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	<title>Pimpf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T13:52:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pimpf&amp;diff=260783&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Ulrich Ammon, „Hans Bickel (Linguist)“ und „Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)“</title>
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		<updated>2026-04-13T21:02:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Ulrich Ammon, „Hans Bickel (Linguist)“ und „Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt einen Jungen vor dem [[Stimmbruch]]; zu weiteren Bedeutungen siehe [[Pimpf (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pimpf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine umgangssprachliche, scherzhaft bis abwertend konnotierte Bezeichnung für einen kleinen [[Junge]]n. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war &amp;#039;&amp;#039;Pimpf&amp;#039;&amp;#039; ein Dienstgrad für 10- bis 14-jährige Mitglieder des [[Deutsches Jungvolk|Deutschen Jungvolks]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Pimpf&amp;#039;&amp;#039; begegnet in verschiedenen deutschen Mundarten in unterschiedlicher Bedeutung. Im [[Bairisch]]en und hier insbesondere im [[Österreichisches Deutsch|Österreichischen]] bedeutet es so viel wie {{&amp;quot; |Text=lachhafte Person; jemand, der nicht ernst genommen wird. |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Variantenwörterbuch575&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Pimpf.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Ammon, Hans Bickel, Jakob Ebner u. a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Variantenwörterbuch des Deutschen|Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol]].&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-11-016574-0, S. 575.&amp;lt;/ref&amp;gt;}} [[Karl Kraus]] schreibt 1907 in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Fackel|Fackel]]&amp;#039;&amp;#039; einem Wiener [[Lumpensammler]] die Beleidigung „Sö dampfgscherter Pimpf“ zu,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Fackel.&amp;#039;&amp;#039; 237, 1907, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1911 behauptete er ebendort, [[Eduard Pötzl]] habe „öfter als gerichtlicher Sachverständiger für die Frage, ob ‚Pimpf‘ eine Ehrenbeleidigung ist,“ fungiert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Fackel.&amp;#039;&amp;#039; 319, 1907, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen südwestdeutschen und den [[Westmitteldeutsche Mundarten|westmitteldeutschen]] Dialekten bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Pimpf&amp;#039;&amp;#039; hingegen „kleiner Junge, Knirps“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Variantenwörterbuch575&amp;quot; /&amp;gt; Dieses [[Onomatopoesie|lautmalerische]] Wort bezeichnete zunächst und eigentlich einen leisen [[Flatulenz|Furz]], im Gegensatz zum „Pumpf“, einem lauten Furz, später dann einen noch nicht ausgewachsenen Knaben – der demnach nur einen Pimpf, aber noch keinen erwachsenen Pumpf von sich zu geben vermag.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |Stichwort=Pimpf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese [[Zote]] scheint gegen 1880 zuerst im [[Studentenverbindung|verbindungsstudentischen]] Umfeld der [[Philipps-Universität Marburg|Universität Marburg]] aufgekommen zu sein. Um 1900 galt „Pimpf“ unter [[Waffenstudent]]en der benachbarten [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Universität Gießen]] als „[[Tusch]]“, also als schwere Beleidigung, die der „[[Satisfaktion]]“ bedurfte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Pimpf.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Friedrich Kluge]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage. De Gruyter, Berlin 1967, S. 550, Sp. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Verbreitung fand das Wort erst nach 1920, als die  bündische [[Jugendbewegung]] sich die Vokabel zur Bezeichnung ihrer jüngeren Angehörigen aneignete. Bei einigen Gruppen der [[Nerother Wandervogel|Nerother Wandervögel]] etwa bildeten die „Pimpfe“ einen eigenen Stand, für den „Pimpfenabende“ veranstaltet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] diente &amp;#039;&amp;#039;Pimpf&amp;#039;&amp;#039; ab 1933 dann als Dienstgrad für 10- bis 14-jährige Mitglieder des [[Deutsches Jungvolk|Deutschen Jungvolks]];&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Pimpf.