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	<title>Pistazie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pistazie&amp;diff=65001&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-13579-35: Ich habe einen Rechtschreibfehler ausgebessert, anstatt Pistanzien muss es Pistazien heissen.</title>
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		<updated>2026-04-28T03:59:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ich habe einen Rechtschreibfehler ausgebessert, anstatt Pistanzien muss es Pistazien heissen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Pistazie&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Pistacia vera&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Pistazien&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Pistacia&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Pistacioideae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Sumachgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Anacardiaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Seifenbaumartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Sapindales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Eurosiden II&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Antep Pistachio Tree.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pistachio01.JPG|mini|Früchte von &amp;#039;&amp;#039;Pistacia vera&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pistazienbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Pistacia vera)&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pistazie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Sumachgewächse]] (Anacardiaceae). Zur Unterscheidung von den anderen Arten der Gattung [[Pistazien]] (&amp;#039;&amp;#039;Pistacia&amp;#039;&amp;#039;) wird sie genauer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Echte Pistazie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt und ihre [[Steinfrucht]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pistazie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die laubabwerfende Pistazie wächst als [[Baum]] oder als Strauch, erreicht Wuchshöhen von bis zu 12 Meter und wird bis über 300 Jahre alt. In Kultur wird sie aber deutlich kleiner gehalten. Die [[Wurzel (Pflanze)|Wurzeln]] können sich bis in eine Tiefe von 15 Metern erstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gestielten Laubblätter sind unpaarig gefiedert mit bis zu 5 [[Blättchen]] und bis 20 Zentimeter lang. Die ganzrandigen, abgerundeten bis spitzen oder bespitzten, teils feinstachelspitzigen, ledrigen Blättchen sind bis 8–10 Zentimeter lang und eiförmig bis verkehrt-eiförmig oder elliptisch und meist sitzend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Pistacia vera&amp;#039;&amp;#039; ist zweihäusig getrenntgeschlechtig ([[Diözie|diözisch]]). Es werden vielblütige und achselständige, [[Rispe|rispige]] Blütenstände gebildet. Die männlichen Rispen tragen viel mehr Blüten als die weiblichen und sind dadurch deutlich voluminöser. Die kleinen, grünlich-braunen, fünfzähligen und eingeschlechtlichen Blüten sind ohne Kronblätter. Die bis zu fünf aufrechten Kelchblätter sind lanzettlich. Der oberständige [[Fruchtknoten]] der weiblichen Blüten hat einen sehr kurzen [[Griffel (Botanik)|Griffel]] mit einer dreizüngigen [[Narbe (Botanik)|Narbe]]. Die männlichen Blüten haben fünf [[Staubblatt|Staubblätter]]. Es ist ein [[Diskus (Botanik)|Diskus]] vorhanden. Die Bestäubung erfolgt durch den [[Anemochorie|Wind]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fleischigen, grün bis gelblich-rötlichen einsamigen Steinfrüchte sind eiförmig bis ellipsoid und bis etwa 2 Zentimeter groß. Der 1,2 bis 1,4 Zentimeter große Steinkern (Nuss) besitzt eine harte Schale, der essbare hellgrüne Pistaziensamen (die [[Kotyledone|Keimblätter]]) ist von einer rosa oder bräunlichen Haut ([[Samenschale]]) umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 30.