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	<title>Pinchas Ruthenberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pinchas_Ruthenberg&amp;diff=1725170&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Spyridon am 5. April 2026 um 22:20 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pinhas Rutenberg 1941-1923.jpg|mini|Pinchas Ruthenberg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pinchas Ruthenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pinhas Ruthenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pinhas Rutenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, * [[5. Februar]] [[1879]] in [[Romny]], Gouvernement [[Poltawa]]; † [[3. Januar]] [[1942]] in [[Jerusalem]]) war ein russischer [[Sozialrevolutionäre|Sozialrevolutionär]] und später in seinem Leben Wasserbauingenieur, Unternehmer und [[Zionismus|zionistischer]] Pionier im [[Völkerbundsmandat für Palästina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Pinchas Ruthenberg studierte am [[Polytechnische Peter-der-Große-Universität Sankt Petersburg|Staatlichen Polytechnischen Institut]] in [[Sankt Petersburg]] und arbeitete anschließend als Betriebsleiter in den [[Kirowwerk|Putilow-Werken]]. Er war aktives Mitglied der [[Sozialrevolutionäre|Sozial-revolutionären Partei]] [[Russisches Kaiserreich|Russlands]] und spielte eine führende Rolle am &amp;#039;&amp;#039;[[Petersburger Blutsonntag|Blutigen Sonntag]]&amp;#039;&amp;#039; ({{JULGREGDATUM|22|1|1905}}), an dem er dem Priester [[Georgi Apollonowitsch Gapon]] das Leben rettete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruthenberg und Gapon flohen zunächst ins Ausland und kehrten erst Ende des Jahres 1905 zurück. Gapon bekannte Ruthenberg gegenüber, ein [[Agent Provocateur]] der [[Ochrana]] zu sein. Ruthenberg offenbarte dies dem Zentralkomitee der Sozial-revolutionären Partei, um sich von dem Verdacht zu befreien, ein Komplize Gapons zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JB&amp;quot;&amp;gt;Jörg Baberowski: &amp;#039;&amp;#039;Der sterbliche Gott: Macht und Herrschaft im Zarenreich&amp;#039;&amp;#039;. C.H.Beck, München 2024, ISBN 978-3-406-71420-7, S. 812.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Jewno Fischelewitsch Asef|Jewno Asef]], der später selbst als Agent Provocateur der Ochrana enttarnt werden sollte, empfahl daraufhin, Gapon zu töten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JB&amp;quot; /&amp;gt; Ruthenberg lockte Gapon im März 1906 in eine kleine Hütte bei Oserki, wo er auf Geheiß der Partei von drei gedungenen Mördern [[Hängen|gehängt]] wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JB&amp;quot; /&amp;gt; Die Sozialrevolutionäre übernahmen keine Verantwortung für Gapons Tod und schlossen Ruthenberg aus der Partei aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruthenberg musste 1907 nach Italien flüchten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZO&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.zionistarchives.org.il/en/datelist/Pages/Rutenberg.aspx Pinhas Rutenberg]&amp;#039;&amp;#039;. In: zionistarchives.org.il, abgerufen am 22. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort beschäftigte er sich mit dem [[Wasserbau]], insbesondere dem Bau von Dämmen und der Nutzung der Wasserkraft zur Stromerzeugung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZO&amp;quot; /&amp;gt; Während seiner Zeit in Italien entdeckte Ruthenberg den [[Zionismus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 ging Ruthenberg in die USA. Er beteiligte sich an der dortigen jüdischen Kongressbewegung und gründete zusammen mit [[Chaim Schitlowsky]] den [[American Jewish Congress]]. Zu dieser Zeit trat er vorübergehend in die [[Poalei Tzion|Poale-Zion-Partei]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Februarrevolution 1917]] war Ruthenberg Leiter der nordrussischen Zivilverwaltung. In der Krise der [[Provisorische Regierung (Russland)|Provisorischen Regierung]] in den Wochen vor der [[Oktoberrevolution]] wurde er zu einem der drei Generalbevollmächtigten des Notstandsrates der Provisorischen Regierung ernannt. Er kämpfte bis zum Schluss gegen die [[Bolschewiki]]. Nach der Machtübernahme durch die Sowjets wurde Ruthenberg in [[Petrograd]] vorübergehend inhaftiert, bis sie ihn im März 1918 gemeinsam mit anderen politischen Häftlingen freiließen. Nach seiner Freilassung ging er nach [[Moskau]], dann nach [[Kiew]] und [[Odessa]], schließlich nach [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rutenberg Palestine Electric Company Ltd.jpg|mini|Die Hauptverwaltung der Palestine Electric Company in den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Palästina entwickelte Ruthenberg Planungen für die Elektrifizierung der Städte und der jüdischen Siedlungen und für den Bau von 13 Kraftwerken. Dabei wurde er von [[Edmond de Rothschild]] und von dessen Sohn James unterstützt. 1921 erteilte ihm die Behörde des [[Völkerbundsmandat für Palästina#Hochkommissare für Palästina|Hochkommissars]] die [[Konzession]] zum Aufbau der Stromversorgung in [[Tel Aviv-Jaffa|Jaffa und Tel Aviv]]. Am 29. März 1923 wurde unter der Leitung Ruthenbergs und der Beteiligung britisch-jüdischen Kapitals mit regierungsamtlicher Konzession die &amp;#039;&amp;#039;Palestine Electric Corporation&amp;#039;&amp;#039; gegründet, die heutige [[Israel Electric Corporation]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mordechai Naor|Mordecai Naor]]: &amp;#039;&amp;#039;Eretz Israel. Das 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Könemann, Köln 1998, ISBN 3-89508-594-4, S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Palestine Electric Corporation wurde nach ihrem Direktor allgemein als &amp;#039;&amp;#039;Rutenberg Konzern&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Mühl: [http://david.juden.at/kulturzeitschrift/44-49/Main%20frame_Artikel48_Nichtjude.htm &amp;#039;&amp;#039;„Ein Nichtjude über Palästina“. Ein ungewöhnlicher Reisebericht&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 4. