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	<title>Pillgram - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dodowp: /* Literatur */ Verlinkung</title>
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		<updated>2026-05-01T00:46:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Jacobsdorf&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52/19/49/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 14/23/39/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-BB&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 66&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 673&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2017-06-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.amt-odervorland.de/index.php?id=265&amp;amp;no_cache=1&amp;amp;sword_list%5B%5D=Einwohnerzahlen |titel=Einwohnermeldeamt Amt Odervorland |werk=amt-odervorland.de |hrsg=Amt Odervorland |abruf=2024-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1998-12-31&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 15236&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 033608&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Dorfkirche Pillgram Südostansicht.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Dorfkirche Pilgram&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pillgram&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ortsteil]] der Gemeinde [[Jacobsdorf]] (Mark) im [[Landkreis Oder-Spree]] in [[Brandenburg]].&lt;br /&gt;
Namensschwester ist die tschechische Stadt Pilgram ([[Pelhřimov]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Pillgram liegt im Osten des Landes Brandenburg, ca. 90&amp;amp;nbsp;km südöstlich von Berlin und 10&amp;amp;nbsp;km westlich von [[Frankfurt (Oder)|Frankfurt an der Oder]]. Durch den Ort führt ein [[Jakobsweg]], der als [[Pilgerweg]] von Frankfurt (Oder) nach [[Santiago de Compostela]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Etymologie ==&lt;br /&gt;
=== Frühzeit bis 15. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Seit der [[Bronzezeit]] ist der Ort eine Siedlungsstelle, wie Funde, unter anderem im Garten des Weinbergschen [[Kötter|Büdnerhauses]] und in der Umgebung, belegen. [[Archäologe]]n konnten bei weiteren Ausgrabungen auch Spuren aus der [[Slawen|jungslawischen]] Zeit um das 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert belegen. Mit dem Vorrücken der [[Askanier]] Mitte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in deren Raum veränderte sich der historische Handelsweg auf eine Linie, die von [[Müncheberg]] über Frankfurt (Oder) bis nach [[Posen]] reichte. Entlang des Weges entstanden neue Siedlungen. Diese wurden von den Markgrafen mit vier [[Hufe]]n für jede neu gegründete Kirche ausgestattet. Infolgedessen entstanden in zahlreichen Orten neue [[Sakralbau]]ten. In diesem Zusammenhang erschien auch ein [[Lokator]] Heinrich Pilgerinne oder Pilgerim. Dieser wurde erstmals am 1. September 1319 in einer Urkunde in [[Guben]] wurde erwähnt. Die Gemeinde vermutet in ihm den Begründer von Pilgrim.&amp;lt;ref&amp;gt;Informationstafel zu Pillgram, aufgestellt an der Kirche, Mai 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Laufe der Zeiten wandelte sich der Name über &amp;#039;&amp;#039;Pilgerim&amp;#039;&amp;#039; (pillgerim, mittelhochdeutsch: pilgerim → Wallfahrer, germanisch &amp;#039;&amp;#039;walon&amp;#039;&amp;#039; → wandern, umherziehen), &amp;#039;&amp;#039;Pylgerim&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Pillegrim&amp;#039;&amp;#039; zu seiner heutigen Form &amp;#039;&amp;#039;Pillgram&amp;#039;&amp;#039;. Vor 1399 bis nach 1460 wurde der Ort an Herman Boetil (in anderen Dokumenten erscheint er als Boytel, Beutel, Botel) [[Lehnswesen|belehnt]]. Im Jahr 1400 erschien Pillgerim in einer Urkunde der [[Kartäuser]] als Ort mit 64 Hufen, davon vier für den Pfarrer. Daher ist es wahrscheinlich, dass es zu dieser Zeit bereits eine Kirche im Ort gegeben hat. 1405 erschien sie erstmals als [[Pfarrkirche]] in einem Dokument des [[Bistum Lebus|Bistums Lebus]]. Zu dieser Zeit musste der Ort jährlich vier [[Talent (Einheit)|Talente]] an den [[Klerus]] zahlen. 