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Pistacia vera&amp;#039;&amp;#039; hat ursprüngliche Vorkommen in [[Iran]], [[Kasachstan]], [[Afghanistan]], [[Usbekistan]], [[Turkmenistan]], [[Tadschikistan]] und [[Kirgisistan]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;POWO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die Echte Pistazie wurde 1753 von [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;Species Plantarum&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Seite 2015 als &amp;#039;&amp;#039;Pistacia vera&amp;#039;&amp;#039; erstbeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Pistazien gehören zu den ältesten blühenden Kulturpflanzen und sind im [[Naher Osten|Nahen Osten]] heimisch. Wilde Pistazien (&amp;#039;&amp;#039;Pistacia atlantica&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Pistacia khinjuk&amp;#039;&amp;#039;) wurden seit dem [[Natufien]] ([[Epipaläolithikum]]) gesammelt und unter anderem an der archäologischen Fundstelle [[Tell Abu Hureyra]] in [[Syrien]] nachgewiesen. Ein gezielter Anbau fand spätestens seit der [[Antike]] statt. Pistazien breiteten sich vom Nahen Osten auf das Mittelmeergebiet aus und wurden schnell zu einer geschätzten Delikatesse. Die Legende besagt, dass die [[Königin von Saba]] die Pistazien zu einem ausschließlich königlichen Nahrungsmittel ernannte und es dem einfachen Volk verbot, sie für den persönlichen Verzehr anzubauen. Der [[babylon]]ische König [[Nabū-kudurrī-uṣur II.]], bekannt als Nebukadnezar, ließ angeblich Pistazienbäume in den von ihm errichteten [[Hängende Gärten der Semiramis|Hängenden Gärten]] pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im 16. Jahrhundert im Deutschen aufkommende Wort „Pistazie“ geht ursprünglich auf {{faS|پسته&amp;amp;lrm;|DMG=peste|neu=1}} bzw. [[Mittelpersische Sprache|mittelpersisch]] {{lang|fa-Latn|&amp;#039;&amp;#039;pistag&amp;#039;&amp;#039;|de=Frucht der Pistazie}} zurück, das als {{lang|grc|πιστακή|pistakḗ}} (und in verschiedenen alternativen Schreibweisen) ins [[Altgriechische Sprache|Altgriechische]] sowie als {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;pistacia&amp;#039;&amp;#039;}} ins [[Latein]]ische übernommen und dann ins Deutsche entlehnt wurde. Der [[Naturalis historia|Naturgeschichte]] des römischen Schriftstellers [[Plinius der Ältere|Plinius des Älteren]] zufolge wurde die Pflanze während der Regierungszeit des Kaisers [[Tiberius]] durch einen gewissen Vitellius in Italien eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|XX,2|1809|1811|Pistazie|[[Hans Gossen]]||}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pistazie wurde als Färbemittel und Heilmittel für Beschwerden wie Zahnschmerzen bis hin zu [[Leberzirrhose]] verwendet. Der hohe Nährwertgehalt und die lange Haltbarkeit haben die Pistazie auch zu einem unverzichtbaren Reisegut unter frühen Forschungsreisenden und Händlern gemacht. Zusammen mit [[Mandelbaum|Mandeln]] wurden Pistazien von Reisenden auf der antiken Seidenstraße zwischen [[China]] und dem Westen mitgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1880er Jahren wurden Pistazien für Einwanderer aus dem Nahen Osten nach [[Amerika]] importiert und etwa seitdem dort auch angebaut. In den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] wurden sie ungefähr 50 Jahre später als Snack vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Eagle Ranch Pistachios LLC, owned and operated by George and Marianne Schweers, with 105 acres insured with Risk Management Agency crop insurance as seen on 21 May 2024 - 25.jpg|mini|Pistazienpflanzung in [[Alamogordo]], [[New Mexico]]]]&lt;br /&gt;
==== Weltweit ====&lt;br /&gt;
Das weltweit größte Anbaugebiet liegt mit 389.451 ha in der [[Türkei]]. [[Kalifornien]] besitzt im [[San Joaquin Valley]] mit 165.518 ha die zweitgrößte Anbaufläche, der [[Iran]] mit 125.544 ha die drittgrößte. Aus [[Gaziantep (Provinz)#Die Antep-Pistazie|Gaziantep]] kommen die berühmtesten türkischen Pistazien. Auch die Region um [[Aleppo]] in Syrien ist unter anderem bekannt für ihre Pistazien. Der Anbau in den [[Zentralasien|zentralasiatischen Ländern]] erfolgt vorwiegend für den Eigenbedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In Europa ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Pistach harvest - panoramio.jpg|mini|Pistazienernte in Griechenland]]&lt;br /&gt;
