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	<title>Pilot Pirx - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T03:40:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pilot_Pirx&amp;diff=840525&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2025-09-20T22:29:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pilot Pirx&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Sammlung von zehn Erzählungen von [[Stanisław Lem]] aus den Jahren 1959 bis 1971, deren [[Protagonist]] der Raumschiffpilot Pirx ist. Die Erzählungen erschienen gesammelt 1968 in &amp;#039;&amp;#039;Opowieści o pilocie Pirxie&amp;#039;&amp;#039; („Geschichten vom Piloten Pirx“), wobei erst die erweiterte Ausgabe von 1973 alle Erzählungen enthält. Die deutschen Ausgaben der Erzählungen erschienen zunächst in &amp;#039;&amp;#039;Test&amp;#039;&amp;#039; (1968) und &amp;#039;&amp;#039;Die Jagd&amp;#039;&amp;#039; (1972) und zusammengefasst 1978 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Pilot Pirx&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Protagonist und Rahmen ==&lt;br /&gt;
Pirx ist ein Raumschiffpilot, der im [[Weltall]] oder auf [[extraterrestrisch]]en Stationen beschäftigt ist. Die immer wieder auftretenden Probleme in Extremsituationen löst er mit gesundem [[Menschenverstand]] und etwas [[Glück]]. Der Gegenpart zu Pirx ist häufig ein [[Roboter]] oder eine andere [[Maschine]] (z.&amp;amp;nbsp;B. sein Raumschiff).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Welt der Erzählungen sind Reisen innerhalb des [[Sonnensystem]]s alltäglich. Es gibt eine [[UNO]] und einen [[Sicherheitsrat der Vereinten Nationen|Sicherheitsrat]] als Entscheidungsgremium.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Die Jagd&amp;#039;&amp;#039;, 1972, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen Ende des Zyklus werden &amp;quot;die Passagiere der &amp;#039;&amp;#039;Titanic&amp;#039;&amp;#039; ein Jahrhundert zuvor&amp;quot; erwähnt.&lt;br /&gt;
Die [[Terminologie]] ist – auch in der deutschen Übersetzung – [[sowjetisch]] geprägt, d. h. statt von [[Weltraumbahnhof|Raumhafen]] ist von &amp;#039;&amp;#039;Kosmodrom&amp;#039;&amp;#039; die Rede und [[Raumanzug|Raumanzüge]] werden &amp;#039;&amp;#039;[[Skaphander]]&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
Intelligente, autonom agierende Roboter, sogenannte „[[nichtlinear]]e [[Automat]]en“, sind verbreitet und werden routinemäßig eingesetzt.&lt;br /&gt;
Pirx erscheint nochmals im ersten Teil des viel später geschriebenen Romans &amp;#039;&amp;#039;[[Fiasko (Stanisław Lem)|Fiasko]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die Reihenfolge der Erzählungen entspricht der Reihenfolge der deutschen Erstveröffentlichung.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Test ===&lt;br /&gt;
Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Test&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erstdruck: Inwazja z Aldebarana („Invasion vom Aldebaran“, 1959) &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzung: [[Caesar Rymarowicz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinem ersten [[Alleinflug]] im Rahmen der Pilotenausbildung, bei dem er zwei Raumschiffe in eine [[Umlaufbahn|Mondumlaufbahn]] lotsen soll, gerät Kadett Pirx in ernste Gefahr, nachdem durch eine scheinbare Verkettung von Zufällen eine in der Kanzel des Raumschiffes herumschwirrende [[Fliegen|Fliege]] eine Serie von Kurzschlüssen verursacht. Es gelingt ihm, dem Zerschellen auf dem Mond knapp zu entgehen, während der von ihm bewunderte Jahrgangsbeste Boerst an der gestellten Aufgabe scheitert, die sich am Ende als [[Simulation]] herausstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der bedingte Reflex ===&lt;br /&gt;
Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Odruch warunkowy&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erstdruck: Noc księżycowa („Mondnacht“, 1963) &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzung: Caesar Rymarowicz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Kadett Pirx bei einem Test, bei dem die angehenden Piloten in einem [[Isolationstank]] [[Sensorische Deprivation|sensorischer Deprivation]] ausgesetzt werden, als Bester abgeschnitten hat, wird ihm ein besonderes [[Praktikum]] auf einer [[Raumstation]] auf der [[Mondrückseite]] angeboten. In dieser Raumstation war es zuvor zu einem [[Unfall]] gekommen, bei dem die aus zwei Personen bestehende Besatzung umkam. Man hatte keine Erklärung für die Umstände des Unglücks finden können außer der, dass beide Astronauten plötzlich [[wahnsinnig]] geworden seien. Als sich die Ereignisse zu wiederholen scheinen, wird Pirx durch eine Kleinigkeit von vorschnellen Schlüssen abgehalten und es gelingt ihm, einer Wiederholung des tragischen Ablaufs zu entgehen und das [[Rätsel]] zu lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Albatros ===&lt;br /&gt;
Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Albatros&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erstdruck: Inwazja z Aldebarana („Invasion vom Aldebaran“, 1959) &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzung: Caesar Rymarowicz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pirx ist mit dem &amp;#039;&amp;#039;Titan&amp;#039;&amp;#039;, einem Luxus-Passagier[[raumschiff]] der Transgalaktik-Linie, auf dem Weg zu seinem nächsten Auftrag und vertreibt sich die Zeit auf dem Promenadendeck, als er bemerkt, dass das Schiff seinen Kurs ändert. Im Kontrollraum findet er die Besatzung um die Funkgeräte gedrängt, wo sie den Ablauf einer sich entwickelnden schweren [[Havarie]] des in der Nähe befindlichen Raumschiffs &amp;#039;&amp;#039;Albatros&amp;#039;&amp;#039; gebannt verfolgen. Durch eine [[Kernspaltung|Reaktorexplosion]] an Bord des &amp;#039;&amp;#039;Albatros&amp;#039;&amp;#039; geraten auch die zu Hilfe eilenden Schiffe in Gefahr, was für den &amp;#039;&amp;#039;Titan&amp;#039;&amp;#039; ein Ausweichmanöver mit hoher Beschleunigung notwendig macht. Schließlich hat der &amp;#039;&amp;#039;Titan&amp;#039;&amp;#039; die Gefahrenstelle passiert und Pirx verlässt den Kontrollraum. An der Ausgangstür steht „NUR FÜR STERNENPERSONAL“ (so auch ein alternativer deutscher Titel der Erzählung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Terminus ===&lt;br /&gt;
Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Terminus&amp;#039;&amp;#039;  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erstdruck: Księga robotów („Buch der Roboter“, 1961) &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzung: Caesar Rymarowicz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pirx übernimmt das Kommando über den uralten [[Raumschiff|Raumfrachter]] &amp;#039;&amp;#039;Koriolan&amp;#039;&amp;#039;. In dem Schiff findet er im Reaktorraum einen veralteten Roboter, der auf den Namen Terminus hört. Dieser gibt nachts seltsame Klopfzeichen von sich, welche Pirx schließlich als [[Morsecode|Morsezeichen]] erkennt. Er erfährt daraus die verborgene Vorgeschichte seines Raumschiffs: Vor vielen Jahren erlitt es eine schwere [[Havarie]] im Weltraum, bei der die gesamte menschliche Besatzung umkam. Nur der Roboter überlebte, da er weder Nahrung noch [[Sauerstoff]] brauchte. Das Schiff konnte repariert werden und wurde unter neuem Namen wieder in Dienst gestellt. Der Roboter gibt nachts anscheinend unbewusst jene Morsesequenzen wieder, mit denen sich die damals voneinander abgeschnittenen Besatzungsmitglieder im havarierten Schiff verständigten und die ihre letzten Tage und Stunden bis zu ihrem Tod wiederzugeben scheinen. Alle Versuche, den funktionsgestörten Roboter zu diesen Ereignissen direkt zu befragen, scheitern, aber indem Pirx sich in Terminus&amp;#039; nächtliche Morsesendungen einschaltet, erhält er auf unheimliche Weise „Antworten“ von den Toten.&lt;br /&gt;
Die Geschichte endet damit, dass Pirx nach langen Überlegungen über Wahrheit, Art und Sinn der Morsesequenzen wegen „Zerfall der Funktionen“ die [[Verschrottung]] des Roboters anordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Patrouille ===&lt;br /&gt;
Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Patrol&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erstdruck: Inwazja z Aldebarana („Invasion vom Aldebaran“, 1959) &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzung: Roswitha Buschmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pirx ist seit fast drei Jahren Pilot und nun zum Patrouillendienst eingeteilt. Das ist normalerweise ein sehr langweiliger Dienst, bis mehrere Piloten spurlos verschwinden, ohne dass man sich das erklären könnte. Als Pirx in einem besonders leeren Raumsektor seinen Dienst verrichtet, bemerkt er auf dem [[Bildschirm|Sichtschirm]] seines Raumschiffs einen Lichtpunkt, der zu ihm Distanz zu halten scheint. Der Lichtpunkt scheint zu beschleunigen, wenn Pirx beschleunigt, und zu bremsen, wenn Pirx das auch tut. Schließlich treten bei Pirx massive [[Halluzination]]en auf, die fast zu seinem Untergang geführt hätten. Im letzten Augenblick erkennt er, dass der Lichtfleck nicht real, sondern ein [[Artefakt (Technik)|Bildschirmartefakt]] ist. [[Schwingung|Oszillationen]] des Artefakts haben die Halluzinationen induziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Jagd ===&lt;br /&gt;
Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Polowanie&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erstdruck: Polowanie („Die Jagd“, 1965) &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzung: Roswitha Buschmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthalts auf dem Mond erfährt Pirx, dass bei einem [[Meteorit]]eneinschlag ein autonom arbeitender Bergbauroboter, ein sogenannter Setaurus, beschädigt wurde und infolgedessen scheinbar ziellos auf der Mondoberfläche umher irrt und mit seinem eingebauten [[Laser]] Kommunikationseinrichtungen und Fahrzeuge unter Beschuss nimmt, wobei es bereits mehrere Tote gegeben hat. Pirx meldet sich als Teilnehmer bei der eilig organisierten Jagd auf den [[amoklauf]]enden Setaurus im [[Mare Tranquillitatis]]. Als Pirx den Setaurus schließlich entdeckt, scheint dieser zu zögern: „In diesem Zögern, dieser Unsicherheit, die Pirx sehr gut nachvollziehen konnte, lag etwas so unheimlich Vertrautes, Menschliches, das ihm die Kehle zuschnürte.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Jagd&amp;#039;&amp;#039;, 1972, S. 62&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Pirx versehentlich von anderen Jagdteilnehmern unter Feuer genommen wird, rettet ihn der Setaurus, indem er deren Fahrzeug zerstört. Darauf erschießt Pirx den Setaurus, fragt sich aber im Nachhinein, was den gestörten Roboter bewogen haben mochte, ihn zu retten, statt ihn zu vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Unfall ===&lt;br /&gt;
Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Wypadek&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erstdruck: Polowanie („Die Jagd“, 1965)  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzung: Roswitha Buschmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pirx erkundet zusammen mit zwei anderen und einem autonom handelnden nichtlinearen Automaten namens &amp;#039;&amp;#039;Aniel&amp;#039;&amp;#039; einen erdähnlichen [[Extrasolarer Planet|Exoplaneten]]. Aniel wird ausgeschickt, in einem [[Bergmassiv]] eine noch fehlende Messung auszuführen, kehrt aber bis nach Einbruch der Nacht nicht zurück. Am folgenden Morgen brechen die Männer in die Bergwelt des fremden Planeten auf, finden dort schon bald die Spur des vermissten Automaten und am Fuß einer aufragenden Felswand auch Aniels Gepäck und die [[Messinstrument]]e. Sie stellen fest, dass er in die Wand eingestiegen ist. Pirx, dessen [[Alpinismus|alpinistische]] Instinkte schon vorher angesprochen wurden, sowie der Intellektroniker Massena beschließen, dem Automaten zu folgen. Schließlich finden sie ihn abgestürzt am Fuß eines [[Kamin (Bergsport)|Kamins]]. Was den Automaten zu seiner fatalen Klettertour veranlasst hat, bleibt rätselhaft. Ein technischer Defekt wird vermutet. Pirx hat seine eigene Theorie: „Hatte er, Pirx, vielleicht einen Defekt gehabt, als er unbedingt die Wand bezwingen wollte? Aniel war seinen Konstrukteuren ganz einfach ähnlicher gewesen, als diese zuzugeben bereit waren.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Jagd&amp;#039;&amp;#039;, 1972, S. 98&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pirx erzählt ===&lt;br /&gt;
Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Opowiadanie Pirxa&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erstdruck: Polowanie („Die Jagd“, 1965)  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzung: Kurt Kelm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erzählung unterscheidet sich von den anderen Pirx-Geschichten. Zum einen ist die Erzählung in der [[Ich-Form]] gehalten, zum anderen behandelt sie eigentlich keinen Unglücksfall, wie die meisten anderen. Wenn es ein Unglücksfall wäre, dann einer für die gesamte menschliche Spezies, denn sie handelt von der durch einige dumme Zufälle verfehlten Entdeckung eines außerirdischen Raumschiffs. Tatsächlich legen es aber Erzählton und Titel nahe, dass hier von Pirx ein „[[Seemannsgarn|Weltraumgarn]]“ gesponnen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Pirx