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	<title>Pipilen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T13:41:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pipilen&amp;diff=1032264&amp;oldid=prev</id>
		<title>46.223.219.190: /* Geschichte */ kausal</title>
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		<updated>2025-03-13T08:10:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; kausal&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Familia de indigenas &amp;quot;Izalcos&amp;quot; en Sonsonate.jpg|mini|Historisches Bild aus dem Pipil-Ort [[Izalco]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Señorio cuzcatlan.PNG|mini|Gebiet der Herrschaft von &amp;#039;&amp;#039;Kuskatan&amp;#039;&amp;#039; (Cuzcatlan)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Emblema de Cuzcatlan.svg|mini|[[Glyphe]] von &amp;#039;&amp;#039;Kuskatan&amp;#039;&amp;#039; (Cuzcatlan)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pipil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind ein [[indigene]]s Volk der [[Nahua]] im heutigen [[El Salvador]] sowie angrenzenden Gebieten von [[Guatemala]] und [[Honduras]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach der Überlieferung wurde das Gebiet der Herrschaft von [[Cuzcatlan]] &amp;#039;&amp;#039;(Tekuyut Kuskatan, Tēucyōtl Cōzcatlān &amp;#039;&amp;#039;bzw.&amp;#039;&amp;#039; Señorío de Cuzcatlán)&amp;#039;&amp;#039;, das ungefähr der Westhälfte El Salvadors entsprach, im 11. Jahrhundert von [[Tolteken]] besiedelt, die ihre vorherige Heimat [[Tula (Archäologische Stätte)|Tollan]] unter der Führung des legendären Königs [[Cē Acatl Tōpīltzin Quetzalcōātl]] in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts verlassen hatten und aus denen das Volk der Pipil hervorging. Cē Acatl Tōpīltzin gründete hiernach um das Jahr 1054 die Stadt [[Antiguo Cuscatlán|Cuzcatlan]] &amp;#039;&amp;#039;(Kuskatan)&amp;#039;&amp;#039;, gelegen im heutigen Departamento [[La Libertad (El Salvador)|La Libertad]] im Großraum von [[San Salvador]]. Archäologische Funde in Cuzcatlan und [[Izalco]] deuten allerdings darauf hin, dass die Pipil-Kultur im Gebiet von El Salvador bereits vor dem Jahr [[900]] bestand, die Einwanderung der [[Nahua]] in dieses Gebiet also bereits vor der Toltekenherrschaft in [[Chichén Itzá]] (in [[Yucatán (Halbinsel)|Yucatán]]) stattfand.&lt;br /&gt;
Es gab zunächst eine Reihe von Stadtstaaten der Nahua, die um das Jahr 1200 unter der Vorherrschaft von &amp;#039;&amp;#039;Kuskatan&amp;#039;&amp;#039; vereinigt wurden. Spätestens um 1400 gab es eine Erbmonarchie, die bis zur spanischen Eroberung unter [[Pedro de Alvarado]] 1528 bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Pipil&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem [[Nahuatl]]. Die [[Tlaxcalteken|tlaxcaltekischen]], [[nahuatl]]sprachigen Bundesgenossen der Spanier konnten das [[Nawat (Pipil)|Nawat]] der Bevölkerung Cuzcatlans verstehen. Es ist überliefert, dass die tlaxcaltekischen Soldaten die Sprache der Cuzcateken als „kindliche“ Form ihrer Sprache betrachteten und diese deshalb als „Kinder“ bezeichneten. &amp;#039;&amp;#039;Pipil&amp;#039;&amp;#039; wird zwar an einigen Stellen auch mit „Adliger“ übersetzt, was aber hier nicht die Bedeutung des Wortes ist: &amp;#039;&amp;#039;Pil&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „klein“, &amp;#039;&amp;#039;Pipil&amp;#039;&amp;#039; „Kind, Knabe, Mädchen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mythologie der Pipil war stark von der [[Maya]]-Kultur geprägt. Die Pipil zerfielen in vier Unterethnien: &amp;#039;&amp;#039;Cuzcatlecos&amp;#039;&amp;#039; (um Cuzcatlán, heute [[Antiguo Cuscatlán]] im Großraum von [[San Salvador]]), &amp;#039;&amp;#039;Izalcos&amp;#039;&amp;#039; (mit dem politischen Zentrum [[Izalco]] im heutigen [[Sonsonate (Departamento)|Sonsonate]], bekannt für die Produktion von Kakao und Obsidianwerkzeugen), &amp;#039;&amp;#039;Nonualcos&amp;#039;&amp;#039; (die als besonders kriegerisch galten, im Gebiet von [[Santiago Nonualco]] im heutigen [[La Paz (El Salvador)|La Paz]]), und &amp;#039;&amp;#039;Mazahuas&amp;#039;&amp;#039; (Hirten, die [[Weißwedelhirsch|weißschwänzige Hirsche]] hüteten, vgl. den häufigen Ortsnamen &amp;#039;&amp;#039;Masahuat&amp;#039;&amp;#039; in mehreren Departamentos). Im Jahre [[1524]] wurden sie von den spanischen [[Conquistador]]en unter [[Pedro de Alvarado]] unterworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft lebte ein Großteil der Pipil bis Ende des 19. Jahrhunderts von der [[Subsistenzwirtschaft]]. Die Agrarproduktion wurde auf kommunalem Land betrieben. Dies sollte sich in den Jahren ab 1880 ändern, als die Regierung die Wirtschaft des Landes auf den [[Kaffee]]-Export ausrichtete. Hierzu wurde in einer Reihe von Regierungsdekreten das kommunale Land indigener Gemeinden zwangsprivatisiert. In der Folge ging es in die Hände einiger Großgrundbesitzerfamilien über und wurde in Kaffeeplantagen umgewandelt. Den Indigenen war so die Grundlage der Subsistenzwirtschaft genommen, und sie waren gezwungen, auf den Kaffeeplantagen zu arbeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;almeida&amp;quot;&amp;gt;Paul D. Almeida: &amp;#039;&amp;#039;Organizational expansion, liberalization reversals and radicalized collective action.