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	<title>Pissoir - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:00:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pissoir&amp;diff=25067&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-28144-32: /* Besonderes */</title>
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		<updated>2025-10-08T12:34:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Besonderes&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sensor-operated-urinals1377p.jpg|mini|Pissoir als Abteilung einer Männertoilette]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlins erste Litfaßsäule.jpg|mini|Zeitgenössische Lithographie zur ersten Berliner [[Litfaßsäule]], links mit integriertem Pissoir]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pissoir&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, veraltet auch &amp;#039;&amp;#039;Pissort&amp;#039;&amp;#039;, ist ein für das [[Miktion|Urinieren]] im Stehen vorgesehener Ort. Ein Pissoir kann sowohl ein eigenständiges [[Gebäude]] als auch eine Abteilung einer [[Toilette]] sein. Gelegentlich werden auch die [[Pinkelrinne]] und fälschlicherweise das [[Urinal]] als Pissoir bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort ist {{FrS}}en Ursprungs und setzt sich zusammen aus dem [[Verb]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|pisser}}&amp;#039;&amp;#039; („pissen“) und dem [[Suffix]] &amp;#039;&amp;#039;-oir&amp;#039;&amp;#039; (von {{LaS}} &amp;#039;&amp;#039;-orium&amp;#039;&amp;#039; – der Ort, wo etwas geschieht). Im Französischen selbst wurden diese Orte früher &amp;#039;&amp;#039;vespasienne&amp;#039;&amp;#039; genannt (nach dem römischen Kaiser [[Vespasian]], der eine Sondersteuer auf das Sammeln von Urin erhob, welcher damals als Ammoniakquelle zum Gerben von Leder verwendet wurde). Dieser Begriff ist laut dem [[Wörterbuch]] &amp;#039;&amp;#039;[[Éditions Larousse#Veröffentlichungen|Petit Larousse Illustré]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;1994&amp;#039;&amp;#039; allerdings veraltet (Seite 1062: „VESPASIENNE n.f....Vx...“, Seite 24: „vx...vieux (mot qui n&amp;#039;est généralement plus compris ni employé...)“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Le Petit Larousse Illustré 1994 |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Larousse |Ort=Paris |Datum=1994 |ISBN= |Seiten=24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der standardsprachliche Begriff ist nach Larousse &amp;#039;&amp;#039;urinoir.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Le Petit Larousse Illustré 1994 |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Larousse |Ort=Paris |Datum=1994 |ISBN= |Seiten=1049}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;pissoir&amp;#039;&amp;#039; existiert ebenfalls, ist jedoch als &amp;#039;&amp;#039;pop.&amp;#039;&amp;#039; (populaire) gekennzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Le Petit Larousse Illustré 1994 |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Larousse |Ort=Paris |Datum=1994 |ISBN= |Seiten=786}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1834 der Präfekt &amp;#039;&amp;#039;Claude-Philibert de Rambuteau&amp;#039;&amp;#039; in Paris die ersten öffentlichen Pissoirs errichten ließ, wurden sie von der Opposition spöttisch &amp;#039;&amp;#039;colonne Rambuteau&amp;#039;&amp;#039; (Säule des Rambuteau) genannt. Rambuteau lancierte daraufhin die offizielle Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;colonne vespasienne&amp;#039;&amp;#039; (vespasianische Säule). Es existieren die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;urinoir&amp;#039;&amp;#039; und – etwas weniger gepflegt – &amp;#039;&amp;#039;pissoir, pissotière&amp;#039;&amp;#039;. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;épissoir&amp;#039;&amp;#039; hat damit nichts zu tun, es bezeichnet einen Pfriem, der beim Spleißen (&amp;#039;&amp;#039;épisser&amp;#039;&amp;#039;) verwendet wird ([[Marlspieker]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Le grand Robert, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Als [[Café Achteck]] werden in Berlin [[Euphemismus|euphemisch]] jene mit Dach versehenen Blechkioske mit einer Pissrinne am Boden oder in halber Höhe wegen der acht Sichtwände benannt. Eine Seite bildet durch übergreifende Wände den Eingang. Ähnliche Kioske mit Pissoirs – teilweise in runder Form – finden sich gleichfalls in anderen Städten.&lt;br /&gt;
