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	<title>Piter Poel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T14:18:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Piter_Poel&amp;diff=1958150&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: BKL ersetzt mit bkl-replace</title>
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		<updated>2026-02-04T16:56:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;bkl-replace&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Piter Poel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Taufname wohl Peter, auch &amp;#039;&amp;#039;Pieter Poel&amp;#039;&amp;#039;; * [[17. Juni]] [[1760]] in [[Archangelsk]]; † [[3. Oktober]] [[1837]] in [[Bezirk Altona|Altona]]) war [[Diplomat]] und [[Herausgeber]] des &amp;#039;&amp;#039;Altonaischer Mercurius&amp;#039;&amp;#039;. Er war das Patenkind des Großfürsten Peter, des späteren Zaren [[Peter III. (Russland)|Peter III.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Poel stammte aus einer holländischen Kaufmannsfamilie ([[Jacobus Poel]] und Magdalena geb. von Brienen), die 1762 von [[Archangelsk]] nach [[Hamburg]] übersiedelte. Seine Mutter starb bereits kurz nach der Ankunft und Piter wuchs vom 3. bis 6. Lebensjahr zusammen mit seiner 3 Jahre älteren Schwester [[Magdalena Pauli|Magdalena]] zunächst in einem französischen Mädchenpensionat auf und erhielt anschließend privaten Unterricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1776 bis 1778 machte er auf Wunsch seines Vaters eine kaufmännische Lehre in [[Bordeaux]] und ging danach bis 1780 nach [[Genf]]. Von 1780 bis 1783 studierte er an der [[Universität Göttingen|Göttinger Universität]] [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaften]] sowie [[Geschichtswissenschaft|Geschichte]]. In Göttingen wurde er 1781 Mitglied des einflussreichen [[ZN (Studentenorden)|Studentenordens &amp;#039;&amp;#039;ZN&amp;#039;&amp;#039;]]&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Richter: &amp;#039;&amp;#039;Der Esperance- und ZN-Orden&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Einst und Jetzt]]&amp;#039;&amp;#039;. Jahrbuch 1974 des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung, S. 30–54 (Nr. 117).&amp;lt;/ref&amp;gt; und musste noch im selben Jahr wegen eines [[Duell]]s die Universität zeitweise verlassen. Nach dem Abschluss des Studiums war Poel von 1783 bis 1784 im [[Russisches Außenministerium|Collegium der Auswärtigen Angelegenheiten]] in [[Sankt Petersburg]] als Sekretär im [[Hauptmann (Offizier)|Kapitänsrang]] angestellt. Er hatte einflussreiche Beziehungen durch seinen Onkel mütterlicherseits, Abraham van Brienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Poel bat dann aber um Beurlaubung vom Dienst und verließ Russland. Von 1784 bis 1785 hielt er sich in [[Stockholm]] auf, um eine Anstellung im schwedischen Dienst zu bekommen. Trotz der Fürsprache einflussreicher Verwandter bekam er jedoch keine Anstellung, da seine [[reformierte Konfession]] in dem streng [[Lutherische Orthodoxie|lutherischen]] Schweden als Hinderungsgrund galt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu vgl. den Briefwechsel von P. Poel mit dem schwedischen Kanzleipräsidenten Graf Creutz und Graf Oxenstierna in: 1) der Universität Uppsala, (F 491, Gustavianska saml. Quart 17 Nr. 121); 2) dem Reichsarchiv Stockholm (Kanslipres. arkiv, eingegangene Schreiben 1785 – 1790, P; Kanslipres. Koncepter 1786).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Poel kehrte zunächst nach Hamburg zurück und wurde ein enger Freund [[Caspar Voght]]s, mit dem er im Frühjahr 1786 nach [[Paris]] und [[London]] reiste. Voght verschaffte ihm Zugang zum Kreis um den Kaufmann [[Georg Heinrich Sieveking]] und den Arzt [[Johann Albert Heinrich Reimarus]]. Dort lernte Poel auch seine Frau &amp;#039;&amp;#039;Friederike Elisabeth Büsch&amp;lt;ref&amp;gt;Sie ist geboren am 23. September 1768 in Hamburg und verstorben am 18. Oktober 1821 in Flottbek, begraben auf dem [[Nienstedtener Friedhof|Friedhof in Nienstedten]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; kennen, eine Tochter des Gelehrten [[Johann Georg Büsch]], die er 1787 heiratete. Ebenfalls dank Voghts Vermittlung erlangte Poel ein königliches [[Privileg]] zur Herausgabe des &amp;#039;&amp;#039;Altonaischen Mercurius&amp;#039;&amp;#039;, der seinerzeit bedeutendsten deutschsprachigen Zeitung im gesamten Norden, sowie des [[Staatskalender|Landeskalenders]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lexicon der schleswig-holstein-lauenburgischen und eutinischschen Schriftsteller von 1829 bis Mitte 1866&amp;#039;&amp;#039;, [[Eduard Alberti]], 1868, S. 211&amp;lt;/ref&amp;gt; In Altona besaß Poel ab 1789 ein Stadthaus in der [[Große Freiheit|Großen Freiheit]] „zwischen de Valory und der Brüdergemeinde“ und wohnte später im Sommer auf dem Landsitz [[Neumühlen (Hamburg)|Neumühlen]], den er im November 1793 zusammen mit Sieveking und [[Conrad Johann Matthiessen]] (1751–1822) erworben hatte&amp;lt;ref&amp;gt;[Piter Poel:] &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus vergangener Zeit, nach Mittheilung aus großentheils ungedruckten Familienpapieren&amp;#039;&amp;#039;. S. 46 Fußnote&amp;lt;/ref&amp;gt; und der sich zu einem weit über Hamburg hinaus bekannten Treffpunkt der gebildeten weltoffenen Bürgerelite entwickelte. Nach Sievekings Tod 1799 rückte Poel ins