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	<title>Piet de Jong - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bujo am 30. September 2025 um 15:04 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Politiker. Zum Künstler siehe [[Piet de Jong (Künstler)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Piet de Jong 1970.jpg|mini|hochkant|Piet de Jong (1970)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Piet de Jong.jpg|mini|hochkant| Das Grab von Piet de Jong und seiner Ehefrau Anna de Jong-Bartels auf dem katholischen Friedhof St. Petrus Banden in Den Haag]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Petrus Josef Sietze „Piet“ de Jong&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Royal Victorian Order|LVO]], ([{{IPA|&amp;#039;pit də &amp;#039;jɔŋ}}] * [[3. April]] [[1915]] in [[Apeldoorn]]; † [[27. Juli]] [[2016]] in [[Den Haag]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.volkskrant.nl/politiek/oud-premier-piet-de-jong-101-overleden~a4349696/ &amp;#039;&amp;#039;Oud-premier Piet de Jong (101) overleden&amp;#039;&amp;#039;.] [[de Volkskrant]], 1. August 2016, abgerufen am 1. August 2016 (niederländisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Niederlande|niederländischer]] Marineoffizier und [[Politiker]] der [[Katholieke Volkspartij]] (KVP). Er war von 1963 bis 1967 Verteidigungsminister und von 1967 bis 1971 [[Liste der Ministerpräsidenten der Niederlande|Ministerpräsident der Niederlande]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Piet de Jong wurde als Sohn des Lokomotivschlossers Joännes de Jong (1878–1931) und seiner Ehefrau Gijsberta Adriana Schouten geboren und im katholischen Glauben erzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marineoffizier ===&lt;br /&gt;
Nach Abschluss der &amp;#039;&amp;#039;[[Hogereburgerschool]]&amp;#039;&amp;#039; (in etwa der Realschule in Deutschland entsprechend) trat De Jong als 16-Jähriger in die [[Koninklijke Marine]] (Königlich Niederländische Marine) ein und absolvierte die Ausbildung am &amp;#039;&amp;#039;Koninklijk Instituut voor de Marine&amp;#039;&amp;#039; in [[Den Helder]]. Von 1935 bis 1947 tat er Dienst auf [[U-Boot]]en, beim [[Geschichte der Niederlande#Zweiter Weltkrieg|Einfall der Wehrmacht in die Niederlande]] auf der Hr.Ms. &amp;#039;&amp;#039;[[O 24]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hr.Ms. O&amp;#039;&amp;#039; steht für „Harer Majesteits onderzeeboot“ = Unterseeboot Ihrer Majestät.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 13. April 1940 entkam die &amp;#039;&amp;#039;O 24&amp;#039;&amp;#039; dem Zugriff der deutschen Truppen nach England. De Jong war stellvertretender Kommandant, dann, vom 25. Oktober 1944 bis zum 8. April 1946, Kommandant der &amp;#039;&amp;#039;O 24&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Willem Brouwer, Johan van Merriënboer: &amp;#039;&amp;#039;Van buitengaats naar Binnenhof: P.J.S. de Jong, een biografie&amp;#039;&amp;#039;. Den Haag 2001, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;O 24&amp;#039;&amp;#039; versenkte im Mittelmeer vier italienische und – ab 1942, von einer [[Militärbasis|Basis]] in [[Colombo]] aus&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Willem Brouwer, Johan van Merriënboer: &amp;#039;&amp;#039;Van buitengaats naar Binnenhof: P.J.S. de Jong, een biografie&amp;#039;&amp;#039;. Den Haag 2001, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; – in der [[Javasee]] drei japanische Schiffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Petrus Franciscus Maas&amp;quot;&amp;gt;Petrus Franciscus Maas: &amp;#039;&amp;#039;Kabinetsformaties 1959–1973&amp;#039;&amp;#039;. Staatsuitgeverij, &amp;#039;s-Gravenhage 1982, ISBN 90-12-03998-3, S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war es – nach der &amp;#039;&amp;#039;[[O 21 (U-Boot)|O 21]]&amp;#039;&amp;#039; – das zweiterfolgreichste niederländische U-Boot im Zweiten Weltkrieg; De Jong wurde mit dem britischen [[Distinguished Service Cross (Vereinigtes Königreich)|Distinguished Service Cross]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 wurde De Jong zum Marinestab im Kriegs- und Marineministerium (&amp;#039;&amp;#039;Ministerie van Oorlog en Marine&amp;#039;&amp;#039;) abgeordnet. 