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	<title>Pietzmoor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T12:47:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pietzmoor&amp;diff=965387&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dwains Bandersnatch: Diskussion:Hochmoor#Lemma und Redundanzen</title>
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		<updated>2025-02-10T14:40:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Diskussion:Hochmoor&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Diskussion:Hochmoor (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion:Hochmoor#Lemma und Redundanzen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Am Rundwanderweg Pietzmoor (Schneverdingen) IMG 1559.jpg|mini|hochkant=1.4|Im Pietzmoor]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pietzmoor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, benannt nach dem östlich des Moores gelegenen Hof Pietz, ist das größte zusammenhängende Moor in der [[Lüneburger Heide]]. Das [[Hochmoor]] liegt südöstlich der Stadt [[Schneverdingen]] am Südrand des [[Naturschutzgebiet Lüneburger Heide|Naturschutzgebietes Lüneburger Heide]]. Das Pietzmoor hat eine durchschnittliche [[Torf]]tiefe von 4 m, die maximale [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] beträgt 7,5 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Moor befindet sich das Quellgebiet der [[Böhme (Fluss)|Böhme]] und der [[Veerse]]. So stellt es eine [[Wasserscheide]] zwischen der [[Aller]] im Osten und der [[Wümme]] im Westen dar, da es über die [[Böhme (Fluss)|Böhme]] zur Aller und über die Veerse zur Wümme – und schließlich über Aller und Wümme in die [[Weser]] – entwässert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pott&amp;quot;&amp;gt;Richard Pott: &amp;#039;&amp;#039;Lüneburger Heide. Wendland und Nationalpark Mittleres Elbtal&amp;#039;&amp;#039;. Ulmer, Stuttgart 1999, S. 158f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Entstanden ist das Moor vermutlich in der [[Letzte Kaltzeit|letzten Kaltzeit]], der [[Weichsel-Kaltzeit]], vor mehr als 10.000 Jahren. Mehrere Quellen entwickelten sich zu kleinen Quellmooren, die zu einem großen [[Moor#Niedermoore/Flachmoore|Niedermoor]] zusammenwuchsen. Im Laufe von etwa 5.000 Jahren entstand durch [[Seggen]] und [[Torfmoose]] eine hohe Pflanzendecke. Diese verlor den Kontakt zum Grundwasser, sodass das Moor nur noch durch Regenwasser gespeist wurde. Dadurch entstand dieses Hochmoor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
Der [[Kranich (Art)|Kranich]] hat sich wieder eingefunden und zieht hier seine Jungen auf. Der Rundwanderweg bietet Gelegenheit, [[Moorfrosch|Moorfrösche]], [[Waldeidechse]]n und [[Libellen]] zu beobachten. Auch [[Kreuzotter]]n sind hier heimisch, weshalb auf entsprechenden Hinweisschildern vor dem Verlassen der Wege gewarnt wird. Die seltene [[Beinbrech|Gelbe Moorlilie]] (&amp;#039;&amp;#039;Narthecium ossifragum&amp;#039;&amp;#039;) ist auf einigen Brachflächen in großen Beständen vorhanden. [[Wollgräser]] (&amp;#039;&amp;#039;Eriophorum&amp;#039;&amp;#039;), [[Sonnentau]] (&amp;#039;&amp;#039;Drosera&amp;#039;&amp;#039;), [[Rosmarinheide]] (&amp;#039;&amp;#039;Andromeda polifolia&amp;#039;&amp;#039;), [[Krähenbeeren]] (&amp;#039;&amp;#039;Empetrum&amp;#039;&amp;#039;) und [[Glocken-Heide]] (&amp;#039;&amp;#039;Erica tetralix&amp;#039;&amp;#039;) sind hier zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Flora und Fauna im Pietzmoor&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 NSG Lüneburger Heide Pietzmoor bei Schneverdingen Moorfroschmännchen während der Laichzeit 2.jpg|Moorfroschmännchen im Pietzmoor während der Laichzeit&lt;br /&gt;
 NSG Lüneburger Heide Pietzmoor juvenile Waldeidechse auf Holzbohlenrundweg.jpg|Juvenile Waldeidechse auf dem Holzbohlenrundwanderweg im Pietzmoor&lt;br /&gt;
 Filigrane Schönheit.JPG|[[Vierfleck]]libelle im Pietzmoor&lt;br /&gt;
 Zwei Kreuzottern.jpg|Zwei Kreuzottern im Pietzmoor kurz vor der [[Schlangen#Häutung|Häutung]]&lt;br /&gt;
 Wollgras im Pietzmoor bei Schneverdingen IMG 2073.jpg|Wollgras im Pietzmoor&lt;br /&gt;
 Beinbrech Pietzmoor.JPG|Gelbe Moorlilie und Glockenheide im Pietzmoor&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Seit dem 16. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre diente das Pietzmoor den umliegenden Höfen und Ortschaften zur Gewinnung von [[Torf#Brennstoff|Brenntorf]]. Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts stellte dieser [[Torfstich|bäuerliche Handtorfstich]] einen ökologisch unbedeutenden Eingriff dar, da nur eine geringe Entwässerung erfolgte und nur kleine Flächen abgetorft wurden. Ab 1857 begann eine Phase der planmäßigen Entwässerung und Ausbeutung des Pietzmoors, in der tiefe Entwässerungsgräben und Dämme zum Abtransport des Torfs angelegt wurden. Der Versuch, hier Torf industriell abzubauen, wurde wegen mangelnder Rentabilität aufgegeben. 