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	<title>Pinselduktus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T17:52:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pinselduktus&amp;diff=1160021&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (Apostroph ≠  Accent aigu ≠ Prime)</title>
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		<updated>2026-05-01T07:38:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (&lt;a href=&quot;/index.php/Apostroph&quot; title=&quot;Apostroph&quot;&gt;Apostroph&lt;/a&gt; ≠  &lt;a href=&quot;/index.php/Akut&quot; title=&quot;Akut&quot;&gt;Accent aigu&lt;/a&gt; ≠ &lt;a href=&quot;/index.php/Prime_(Typografie)&quot; title=&quot;Prime (Typografie)&quot;&gt;Prime&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pinselduktus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lateinisch ducere = führen, ziehen, machen, künstlerisch gestalten) (auch Duktus, Pinselführung) bezeichnet die Art, wie Kunstschaffende in der [[Malerei]] den Pinsel führen und damit mehr oder weniger charakteristische [[Pinselspur]]en (Werkspuren) hinterlassen. Der Pinselduktus zeugt von dem Rhythmus der malenden Hand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Lexikon der Kunst |Hrsg=Ludger Alscher u. a. |Band=Band 1, Stichwort: Duktus |Auflage=1 |Verlag=VEB E. A. Seemann, Buch- und Kunstverlag |Ort=Leipzig |Datum=1968 |Seiten=575}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Pinselduktus wird auch dadurch beeinflusst, welche Pinsel die Kunstschaffenden verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunstschaffende setzen den Pinselduktus bewusst oder unbewusst ein, um ihre Intentionen zu verdeutlichen. Ist zum Beispiel bei einem [[Porträt]] die Pinselführung im Gesicht feiner als bei der Kleidung, erkennt man, dass der Maler besonderen Wert auf den Gesichtsausdruck bzw. auf das Gesicht legt. Allgemein kann der Pinselduktus fein oder grob, flächig oder malerisch aufgelöst, homogen oder heterogen, dynamisch oder statisch, geordnet oder ungeordnet, konturenhaft oder übergehend sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Duktus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in der Malerei bezeichnet die Art, wie Kunstschaffende nicht nur Pinsel, sondern auch Finger, Handballen, [[Malmesser]], Spachtel oder andere Malwerkzeuge führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sichtbare Pinselspur ==&lt;br /&gt;
Die Pinselspur kann sichtbar und betont sein, wenn der Pinsel zum Beispiel punktartig, klecksartig, fleckenhaft, kurz- oder langsträhnig oder geschwungen aufgesetzt wird. Besonders gut sichtbar wird die unebene Bildoberfläche der sichtbaren Pinselspur bei scharfem, seitlichem Lichteinfall. Mit der Anerkennung der Rolle des Individuums, vor allem ab der Renaissance, nimmt die Sichtbarkeit der Pinselspur zu. Beispiele für Malereien mit sichtbarer Pinselspur sind unter anderem Mumienporträts aus Fayum, Spätwerke von Rembrandt, Werke des Pointillismus, Impressionismus, Expressionismus&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Lexikon der Kunst |Hrsg=Ludger Alscher u. a. |Band=Band 2, Stichwort: Geteilte Handschrift |Auflage=1 |Verlag=VEB E. A. Seemann, Buch- und Kunstverlag |Ort=Leipzig |Datum=1976 |Seiten=62}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Gemälde der neuen Wilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Mummy portrait of a woman from Fayum, Hawara,modern-day Egypt. The portrait was painted in encaustic on wood. Roman, 300-325 CE. The British Museum, London.jpg|Sichtbare Pinselspur. Mumienporträt einer Frau aus Fayum (heute Hawara) / Ägypten.&lt;br /&gt;
 Rembrandt - Haman Recognizes his Fate (detail) - WGA19126.jpg|Sichtbare Pinselspur im Spätwerk. Rembrandt (oder Werkstatt): Haman erkennt sein Schicksal. Ausschnitt.&lt;br /&gt;