1948 wurde er [[Aide-de-camp]] des Kriegs- und Marineministers Wim Schokking. Von 1951 bis 1952 kommandierte er die Fregatte &amp;#039;&amp;#039;Hr.Ms. De Zeeuw&amp;#039;&amp;#039;. 1952 wurde er zum Stab des im selben Jahr aufgestellten [[NATO]]-Kommandos &amp;#039;&amp;#039;Allied Commander-in-Chief Channel&amp;#039;&amp;#039; (ACCHAN) in [[Portsmouth]] abgeordnet. Von 1955 bis 1958 war er zugleich stellvertretender [[Chef des Stabes|Stabschef]] des [[Generalinspekteur]]s der Marine, [[Bernhard zur Lippe-Biesterfeld|Prinz Bernhard]], und Aide-de-camp von dessen Gattin [[Juliana (Niederlande)|Königin Juliana]]. Von 1958 bis 1959 folgte wieder ein Flottenkommando im Rang eines [[Kapitän zur See|Kapitäns zur See]] (&amp;#039;&amp;#039;Kapitein-ter-zee&amp;#039;&amp;#039;): De Jong wurde Kommandant des [[Zerstörer]]s &amp;#039;&amp;#039;Hr.Ms. Gelderland&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches Wirken ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kabinett De Jong}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1959 suchte die Katholieke Volkspartij, bei der das [[Präsentation (Ernennung)|Präsentationsrecht]] lag, einen Nachfolger für den [[Staatssekretär]] für Verteidigung und Marineangelegenheiten, Hendricus Cornelis Willem (Harry) Moorman, und bot De Jong das Amt an. Rückblickend sagte er über seinen – nach 28 Jahren als Marineoffizier – unerwarteten Einstieg in die Politik: „Ich bin eher zufällig hineingeraten. Es gab damals nicht viele katholische Marineoffiziere. Obwohl ich der KVP nicht angehörte, stieß man auf mich, als man die Liste durchging.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Petrus Franciscus Maas&amp;quot; /&amp;gt; De Jong sagte zu und wurde am 27. Juni 1959 Staatssekretär im [[Kabinett De Quay]].  Kurz darauf trat er der KVP bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1963 wurde er als Nachfolger von [[Sim Visser]] Verteidigungsminister im [[Kabinett Marijnen]] (1963–1965). Er behielt dieses Amt auch in den Kabinetten [[Kabinett Cals|Cals]] (1965–1966) und [[Kabinett Zijlstra|Zijlstra]] (1966–1967). Energisch ging er die Neugliederung der [[Niederländische Streitkräfte|Niederländischen Streitkräfte]] (&amp;#039;&amp;#039;Nederlandse krijgsmacht&amp;#039;&amp;#039;) an, die er auf die Erfordernisse der Strategie und auf die Strukturen des NATO-Bündnisses ausrichtete. Seine Kritiker hielten ihm vor, dass er damit die Niederlande der Fähigkeit beraube, selbständig Krieg zu führen. Im [[Zweite Kammer der Generalstaaten|Parlament]] wurde deshalb der Antrag eingebracht, sein Ministergehalt symbolisch um einen [[Niederländischer Gulden|Gulden]] zu kürzen und den eingesparten Betrag besser der Armee zukommen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Willem Brouwer, Johan van Merriënboer: &amp;#039;&amp;#039;Van buitengaats naar Binnenhof: P.J.S. de Jong, een biografie&amp;#039;&amp;#039;. Den Haag 2001, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt; De Jong erinnerte seine Kritiker daran, dass das [[Goldenes Zeitalter (Niederlande)|Gouden Eeuw]] und damit die Zeit der niederländischen Militärmacht vorbei sei, und setzte die Verkürzung der Dauer der Wehrpflicht von 22 auf 18 Monate durch. Bei der [[Parlamentswahl in den Niederlanden 1967|Parlamentswahl im Februar 1967]] wurde de Jong als Abgeordneter der KVP in die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments gewählt, verzichtete aber nach zwei Monaten wegen der Unvereinbarkeit von Parlamentsmandat und Regierungsamt auf seinen Sitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 5. April 1967 bis zum 6. Juli 1971 war De Jong niederländischer Ministerpräsident. Er stand einer Mitte-rechts-Koalition aus den drei christlichen Parteien KVP, ARP und CHU sowie der rechtsliberalen VVD vor. Es war auch in den Niederlanden die Zeit von Studentenunruhen und Protesten der [[68er-Bewegung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2016/august/0802dejong.html Nachruf auf &amp;#039;&amp;#039;NiederlandeNet&amp;#039;&amp;#039;, einer Einrichtung der Universität Münster], abgerufen am 6. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war eine Woche lang, vom 7. bis zum 14. Januar 1970, nach dem Rücktritt [[Leo de Block]]s in Personalunion auch Wirtschaftsminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De Jong galt als Premier als hervorragender Teamleiter und war der erste niederländische Ministerpräsident, der wöchentliche Pressekonferenzen durchführte. In seiner Zeit als Ministerpräsident wurde ein [[Mindestlohn]] eingeführt, die [[Wahlpflicht]] abgeschafft, die [[Antibabypille]] zugelassen, das [[Scheidung]]srecht novelliert und – damit machte de Jong die Niederlande zum Vorreiter – das Ziel vorgegeben, der [[Entwicklungshilfe]] 1 % der Wirtschaftsleistung des Landes zukommen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Stabenow: &amp;#039;&amp;#039;Piet de Jong gestorben&amp;#039;&amp;#039;. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. August 2016, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; In abgeschwächter Form wurde diese Vorgabe 1970 weltweit übernommen, als sich in einem Beschluss der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] die Industrieländer verpflichten, [[Nullkommasieben-Kampagne|0,7 %]] ihres [[Bruttonationaleinkommen]]s für die öffentliche Entwicklungshilfe aufzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1971 wurde de Jong in die [[Erste Kammer der Generalstaaten|Erste Kammer]] gewählt, wo er nach seiner Amtszeit als Regierungschef von April 1972 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Parlament im September 1974 der KVP-Fraktion vorstand. Nach seiner Zeit als aktiver Politiker wurde er 1980 durch die Fusion der drei christlichen Parteien und Auflösung der KVP Mitglied des [[Christen-Democratisch Appèl]] (CDA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1977 bis 1987 gehörte de Jong dem Aufsichtsrat der [[SHV Holdings|Steenkolen Handels Vereniging Holding]] und ab 1978 dem Aufsichtsrat der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Het Financieele Dagblad]]&amp;#039;&amp;#039; an. Er leitete 1986 eine Wirtschaftsmission nach China.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende seiner Ministerpräsidentschaft wurde Piet de Jong das [[Großkreuz]] des &amp;#039;&amp;#039;[[Orden von Oranien-Nassau|Orde van Oranje-Nassau]]&amp;#039;&amp;#039; verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieutenant des [[Royal Victorian Order]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jan Willem Brouwer, Johan van Merriënboer: &amp;#039;&amp;#039;Van buitengaats naar Binnenhof: P.J.S. de Jong, een biografie&amp;#039;&amp;#039;. Sdu Uitgevers, Den Haag 2001, ISBN 90-12-08774-0 (Biografie, niederländisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|lang=en}}&lt;br /&gt;
* [https://www.parlement.com/9353000/1f/j9vvhy5i95k8zxl/vg09ll213ezn &amp;#039;&amp;#039;Portrait&amp;#039;&amp;#039;] bei &amp;#039;&amp;#039;Parlament &amp;amp; Politiek&amp;#039;&amp;#039; (ndl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Niederländische Ministerpräsidenten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123634962|LCCN=n/2002/37590|VIAF=23054238}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jong, Piet de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verteidigungsminister (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ersten Kammer der Generalstaaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fraktionsvorsitzender (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marineoffizier (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitän zur See]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:U-Boot-Kommandant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Pazifikkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KVP-Mitglied (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieutenant des Royal Victorian Order]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Leopolds II. (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2016]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundertjähriger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jong, Piet de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Jong, Petrus Josef Sietze de (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=niederländischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. April 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Apeldoorn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Juli 2016&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Den Haag]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bujo</name></author>
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