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	<title>Pipapo - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T15:10:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pipapo&amp;diff=207644&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-29947-12: /* Literarische Verwendungen */</title>
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		<updated>2025-10-24T18:29:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literarische Verwendungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pipapo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Wort]] (eine [[Triplikation]]) der [[Umgangssprache]] und wird hauptsächlich in Verbindungen wie &amp;#039;&amp;#039;„mit allem Pipapo“&amp;#039;&amp;#039; in der Bedeutung „mit allem, was dazugehört“, „mit allem Drum und Dran“ als ein zusammenfassender Platzhalter verwendet, wenn man nicht alle gemeinten Einzelheiten aufzählen möchte (Beispiel: „Es gibt ein Festessen mit allem Pipapo.“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts belegt und wurde möglicherweise aus der Abkürzung &amp;#039;&amp;#039;p.p.&amp;#039;&amp;#039; „herausgesponnen“ (Kluge),&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]] (Begr.), [[Elmar Seebold]] (Bearb.): Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Pipapo.&amp;#039;&amp;#039; In: Dies.: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin 2002, ISBN 3-11-017473-1, S. 704.&amp;lt;/ref&amp;gt; die in der Verbindung mit der Abkürzung „etc.“ (&amp;#039;&amp;#039;etc. p.p.&amp;#039;&amp;#039;) „perge, perge“ („fahre fort, fahre fort“, sinngemäß „und so weiter, und so fort“) bedeutet oder in Anreden mit der Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;praemissis praemittendis&amp;#039;&amp;#039; („nach Vorausschickung des Vorauszuschickenden“) als Platzhalter für die Aufzählung einzelner Titel steht. Auch ein Zusammenhang mit &amp;#039;&amp;#039;Pofel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bafel&amp;#039;&amp;#039; „schlechte Ware oder wertloses Geschwätz“ wurde gelegentlich vermutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Knobloch: &amp;#039;&amp;#039;Grundformen subkultureller Wortbildungen und Begriffsprägungen in den klassischen Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; In: Roland Bielmeier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Indogermanica et Caucasica. Festschrift für [[Karl Horst Schmidt]] zum 65. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur indogermanischen Sprach- und Kulturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; N.F. Band 6). Walter de Gruyter, Berlin 1994, ISBN 3-11-013448-9, S. 63–66, hier S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rechtschreib-Duden nahm das Wort erstmals in der 18. Auflage von 1980 mit einem eigenen [[Lemma (Lexikographie)|Lemma]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;duden-b1-18&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Duden]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremdwörter.&amp;#039;&amp;#039; 18., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim 1980.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Verwendungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pipapo ist der Name einer Nebenperson in der komischen Oper &amp;#039;&amp;#039;Turlututu, empereur de l’île verte&amp;#039;&amp;#039; („Turlututu, Kaiser der grünen Insel“) von [[Louis Abel Beffroy de Reigny|Beffroy de Reigny]], die am 3. und 5. Juli 1797 im Pariser [[Théâtre de la Cité-Variétés|Théâtre de la Cité]] zwei Aufführungen erlebte.&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Henry Lecomte: &amp;#039;&amp;#039;Histoire des Théâtres de Paris. Le Théâtre de la Cité 1792–1807&amp;#039;&amp;#039;. Slatkine, Genf 1973, S.&amp;amp;nbsp;141–142 (unveränderter Nachdr. d. Ausg. H. Daragon, Paris 1910).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name soll in diesem Stück, ebenso wie der der Hauptperson und einiger anderer Charaktere, zugleich die Klangwelt der Kindersprache wie auch den exotischen Charakter des märchenhaften Schauplatzes evozieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Pipapo – Die Geschichte eines Drehbuchs&amp;#039;&amp;#039; war der Titel eines [[Satire|satirischen]] [[Hörspiel]]es, mit dem [[Hans Werner Richter]], der Begründer der [[Gruppe&amp;amp;nbsp;47]], seine Erlebnisse als [[Drehbuchautor]] zu einer Kritik der Filmbranche verarbeitete. In diesem Hörspiel erzählt ein Drehbuch von seiner eigenen Entstehung und Verhunzung im Verlauf eines ständig von sachfremden Erwägungen geleiteten Filmprojekts. Das Hörspiel wurde am 18. Oktober 1955 vom [[Nordwestdeutscher Rundfunk|NWDR]] Hamburg erstmals gesendet. Eine veränderte Fassung unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der große Verzicht&amp;#039;&amp;#039;, die vom [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunk]] bereits fertig produziert und deren Sendung für den 3.