischen Denkmale der Umgebung von [[Wies]].&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Hauer (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien - MAG.&amp;#039;&amp;#039; Band XIII (Band III der neuen Folge), Jahrgang 1883, Verlag Gerold, {{ISSN|0373-5656}}, {{ZDB|206023-1}}, Wien, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird abgelehnt, bisher wurden nur Funde aus dem [[Mittelalter]] bekannt. Es wird für möglich gehalten, dass die Anlage mit einer südlich gelegenen mittelalterlichen Siedlung in Verbindung stand, deren Reste um 1990 beobachtet worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Murgg]], [[Bernhard Hebert]]: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche und Frühneuzeitliche Wehrbauten im Bezirk Deutschlandsberg: Aufnahme der Bodendenkmale.&amp;#039;&amp;#039; Mit Zeichnungen von Stefan Karl. Beiträge zur Mittelalterarchäologie in Österreich BMÖ. Band 10, Jahrgang 1994. Hrsg.: Österreichische Gesellschaft für Mittelalterarchäologie ÖGM, Wien, {{ISSN|1011-0062}}, S. 63–64, Lageskizze S.&amp;amp;nbsp;88, Grundstücke KG&amp;amp;nbsp;61118 Haselbach Nr.&amp;amp;nbsp;183/2 EZ&amp;amp;nbsp;5 und&amp;amp;nbsp;183/3 EZ&amp;amp;nbsp;33. Koordinaten der Anlage Pfaffenkraner-Waldschloss {{Coordinate |text=DMS |NS=46/41/16/N |EW=15/17/19/E |type=landmark|region=AT-6 |name=Pfaffenkraner-Waldschloss}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob es sich bei dieser Siedlung um den „Hof in der Ladein“ handelt, der 1318 vom [[Bischof]] von [[Diözese Graz-Seckau|Seckau]] an &amp;#039;&amp;#039;Jakob aus der Ladein&amp;#039;&amp;#039; [[Lehnswesen|verlehnt]] wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Baravalle]]: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser.&amp;#039;&amp;#039; S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder ob das Pfaffenkraner-Waldschloss in Verbindung mit einer der weiter südlich in der Gemeinde Großradl liegenden Turmburgstellen stand, ist nicht belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Namensbestandteil „Latein-“ in den Ortsbezeichnungen Lateindorf, Oberlatein, Lateinberg hat nichts mit der [[Latein|lateinischen Sprache]] zu tun, sondern wird aus einem [[Slowenische Sprache|slowenischen]] Wort „ledina“ für Neuland, unbebautes Land, Brachfeld abgeleitet und auf das aus dem [[Urslawisch]]en [[Wurzel (Linguistik)|erschlossene]] „[[Sprachwissenschaft|*]]lędo“ zurückgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Freiherr [[Lochner von Hüttenbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon steirischer Ortsnamen von A–Z. Die Deutung der Siedlungsbenennungen mit ausgewählten Berg-, Flur- und Gewässernamen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1 A–L, Leykam, Graz 2015. In der Reihe: &amp;#039;&amp;#039;Grazer vergleichende Arbeiten.&amp;#039;&amp;#039; Band 29. ISBN 978-3-7011-0327-0, S. 437.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einem Abhang beim Ort Bischofegg stand die Burg Bischofegg. Diese Burg wurde 1305 von Bischof [[Ulrich von Paldau]] erbaut. Nördlich von ihr liegt ein Hügel, der als Standort des Vorläufers der Burg betrachtet wird. Er hat auf seinem Gipfelplateau noch einen Durchmesser von ca. 16 mal 20 Metern. Gebäudereste sind nicht dokumentiert. Der Hügel gehört zum Typus des mittelalterlichen Turmhügels in Form einer reinen Holz-Erde-Anlage, die im Rahmen der Fehde zwischen Heinrich von Hohenlohe und dem Stift Seckau im Jahr 1302 zerstört worden sein dürfte. Die danach neu erbaute Burg wurde nicht mehr am alten Standort, sondern weiter südlich auf dem Geländesporn über dem Dorf Bischofegg errichtet. Das nahezu viereckige Grundstück Nr.