sonst eben nichts zu tun hat, übernimmt er den Auftrag, einen Zug Raumschiffwracks mit einem nahezu schrottreifen Raumschiff namens „Perle der Nacht“ vom [[Merkur (Planet)|Merkur]] zur Erde zu schleppen. Er hat dabei mit technischen und vor allem mit personellen Problemen zu kämpfen: Ein Crewmitglied schmuggelt Alkohol und [[Cannabis als Rauschmittel|Cannabis]] und der Rest der Mannschaft erkrankt an [[Mumps]], bis auf den Ingenieur, der leider [[Tiefbauingenieur]] ist und keine Ahnung von der Raumfahrt hat. In dieser Situation begegnet ihm ein anderes Raumschiff, allerdings 10 Meilen lang, außerirdischen Ursprungs und vielleicht Millionen von Jahren alt, das mit [[Dritte kosmische Geschwindigkeit|hyperbolischer Geschwindigkeit]] an ihm vorbeidriftet. Als das fremde Raumschiff wieder verschwunden ist, stellt er fest, dass die von ihm berechneten [[Bahnelement]]e des Raumschiffs nicht aufgezeichnet worden waren, da jemand vergessen hatte, einen neuen Registrierstreifen einzulegen. Pirx überlegt, die Begegnung dennoch zu melden, damit eine großangelegte Suche gestartet werden kann, sieht aber davon ab: Bei einer Meldung kämen dann all die irregulären Umstände an Bord zur Sprache (betrunkener Funker, Tiefbauingenieur auf Wache, Rest der Mannschaft mit Mumps darniederliegend), so dass niemand mehr der Meldung glauben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verhandlung ===&lt;br /&gt;
Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Rozprawa&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzung: Roswitha Buschmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pirx soll bei einem Testflug zum [[Saturn (Planet)|Saturn]] die Eignung einer besonderen Mannschaft beurteilen, die zum Teil aus Prototypen neuer, von echten Menschen oberflächlich nicht zu unterscheidender nichtlinearer Automaten besteht. In einer Krisensituation, bei der einer der Automaten beschließt, durch die [[Cassinische Teilung]] zu fliegen, wird durch Pirx&amp;#039; Zögern eine (geplante) Katastrophe vermieden und die Automaten erweisen sich dem Menschen als zwar technisch überlegen, in entscheidender, nämlich [[moralisch]]er Hinsicht aber als unterlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ananke ===&lt;br /&gt;
Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Ananke&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erstdruck: Bezsenność („Schlaflosigkeit“, 1971) &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Übersetzung: Barbara Sparing&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Aufenthalt von Pirx auf dem [[Mars (Planet)|Mars]] wird er zum Augenzeugen einer Katastrophe, als das Raumschiff &amp;#039;&amp;#039;Ariel&amp;#039;&amp;#039;, ein neuer, superschwerer Raumschiffstyp, in der letzten Phase der Landung abstürzt. Es stellt sich schnell heraus, dass der AIBM 09, der Bordcomputer des &amp;#039;&amp;#039;Ariel&amp;#039;&amp;#039;, versagt und den Absturz verursacht hat, rätselhaft bleibt aber die Ursache. In der folgenden Nacht findet Pirx keinen Schlaf (worauf der Originaltitel anspielt) und blättert in den von einem Mitglied der Stationsbesatzung gesammelten Schriften aus der Frühzeit der [[Areologie]] (Marskunde) von [[Kepler]] bis [[Giovanni Schiaparelli|Schiaparelli]] mit seinen &amp;#039;&amp;#039;[[Marskanäle|Canali]]&amp;#039;&amp;#039;. Ähnlich wie in Lems Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Solaris (Roman)|Solaris]]&amp;#039;&amp;#039;, wo sich der Protagonist Kelvin in einer Nacht mit der Wissenschaftsgeschichte der „Solaristik“, der Geschichte der Erforschung des Planeten Solaris, beschäftigt, bildet die schlaflose Nacht von Pirx einen [[Retardierendes Moment|Moment des Innehaltens]], in dem er über [[Wahrnehmung]] und [[Täuschung]] reflektiert, hier am Beispiel der vermeintlich gesehenen „[[Marskanäle]]“, bevor die Erzählung sich der Lösung des Rätsels zuwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Mitglieder der die Ursachen der Katastrophe untersuchenden Kommission sich in technischen Details verlieren, ohne eine Lösung zu finden, und gleichzeitig politische Kräfte versuchen, ihre mit dem Marsprojekt verbundenen Interessen zu wahren, gelangt Pirx, der ebenfalls in die Kommission berufen wurde, über eine verschlungene [[Assoziationskette]] zu dem Schluss, dass der Leiter der [[Abnahmetest]]s des &amp;#039;&amp;#039;Ariel&amp;#039;&amp;#039;-Computers für die Katastrophe verantwortlich