1415, vor allem 1420, erschienen [[Burgsdorff (Adelsgeschlecht)|die von Burgsdorff]] als neue Herrscher; mit Sebaldus (Zabel) von Burgsdorff-Podelzig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marcelli Janecki]] (Red. zug.): &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch des Deutschen Adels]]&amp;#039;&amp;#039;, Erster Band, Hrsg. Deutsche Adelsgenossenschaft (DAG), Vaterländische Verlagsanstalt, W. T. Bruer, Berlin 1896, S. 379 f. [https://www.google.de/books/edition/Jahrbuch_des_deutschen_Adels/W7ITAAAAYAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Pillgram&amp;amp;pg=PA379&amp;amp;printsec=frontcover Online]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Die Burgsdorff&amp;#039;&amp;#039; sollten die Geschicke des Ortes bis in das Jahr 1598 lenken. Sie belehnen ab 1441 die Familie Grosse aus Frankfurt (Oder) mit dem Ort. Der Ertrag muss jedoch nicht sehr groß gewesen sein, denn bereits vor 1443 bis nach 1460 wechselt Pillgram erneut den Besitzer. Im 15. Jahrhundert führt die Familie von Hohendorf Besitztum im Lande Lebus auf, auch in Pillgram.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ernst Heinrich Kneschke]] |Hrsg=Im Verein mit mehreren Historikern |Titel=[[Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon]]. Band 4. 1863 |Sammelwerk=Genealogie-Standardwerk |Band=Vierter Band (Graffen – Kalau v. Kalheim) H |Verlag=Verlag von Friedrich Voigt |Ort=Leipzig |Datum=1863 |Seiten=422 |Online=http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7722990?query=Pillgram}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor 1484 bis 1576 erschien die Familie [[Eichendorff (Adelsgeschlecht)|derer von Eichendorff]]. Sie bewohnten in der Überlieferung das Gut Eichendorff (vermutlich ein [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]]), das im 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verschollen ist. Ab dem 26. März 1500 wird erneut die Familie Grosse mit dem Ort belehnt, danach trat von 1538 bis 1598 der Kurfürst [[Joachim II. (Brandenburg)|Joachim&amp;amp;nbsp;II.]] als Eigentümer auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 16. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pillgram Vorlaubenhaus.jpg|mini|Giebellaubenhaus von 1594/1595]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1539 kam die [[Reformation]] in den Ort. Der Fürst belehnte in Folge erneut wechselnde Personen mit dem Ort, darunter 1574 Friedrich von Burgsdorff, von 1576 bis 1582 die von Eichendorff und die von Röbel. In den Jahren 1594 und 1595 entstand das [[Giebellaubenhaus (Pillgram)|Giebellaubenhaus]], ein aus [[Fachwerk]] errichtetes [[Vorlaubenhaus]]. 1608 errichteten die von Röbel einen Rittersitz im Ort. Dieser wurde im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] verwüstet. Aus dem Jahr 1654 ist überliefert, dass sechs Bauernhufen und zwölf Kötterhöfe [[Wüstung|wüst]] lagen. 1662 errichten Handwerker unter dem Lehnsträger Bergius eine Schule. Sie gelangte ab 1665 in den Einflussbereich des [[Amt Biegen|Amtes Biegen]]; ab 1670 der gesamte Ort.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kirchebiegen.bplaced.net/filemanager/wordpress/?cat=149 Pillgramer Kirchgeschichte I], Hrsg. Evangelischen Kirchengemeinde Biegen – Jacobsdorf und Evangelische Jakobus Kirchengemeinde Arensdorf – Sieversdorf, 2015, abgerufen am 20. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 17. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Anfang des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts hat sich das Dorf weitgehend von den Kriegseinwirkungen erholt. Es gelangte von 1713 bis 1727 an [[Alexander Danilowitsch Menschikow|Fürst Menschikow]]. In seine Zeit fiel auch die Einführung der Schulpflicht im Jahr 1717. Menschikow belehnte um 1720 die von Burgsdorff mit Pillgram, anschließend gelangte der Ort von 1727 bis 1731 erneut an das Amt Biegen. Wiederum dürften die Erträge nur gering gewesen sein, denn von 1731 bis 1739 trat Ernst Johann von Biron, von 1739 bis 1730 Burkhard Christoph von Münnich und anschließend erneut das Amt als Lehnsherr auf. Um 1745 ließ die [[Kirchengemeinde]] die Kirche erheblich umbauen, bevor der [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährige Krieg]] erneut Leid über den Ort brachte. 