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Tel Aviv und in [[Haifa]] und an anderen Orten entstanden mit Diesel befeuerte Kraftwerke.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Sonnenfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Ruthenberg-Kraftstation in der Haifa-Bai&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Gemeinde zu Berlin. Gemeindeblatt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 26, 17. Mai 1936, Nr. 20, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Werk in Tel Aviv nahe der heutigen [[Tel Aviv Central Bus Station]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Yaacov Shavit |Titel=Tel Aviv : Naissance d’une ville (1909–1936) |Verlag=Éditions Albin Michel |Ort=Paris |Datum=2004 |Reihe=Collection Présences du judaïsme |BandReihe=28 |HrsgReihe=[[Mireille Hadas-Lebel]] |ISBN=2-226-15434-5 |Seiten=92 f. |Kommentar=übersetzt von Esther Ifrah; dort zitiert nach Élie Saltiel: &amp;#039;&amp;#039;Pinhas Rutenberg&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Tel Aviv 1990, siehe Fußnote 2, S. 221}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ging am 10. Juni 1923&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; unter großem Jubel der Bevölkerung in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Großprojekt war die hydroelektrische Ausnutzung der Jarmukfälle von Naharajim (bei [[Gescher (Kibbuz)|Gescher]]), unmittelbar vor der Mündung des [[Jarmuk]] in den [[Jordan]]. Seit 1920 arbeitete Ruthenberg an den Kraftwerksplänen. Die Palestine Electric Corporation erwarb zum Bau des Stausees und des Kraftwerks Grundstücke östlich des Jordan. 1927 begannen die Bauarbeiten, 1932 wurde das Kraftwerk Naharajim fertiggestellt und &amp;#039;&amp;#039;Tel-Or (Lichtberg)&amp;#039;&amp;#039; genannt. Die Kraftwerke der Palestine Electric Corporation erzeugten 1934 eine [[elektrische Arbeit]] von mehr als 34 Mill. kWh. Ebenfalls um die Mitte der 1930er Jahre gründete er die [[Palestine Airways]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Nur Masalha]] |Titel=Palestine – A Four Thousand Year History |Auflage=2 |Verlag=I. B. Tauris |Ort=London |Datum=2024 |ISBN=978-0-7556-4942-6 |Seiten=290}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die 1937 bis 1940 von [[Imperial Airways|British Imperial Airways]] betrieben und anschließend militärisch in die [[Royal Air Force|British Royal Air Force]] integriert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Palestine Electric Corporation und das Kraftwerk Naharajim beschäftigten Ruthenberg so sehr, dass er für eine politische Tätigkeit im [[Jischuv]] zunächst keine Zeit fand. Nachdem David Jellin aus Protest über die antijüdischen [[Massaker von Hebron (1929)|Massaker von Hebron]] zurückgetreten war, wählte die [[Repräsentantenversammlung (Palästina)|Repräsentantenversammlung des Jischuv]] Ruthenberg aus ihrer Mitte zum Präsidenten des [[Nationalausschuss (Palästina)|Nationalausschusses]] ({{heS|הַוַּעַד הַלְּאֻמִּי&amp;amp;lrm;|HaWaʿad haLəʾummī}}, somit Exekutive der Körperschaft der [[Jischuv|jüdischen Palästinenser]]), der seit 1928 durch den &amp;#039;&amp;#039;Government of Palestine&amp;#039;&amp;#039; der britischen Mandatsmacht offiziell anerkannten Regierung des Jischuv. Damit wurde er auch kooptiertes Mitglied der [[Jewish Agency|Sochnut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nachruf der in London erschienenen [[Deutschsprachige Exilpresse (1933–1945)|Exilzeitung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; würdigte Pinchas Ruthenberg als einen „der großen Pioniere in der Aufbauarbeit Palästinas“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Pinhas Ruthenberg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 9. Januar 1942, Nr. 253, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Nach Pinchas Ruthenberg ist das [[Kraftwerk Rutenberg]] bei [[Aschkelon|Aschqelon]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Renate Dieterich: &amp;#039;&amp;#039;Electrical current and nationalist trends in Transjordan: Pinhas Rutenberg and the electrification of Amman&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt des Islams]]&amp;#039;&amp;#039;, {{ISSN|1570-0607}}, Jg. 43 (2003), Nr. 1, S. 88–101.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rutenberg, Pinhas&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Yaacov Shimoni]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographical dictionary of the Middle East&amp;#039;&amp;#039;. New York: Facts on File, 1991, S. 196&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pinhas Rutenberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120646862|LCCN=nr/90/16511|VIAF=54983979}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ruthenberg, Pinchas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Russischen Revolution 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Repräsentantenversammlung (Palästina)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zionismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russischer Emigrant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immigrant in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetischer Emigrant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immigrant in Palästina zur Mandatszeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ruthenberg, Pinchas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Ingenieur und Unternehmer, zionistischer Pionier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Februar 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Romny]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Januar 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Jerusalem]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spyridon</name></author>
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