&amp;amp;nbsp;264 wird als Standort dieser Anlage betrachtet. Sie wurde 1815 als „merkwürdige Schlossruine“ betrachtet, zumindest ab damals wurden ihre Steine als Baumaterial anderer Gebäude verwendet. Ihr Gelände steht unter Denkmalschutz. Funde befinden sich im Burgmuseum Deutschlandsberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Murgg, Bernhard Hebert: &amp;#039;&amp;#039;Wehrbauten.&amp;#039;&amp;#039; S. 57–59, Lageskizze S.&amp;amp;nbsp;79, Grundstücke der KG&amp;amp;nbsp;61107 Bischofegg Nr.&amp;amp;nbsp;255/4 der EZ&amp;amp;nbsp;14, 257, 260/2 der EZ&amp;amp;nbsp;4, 264, 299, 301 der EZ&amp;amp;nbsp;1, 830 (Weg, EZ 50000). Koordinaten der Anlage Burg Bischofegg {{Coordinate |text=DMS |NS=46/41/58/N |EW=15/18/41/E |type=landmark|region=AT-6 |name=Burg Bischofegg}}. Koordinaten der Altburg Bischofegg {{Coordinate |text=DMS |NS=46/42/05/N |EW=15/18/40/E |type=landmark|region=AT-6 |name=Altburg Bischofegg}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bara&amp;quot;&amp;gt;Robert Baravalle: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser der Steiermark. Eine enzyklopädische Sammlung der steirischen Wehrbauten und Liegenschaften, die mit den verschiedensten Privilegien ausgestattet waren.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Stiasny, Graz 1961, S. 59–60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Pitschgau im Bezirk DL.png|mini|Lage der früheren Gemeinde Pitschgau im Bezirk Deutschlandsberg mit den Gemeindegrenzen bis Ende 2014]]&lt;br /&gt;
Das Gebiet von Pitschgau wurde von verschiedenen Grundherrschaften verwaltet. Bischofegg trug ursprünglich den Namen Ätzleinsdorf.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Baravalle: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser.&amp;#039;&amp;#039; S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich standen die beiden Dörfer Bischofegg und Pitschgau beinahe 500 Jahre unter der grundherrschaftlichen Verwaltung des Bistums [[Diözese Graz-Seckau|Graz-Seckau]], wobei die [[Burg Bischofegg]] Mittelpunkt sowie Amts- und Gerichtssitz der gleichnamigen bischöflichen Herrschaft war. Die Bischöfe von Seckau hielten sich mehrfach, besonders im 14. Jahrhundert häufig, zur Jagd und aus Anlass der Weinlese in Bischofegg auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bara&amp;quot; /&amp;gt; Haselbach gehörte im Gegenzug zum Lehen der Herrschaft [[Mureck]], Hörmsdorf zum Lehen der Herrschaft [[Murau]]. Im 16. Jahrhundert wurden Hörmsdorf und Haselbach erstmals unter einer gemeinsamen Grundherrschaft vereint. Zunächst waren die beiden Orte von Schrampf von Aichberg gekauft worden, der diese 1627 an die [[Mörsperg]] verkaufte. Diese gliederten die beiden Orte in Herrschaft [[Eibiswald]] ein, in der sie bis zur Aufhebung der Grunduntertänigkeit im Jahre 1848 verblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem Brand am 2. Juli 1886 fielen mit ungefähr &amp;lt;!-- je nachdem ob man einen Stadel, Schuppen usw. als Haus wertet oder nicht--&amp;gt;10 Häusern die Hälfte der Gebäude des Ortes ganz oder teilweise zum Opfer.&amp;lt;ref&amp;gt;Alois Gritsch: &amp;#039;&amp;#039;Bereichsfeuerwehrverband Deutschlandsberg. Die Gründung des Bezirksfeuerwehrverbandes Deutschlandsberg 1887.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Weststeirische Rundschau&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 30, Jahrgang 2020 (24. Juli 2020), 93. Jahrgang. S.&amp;amp;nbsp;4–5 (mit Planskizze).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Rolle für Pitschgau spielte der Bergbau auf [[Glanzkohle#Glanzbraunkohle|Glanzkohle]] (eine Form von Braunkohle) im frühen 20. Jahrhundert. Im Gebiet von Hörmsdorf wurde durch den Charlotte-Marie-Schacht zwischen 1905 und 1920 Kohle im industriellen Ausmaß gefördert, nachdem bereits seit 1792 nachweislich in dieser Gegend Kohle gefördert worden war. 1915 wurde der Charlotte-Marie Schacht als staatlich geschütztes Unternehmen erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meinbezirk.at/deutschlandsberg/c-lokales/ein-unglueck-mit-grossen-folgen_a2969481 Martina Schweiggl: &amp;#039;&amp;#039;Ein Unglück mit großen Folgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--betrifft aber den Einsturz des Hauptschachtes in Pölfing-Brunn--&amp;gt;]. In: meinbezirk.at, 17. Oktober 2018 (abgerufen am 24. Juli 2020).