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	<title>Pietcong - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:01:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pietcong&amp;diff=1875684&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Procopius: /* Rezeption */</title>
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		<updated>2025-09-16T19:37:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pietcong&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Kofferwort]] aus [[Pietist]] und [[Vietcong]]), eingedeutscht &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pietkong&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Piet-kong&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine in den [[1970er Jahre]]n entstandene eher abwertende, aber auch [[Satire|satirisch]] gemeinte Bezeichnung für in ihrer [[Frömmigkeit]] radikal auftretende [[Pietismus|Pietisten]]. Die Bezeichnung ist verbreitet in bestimmten [[Protestantismus|protestantischen]] Regionen (z.&amp;amp;nbsp;B. im nördlichen [[Schwaben]] sowie im Nord- und Hochschwarzwald im Gebiet von [[Altwürttemberg]]), jedoch allgemein und nicht auf eine bestimmte Gruppierung beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dudenredaktion verweist auf die „Glaubensstrenge und Anspruchslosigkeit“ insbesondere der pietistisch geprägten Hochburg [[Tübingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
| Titel=Von Arschgeige bis Wuchtbrumme: Die 333 lustigsten Schimpfwörter&lt;br /&gt;
| Autor=Dudenredaktion&lt;br /&gt;
| Verlag=Bibliographisches Institut&lt;br /&gt;
| Datum=2016-02-08&lt;br /&gt;
| Seiten=80&lt;br /&gt;
| ISBN=9783411911424}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Der Begriff war zunächst [[Religiöser Sozialismus|linksreligiös]] konnotiert. So veröffentlichte [[Günter Ewald]] in den frühen 1970er Jahren die Schrift &amp;#039;&amp;#039;Achtung Pietkong – Im Dickicht einer Hochschule – Gemeinde im Kohlenkeller&amp;#039;&amp;#039; während seiner Studentenzeit an der [[Ruhruniversität Bochum]]. Der sogenannte „Kohlenkellerklub“ ging aus den Protesten der [[Westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre|westdeutschen Studentenbewegung der 1960er Jahre]] hervor, die sich zunehmend aufspaltete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
| Titel=Reform, Revolution oder Stillstand?&lt;br /&gt;
| TitelErg=Die 68er-Bewegung an den Evangelisch-Theologischen Fakultäten Marburg, Bochum und der Kirchlichen Hochschule Berlin&lt;br /&gt;
| Autor=Tobias Sarx&lt;br /&gt;
| Verlag=Kohlhammer Verlag&lt;br /&gt;
| Jahr=2018&lt;br /&gt;
| Seiten=525&lt;br /&gt;
| ISBN=978-3-17-034450-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[SPD]]-Politiker [[Herbert Wehner]] bezeichnete seinen Parteigenossen [[Erhard Eppler]] so und bezog sich auf dessen pietistische Herkunft sowie dessen idealistischen Kampfgeist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle&lt;br /&gt;
| url=https://www.tagesspiegel.de/politik/zum-tod-von-erhard-eppler-er-war-das-gewissen-der-spd/25134500.html&lt;br /&gt;
| titel=Zum Tod von Erhard Eppler: Er war das Gewissen der SPD&lt;br /&gt;
| datum=2019-10-19&lt;br /&gt;
| autor=Gerd Appenzeller&lt;br /&gt;
| hrsg=[[Tagesspiegel]]&lt;br /&gt;
| abruf=2021-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Günter Bannas]] bezeichnete dies in einem Nachruf der FAZ folgendermaßen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle&lt;br /&gt;
| url=https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nachruf-auf-erhard-eppler-der-spaet-berufene-verantwortungsethiker-der-spd-16442163.html&lt;br /&gt;
| titel=Zum Tod von Erhard Eppler: Der spät berufene Verantwortungsethiker der SPD&lt;br /&gt;
