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	<title>Pierre Schaeffer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pierre_Schaeffer&amp;diff=242105&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frankee 67 am 1. April 2026 um 07:52 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pierre Schaeffer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. August]] [[1910]] in [[Nancy]]; † [[19. August]] [[1995]] in [[Aix-en-Provence]]) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Komponist]] und Schriftsteller. Verbunden mit dem Vorwurf, die abendländische Musik verschließe sich mit der Beschränkung auf traditionelle [[Musikinstrument]]e und der daraus resultierenden Beschränkung auf festgelegte Tonhöhen einer wichtigen Sphäre,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil Band 14, S. 1166&amp;lt;/ref&amp;gt; entwickelte Schaeffer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine neue musikalische Praxis, die von einem offenen Zugang zu [[Klang|Klängen]] ausging, und prägte dafür den Begriff der [[musique concrète]]. Durch die Arbeit mit [[Tonband|Tonbändern]] ergab sich ein Verzicht auf eine traditionelle [[Notation (Musik)|Notation]]. Somit hinterfragte Schaeffer nicht nur das traditionelle Instrumentarium, sondern löste auch das Verhältnis zwischen Komponist und [[Interpretation (Musik)|Interpret]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] arbeitete Schaeffer, der eigentlich Ingenieur war, beim französischen Rundfunk. Dort experimentierte er mit Alltagsgeräuschen, die er zunächst auf [[Schallplatte]], ab 1951 auch auf [[Tonband]] aufnahm, verfremdete und zu neuen Klangkompositionen montierte. Die Mittel der Verfremdung beschränkten sich auf die Wiedergabegeschwindigkeit und -richtung. Außerdem entwickelte er eine Möglichkeit, kurze Abschnitte einer Schallplatte als Schleife wiederzugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Baumgärtel, Tilman |Titel=Schleifen. Zur Geschichte und Ästhetik des Loops |Verlag=Kulturverlag Kadmos |Ort=Berlin |Datum=2015 |ISBN=978-3-86599-271-0 |Seiten=53 - 88}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die dabei entstandene experimentelle Musik nannte er [[Musique concrète]] (&amp;#039;&amp;#039;Konkrete Musik&amp;#039;&amp;#039;). Sie hatte großen Einfluss auf die [[Elektronische Musik]] und das [[Hörspiel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schaeffer starb nach langem Alzheimerleiden im August 1995. Sein letztes Werk schuf er 1979.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[MusikTexte]]&amp;#039;&amp;#039;, 4/1995, S. 50&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theoretische Position ==&lt;br /&gt;
Pierre Schaeffer hat mit seinem theoretischen Hauptwerk, dem &amp;#039;&amp;#039;Traité des objets musicaux&amp;#039;&amp;#039;, zum ersten Mal ein sprachliches System entworfen, das es ermöglicht die neuen musikalischen Strukturen der elektroakustischen Musik zu erfassen und zu kommunizieren. Er reagierte damit vor allen Dingen auf eine Entwicklung, die er selbst angestoßen hatte: Die &amp;#039;&amp;#039;[[musique concrète]]&amp;#039;&amp;#039; erforderte, da sie sich ganz gezielt rückstandslos von [[Harmonik|harmonischen Strukturen]] losgelöst hatte, zum einen einen neuen theoretischen Unterbau und zum anderen einen neuen Sprachschatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als begleitendes Material zum Traité veröffentlichte Schaeffer sein &amp;#039;&amp;#039;solfège de l´objet sonore&amp;#039;&amp;#039; auf drei Schallplatten. Hier konnte er durch Experimente mit Klangtransformationen auf [[Tonband]] zeigen, dass es eine überraschende [[Diskrepanz]] zwischen der physikalischen Erscheinung und der wahrgenommenen Qualität von Klängen gibt. Ausgehend von dieser Feststellung entwickelte er einen Eigenschaftskatalog der [[Klang|Klänge]], der sich eben nicht an der physikalischen Erscheinung, sondern direkt am [[Hören]] orientierte. Schaeffer äußerte sich beispielsweise zur Diskrepanz zwischen physikalischer Zeit und der Dauer musikalischer Ereignisse in der Wahrnehmung folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wir müssen die Entscheidung treffen: Ist die in Bandzentimetern gemessene Zeit eine Realität als musikalischer Parameter, so hat all das einen Zweck; besteht aber zwischen dieser gemessenen Zeit und der musikalischen Klangdauer eine grundlegende Diskrepanz, dann wird es sowohl unzulässig, die auf dieser gemessenen Zeit beruhenden Analysen weiter zu verfolgen, als auch musikalische Konstruktionen als Funktionen eines falschen Parameters zu ersinnen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Schaeffer: &amp;#039;&amp;#039;Anmerkung zu den „zeitbedingten Wechselwirkungen“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gravesaner Blätter]].&amp;#039;&amp;#039; Heft&amp;amp;nbsp;17, 1960.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zur Mitte des 20. Jahrhunderts aufflammende Theorienstreit zwischen der &amp;#039;&amp;#039;musique concrète&amp;#039;&amp;#039; aus Paris und der elektronischen Musik Kölner Prägung (siehe [[Studio für elektronische Musik (Köln)|Studio für elektronische Musik]]) wurde in der öffentlichen Wahrnehmung oft auf die Personen Pierre Schaeffer und [[Karlheinz Stockhausen]] reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Klangobjekt, Typologie und Morphologie ==&lt;br /&gt;