Anbaugebiete in [[Griechenland]] sind die Inseln [[Ägina]], [[Salamis (Insel)|Salamina]] und [[Euböa]], die Orte [[Megara]] am [[Saronischer Golf|Saronischen Golf]] und [[Almyros]] in [[Thessalien]] sowie die Regionen [[Fthiotida|Phthiotis]] und [[Boiotien]]. Die Pistazien aus Ägina stammen aus einer eigenen, kleinfruchtigen, jedoch überdurchschnittlich nähr- und eiweißreichen Sorte&amp;lt;ref&amp;gt;G. Zakinthinos, D. Rouskas: &amp;#039;&amp;#039;Pistachio growing in Greece.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Hortic.&amp;#039;&amp;#039; 1995, S. 419, 423-425, [[doi:10.17660/ActaHortic.1995.419.70]] (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;Pistacia vera Aegina&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Descriptors for Pistachio (Pistacia Vera L.).&amp;#039;&amp;#039; Beschreibung der Pistazienpflanze und Erwähnung (u.&amp;amp;nbsp;a.) der Sorte &amp;#039;&amp;#039;Aegina&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 978-92-9043-332-3, International Plant Genetic Resources Institute (IPGRI) 1997, {{Google Buch |BuchID=fZRmS7Du544C |Seite=20}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; ugs. &amp;#039;&amp;#039;Koilarati&amp;#039;&amp;#039;) und zählen zu den besten Sorten weltweit.&amp;lt;ref&amp;gt;Katharina Lagrave: [https://www.cntraveler.com/stories/2015-08-19/the-surprising-home-of-the-worlds-best-pistachios &amp;#039;&amp;#039;The Surprising Home of the World’s Best Pistachios.&amp;#039;&amp;#039;] Artikel auf cntraveler.com, 19. August 2015 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://photopedia.info/?page=Culinaria&amp;amp;article=108%7Cder-pistazienbaum |text=Dimitrios Pergialis: &amp;#039;&amp;#039;Der Pistazienbaum.&amp;#039;&amp;#039; auf photopedia.info, 19. August 2016 |wayback=20210301190727}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aegina.com.gr/pistachio/?lang=en &amp;#039;&amp;#039;Pistachio trees.&amp;#039;&amp;#039;] Infos und Bildergalerie auf aegina.com.gr.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie waren über lange Zeit landesweit namensgebend für Pistazien allgemein ({{lang|el|Φιστίκι Αιγίνης|Fistiki Aiginis|de=Ägina-Nuss}}, heißt die Frucht umgangssprachlich auch heute noch), bis sie 1996 eine [[Geschützte Ursprungsbezeichnung]] (GUB) erhielten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{EU-Verordnung|1996|1263|titel=der Kommission vom 1. Juli 1996}}.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Amtsblatt der Europäischen Union|Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften]].&amp;#039;&amp;#039; L, Nr. 163, 2. Juli 1996, S. 19–21.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzigen Anbaugebiete in Italien befinden sich in den [[Sizilien|sizilianischen]] Provinzen [[Metropolitanstadt Catania|Catania]] und [[Freies Gemeindekonsortium Agrigent|Agrigento]], gleichwohl wurde deren Ortschaft [[Bronte (Sizilien)|Bronte]] zum Begriff für Pistazien von hoher Qualität.&amp;lt;ref&amp;gt;Heidi Driesner: [https://www.n-tv.de/leute/essen/Wenn-die-Pistazien-laecheln-article14696881.html &amp;#039;&amp;#039;Das grüne Gold Siziliens – Wenn die Pistazien lächeln.&amp;#039;&amp;#039;] Artikel auf n-tv.de, 14. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Spanien findet man Pistazien hauptsächlich in [[Andalusien]], wo zunehmend der biologische Anbau angestrebt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fruchtportal.de/artikel/spanien-anbau-von-bio-pistazien-in-andalusien-wachst-66/026446 &amp;#039;&amp;#039;Spanien: Anbau von Bio-Pistazien in Andalusien wächst 66 %.&amp;#039;&amp;#039;] Artikel auf fruchtportal.de, 24. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 2020er Jahren wurde in den [[Corbières (Bergland)|Corbières]] im südfranzösischen [[Département Aude]] damit begonnen, Pistazienplantagen anzupflanzen, um die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen und weil der Weinanbau sich nicht mehr lohnte. Öffentlich gefördert sollte zunächst eine Anbaufläche von 500 Hektar erreicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Des pistaches pour s&amp;#039;adapter au changement climatique |Autor=Luna Guttierez |Sammelwerk=Midi Libre Narbonne |Datum=2025-10-30 |Seiten=2 |Sprache=fr |Online=Ähnlicher Artikel in der Schwester-Zeitung [https://www.lindependant.fr/2025/10/29/des-pistaches-dans-les-corbieres-pour-adapter-lagriculture-au-changement-climatique-13020975.php online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftliche Bedeutung ===&lt;br /&gt;
==== Produktion ====&lt;br /&gt;
