<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pietro_Nenni</id>
	<title>Pietro Nenni - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pietro_Nenni"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pietro_Nenni&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T21:54:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pietro_Nenni&amp;diff=471755&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: Kat: Ital. Emigrant in Frankreich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pietro_Nenni&amp;diff=471755&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-01-16T07:12:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat: Ital. Emigrant in Frankreich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pietro Nenni Anefo.jpg|mini|Pietro Nenni (1964)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pietro Nenni&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Februar]] [[1891]] in [[Faenza]], [[Provinz Ravenna]]; † [[1. Januar]] [[1980]] in [[Rom]]) war ein [[italien]]ischer [[Politiker]]. Er war von 1949 bis 1963 Vorsitzender der [[Partito Socialista Italiano]] (PSI), 1963 bis 1968 stellvertretender Ministerpräsident sowie 1946–47 und 1968–69 [[Außenminister]] Italiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1915 - nenni soldato nella prima guerra mondiale.jpg|mini|hochkant|Nenni als Soldat im Ersten Weltkrieg (1915)]]&lt;br /&gt;
Nenni wuchs in einfachen Verhältnissen in der [[Romagna]] auf, mit fünf Jahren verlor er seinen Vater. Er veröffentlichte 1908 seine ersten Artikel als Journalist und trat im selben Jahr in die linksliberale [[Partito Repubblicano Italiano]] (PRI) ein. Im [[Italienisch-Türkischer Krieg|Italienisch-Türkischen Krieg]] um Libyen 1911/12 vertrat Nenni eine pazifistische Linie. Während des gegen den Krieg gerichteten [[Generalstreik]]s der Gewerkschaft [[Confederazione Generale del Lavoro|CGL]] wurde er in [[Forlì]] ebenso wie der damalige Sozialist [[Benito Mussolini]] verhaftet. Beide Männer wurden in dieselbe Zelle gesperrt und waren in der Folgezeit miteinander befreundet. Nach der Haftentlassung wurde er Anfang 1912 zum nationalen Sekretär des Republikanischen Jugendverbands gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er rief im Juni 1914 zum Volksaufstand in [[Marken]] und Romagna gegen die königliche Regierung auf – der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;settimana rossa&amp;#039;&amp;#039; („roten Woche“) – der jedoch scheiterte. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] sprach sich Nenni für den Kriegseintritt des zunächst neutralen Italien gegen Österreich-Ungarn aus. Als dieser im Mai 1915 erfolgte, meldete er sich sofort als Freiwilliger, verweigerte aber als überzeugter Republikaner den Eid auf den König. Nach 16 Monaten an der Front explodierte im Herbst 1916 ein Schießpulverfass in Nennis unmittelbarer Nähe, er musste wegen des schweren Traumas im Krankenhaus behandelt werden und wurde anschließend zur Genesung in die Heimat entlassen. In Bologna übernahm er 1917 die Leitung der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Giornale del Mattino&amp;#039;&amp;#039;. Nach der italienischen [[Zwölfte Isonzoschlacht|Niederlage bei Karfreit]] im Oktober 1917 meldete sich Nenni erneut zum Frontdienst, wurde zum [[Dienstgrade der italienischen Streitkräfte#Unteroffiziere|Sergente]] befördert und mit dem Kriegskreuz für militärische Tapferkeit ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende gründete er im April 1919 die Ortsgruppe der [[Fasci italiani di combattimento]] in Bologna. 1921 brach er jedoch mit [[Benito Mussolini]] und wechselte zur [[Partito Socialista Italiano]] (PSI). 