Zentrum dieses „Neumühlener Kreises“ und galt als Seele des Zirkels. Nachdem der Landsitz 1811 aus wirtschaftlichen Gründen (Folgen der von [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] verhängten [[Kontinentalsperre]]) verkauft werden musste, verbrachte Poel die Sommer zunächst in [[Teufelsbrück]] und von 1816 bis 1822  zusammen mit Caspar Voght in [[Klein Flottbek|Flottbek]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Poels geschäftliche und private Beziehungen erstreckten sich nahezu über ganz Europa. Er war ein Anhänger der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]], später aber enttäuscht von der Politik Napoleons. Er trat unter&amp;amp;nbsp;anderem als Berater seines Vetters [[Claes Bartholomeus Peyron]], seit 1792 [[Liste der schwedischen Gesandten bei den Hansestädten|schwedischer Ministerresident beim Niedersächsischen Kreis]] in Hamburg, in Erscheinung und wurde während der [[Befreiungskriege]] vom Altonaer Oberpräsident [[Conrad Daniel von Blücher-Altona|Conrad Daniel von Blücher]] zu Verhandlungen mit den Kronprinzen von Schweden, [[Karl XIV. Johann (Schweden)|Marschall Bernadotte]], entsandt. Poel engagierte sich als Sekretär des Altonaer Vereins zur Unterstützung französischer Emigranten und gab diverse politische Schriften und Zeitschriften heraus. Nach dem Ende der [[Hamburger Franzosenzeit|Franzosenzeit]] engagierte sich für eine Reform des [[Armenversorgung|Armenwesens]] und für die Gründung von [[Sparkasse]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Piter Poel starb in Altona am 3. Oktober 1837 (Totenregister der reformierten Kirche in Altona: Alter 77 Jahre 3 Monate 15 Tage) und wurde begraben im [[Erbbegräbnis]] auf dem [[Wohlerspark|Friedhof Norderreihe]] in Altona am 6. Oktober 1837. Piter und Friederike Poel hatten elf Kinder. Sein Sohn [[Ernst Poel (Herausgeber)|Ernst]] übernahm die Herausgabe des &amp;#039;&amp;#039;Altonaer Mercur&amp;#039;&amp;#039;. Seine Tochter [[Emma Poel|Emma]] war eine Mitbegründerin der organisierten Diakonie in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Nach Piter Poel ist seit 1929 der &amp;#039;&amp;#039;Poelsweg&amp;#039;&amp;#039; im Hamburger Stadtteil [[Hamburg-Hamm|Hamm]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
{{lückenhaft|Verlag und Ort}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hamburgs Bürger im Frühjahr 1813&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;In Ferdinand Stillers schleswig-holsteinischer gemeinnütziger Allmanach, auf das Jahr 1815&amp;#039;&amp;#039;, Altona 1815&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Sparbanken&amp;#039;&amp;#039; (1819)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen eines Greises.&amp;#039;&amp;#039; In: „Beyblätter zum Altonaer Mercur“ und „Altonaer Mercurius“ (1835–37). Hamburg-Altona 1835–37&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/2786906-4 |titel=Altonaischer Mercurius - Deutsches Zeitungsportal |abruf=2025-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus vergangener Zeit, nach Mittheilung aus großentheils ungedruckten Familienpapieren&amp;#039;&amp;#039;. [Hrsg. und eingeleitet von [[Gustav Poel (Politiker)|Gustav Poel]] ],&lt;br /&gt;
** Theil 1. &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus Piter Poels und seiner Freunde Leben. 1760–1787&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1884, ([https://resolver.sub.uni-hamburg.de/goobi/PPN832093858 Digitalisat])&amp;lt;!-- ([https://archive.org/stream/bub_gb_qTRBAAAAIAAJ#page/n3/mode/2up online])--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{ADB|53|87|95|Poel, Piter|W. Sillem|ADB:Poel, Piter}}&lt;br /&gt;
* Alfred Aust: &amp;#039;&amp;#039;Mir ward ein schönes Los. Liebe und Freundschaft im Leben des Reichsfreiherrn Caspar von Voght&amp;#039;&amp;#039;. Christians Verlag, Hamburg 1972.&lt;br /&gt;
* Konrad Feilchenfeldt: &amp;#039;&amp;#039;Poel, Piter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-holsteinisches biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 3, Wachholtz, Neumünster 1974, S. 216–219.&lt;br /&gt;
* Susanne Woelk: &amp;#039;&amp;#039;Der Fremde unter den Freunden.&amp;#039;&amp;#039; Biographische Studien zu Caspar von Vogth. Weidmann, Hamburg 2000. &amp;lt;!-- (Voght gehörte zu Piter Poels engsten Freunden.) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{HambBio|Poel, Piter|3|299|300|Hans-Werner Engels}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11624853X|VIAF=37662105}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Poel, Piter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diplomat (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1760]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1837]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenorden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Poel, Piter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Poel, Pieter&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Patenkind des Großfürsten Peter, des späteren Zaren Peter III.&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Juni 1760&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Archangelsk]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Oktober 1837&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bezirk Altona]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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