2021 wurden laut der [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen]] FAO weltweit etwa 916.000&amp;amp;nbsp;t Pistazien geerntet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fao&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fao.org/faostat/en/#data/QCL |titel=Crops &amp;gt; Pistachios |werk=Offizielle Produktionsstatistik der FAO für 2021 |hrsg=fao.org |sprache=en |abruf=2023-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größten Produzenten waren die [[Vereinigte Staaten|USA]] (57,2 %), die Türkei (14,7 %) und der [[Iran]] (13 %).&amp;lt;ref name=&amp;quot;fao&amp;quot; /&amp;gt; Die größten europäischen Hersteller waren [[Griechenland]], [[Spanien]] und [[Italien]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.atlasbig.com/en-us/countries-pistachio-production World’s top Pistachio Producing Countries], Statistik und interaktive Karte zum Pistazienanbau auf atlasbig.com (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Handel ====&lt;br /&gt;
2021 waren die USA der größte Exporteur von Pistazien (221.866 t), der Iran exportierte 136.742 Tonnen und die Türkei 23.391 t. Deutschland importierte im gleichen Jahr 59.106 Tonnen Pistazien, von denen 16.686 Tonnen wieder exportiert wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fao_Handel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fao.org/faostat/en/#data/TCL |titel=Trade &amp;gt; Crops and livestock products &amp;gt; Pistachios |werk=Offizielle Handelsstatistik der FAO für 2021 |hrsg=fao.org |sprache=en |abruf=2023-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pistacchio di Bronte appena raccolto.jpg|mini|Pistazien in der aufgeplatzten Schale, mit geschlossenem und offenem rosa Häutchen]]&lt;br /&gt;
Pistazienbäume können jahrhundertelang Früchte tragen, dabei wechseln sich ertragsarme und sogenannte [[Mastjahr]]e ab. Die Frucht entwickelt sich am Baum normalerweise im Lauf des Monats Juli. Da die Pistazie zweihäusig ist, also männliche und weibliche Blüten auf unterschiedlichen Bäumen wachsen, müssen für die Befruchtung sowohl männliche als auch weibliche Bäume vorhanden sein oder, wie es häufig in Plantagen praktiziert wird, Zweige eines männlichen Baums auf weibliche Bäume gepfropft werden. Die Pollen werden durch den Wind von den männlichen zu den weiblichen Blüten getragen. In Mastjahren sind die Wetterbedingungen für die Ausbildung der Früchte von entscheidender Bedeutung. Pistazienbäume benötigen ungefähr 1.000 Stunden bei kühlen Temperaturen um 7&amp;amp;nbsp;°C oder niedriger, um die Knospenruhe zu brechen (Kühlebedürfnis), was für eine gute Ernte notwendig ist. Ein milder Winter oder starke Regenfälle während der [[Bestäubung]] können den Ertrag reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Reifung der Pistazie färbt sich die Haut rosig und löst sich von der Schale. Zur Erntezeit im September werden Pistazien von Plantagenbäumen heutzutage mit mechanischen Baumrüttlern auf eine Auffangvorrichtung geschüttelt, damit sie nicht auf den Boden fallen. Von dort werden sie in Behälter umgeladen und zur [[Verarbeitungsmaschine|Verarbeitungsanlage]] transportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verarbeitung ===&lt;br /&gt;
Nach der Ankunft aus der Plantage wird zunächst die äußere Hülle, das Fruchtfleisch, durch die erste Spülung mit Wasser und im nachfolgenden Trocknungsprozess entfernt. Wenn die Pistazien durch das Wasser strömen, sinken zunächst die reifen zu Boden und werden in die Anlage für die Verarbeitung befördert. Unreife Pistazien dagegen treiben an die Oberfläche und werden entfernt. Traditionell werden Pistazien in der Sonne getrocknet, was von Verbrauchern in den orientalischen Ländern allgemein bevorzugt wird. Ware für den Export wird hingegen meist in Verarbeitungsbetrieben getrocknet, was zu hygienisch einwandfreier Ware führt, jedoch Auswirkung auf den Geschmack haben kann. Nach dem Trocknen werden die reifen Pistazien in Silos gelagert. Anschließend werden sie je nach Bedarf weiterverarbeitet. Bei der Trocknung platzt die Schale der Pistazie normalerweise auf, was den späteren Verzehr vereinfacht. Die Samenhaut als Schutzhülle des Kerns bleibt dabei in der Regel unversehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nährstoffgehalt ===&lt;br /&gt;