&amp;#039;&amp;#039; In: Harland Prechel (ed.): Politics and globalization 15, 2007, pp 57-97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 forschte der deutsche Anthropologe [[Leonhard Schultze]] drei Monate lang in der Region von [[Izalco]]. 1935 erschien bei Gustav Fischer in Jena &amp;#039;&amp;#039;Indiana II – Mythen in Muttersprache der Pipil von Izalco in El Salvador&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Leonhard Schultze: &amp;#039;&amp;#039;Indiana II - Mythen in Muttersprache der Pipil von Izalco in El Salvador&amp;#039;&amp;#039;. Geschichte der Marburger Völkerkunde (Ethnologie). Gustav Fischer, Jena 1935.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor Erscheinen des Buches wurde ein großer Teil der von Schultze beobachteten Menschen ermordet. 1932 erhob sich ein Teil der Pipil-Bauern gegen die Herrschaft der Großgrundbesitzer. Schwerpunkte des Aufstandes lagen unter anderem in den Gemeinden [[Izalco]], wo der Pipil-Bauernführer [[Feliciano Ama]] aktiv war, und [[Nahuizalco]]. Der Widerstand der mit [[Machete]]n bewaffneten Bauern war mit Maschinengewehren schnell gebrochen. &amp;#039;&amp;#039;[[La Matanza (El Salvador)|La Matanza]]&amp;#039;&amp;#039;, „das Massaker“ nach der Niederwerfung des Volksaufstands unter Agustín [[Farabundo Martí]] durch General [[Maximiliano Hernández Martínez]] [[1932]], gilt als das Ende der Pipil El Salvadors. So heißt es, Menschen seien einfach auf Grund des Unterscheidungsmerkmals getötet worden, dass sie [[Nawat (Pipil)]] sprachen oder „indianische“ Kleidung trugen&amp;lt;ref&amp;gt;Hugh Byrne: &amp;#039;&amp;#039;El Salvador&amp;#039;s Civil War: A Study of Revolution.&amp;#039;&amp;#039; Boulder, Colorado, Lynne Rienner Publishers, 1996&amp;lt;/ref&amp;gt;. Etwa 30.000 Menschen, mehrheitlich unbewaffnete indigene Bauern, wurden dabei niedergemacht. Feliciano Ama, Farabundo Martí und andere Bauernführer wurden hingerichtet. Unter General Hernández erlassene Gesetze machten den Gebrauch indigener Sprachen auch offiziell strafbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in den 1930er Jahren sämtliche indigenen Sprachen El Salvadors unterdrückt und verfolgt wurden, spricht nur noch eine Handvoll Menschen die Pipil-Sprache &amp;#039;&amp;#039;Nawat&amp;#039;&amp;#039;, während andere indigene Sprachen, darunter das [[Lenca (Sprache)|Lenca]] im Osten des Landes, bereits ausgestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation ==&lt;br /&gt;
Heute gelten etwa 200.000 Menschen in [[El Salvador]] und [[Honduras]] als „ethnische Pipil“. Bei der letzten Volkszählung in El Salvador bezeichneten sich aber nur 11.488 Personen als „[[Indigene]]“, überwiegend in historischen Pipil-Gebieten im Westen des Landes. Von diesen gaben ganze 97 Menschen [[Nawat (Pipil)|Nawat bzw. Pipil]] als Muttersprache an, davon 62 im [[Sonsonate (Departamento)|Departement Sonsonate]], 22 in [[San Salvador]] und 11 in anderen Landesteilen. Der Linguist Jorge Lemus von der Universität Don Bosco in San Salvador spricht dagegen von 200 bis 300 Muttersprachlern. Seit der Jahrtausendwende gibt es einzelne Schul- und Kindergartenprojekte zur Revitalisierung der Sprache.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.elsalvador.com/mwedh/nota/nota_completa.asp?idCat=6482&amp;amp;idArt=3957733 |wayback=20120928064607 |text=Alfredo García, elsalvador.com, 28. August 2009: Náhuat, el renacimiento de una lengua - En 2003 quedaban solo unos 200 náhuat hablantes en todo el país. Seis años después, alrededor de 3 mil estudiantes de 11 escuelas reciben clases de este idioma |archiv-bot=2019-05-07 14:00:26 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Toter Link | date=2017-10-12|url=http://www.udb.edu.sv/editorial/cientifica/cientifica5/articulo1.pdf |text=Jorge E. Lemus (2004): El pueblo pipil y su lengua. In: Científica 5. San Salvador: Universidad Don Bosco. pp. 7–28 }}&lt;br /&gt;
* [[Virginia Tilley]] (2005): &amp;#039;&amp;#039;Seeing Indians: A Study of Race, Nation and Power in El Salvador&amp;#039;&amp;#039;. University of New Mexico Press.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.cuscatla.com/cuzcatlan2.htm Señorío de Cuzcatlán]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Mittelamerika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>46.223.219.190</name></author>
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