* In Dresden-Pieschen (Leipziger Straße) befand sich bis in die 1980er Jahre ein rechteckiges Pissoirhäuschen am Pieschener Hafen, von dessen Pissrinne in halber Höhe der Abfluss durch ein Rohr direkt in die Elbe erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In Wien wurden in der Jugendstilzeit Pissoire als Teil einer Anlage mit Klosetts I. und II. Klasse als &amp;#039;&amp;#039;Pissort&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wien.orf.at/v2/news/stories/2691162/ |titel=WC-Streit: Jugendstiltoilette wird renoviert |datum=2015-01-25 |sprache=de |abruf=2021-07-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In den Niederlanden sind teilweise offene Pissoiranlagen, aber auch schneckenförmig eingedrehte Blechkonstruktionen vorhanden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.campingtoilette-guenstig.de/magazin/toiletten-modelle-weltweit/ So erleichtert sich die Welt – unterschiedliche Toiletten-Modelle]&amp;#039;&amp;#039;. Stichwort Niederlande, mit Bild&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der Schweiz wird seit dem Jahr 2000 bei Musikfestivals mit „Peeasy“ ein Frauen-Pissoir ([[Missoir]]) eingesetzt, wo Frauen stehpinkeln können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/FrauenPissoir-Kein-leichtes-Unterfangen/story/13734221 Frauen-Pissoir: Kein leichtes Unterfangen], [[Berner Zeitung]], 18. Juli 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch an anderen Orten findet man hin und wieder Pissoirs für Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Um unerlaubtes Wildpinkeln an bestimmten Plätzen zu verhindern, wurden in Basel an ausgewählten Standorten mobile Kunststoffhäuschen aufgestellt. Diese aufgrund zahlreicher Reklamationen ergriffene Maßnahme des Basler Baudepartements gegen das Wildpinkeln sollte zunächst mit mobilen Anlagen geprüft werden, wie und ob dies genutzt wird. Die Akzeptanz kann bei diesen mobilen Pissoirs am erreichten Tankinhalt kontrolliert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.bazonline.ch/pissoirhaeuschen-sollen-wildpinkler-bremsen-113280367987 Pissoirhäuschen sollen Wildpinkler bremsen.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[Basler Zeitung]], 12. Juli 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; {{&amp;quot;|Die leidige Unsitte des wilden Urinierens in dunkle Ecken des öffentlichen Raums und in Grünanlagen, insbesondere nach feucht-fröhlichen Gelagen, wird in Basel in zunehmendem Masse zu einem Problem, wie das Tiefbauamt Basel-Stadt mitteilt. Klagen von Anwohnern, Hausbesitzern und Restaurants über das Wildurinieren würden sich in der Stadt häufen.}}&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.baublatt.ch/news/politik/basel-startet-versuch-mit-mobilen-pissoirhaeuschen Basel startet Versuch mit mobilen Pissoirhäuschen]&amp;#039;&amp;#039;. In: Baublatt, 12. Juli 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Pissoirhäuschen aus Plastik seien von rund 70&amp;#039;000 Personen genutzt worden, laut einer Schätzung nach der gesammelten Urinmenge von 35&amp;#039;000 Litern. Die Anlagen waren von den Nutzern akzeptiert worden, doch sei das „Wildpinkeln“ verringert, aber nicht verhindert worden. Kritik gab es aus dem nächsten Umfeld der Standorte. Ein saisonales Angebot werde gegenüber fixen Installationen eher toleriert.