1781 gründeten Büdnerfamilien das Vorwerk Neu-Pillgram. Im Jahr 1800 entstand im Ort eine Brauerei und Brennerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. bis 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Neu-Pillgram, eine in amtlichen Quellen als Domainen-Vorwerk&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin |Sammelwerk=Amtsblatt des Regierungsbezirkes Potsdam |Band=Extra=Blatt zum 12ten Stück des Amtsblattes |Nummer=12 |Verlag=Eigenverlag |Ort=Potsdam, Berlin |Datum=1832-03-06 |Seiten=59–60 |Online=[https://www.google.de/books/edition/Amtsblatt_der_Regierung_in_Potsdam/-yo_AAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Neu+Pillgram&amp;amp;pg=PA103&amp;amp;printsec=frontcover Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnete Kolonie,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cornelia Willich |Hrsg=R. E. Fischer |Titel=Namensbuch des Landes Lebus |Sammelwerk=Brandenburgisches Namenbuch. Berliner Beiträge zur Namenforschung |Band=8 |Verlag=Hermann Böhlaus Nachfolger |Ort=Weimar |Datum=1994 |Seiten=31–311 |DOI=10.25627/19974616277}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1805 eingekircht. Aus dem Jahr 1840 sind ein privates Vorwerk, eine Kolonie sowie 47 Wohngebäude überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgleich begann im Landkreis Lebus und auch bei Pillgram stufenweise die Erschließung von Kohlevorkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Im 19. Jahrhundert begann Erschließung der Kohlevorkommen&amp;#039;&amp;#039;, in: Thomas Gutke: [https://www.moz.de/lokales/frankfurt-oder/braunkohle-als-der-helenesee-bei-frankfurt-_oder_-noch-ein-tagebau-war-50392547.html &amp;#039;&amp;#039;Als der Helenesee bei Frankfurt (Oder) noch ein Tagebau war. Vor 60 Jahren wurde der Helenesee unter Schutz gestellt. Er gehört zu den Überresten des Bergbaus in der Region Frankfurt (Oder)&amp;#039;&amp;#039;]. 13. Juli 2020, in: &amp;#039;&amp;#039;Märkische Oderzeitung&amp;#039;&amp;#039; Online.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grube des Ortes erhielt die Konsension mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Mit Gott&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Friedrich Jacob Zincken|Carl Friedrich Zincken]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Physiographie der Braunkohle&amp;#039;&amp;#039;, Alfred Krüger Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1867, S. 745 f. ([https://www.google.de/books/edition/Die_Physiographie_der_Braunkohle/vUsKAAAAIAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Pillgram+Mit+Gott&amp;amp;pg=PA745&amp;amp;printsec=frontcover Online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wurde eine schmalspurige Pferdebahn als Logistik errichtet und diente zur Verbindung mit dem Förderschacht &amp;#039;&amp;#039;Friedrichs Hoffnung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Amts-Blatt der Königlich Preußischen Regierung zu Frankfurt ª\O. Stück 36&amp;#039;&amp;#039;, Druck F. W. Nietack Berlin, Ausgegeben den 6. September 1893, S. 269 f. ([https://www.google.de/books/edition/Amtsblatt_der_Regierung_zu_Frankfurt_a_d/vBGbefMHC3QC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Pillgram+Mit+Gott&amp;amp;pg=RA1-PA269&amp;amp;printsec=frontcover Online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Als erster Hauptinitiator der Maßnahmen galt ein Jurist, selbst mit Grundbesitz in Nordbrandenburg ausgestattet, [[Conrad von Rappard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erstmals 1879 amtlich publizierten Generaladressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer für die Provinz Brandenburg ist Gutsbesitzer, aus Aschersleben kommend, Herr Schoch jun., Nachfolger des Viktor Schoch (1802–1877),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Herzogliches Francisceum in Zerbst. Zu den demnächst abzuhaltenden öffentlichen Redeakten und Prüfungen laden ergebenst ein Direktor und Kollegium. 1892 |Sammelwerk=Schülerverzeichnis. Programm. Z. 681 |Band=Liste der Primaner von 1803 bis 1836 |Verlag=Druck von Otto Schnee |Ort=Zerbst |Datum=1892 |Seiten=III |Online=http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp/periodical/pageview/7490728}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf 708&amp;amp;nbsp;ha ausgewiesen. Pillgram war damals ein nicht kreistagsfähiges Gut, also kein Rittergut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell |Titel=General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche |Band=1. Band: Das Königreich Preussen |Nummer=Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg |Verlag=Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker |Ort=Berlin |Datum=1879 |Seiten=64–65 |Online=https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/1029 |Abruf= |DOI=10.18452/377}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es begann parallel ein bescheidener wirtschaftlicher Aufschwung. Er wurde durch den Abbau von [[Braunkohle]] befördert, die mit der neu entstandenen [[Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn|Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn]] abtransportiert wurde. 