&amp;amp;nbsp;Februar 1956 angekündigt war, wurde von dem damaligen NWDR-Abteilungsleiter [[Rüdiger Proske]] kurzfristig durch eine Sperrung der Rechte verhindert, nachdem die Berliner [[Capitol-Film GmbH|Capitol-Filmgesellschaft]], in deren Auftrag Richter an dem Drehbuch des Films &amp;#039;&amp;#039;[[Vor Gott und den Menschen]]&amp;#039;&amp;#039; mitgearbeitet hatte, den Erlass einer [[Vorläufiger Rechtsschutz|einstweiligen Verfügung]] angekündigt hatte, weil sie sich und ihren Film in Richters Hörspiel kritisiert und in der Öffentlichkeit herabgesetzt sah.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=31587624 |Titel=Richters Pipapo |Jahr=1956 |Nr=9 |Seiten=48}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 veröffentlichte der deutsche Schriftsteller [[Michael Ende]] sein Kinderbuch &amp;#039;&amp;#039;[[Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer]]&amp;#039;&amp;#039;, das in der Folge durch Adaptionen des Marionettentheaters [[Augsburger Puppenkiste]] und durch deren Verfilmungen –&amp;amp;nbsp;1961/62 in Schwarz-Weiß, 1977/78 neu in Farbe&amp;amp;nbsp;– popularisiert wurde. Dort gibt es die Figur des chinesischen „Oberbonzen“ Herrn Pi&amp;amp;nbsp;Pa&amp;amp;nbsp;Po, dessen Name ähnlich wie anderweitig bei Ende der Name &amp;#039;&amp;#039;Ping-Pong&amp;#039;&amp;#039; seinen Sprachwitz daraus bezieht, dass ein umgangssprachlich vertrauter deutscher Ausdruck zur Erzeugung eines chinesischen [[Kolorit]]s der erzählten Handlung eingesetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Heidi Aschenberg: &amp;#039;&amp;#039;Eigennamen im Kinderbuch: eine textlinguistische Studie.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Tübinger Beiträge zur Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; 351). Narr, Tübingen 1991, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Verwendungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Regisseur und Produzenten [[Richard Eichberg]] ist der Ausspruch überliefert, mit dem er einmal [[Conrad Veidt]] auf dessen Frage, wie er eine Rolle anzulegen hätte, in breitestem Berlinisch geantwortet habe: “Menschenskind, da machste eben einfach pi-pa-po, du hast ma doch vasproch’n, du bist ‘n Schoospiela!”&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert bei Heinrich Fraenkel: &amp;#039;&amp;#039;Unsterblicher Film. Die grosse Chronik. Von der Laterna Magica bis zum Tonfilm.&amp;#039;&amp;#039; Bildteil von Wilhelm Winckel. Kindler, München 1956, {{DNB|451329279}}, S. 191.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Komponist Ewald Bludau (4. August 1884 – 6. Juni 1940) schrieb um 1924 einen Shimmy-Fox mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Pi-Pa-Po&amp;#039;&amp;#039;, dessen Kehrreim wortspielerisch (und für die Zeit leicht anzüglich) anfing: “Am Pi-Pa, am Po-Po, am Potsdamer Platz...”&amp;lt;ref&amp;gt;überliefert auf zahlr. Schallplatten, z.&amp;amp;nbsp;B. auf Artiphon No. 1830, Etikett abgeb. bei {{Webarchiv|url=http://streamd.hitparade.ch/cdimages/artiphon-orchester-pi-pa-po_s.jpg |wayback=20160902003320 |text=hitparade.ch |archiv-bot=2022-12-28 07:34:00 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gruppe mit dem Namen Podpiraten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://podpiraten.de/ podpiraten.de], Internetseite des Podcasts PiPaPo&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt [[Podcast]]s mit dem Namen PiPaPo heraus. Die Sendung beschäftigt sich hauptsächlich in Form von [[Interview]]s mit der [[Piratenpartei Deutschland]]. Der Name kann als Abkürzung für &amp;#039;&amp;#039;Piratenpartei Podcast&amp;#039;&amp;#039; interpretiert werden und spielt bewusst mit der Bedeutung der Redewendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redewendung]]&lt;/div&gt;</summary>
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