100&amp;amp;nbsp;g Pistazien ohne Schalen enthalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+100&amp;amp;nbsp;g Pistazien ohne Schalen enthalten:&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Heseker, Beate Heseker: &amp;#039;&amp;#039;Die Nährwerttabelle.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage Neuer Umschau Buchverlag, 2012, ISBN 978-3-86528-140-1, S.&amp;amp;nbsp;64 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Physiologischer Brennwert|Energie]] || [[Protein|Eiweiß]] || [[Kohlenhydrate]] || [[Fette|Fett]] || [[Ballaststoff]]e&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 2.428 [[Kilojoule|kJ]] (518 [[kcal]]) || 18&amp;amp;nbsp;g || 12&amp;amp;nbsp;g || 52&amp;amp;nbsp;g || 10,6 g&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ 100&amp;amp;nbsp;g Pistazien ohne Schalen enthalten an Mineralstoffen und Vitaminen durchschnittlich:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Natrium]]||[[Kalium]] ||[[Calcium]]||[[Magnesium]] || [[Phosphor]]||| [[Eisen]]||[[Zink]]||  [[β-Carotin]] || [[Vitamin E]]  || [[Thiamin|Vitamin B1]]   || [[Riboflavin|Vitamin B2]]   || [[Vitamin B6]] || [[Folsäure]]|| [[Ascorbinsäure|Vitamin C]]&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 5 mg|| 1020 mg||135 mg||160 mg||500 mg||7,5 mg||1,4 mg||150 µg||5,2 mg||0,69 mg ||0,20 mg||0,25 mg||60 µg||7 mg&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis vor ein paar Jahren enthielten Pistazien ebenso wie Nussfrüchte vermehrt Pestizide sowie Spuren von [[Schimmelpilze]]n und deren giftigen Stoffwechselprodukten, vor allem dem krebserregenden und lebensbedrohlichen [[Aflatoxine|Aflatoxin]]. Insbesondere westliche Exportländer wie die USA steigerten daher ihre Qualitätssicherung und Lebensmittelsicherheit. Heute werden Pistazienimporte in die EU streng geprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheit ===&lt;br /&gt;
Pistazien und Nüsse gelten in traditionellen Heilsystemen wie [[Ayurveda]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pole2012&amp;quot;&amp;gt;Sebastian Pole: &amp;#039;&amp;#039;Ayurvedic Medicine: The Principles of Traditional Practice.&amp;#039;&amp;#039; Singing Dragon, 2013, ISBN 978-1-84819-113-6, S. 196, {{Google Buch |BuchID=yKaVpwB7USYC |Seite=196}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[Traditionelle chinesische Medizin|traditionellen chinesischen Medizin]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kastner2009&amp;quot;&amp;gt;Jörg Kastner: &amp;#039;&amp;#039;Chinese Nutrition Therapy.&amp;#039;&amp;#039; 2nd Edition, Thieme, 2009, ISBN 978-3-13-130962-4, S. 71, {{Google Buch |BuchID=80CqL7u0KdIC}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; als mild wärmende, magenfreundliche Speisen. In der wissenschaftlichen Medizin gibt es für sie keine regelmäßige Verwendung. Allerdings können pistazienreiche Ernährungsformen durch den hohen Gehalt an Pflanzenfetten möglicherweise die [[Blutfett]]werte verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Sheridan, J. N. Cooper, M. Erario, C. E. Cheifetz: &amp;#039;&amp;#039;Pistachio nut consumption and serum lipid levels.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American College of Nutrition.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 26, Nr. 2, 2007, S.&amp;amp;nbsp;141–148, {{ISSN|0731-5724}}, PMID 17536125.&amp;lt;/ref&amp;gt; Manche Ernährungsberater empfehlen übergewichtigen Personen den Verzehr von Pistazien, die mit Schalen verkauft werden, um die Verzehrgeschwindigkeit zu verlangsamen und somit die Verzehrzeit zu verlängern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://pistachiohealth.com/health-care-professional/weight-management/pistachio-principle |text=J. Painter: &amp;#039;&amp;#039;The Pistachio Principle: Calorie Reduction Without Calorie Restriction. Weight Management Matters.&amp;#039;&amp;#039; auf pistachiohealth.com |wayback=20130323131407}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wirkungsnachweise hat diese Methode bisher (Stand 2020) nicht erbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verzehr ===&lt;br /&gt;
Pistazien kommen meist geröstet und gesalzen sowie sowohl geschält als auch ungeschält als Knabberei in den Handel. Der Geschmack ist süßlich, mandelartig, gleichzeitig kräftig-würzig. In den Anbauländern kann man sie in der Saison auch frisch und ungeröstet kaufen. Sie haben so einen zarteren Geschmack und sind knackiger als geröstet. Weitere Verwendung finden sie als Süßspeise ([[Fedde del Cancelliere]]), in der Süßwarenproduktion ([[Mozartkugel]]n, [[Praline]]n, [[Baklava]]), für Speiseeis und in der Wursterzeugung (zum Beispiel [[Mortadella]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Verzehr muss die Schale geöffnet werden, da nur der Kern verzehrbar ist. Schale und Kern machen jeweils etwa 50 % des Gewichts einer Pistazie aus. Bei den im Handel erhältlichen Packungen von üblicherweise 250&amp;amp;nbsp;g entfallen somit etwa 125&amp;amp;nbsp;g auf den essbaren Anteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdungssituation ==&lt;br /&gt;