&amp;#039;&amp;#039; In: Cornelia Schmitz-Berning: &amp;#039;&amp;#039;Vokabular des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1998, ISBN 3-11-013379-2, S. 467–468.&amp;lt;/ref&amp;gt; nach bestandener „[[Deutsches Jungvolk#Pimpfenprobe|Pimpfenprobe]]“ durften sie zur Jungvolkuniform außer Diensthose, Lederkoppel mit Koppelschloss, Braunhemd, Halstuch und Lederknoten auch den Schulterriemen und das [[HJ-Fahrtenmesser]] tragen. Der ins Exil geflohene [[Heinrich Mann]] nahm die Aneignung des Wortes durch die Nationalsozialisten mit Befremden zur Kenntnis, in seiner 1935 im &amp;#039;&amp;#039;[[Pariser Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039; erschienenen [[Glosse (Journalismus)|Glosse]] &amp;#039;&amp;#039;Der Pimpf&amp;#039;&amp;#039; unkte er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buch - Pimpf im Dienst - Umschlag und Rückseite.png|mini|Buchdeckel des Buchs der Hitlerjugend: &amp;#039;&amp;#039;Pimpf im Dienst&amp;#039;&amp;#039;, 1934]]&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In München hatte das Wort Pimpf, wenn ich mich noch erinnere, nicht einfach den Sinn von Stift oder kleiner Junge: viel Geringschätzung klang mit. ‚Pimpf dalketer‘, das sagte man. ‚A so a gscheiter Pimpf‘ wird im Volksmund nicht vorgekommen sein. Übrigens bezeichnete der Ausdruck auch Erwachsene, die man herabzusetzen wünschte: ‚fader Pimpf‘. ‚Pimpf damischer, gehst weg!‘. Das können die Deutschen heute nicht sagen zu ihren großen Oberpimpfen, besonders nicht zu dem höchsten. Die Deutschen haben sich mit ihrer gewohnten Knetbarkeit samt und sonders zu Pimpfen machen lassen. Jetzt geht das Spiel weiter, unaufhaltsam. ‚Do legst di hi, Dolfi haut dir Topf ab!‘&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Menschen und Dinge enthalten mehr, als die Welt weiß, von infantiler Freudigkeit. Ein Staat, der nie fertig werden konnte, eine Nation, die keine erwachsene Nation ist, und Menschen, die nicht als Fachleute, aber als Menschen um Jahrhunderte zurück sind, feiern gerade dies als ihren Dynamismus. Das Wort Pimpf trifft die Sache besser.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Mann: &amp;#039;&amp;#039;Der Pimpf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatt.&amp;#039;&amp;#039; 29. April 1935 (Jg. 3, Nr. 503), S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Heute gilt das Wort als „veraltend“ (so das &amp;#039;&amp;#039;[[Variantenwörterbuch des Deutschen]]&amp;#039;&amp;#039;) bzw. als „kaum noch gebräuchlich“ (so das &amp;#039;&amp;#039;[[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache]]&amp;#039;&amp;#039;). Im Zuge seiner Bemühungen um [[geschlechtergerechte Sprache]] hat indes der [[Duden]] in seinen jüngsten Auflagen neben der historisch nicht verbürgten „Reichskanzlerin“ und der „Generalfeldmarschallin“ auch dem Begriff „Pimpfin“ zu einem Eintrag verholfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hartmut Schmidt (Germanist)|Hartmut Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikografische Defizite eines Volkswörterbuchs in der Berücksichtigung des neueren deutschen Wortschatzes.&amp;#039;&amp;#039; In: Jarochna Dąbrowska-Burkhardt, [[Ludwig M. Eichinger]], Uta Itakura (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsch: lokal - regional - global&amp;#039;&amp;#039;. Narr, Tübingen 2017, S. 257–268, hier S. 265–266.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pimpf.&amp;#039;&amp;#039; In: Cornelia Schmitz-Berning: &amp;#039;&amp;#039;Vokabular des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1998, ISBN 3-11-013379-2, S. 467–468.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pimpf.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ulrich Ammon]], [[Hans Bickel (Linguist)|Hans Bickel]], [[Jakob Ebner (Sprachwissenschaftler)|Jakob Ebner]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Variantenwörterbuch des Deutschen|Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol]].&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-11-016574-0, S. 575.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |Stichwort=Pimpf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugendbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hitlerjugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstgrad (Parteiorganisation der NSDAP)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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