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Schließung des Charlotte-Marie-Schachtes aus wirtschaftlich-technischen Gründen musste eine bedeutende Menge an Kohle im Berg verbleiben. Die Gründe dafür sind in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung festgehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/KN/AB-KN/AB-KN_00065/imfname_718883.pdf Anfragebeantwortung 65/AB Konst. Nationalversammlung] des Staatssekretärs für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten vom 24. Oktober 1919.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde später nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] mit neueren technischen Mitteln versucht, den Abbau wieder in Gang zu bringen. 1965 musste der Abbau aber aus wirtschaftlichen Gründen endgültig aufgegeben werden. Das Siedlungsgebiet [[Kolonie-Hörmsdorf]], das aus der Zeit des Kohleabbaus im frühen 20. Jahrhundert stammt, zeugt heute noch von der einstigen Bedeutung des Kohleabbaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsstruktur ===&lt;br /&gt;
Pitschgau hatte laut Volkszählung 2001 1.631 Einwohner. 97,0 % der Bevölkerung besaßen die österreichische Staatsbürgerschaft. Zur [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] bekannten sich 96,2 % der Einwohner, 2,3 % waren ohne religiöses Bekenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
Bedingt durch den Aufschwung des Kohlebergbaus stieg die Bevölkerungszahl zwischen 1869 und 1910 stark an. Im Vergleich lebten 1910 56 % mehr Menschen in Pitschgau. Durch den Niedergang des Kohlebergbaus begann die Bevölkerungszahl jedoch ab den 20er Jahren wieder zu schrumpfen. Dieser Prozess dauerte bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], wo die Bevölkerungszahl auf das Niveau von 1880 sank. Danach kehrte sich dieser Trend wieder um und die Bevölkerung wuchs bis in die 70er Jahre an. Seitdem stagniert das Bevölkerungswachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zeitleiste Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Pitschgau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Liste der denkmalgeschützten Objekte in Eibiswald]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lateinberger Bauernmuseum „HOARA“ in Haselbach bietet über 1000 Exponate bäuerlicher und gewerblicher Gerätschaften aus der Weststeiermark. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die 1873 errichtete Dorfkapelle von Pitschgau, die über einen, für die Region seltenen Blechaltar verfügt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufnahmeblatt 5354-2.jpg|250px|mini|Pitschgau und seine Umgebung um das Jahr 1878]]&lt;br /&gt;
Die Sunki-Kapelle am Höllberg bei Hörmsdorf ({{Coordinate|text=DM|NS=46.706428|EW=15.267739|type=landmark|elevation=412.4|name=Sunki-Kapelle|region=AT-6}}) wurde 1850 erbaut und 1975 renoviert. Ihr Name stammt vom Bauernhof [[vulgo|vlg.]] Sunki, auf dessen Grund sie sich befindet. [[Speisensegnung|Osterspeisensegnungen]] und Totengedenken werden bei ihr abgehalten. Eine weitere Renovierung umfasste von Mai bis November 2022 Trockenlegung, Dachsanierung, Pflasterung usw.