1898 erwirbt die in der Region weit verbreitete Pächter- und Gutsbesitzerfamilie Schulz das Gut Pillgram, namentlich Karl Hugo Schulz-Rosengarten (1854–1907).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Klosterschule Roßleben |Titel=Jahresbericht der Klosterschule Roßleben, einer Stiftung der Familie von Witzleben.1908. Schulnachrichten |Sammelwerk=Schulnachrichten (Gymnasium und Realgymnasium i. E.) |Nummer=1908. Programm. Nr. 322 |Verlag=Druck von Wilhelm Sauer |Ort=Rossleben |Datum=1908 |Seiten=22–23 |Online=http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp/periodical/pageview/7074640?query=Pillgram}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] stellten die Bewohner im Jahr 1918 neben der Kirche ein Denkmal für die Gefallenen auf. 1920 trat der Gutsbesitzer Joachim Ernst Hugo Rudolf Schulz-Pillgram (1895–1967)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kurt Winckelsesser unter Mitwirkung von Harald Richert |Titel=Deutsches Geschlechterbuch 1969 |Sammelwerk=Gesamtreihe DGB |Band=Brandenburger Band 2 |Nummer=DGB, &amp;#039;&amp;#039;Schulz 3&amp;#039;&amp;#039;, Einzeldruck der Stammfolge |Verlag=C. A. Starke |Ort=Limburg an der Lahn |Datum=1969 |ISSN=1438-7972 |Seiten=18–19 |DNB=456432728}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als Eigentümer des Rittergutes auf. Sein Besitz umfasste 1923 etwa 704&amp;amp;nbsp;ha Land. Als Verwalter war ein Administrator namens Brehmer bestellt. Das spricht dafür, dass ein Kreditgeber (Kur- und Neumärkische Ritterschaftliche Darlehnskasse Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;O.) dies als Auflage festgelegt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oskar Köhler, Kurt Schleising |Hrsg=Mit Unterstützung der Provinzialbehörden und des Brandenburgischen Landbundes nach amtlichen Quellen und auf Grund unmittelbarer Angaben bearbeitet |Titel=Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adressbücher VII. Landwirtschaftliches Adressbuch der Provinz Brandenburg. 1923. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und größeren Bauernhöfe der Provinz von ca. 30&amp;amp;nbsp;ha aufwärts mit Angabe der Gutseigenschaft, des Grundsteuer-Reinertrages, der Gesamtfläche und des Flächeninhalts der einzelnen Kulturen |Sammelwerk=Standardwerk der Land-und Forstwirtschaft. Vorletzte Ausgabe der Niekammer-Reihe |Auflage=3. |Verlag=Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung |Ort=Leipzig |Datum=1923 |Seiten=173 |Online=https://martin-opitz-bibliothek.de/de/elektronischer-lesesaal?action=book&amp;amp;bookId=0010141-3-1923#lg=1&amp;amp;slide=205}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gutsbesitzer Joachim Schulz (1895–1967) und seine beiden Söhne wurden später aktive Offiziere. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] mussten [[Juden]] im Ort [[Zwangsarbeit]] leisten. Zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] verließen zahlreiche Einwohner den Ort. Die Gebäude, darunter auch die Kirche, wurden zum Teil schwer beschädigt. Die Gutsbesitzerfamilie wurde 1945/1946 enteignet und lebte nachfolgend in Niedersachsen. Nach dem Krieg erhielten die Familienmitglieder die amtliche Erlaubnis den Doppelnamen Schulz-Pillgram zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wird der Bahnhof auf Anordnung der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|SMAD]] zum Umschlagsplatz für [[Deutsche Reparationen nach dem Zweiten Weltkrieg|Reparationen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kirchebiegen.bplaced.net/filemanager/wordpress/?cat=150 Pillgramer Kirchgeschichte&amp;amp;nbsp;II.], Hrsg. Evangelische Kirchengemeinde Biegen – Jacobsdorf und Evangelische Jakobus Kirchengemeinde Arensdorf – Sieversdorf; 19. Juni 2015; abgerufen am 20. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1950 gehörte Pillgram zum Landkreis Lebus, danach zum [[Kreis Seelow]], seit 1952 nach der DDR-Gebietsreform zum Bezirk Frankfurt/Oder; seit 1990 zum wieder gegründeten Land Brandenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 31. Dezember 2002 ist Pillgram rechtswirksam ein Ortsteil von Jacobsdorf. Der Ortsteil hat einen eigenen Ortsbürgermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Das [[Giebellaubenhaus (Pillgram)|Giebellaubenhaus]] ist ein [[Vorlaubenhaus]] und das einzige Gehöft, welches den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] schadlos überstanden hat. Das in seiner Art einzigartige, Ende des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erbaute Haus, wurde als bäuerliches Wohnhaus gebaut. Die Vorlaube war Herberge, Dorfkrug und Umspann- und Postkutschenstation. Seit 2012 wird sie als Vereinshaus und für Familienfeiern genutzt und birgt die ortskundliche Sammlung der Familie Weinberg. Diese betätigt sich als Ortshistoriker, seit man auf ihrem Grundstück erste Fundstücke aus der Bronzezeit barg.&lt;br /&gt;
* Die [[Dorfkirche Pillgram]] ist eine [[Feldsteinkirche]] aus der zweiten Hälfte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Sehenswert sind unter anderem die Glasfenster, die 1959 der Künstler [[Gerhard Olbrich]] schuf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Im Ort gibt es diverse kleinere Unternehmen meist handwerklicher oder landwirtschaftlicher Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentlicher Verkehr ===&lt;br /&gt;
Am Bahnhof hält stündlich der [[Liste der Eisenbahnlinien in Brandenburg und Berlin#RE 1|RE1]] von [[DB Regio]] auf der [[Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn|Bahnstrecke Frankfurt (Oder)–Berlin]]. Weiterhin existiert eine Busverbindung über [[Briesen (Mark)]] nach [[Fürstenwalde/Spree|Fürstenwalde]], die meist von [[Schülerverkehr|Grundschülern]] der umliegenden Orte genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Die umliegenden Orte wie [[Frankfurt (Oder)]] oder [[Müllrose]] können auch mit dem Pkw angefahren werden.&amp;lt;!-- Echt jetzt? So richtig? Mit Straßen? Strom haben die wohl auch schon. --&amp;gt; Das ausgebaute Straßennetz führt u.&amp;amp;nbsp;a. zur Autobahn [[Bundesautobahn 12|A12]] – Abfahrt Müllrose (7). Von dort aus sind es neben 20 Minuten nach [[Fürstenwalde/Spree|Fürstenwalde]] unter anderem ca. 40 Minuten zum [[Flughafen Berlin Brandenburg]] sowie ungefähr 60 Minuten bis [[Berlin-Mitte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Eine [[Grundschule]] befindet sich in [[Briesen (Mark)]], des Weiteren besteht die Möglichkeit zum Schulbesuch in [[Müllrose]]. Weiterführende Schulen unterschiedlichster inhaltlicher Ausrichtung gibt es in [[Frankfurt (Oder)]] und [[Fürstenwalde/Spree]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Gemeinde ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Jähde]] (1860–1923), Unternehmer und Erfinder, Gründer der Glasfabrik Schönborn (Niederlausitz)&lt;br /&gt;
* [[Lothar Schünemann]] (* 1938), Endurosportler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter P. Rohrlach]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Ortslexikon für Brandenburg]]&amp;#039;&amp;#039;, Teil VII, &amp;#039;&amp;#039;Lebus&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des BLHA&amp;#039;&amp;#039;, Klaus D. Becker, Potsdam 2021, S. 348 f. ISBN 978-3-88372-307-5.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Vinken]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch|Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler]]&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. [[Georg Dehio]] Nachfolge / Dehio-Vereinigung e. V., 1. Auflage, Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2000, S. 766. ISBN 3-422-03054-9.&lt;br /&gt;
* Cornelia Willich: &amp;#039;&amp;#039;Namensbuch des Landes Lebus&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgisches Namenbuch. Berliner Beiträge zur Namenforschung&amp;#039;&amp;#039;, Band 8, Hrsg. R. E. Fischer, Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1994, S. 31–311. ISBN 3-7400-0918-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Jacobsdorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jacobsdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Oder-Spree)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1319]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Oder-Spree]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Land Lebus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinort in Brandenburg]]&lt;/div&gt;</summary>
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