| autor=Günter Bannas&lt;br /&gt;
| datum=2019-10-20&lt;br /&gt;
| hrsg=[[FAZ]]&lt;br /&gt;
| abruf=2021-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Eppler gehörte zu jenen, die das Konzept der bloßen ‚[[Entwicklungshilfe]]‘ um den Aspekt der ‚wirtschaftlichen Zusammenarbeit‘ erweiterten, die nicht ein verlängerter Arm der [[Außenpolitik]] sein sollte. Er tat es aus idealistischen Gründen, weshalb Herbert Wehner für ihn die Kennzeichnung ‚Pietkong‘ erfand. Diese Verbindung von protestantischem Pietismus und kommunistischen Vietkong war ziemlich distanziert gemeint. Als Brandt gegangen war, ging auch Eppler – wegen [[Helmut Schmidt]].|Günter Bannas&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in einer katholischen Vertriebenenfamilie in [[Nürtingen]] aufgewachsene Fernsehsatiriker [[Harald Schmidt]] sagte in einem Interview der &amp;#039;&amp;#039;[[FAZ]]&amp;#039;&amp;#039; 2011:&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle&lt;br /&gt;
| url=https://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-baden-wuerttemberg/harald-schmidt-im-f-a-z-gespraech-mit-tanja-tanzt-man-keinen-stehblues-1610705.html&lt;br /&gt;
| titel=Mit Tanja tanzt man keinen Stehblues&lt;br /&gt;
| datum=2011-03-07&lt;br /&gt;
| hrsg=FAZ&lt;br /&gt;
| abruf=2021-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;{{Zitat| Württemberg hat einen großen Vorteil, das ist der, wie es dort heißt, Pietcong, der Pietismus auch in der Hardliner-Variante, der ja letzten Endes bis zur evangelischen Pfarrerstochter [[Gudrun Ensslin]] führt.| [[Harald Schmidt]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Politikwissenschaft|Politologie]] wird die Frage diskutiert, ob der Einfluss des Pietismus eine Auswirkung auf das Wahlverhalten, insbesondere der rechtspopulistischen Partei [[Alternative für Deutschland|AfD]] hat. Der Politologe Alexander Hensel äußerte 2016 eine solche Vermutung in der &amp;#039;&amp;#039;[[Stuttgarter Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stuttgarter Zeitung, Stuttgart Germany |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nachgefragt-wahlerfolg-dank-pietismus.a8c8d298-8ea8-4695-9f9d-90fb3142926f.html |titel=Nachgefragt: Wahlerfolg dank Pietismus? |sprache=de |abruf=2021-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Politologe [[Michael Lühmann]] sagte 2020 im &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;: „Die Kirchen sind hier immer noch sehr gut gefüllt und ein bedeutender gesellschaftlicher Akteur.“ Stuttgart sei eingebettet in einen historisch gewachsenen Pietismus. Er bezeichnete diese Regionen wie auch Teile Sachsens als „[[Bible Belt]]“ der Bundesrepublik, in denen „Renitenz und Protest“ seit Jahren reiften und die zudem zuletzt zu Hochburgen der AfD geworden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle&lt;br /&gt;
| url=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/a-1d4b9bd8-1bfd-4682-bb83-d6a63efde8c1&lt;br /&gt;
| titel=Wie die deutschen »Bible Belts« die Anti-Corona-Proteste befeuern&lt;br /&gt;
| autor=Marc Röhlig&lt;br /&gt;
| datum=2020-11-18&lt;br /&gt;
| hrsg=[[Spiegel Online]]&lt;br /&gt;
| abruf=2021-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{internetquelle|url=https://taz.de/Ein-verlaesslicher-Aufreger/!5049324/|titel=Aufmarsch des Pietcong|autor=Peter Unfried|datum=2014-02-05|hrsg=[[TAZ]]|abruf=2021-05-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Scherzwort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Glaubenshaltung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kofferwort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Procopius</name></author>
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