Die zentrale Voraussetzung für Schaeffers theoretische Erwägungen war die Definition des Klangobjektes als kleinster Nenner musikalischer Erfahrung. So funktionierte die menschliche Wahrnehmung im Zusammenhang mit Musik in Schaeffers Augen grundsätzlich über die rudimentäre Einteilung in einzelne musikalische Ereignisse: die Klangobjekte. Ausgehend von dieser Annahme entwickelte Schaeffer in seinem Traité zunächst eine [[Klassifikation#Typologie|Typologie]] des Klangobjektes: Anhand der [[Kennzahl|Parameter]] Masse und zeitliche Ausdehnung separierte Schaeffer in den existierenden Klängen zwischen ausgewogenen (dementsprechend musikalischen) und nicht ausgewogenen Klängen. In einem zweiten Schritt entwarf er einerseits als Orientierung für die kompositorische Arbeit und andererseits als Werkzeug zur [[Analyse]] eine in sieben Kriterien (Masse, Harmonische Klangfarbe, Körnung, Allure, Dynamik, melodisches Profil, Masse-Profil) eingeteilte „[[Morphologie (Linguistik)|Morphologie]] des Klangobjektes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musikalische Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La Coquille à planètes&amp;#039;&amp;#039;, 1943/44&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Symphonie pour un homme seul&amp;#039;&amp;#039;, 1949–1950 (in Zusammenarbeit mit [[Pierre Henry]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bidule en ut&amp;#039;&amp;#039;, 1950&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Orphée 53&amp;#039;&amp;#039;, 1953 (in Zusammenarbeit mit Pierre Henry)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Étude aux objets&amp;#039;&amp;#039;, 1958&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Solfège de l&amp;#039;objet sonore&amp;#039;&amp;#039;, 1967&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bilude&amp;#039;&amp;#039;, 1979&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie ==&lt;br /&gt;
* Œuvres de Pierre Schaeffer &amp;#039;&amp;#039;Prospective du XXIe siècle&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Classique du XXe siècle&amp;#039;&amp;#039;, Philips, 1970&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;oeuvre musicale&amp;#039;&amp;#039;, in 3 CDs, 1998/2005, INA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=INA-GRM |Titel=Pierre Schaeffer |Sammelwerk=Portraits Polychromes |Band=13 |Ort=Paris |Datum=2008 |ISBN=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hermann Danuser |Hrsg=Carl Dahlhaus |Titel=Die Musik des 20. Jahrhunderts |Sammelwerk=Neues Handbuch der Musikwissenschaft |Band=7 |Verlag=Laaber-Verlag |Ort=Laaber |Datum=1984 |ISBN= |Seiten=315–317}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Pierre Schaeffer |Titel=Traité des objets musicaux-Essai Interdisciplines |Verlag=Seuil |Ort=Paris |Datum=2002 |ISBN=}}&lt;br /&gt;
* [[Christoph von Blumröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Die elektroakustische Musik. Eine kompositorische Revolution und ihre Folgen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Signale aus Köln. Beiträge zur Musik der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Band 22). Wien 2017, ISBN 978-3-85450-422-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2007/08/D-Musikklassiker Klassiker der Moderne (50)]. F. Hilberg: &amp;#039;&amp;#039;Gottes Plattenteller&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; vom 15. Februar 2007&lt;br /&gt;
* [http://www.medienkunstnetz.de/kuenstler/schaeffer/biografie/ Kurzbiographie]&lt;br /&gt;
* [http://www.ele-mental.org/ele_ment/said&amp;amp;did/schaeffer_interview.html Interview mit Pierre Schaeffer vom 2. April 1986]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11917989X|LCCN=n/81/3306|VIAF=112592291}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schaeffer, Pierre}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (elektronische Musik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (documenta)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schaeffer, Pierre&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. August 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nancy]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. August 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Aix-en-Provence]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frankee 67</name></author>
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