1923 wurde er Chefredakteur der PSI-Zeitung [[Avanti! (Zeitung)|Avanti!]], musste jedoch unter Mussolinis Faschismus 1926 ins Exil nach [[Frankreich]] flüchten. Er traf sich auf dem [[Monte Generoso]] im [[Kanton Tessin]] mehrmals heimlich mit [[Guglielmo Canevascini]] und [[Friedrich Adler (Politiker)|Friedrich Adler]]. Von 1931 bis 1939 gehörte er dem Exekutivrat der [[Sozialistische Internationale|Sozialistischen Internationale]] an, von 1933 bis 1939 war er &amp;#039;&amp;#039;segretario&amp;#039;&amp;#039; (Parteichef) der im Exil aktiven PSI. Von 1936 bis 1939 nahm er mit dem [[Garibaldi-Bataillon]] auf [[Zweite Spanische Republik|republikanischer Seite ]] am [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1943 wurde Nenni in [[Vichy-Frankreich]] von der [[Gestapo]] verhaftet, zwei Monate später aber an das faschistische Italien ausgeliefert. Nach dem Sturz Mussolinis wurde er befreit und im August 1943 in Rom zum nationalen Sekretär (Parteichef) der &amp;#039;&amp;#039;Partito Socialista Italiano di Unità Proletaria&amp;#039;&amp;#039; (PSIUP) gewählt. Er war Mitglied des [[Comitato di Liberazione Nazionale]] (CLN; Nationalen Befreiungskomitees) der [[Resistenza]], die Widerstand gegen die deutsche Besatzung Italiens leistete. Nach Kriegsende war er von Juni 1945 bis Oktober 1946 stellvertretender Ministerpräsident in den Übergangskabinetten unter [[Ferruccio Parri]] und [[Alcide De Gasperi]]. Im Juni 1946 wurde er in die verfassunggebende Nationalversammlung ([[Assemblea Costituente]]) gewählt. Nach dem Ende der Monarchie und der Ausrufung der italienischen Republik war Nenni von Oktober 1946 bis Februar 1947 italienischer Außenminister. Im Vorfeld der Parlamentswahl 1948 führte Nenni die Sozialistische Partei in ein [[Volksfront]]-Bündnis &amp;#039;&amp;#039;(Fronte Democratico Popolare)&amp;#039;&amp;#039; mit der stärkeren [[Partito Comunista Italiano|Kommunistischen Partei Italiens]] (PCI) unter [[Palmiro Togliatti]]. Dies löste die Abspaltung der antikommunistischen Sozialdemokraten um [[Giuseppe Saragat]] als [[Partito Socialista dei Lavoratori Italiani|PSLI]] (später [[Partito Socialista Democratico Italiano|PSDI]]) aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Historiker [[Hans Woller]] bezeichnete Nennis Vorstellung einer linken Volksfront in Italien als zentralen politischen Fehler der frühen Nachkriegszeit: {{Zitat|Nenni war ein Revolutionsromantiker und insofern ein wahres Kreuz für die sozialistische Partei, die nach dem Krieg – bei einigem Pragmatismus – zur Führung des Landes prädestiniert gewesen wäre. […] Sie wussten zwar genau, was in der [[Sowjetunion]] der zwanziger und dreißiger Jahre vor sich gegangen war, und ihnen brauchte auch niemand zu sagen, welchen Schaden das Sektierertum und die Moskauhörigkeit der Kommunisten im Exil angerichtet hatten. Trotzdem konnten sie sich nicht aufraffen, eindeutige Konsequenzen zu ziehen. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Woller: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60174-3, S. 203f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1970 gehörte Nenni dem [[Camera dei deputati|italienischen Parlament]] ununterbrochen als Abgeordneter an. 1950 trat er als Präsident des [[Weltfriedensrat]]s in Erscheinung, der sich in Zeiten des aufbrechenden Kalten Krieges für friedliche Koexistenz und nukleare Abrüstung einsetzte, im Westen aber als pro-sowjetisch galt. Die Sowjetunion zeichnete Nenni 1951 mit dem [[Internationaler Lenin-Friedenspreis|Stalinpreis]] aus. Nach der Niederschlagung des [[Ungarischer Volksaufstand|Ungarischen Volksaufstands]] 1956 durch sowjetische Truppen gaben Nenni und die PSI das Bündnis mit der PCI sowie ihre sowjet-freundliche Ausrichtung auf. Die PSI war nach dem Ausschluss von Kommunisten und Sozialisten aus der [[Kabinett De Gasperi III|Regierung De Gasperi]] im Mai 1947 fünfzehn Jahre in der Opposition gegen christdemokratisch geführte Regierungen. Ab 1962 tolerierte sie jedoch die [[Kabinett Fanfani IV|Mitte-links-Regierung]] [[Amintore Fanfani]]s vom linken Flügel der [[Democrazia Cristiana]]. Die Öffnung der Christdemokraten nach links (&amp;#039;&amp;#039;«apertura a sinistra»&amp;#039;&amp;#039;) unter Fanfani und [[Aldo Moro]] ermöglichte die Bildung einer „organischen“ Mitte-links-Regierung &amp;#039;&amp;#039;(centro-sinistra «organico»)&amp;#039;&amp;#039; unter aktiver Beteiligung der Sozialisten, für die sich der Parteitag der PSI im Oktober 1963 aussprach. Im Dezember 1963 legte Nenni den Parteivorsitz nieder und trat als stellvertretender Ministerpräsident in die [[Kabinett Moro I|Regierung unter Moro]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nun PSI und PSDI gemeinsam in der Regierung waren, schien der Trennungsgrund