&amp;lt;ref&amp;gt;Bau- und Verkehrsdepartement (BVD): &amp;#039;&amp;#039;[http://www.tageswoche.ch/de/2012_46/basel/482626/ Mobile Pissoirs werden in Basel gut genutzt]&amp;#039;&amp;#039;. In: Tageswoche, 19. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{&amp;quot;|Explizite sexuelle Handlungen in öffentlichen Anlagen haben schon eine lange Tradition. Im letzten Jahrhundert erhielten Pissoirhäuschen und Parkanlagen eine neue Bedeutung. Sie wurden in der Nacht zum Treffpunkt von Menschen, die Sex suchten und austauschten. In den letzten 30 Jahren wurden diese Orte von der homosexuellen Gemeinschaft beinahe schon institutionalisiert, so dass sie in den internationalen Reiseführern eine eigene Rubrik erhalten.}}&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.crash-communities.ch/old/jjdarkroom.html Jorge Jeffersson präsentiert]. Bericht zur Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Dark Room&amp;#039;&amp;#039;, 5. – 7. Februar 1999 in Zürich&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Oft werden nicht mehr genutzte Pissoirhäuschen einem anderen Nutzungszweck zugeführt. So wurde ein ehemaliges Pissoir in [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]] mit der Sanierung des Platzes (Erich-Weinert-/Gudvanger Straße) zum Müllhaus umgebaut (dazu Bild in der Galerie). In Nürnberg bestand 2009 ein zum Künstlerautomaten umfunktionierte, denkmalgeschütztes Pissoir-Häuschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://nuernberg.bayern-online.de/magazin/kultur/ausstellungen/artikelansicht/veranstaltungen-kultur-ausstellung-seifenblasenbaer-kuenstlerautomat-nuernberg/ Vermerk auf nuernberg.bayern-online.de/magazin], Künstlerautomat Willstraße 50/Ecke Roonstraße.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bio-Pinkel-Blumentröge gefüllt mit Sägespänen werden seit 2017 in Paris eingesetzt. Das Verfahren spart Wasser und Chemikalien, die Sägespänefüllung kann kompostiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://orf.at/#/stories/2378704/ Bepflanzte „Katzenklos“ gegen Wildpinkler in Paris] orf.at, 9. Februar 2017, abgerufen am 9. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das aufgeklebte Bild einer Fliege im Pissoirbecken motiviert den Nutzer zu höherer Zielgenauigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.luzernerzeitung.ch/kultur/nudging-pissoir-erziehung-alle-zielen-auf-die-fliege-ld.87239 |titel=NUDGING: Pissoir-Erziehung: Alle zielen auf die Fliege |sprache=de |abruf=2021-07-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Pissoir-Kioske&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin Germany.jpg|Café Achteck in Berlin&lt;br /&gt;
Pissoir in Neumünster, Bahnhofsstraße 2.jpg|[[Pissoir in der Bahnhofstraße|Altes Pissoir]], Neumünster Bahnhofstraße 2&lt;br /&gt;
Urinal in Aupark Floridsdorf Vienna.JPG|Eingangsbereich des Auparks Floridsdorf, Wien&lt;br /&gt;
Düsseldorf - Public toilet - Pissoir.jpg|Freistehend Düsseldorf&lt;br /&gt;
DE-HH-Hbf-sued-pissoir.jpg|Hamburg Hauptbahnhof, Ausgang Süd&lt;br /&gt;
MinnaFlakePlatz in PrenzlBerg (7).JPG|Umnutzung zum Müllhaus (rechts im Bild)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Urinal am Oudezijds Voorburgwal]]&lt;br /&gt;
* [[Frauenurinal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bettina Möllring: &amp;#039;&amp;#039;[[Toilette]]n und Urinale für Frauen und Männer: die Gestaltung von Sanitärobjekten und ihre Verwendung in öffentlichen und privaten Bereichen.&amp;#039;&amp;#039; (Dissertation [[Universität der Künste Berlin]] 2003/2004 176 Seiten ([http://d-nb.info/971090645/34 Volltext online]), PDF, kostenfrei, 176 Seiten, 3,5 MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Urinals}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Pissoir}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitärtechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-28144-32</name></author>
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