1960 waren bereits 20 bis 25 Prozent des Pietzmoores abgetorft. Mitte der 1970er Jahre wurde mit der [[Renaturierung]] des Pietzmoores, später auch der umliegenden Moore, begonnen. Ein wesentliches Ziel dabei war es, den natürlichen Wasserhaushalt der Moore wiederherzustellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lütkepohl/Tönnießen&amp;quot;&amp;gt;Manfred Lütkepohl; Jens Tönnießen: &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzpark Lüneburger Heide&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Ellert und Richter, Hamburg 1999, S. 71–74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Nordostausläufer des Pietzmoorkomplexes bilden das Moor bei [[Hof Möhr]] sowie das [[Bockheber|Bockheberer Moor]], die ebenfalls durch Entwässerung und Torfentnahme geprägt wurden. Auf Hof Möhr existierte von 1870 bis 1905 eine Ziegelei, deren Brennstoffbedarf aus dem Bockheberer Moor gedeckt wurde. Die umfangreichste Torfentnahme erfolgte während der 1930er Jahre für die Anlagen des [[Militärflugplatz]]es in [[Reinsehlen]], dem späteren [[Camp Reinsehlen]]. Seit Mitte der 1980er Jahre erfolgten bei beiden Mooren Wiedervernässungsmaßnahmmen. Das Freyerser Moor, der Südausläufer des Pietzmoorkomplexes, ist ebenfalls durch Entwässerung und Torfentnahme geprägt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lütkepohl&amp;quot;&amp;gt;Manfred Lütkepohl: &amp;#039;&amp;#039;Die Moore&amp;#039;&amp;#039;. In: Cordes et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Geschichte - Ökologie - Naturschutz&amp;#039;&amp;#039;. Hauschild, Bremen 1997, S. 105f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist das Pietzmoor ein attraktives Naherholungsgebiet im [[Naturschutzgebiet Lüneburger Heide]] mit einer Größe von 2,5&amp;amp;nbsp;km². Zwei Wanderwege (Bohlenwege) mit 4,8&amp;amp;nbsp;km und 6,6&amp;amp;nbsp;km Länge führen direkt durch die Moorlandschaften. Seit Mai 2011 gibt es einen Naturerlebnispfad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Im Pietzmoor&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Pietzmoor 031.jpg|Aufgelassener, mit Wasser vollgelaufener Torfstich im Pietzmoor&lt;br /&gt;
 Am Rundwanderweg Pietzmoor (Schneverdingen) IMG 1580.jpg|Holzsteg durch das Moor&lt;br /&gt;
 Böhmequelle Pietzmoor.JPG|Quellgebiet der [[Böhme (Fluss)|Böhme]] im Pietzmoor&lt;br /&gt;
 Pietzmoor im Herbst.JPG|Landschaft im Pietzmoor&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Kulturlandschaft ==&lt;br /&gt;
Das Pietzmoor ist eine 2,5 km² große historische [[Kulturlandschaft]] von landesweiter Bedeutung innerhalb des Kulturlandschaftsraums Nordheide. Diese Zuordnung zu den [[Kulturlandschaften in Niedersachsen]] hat der [[Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz|Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]] (NLWKN) 2018 getroffen. Ein besonderer, rechtlich verbindlicher Schutzstatus ist mit der Klassifizierung nicht verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Wiegang: &amp;#039;&amp;#039;HK25 Pietzmoor&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Kulturlandschaftsräume und historische Kulturlandschaften landesweiter Bedeutung in Niedersachsen. Landesweite Erfassung, Darstellung und Bewertung&amp;#039;&amp;#039;, Hannover, 2019, S. 120–121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Lütkepohl: &amp;#039;&amp;#039;Die Moore&amp;#039;&amp;#039;. In: Cordes et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Geschichte – Ökologie – Naturschutz&amp;#039;&amp;#039;. Hauschild, Bremen 1997, ISBN 3-931785-36-X, S. 103–107.&lt;br /&gt;
* Manfred Lütkepohl; Jens Tönnießen: &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzpark Lüneburger Heide&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Ellert und Richter, Hamburg 1999, ISBN 3-89234-300-4, S. 70–77; 162–165.&lt;br /&gt;
* Richard Pott: &amp;#039;&amp;#039;Lüneburger Heide. Wendland und Nationalpark Mittleres Elbtal&amp;#039;&amp;#039;. Ulmer, Stuttgart 1999, ISBN 3-8001-3515-9, S. 156–159.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pietzmoor|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.schneverdingen.de/desktopdefault.aspx/tabid-7941 Pietzmoor auf der Website der Stadt Schneverdingen]&lt;br /&gt;
* [https://www.ndr.de/ratgeber/reise/lueneburger_heide/Ein-verwunschenes-Naturparadies,pietzmoor130.html &amp;#039;&amp;#039;Das Pietzmoor - ein verwunschenes Naturparadies&amp;#039;&amp;#039;] bei NDR.de vom 7.&amp;amp;nbsp;August 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/05/42/N |EW=9/49/32/E |type=landmark |region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lüneburger Heide)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moor in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schneverdingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Böhme|FPietzmoor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Wümme|FPietzmoor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dwains Bandersnatch</name></author>
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