war. Dieser war aus dem Raumdienst ausgeschieden, nachdem bei ihm das [[Anankastisches Syndrom|anankastische Syndrom]] diagnostiziert worden war – eine Zwangsstörung, bei der die Betroffenen beispielsweise bei Verlassen der Wohnung mehrmals überprüfen, ob der Herd ausgeschaltet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hier erscheint auch die Verbindung zum deutschen Titel: [[Ananke (Mythologie)|Ananke]] ist sowohl die Schicksalsgöttin als auch die griechische Bezeichnung für „Zwang“ und „Zwanghaftigkeit“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Prüfer von Bordcomputern bestellt, hatte seine zwanghafte Übergenauigkeit sich auf den Bordcomputer übertragen, der bei der Landung immer mehr Daten anforderte, bis er an diesen „erstickte“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfilmungen ==&lt;br /&gt;
* 1973 kam die ungarische Fernsehserie &amp;#039;&amp;#039;Pirx kalandjai&amp;#039;&amp;#039; („Pirx&amp;#039; Abenteuer“; Regie: István Kazán und András Rajnai) auf insgesamt 5 Episoden&amp;lt;ref&amp;gt;{{IMDb|tt0420072|Pirx kalandjai}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
** Diplomavizsga („Diplomprüfung“)&lt;br /&gt;
** A Galilei-állomás rejtélye („Das Geheimnis der Galileo-Station“)&lt;br /&gt;
** Víkend a Marson („Wochenende auf dem Mars“)&lt;br /&gt;
** Terminusz a koronatanu („Zeuge Terminus“)&lt;br /&gt;
** Akció 127 óra 25-kor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1978 lieferte die Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Die Verhandlung&amp;#039;&amp;#039; die Grundlage für die polnisch-sowjetische Gemeinschaftsproduktion [[Testflug zum Saturn]] &amp;#039;&amp;#039;(Test pilota Pirxa)&amp;#039;&amp;#039; in der Regie von [[Marek Piestrak]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{IMDb|tt0080010|Test pilota Pirxa}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Film wurde vom [[DEFA]]-Studio für Spielfilme unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der Test des Piloten Pirx&amp;#039;&amp;#039; synchronisiert; die Filmmusik stammt von [[Arvo Pärt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erstausgabe:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Opowieści o pilocie Pirxie&amp;#039;&amp;#039;. Wydawnictwo Literackie, Krakau 1968. Erweiterte Neuausgabe: Czytelnik, Warschau 1973&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Ausgaben:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Test&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung von [[Caesar Rymarowicz]]. Volk und Welt, Berlin 1968. BRD-Ausgabe: Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1971, ISBN 3-436-01320-X (enthält &amp;#039;&amp;#039;Test&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der bedingte Reflex&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Albatros&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Terminus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Jagd. Neue Geschichten des Piloten Pirx&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung von Roswitha Buschmann, Kurt Kelm und Barbara Sparing. Verlag Volk und Welt, Berlin 1972. BRD-Ausgabe: Insel, Frankfurt a. M. 1973, ISBN 3-458-05859-1 (enthält die restlichen sechs Erzählungen)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pilot Pirx&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung von Roswitha Buschmann, Caesar Rymarowicz, Kurt Kelm und Barbara Sparing. Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-458-05882-6. Neuausgabe Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-45535-4 (enthält alle Erzählungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hörbuch:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Test. Eine Pilot-Pirx-Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Regie: Joseph Manoth. Sprecher: [[Michael Schwarzmaier]]. Bayerischer Rundfunk 2008. CD: Terzio, München 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://german.lem.pl/werke/belletristik/pilot-pirx Pilot Pirx]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Werke von Stanisław Lem}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sammlung (Literatur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Polnisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Science-Fiction-Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Stanisław Lem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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