 Georges Seurat - The Seine seen from La Grande jatte PC 176.jpg|Punktartiger Pinselduktus. Georges Seurat: Die Seine von der Insel La Grande Jatte aus gesehen.&lt;br /&gt;
 Vincent van Gogh - Deux Paysannes (1889).jpg|Geschwungene Linien. Vincent van Gogh: Zwei grabende Bäuerinnen auf schneebedecktem Feld.&lt;br /&gt;
 Liebermann Villa z35.jpg|Kurze Striche. Max Liebermann: Blumenstauden am Gärtnerhäuschen nach Norden. Ausschnitt.&lt;br /&gt;
 Ernst Ludwig Kirchner Tänzerin.jpg|Zickzack-Striche. Ernst Ludwig Kirchner: Tänzerin.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unsichtbare Pinselspur ==&lt;br /&gt;
Der Pinselstrich kann unsichtbar, verfließend sein, wenn die Spuren des einzelnen Pinselstrichs verwischt werden und eine glatte Bildoberfläche entsteht. Der Pinselduktus bleibt ohne individuelle und subjektive Ausdrucksmöglichkeit. Dieser findet sich unter anderem in Zeiten, die der Entwicklung des Individuums kaum Raum geben (z. B. in der Romanik und Gotik), oder wenn Kunstschaffende Gegenstände möglichst plastisch erfassen möchten (z. B. in der Neuen Sachlichkeit oder dem Fotorealismus) oder in den abstrakten Gemälden der Konkreten Malerei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Lexikon der Kunst |Hrsg=Ludger Alscher u. a. |Band=Band 5. Stichwort: Handschrift |Auflage=1. |Verlag=VEB E. A. Seemann, Buch- und Kunstverlag |Ort=Leipzig |Datum=1978 |Seiten=397}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Schülerduden „Die Kunst“ |Hrsg=Gerhard Kwiatkowski |Verlag=Stichwort: Handschrift. Bibliographisches Institut |Ort=Mannheim |Datum=1983 |ISBN=3-411-02200-0 |Seiten=219}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Fra Angelico - Annunciation (detail) - WGA0477.jpg|Gotik. Fra Angelico (1395–1455): Verkündigung von Cortona. Ausschnitt.&lt;br /&gt;
 Leonardo da Vinci, Salvator Mundi, detail of face.jpg|Renaissance. Leonardo da Vinci (zugeschrieben): Salvator Mundi (Erlöser der Welt). Ausschnitt.&lt;br /&gt;
 1821 Friedrich Wiesen bei Greifswald anagoria.JPG|Romantik. Caspar David Friedrich: Wiesen bei Greifswald.&lt;br /&gt;
 Ewald Schönberg - Vorfrühling im Zinnwald, 1945.jpg|Neue Sachlichkeit: Ewald Schönberg (1882–1949): Vorfrühling im Zinnwald.&lt;br /&gt;
 John&amp;#039;s Diner by John Baeder.jpg|Fotorealismus. John Baeder (1938–&amp;amp;nbsp;): Johns Esslokal [John’s Diner].&lt;br /&gt;
 Barnett Newman at Neue Nationalgalerie (2369586886).jpg|Konkrete Malerei. Barnett Newman (1905–1970): Wer hat Angst vor Rot, Gelb und Blau IV [Who’s Afraid of Red, Yellow and Blue IV].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Provenienzforschung ==&lt;br /&gt;
Der Pinselduktus ist oft ein charakteristisches Merkmal der Handschrift einer Künstlerin oder eines Künstlers. Deshalb kann in der Provenienzforschung die Untersuchung des Pinselduktus ein Teilaspekt sein, Autorinnen und Autoren eines unsignierten und bestrittenen Werkes zu ermitteln oder eine Fälschung zu entlarven.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Lexikon der Kunst |Hrsg=Ludger Alscher u. a. |Band=Band 2. Stichwort: Handschrift des Künstlers |Auflage=1. |Verlag=VEB E. A. Seemann, Buch- und Kunstverlag |Ort=Leipzig |Datum=1976 |Seiten=201}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ludger Alscher u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Kunst in fünf Bänden.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. VEB E. A. Seemann, Buch- und Kunstverlag, Leipzig 1968–1978, Stichwörter: Duktus, Geteilte Handschrift, Handschrift des Künstlers, Verfließende Handschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Pinselspur]]&lt;br /&gt;
* [[Pinselzeichnung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik der Malerei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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