überwunden und die beiden sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Parteien vereinigten sich im Oktober 1966 wieder zur [[Partito Socialista Unificato]]. Nenni wurde zum &amp;#039;&amp;#039;presidente&amp;#039;&amp;#039;, also zeremoniellen Oberhaupt, der Partei gewählt. Der linke, revolutionär gesinnte Flügel der PSI spaltete sich jedoch als [[Partito Socialista Italiano di Unità Proletaria|PSIUP]] ab. Das Ergebnis der Vereinten Sozialisten bei der Parlamentswahl 1968 war deutlich schwächer als zuvor die Summe der beiden Vorgängerparteien, während Kommunisten und linkssozialistische PSIUP zugewannen. Von Dezember 1968 bis zum Rücktritt des [[Kabinett Rumor I|ersten Kabinetts]] von [[Mariano Rumor]] im Juni 1969 fungierte Nenni ein weiteres Mal als Außenminister Italiens. Nenni war begeisterter Europapolitiker, befürwortete die Unterzeichnung des [[Atomwaffensperrvertrag]]s (1968) und engagierte sich für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen Italiens zur [[Volksrepublik China]], die nach dem Ende seiner Amtszeit 1970 erfolgte. Zugleich mit der Regierung Rumor zerbrach 1969 die vereinigte Sozialistische Partei wieder in ihre beiden Bestandteile PSI und PSDI, Nenni trat von allen Parteiämtern zurück. Sein einstiger Rivale [[Giuseppe Saragat]], der inzwischen Staatspräsident war, ernannte Nenni 1970 zum [[Senato della Repubblica|Senator]] auf Lebenszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pietro Nenni war ab 1911 mit Carmela (genannt Carmen) Emiliani (1893–1966) verheiratet. Das Paar hatte vier Töchter: die Politikerin und Journalistin [[Giuliana Nenni]] (1911–2002), Eva Nenni (1913–1997), die antifaschistische Widerstandskämpferin [[Vittoria Nenni]] (* 1915, starb 1943 im [[Vernichtungslager Auschwitz]]) und Luciana Nenni (1921–2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franco Andreucci, Tommaso Detti (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Il movimento operaio italiano: dizionario biografico 1853–1943.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, Editori riuniti, Roma 1977.&lt;br /&gt;
* {{HLS|27944|Pietro Nenni|Autor=Mauro Cerutti|Datum=2009-07-29}}&lt;br /&gt;
* {{DBI|Verfasser=Marco Gervasoni|ID=pietro-nenni_(Dizionario-Biografico)|Lemma=Nenni, Pietro|Band=78|SeiteVon=|SeiteBis=|Kommentar=|kurz=}}&lt;br /&gt;
* Elio Santarelli: &amp;#039;&amp;#039;Pietro Nenni.&amp;#039;&amp;#039; Utet, Torino 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pietro Nenni}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118785893}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/022494}}&lt;br /&gt;
* [https://storia.camera.it/deputato/pietro-nenni-18910209#nav Eintrag]  im Portale storico der &amp;#039;&amp;#039;Camera dei deputati&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.senato.it/leg/06/BGT/Schede/Attsen/00009739.htm Eintrag] auf senato.it&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Außenminister der Republik Italien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118785893|LCCN=n/50/2766|VIAF=73865321}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nenni, Pietro}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenminister (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minister ohne Geschäftsbereich (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senator (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Abgeordnetenkammer (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Partito Socialista Italiano]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interbrigadist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienischer Emigrant in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Internationalen Stalin-Friedenspreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Assemblea Costituente]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nenni, Pietro&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Politiker, Mitglied der Camera dei deputati und Außenminister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Februar 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Faenza]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Januar 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
	</entry>
</feed>