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sunki-Kapelle&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Weststeirische Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 46, Jahrgang 2022 (18. November 2022), 95. Jahrgang, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Laut [[Arbeitsstätte]]nzählung 2001 gab es 37 Arbeitsstätten mit 223 Beschäftigten in Pitschgau sowie 605 Auspendler und 126 Einpendler. Wichtigster Arbeitgeber ist die Baubranche, gefolgt von Handel und Sachgütererzeugung. Es gibt 92 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 29 im Haupterwerb), die zusammen 977 ha bewirtschaften (1999).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Die [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]] konnte bei den Gemeinderatswahlen ihre Dominanz in Pitschgau weiter ausbauen. Verfügte sie 2000 bereits über 63,66 %, so konnte sie sich 2005 auf 71,95 % steigern und ein Mandat hinzugewinnen. Die [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]] kam 2005 auf 28,05 %, was einen Verlust von 1,55 % darstellte. Jedoch konnte die ÖVP ihren Mandatsstand halten. Die [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]], die 2000 noch 6,7 % hatte, trat 2005 nicht mehr an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Das Recht zur Führung des Gemeindewappens erhielt die damalige Gemeinde Pitschgau am 1. Jänner 1957. Das Wappen zeigt dabei am [[Schild (Heraldik)|Schildfuß]] im unteren Drittel des Wappens auf weißem Grund das Bergwerkszeichen „Schlägel und Eisen“, dass den früheren Kohlenabbau symbolisiert. Die oberen zwei Drittel des Wappens sind mit rotem Grund ausgeführt und werden von einem silbernen Schrägrechtswellenbalken geteilt, der von links oben nach rechts unten verläuft. Der Schrägrechtswellenbalken war Bestandteil des Wappens der Grafen von Schrottenbach, die einst Herren von Hörmsdorf und Haselbach waren. Des Weiteren symbolisiert der Balken die Saggau, die die Gemeinde durchfließt. Im rechten, oberen Teil der vom Balken geteilten Fläche befindet sich die [[Krümme]] eines [[Krummstab|Bischofstabes]], die die ehemalige, bischöflich seckauische Grundherrschaft von Bischofegg und Pitschgau symbolisiert. Die gekreuzten Fackeln im linken, unteren Teil symbolisieren hingegen die frühere Zugehörigkeit der Orte Hörmsdorf und Haselbach zur Herrschaft Eibiswald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Pichler: &amp;#039;&amp;#039;Pitschgau. Heimat im Saggautal – eine Ortsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Pitschgau 1975.&lt;br /&gt;
* Franz Pichler: &amp;#039;&amp;#039;Die Vulgonamen in Pitschgau und Bischofegg. Ein Beitrag zur steirischen Hausnamenkunde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Blätter für Heimatkunde (Steiermark)|Blätter für Heimatkunde]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 30, Graz 1956, Heft 3, S. 70–84 ([https://www.historischerverein-stmk.at/wp-content/uploads/B_Jg30_Franz-PICHLER-Die-Vulgonamen-in-Pitschgau-und-Bischofegg.pdf historischerverein-stmk.at]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.statistik.at/blickgem/gemDetail.do?gemnr=60322 Statistische Daten zur früheren Gemeinde] (auf der verlinkten Seite die einzelnen Zeilen anklicken)&lt;br /&gt;
* [http://www.fcgh.at/ „Gwaetzte Haitz“] Freizeitverein des Gebietes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Bezirk Deutschlandsberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1202559344|VIAF=1770157884826460620004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Eibiswald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Bezirk Deutschlandsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde in der Steiermark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Poßruck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Saggau (Sulm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weststeirisches Riedelland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2014]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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