Die Weltnaturschutzunion [[IUCN]] führt den Pistazienbaum in der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste gefährdeter Arten]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN |Year=2022 |ID=63497 |ScientificName=Pistacia vera |YearAssessed=2020 | AssessmentID=61526633 |Assessor=D. Crowley |Download=27. März 2025 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; als potenziell gefährdet (Near Threatened). Als Gründe für die Gefährdung führt sie Überweidung und übermäßige Fruchtnutzung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=1300829|WissName=Pistacia vera|ProjektID=9}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;POWO&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{POWO|Pistacia vera|Zugriff=2025-03-27}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mohannad G. AL-Saghir, Duncan M. Porter: &amp;#039;&amp;#039;Taxonomic Revision of the Genus Pistacia L. (Anacardiaceae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Plant Sciences.&amp;#039;&amp;#039; 3(1), 2012, S. 12–32, [[doi:10.4236/ajps.2012.31002]].&lt;br /&gt;
* S. Padulosi, A. Hadj-Hassan: &amp;#039;&amp;#039;Towards a comprehensive documentation and use of Pistacia…&amp;#039;&amp;#039; IPGRI, 1998, ISBN 92-9043-512-7, S. 35, 37.&lt;br /&gt;
* [[Marilena Idžojtić]]: &amp;#039;&amp;#039;Dendrology.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press, 2019, ISBN 978-0-444-64175-5, S. 481.&lt;br /&gt;
* Matthias Beckmann: &amp;#039;&amp;#039;Bestimmung von Aflatoxinen in Pistazien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;BgVV-Hefte.&amp;#039;&amp;#039; 1998, 8). [[Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin]], Berlin 1998, ISBN 3-931675-33-5.&lt;br /&gt;
* Anke Heier: &amp;#039;&amp;#039;Nachweis der geographischen Herkunft von Pistazien anhand der Stabilisotopenverhältnisse.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, TU Berlin 2006 ([http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2006/1410/ Volltext]).&lt;br /&gt;
* Peter Lüdders, Herbert Wilhelm Debor: &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie des internationalen Pistazien-Schrifttums&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Literaturinformationen aus dem Obstbau.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 68). Universitätsbibliothek der TU Berlin, Berlin 1977, ISBN 3-7983-0369-X.&lt;br /&gt;
* Nima Nabizadeh-Araghi: &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Weg zur „smart region“. Regionale Entwicklung am Beispiel der Pistazienproduktion im Iran&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Terra facta.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 2). Institut für Geographie, Augsburg 2004, ISBN 3-923273-52-5 (zugl. Dissertation, Universität Augsburg 2004).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pistacia vera|Pistazie (&amp;#039;&amp;#039;Pistacia vera&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://temperate.theferns.info/plant/Pistacia+vera &amp;#039;&amp;#039;Pistacia vera&amp;#039;&amp;#039;] bei Useful Temperate Plants.&lt;br /&gt;
* [https://www.baumkunde.de/Pistacia_vera/ &amp;#039;&amp;#039;Echte Pistazie&amp;#039;&amp;#039;] bei Baumkunde.&lt;br /&gt;
* [https://hort.purdue.edu/newcrop/nexus/Pistacia_vera_nex.html &amp;#039;&amp;#039;Linksammlung&amp;#039;&amp;#039;] bei Perdue Univ.&lt;br /&gt;
* [http://www.tis-gdv.de/tis/ware/nuesse/pistazie/pistazie.htm &amp;#039;&amp;#039;Pistazien: Verladung, Gesundheitsvorschriften, Transport&amp;#039;&amp;#039;] bei Transport Information Service (TIS).&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=www.gesundheitmitpistazien.de |text=Informationsportal Gesundheit mit Pistazien |wayback=20180428031223}} – Portal eines Pistazienproduzenten mit FAQ sowie Informationen zu Anbau, Ernte, Verarbeitung und Aspekten der Ernährung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4311048-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sumachgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nutzpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ölpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schalenobst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-13579-35</name></author>
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