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	<title>Pierre Overney - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T19:21:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pierre_Overney&amp;diff=1494207&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yen Zotto: /* Prozess, Verurteilung und Ermordung Tramonis */ präzisiert</title>
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		<updated>2025-12-05T21:40:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Prozess, Verurteilung und Ermordung Tramonis: &lt;/span&gt; präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pierre Overney - Père-Lachaise 01.jpg|mini|Grab auf dem Friedhof [[Cimetière du Père-Lachaise|Père-Lachaise]] in Paris (Bild: 2011)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pierre Maxime Elie Overney&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. April]] [[1948]] in [[Montcornet (Aisne)|Montcornet]], [[Département Aisne]]; † [[25. Februar]] [[1972]] in [[Boulogne-Billancourt]], [[Département Hauts-de-Seine]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fichier Décès |id=suiQvjp-Vy_A}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein französischer Arbeiter und [[Maoismus|Maoist]], der von einem Angehörigen des Werkschutzes von [[Renault]] in [[Boulogne-Billancourt|Billancourt]] erschossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Pierre Overney wurde am 27. April 1948 als Sohn des [[Landarbeiter]]s Gustave Overney und dessen Ehefrau Simone Delabrosse geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte Overney mit seinen Eltern und vier Geschwistern in verschiedenen Orten in der [[Picardie]], wo die Familie in bescheidenen Verhältnissen lebte. Die Schule verließ Overney mit 14 Jahren. Sehr früh bereits half er seinem Vater bei der Landarbeit. Er begann eine Ausbildung an einer Berufsschule in [[Château-Thierry]], die er aber nach zwei Jahren ohne Abschluss beendete. Anschließend war er einige Zeit als angelernter Arbeiter &amp;#039;&amp;#039;(Ouvrier spécialisé)&amp;#039;&amp;#039; bei dem Unternehmen Erka in [[Charly-sur-Marne]] tätig, das [[Anhänger|Autoanhänger]] herstellte, danach in Château-Thierry bei der Keksfabrik Belin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maitron&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Robert Kosmann |url=https://maitron.fr/overney-pierre-maxime-elie/ |titel=Overney Pierre, Maxime, Elie |werk=[[Le Maitron|maitron.fr]] |datum=2024-10-07 |sprache=fr |abruf=2025-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 zog er nach Paris, wo er im [[15. Arrondissement (Paris)|15. Arrondissement]] wohnte. Er trat eine Stelle im [[Citroën]]-Werk in demselben Stadtteil an, wo er Zahnräder für Getriebe fräste. Im Januar 1968 wurde er zum Militärdienst eingezogen, den er als Hundeführer an der Grenze zu Belgien bei [[Valenciennes]] absolvierte. Wegen Befehlsverweigerung musste er zwei Monate zusätzlich abdienen. Während des [[Mai 1968 in Frankreich|Pariser Mais]] 1968 nutzte er einen Heimaturlaub, um in Zivil gemeinsam mit Streikenden zu demonstrieren. 1969 wurde er aus der Armee entlassen und kehrte an seinen Arbeitsplatz bei Citroën zurück. Dort trat er der linksradikalen Gruppe [[Gauche prolétarienne]] (GP) bei, die sowohl maoistische als auch antiautoritäre Ansätze verfolgte, und war fortan für diese sehr aktiv. 1969 wurde er von Citroën entlassen, nachdem er die Autos von Vorgesetzten vandalisiert hatte. Er fand eine Anstellung als Lieferfahrer für eine Werbeagentur, wurde jedoch bereits nach einem Monat entlassen, nachdem seine Aktivitäten bei Citroën dem neuen Arbeitgeber bekannt geworden waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maitron&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. November 1969 wurde er bei [[Renault]] eingestellt, wo er im Werk auf der [[Île Seguin]] in der Abnahmekontrolle von Motoren arbeitete. Im Juni 1970 wurde sein Vorgesetzter Drouin von Aktivisten  der GP-Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[La Cause du Peuple]],&amp;#039;&amp;#039; die allerdings keine Werksangehörigen waren, mit Farbe übergossen. Overney beteiligte sich an diversen Handgreiflichkeiten, unter anderem im Februar 1970 zur Durchsetzung von Gratis-Fahrten mit der [[Métro Paris|Métro]] und in Auseinandersetzungen mit der seinerzeit eng mit der [[Parti communiste français|Kommunistischen Partei]] verbundenen Gewerkschaft [[Confédération générale du travail|CGT]], die bei Renault dominierte. Auch außerhalb des Citroën-Werks war er aktiv bei Demonstrationen, insbesondere nach dem Verbot von &amp;#039;&amp;#039;La Cause du Peuple&amp;#039;&amp;#039; im Frühjahr 1970 und der Inhaftierung von GP-Angehörigen wie [[Alain Geismar]]. Im Mai 1970 verteilte er Waren, die GP-Mitglieder bei einem Angriff auf eine Luxus-Feinkosthandlung erbeutet hatten, an die Bewohner eines Elendsviertels von [[Nanterre]]. Einige Monate war er als Arbeiter-Korrespondent im Redaktionskomitee von &amp;#039;&amp;#039;La Cause du Peuple&amp;#039;&amp;#039; tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maitron&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Juni 1970 wurde er von Renault entlassen, nachdem er von zwei Renault-Mitarbeitern denunziert worden war, denen er ein Exemplar von &amp;#039;&amp;#039;La Cause du Peuple&amp;#039;&amp;#039; verkauft hatte. Danach arbeitete er zunächst als Fahrer für die Werbeagentur TBWA, danach bis September 1971 als Zeitarbeiter für das Werk des Reifenherstellers Kléber in [[Bois-Colombes]]. Er war allerdings weiterhin im Umfeld des Renault-Werks Billancourt tätig, organisierte für die GP kleinere Sabotageakte und demonstrierte vor dem Werk. Er verteilte Flugblätter des „Renault-Palästina-Komitees“ und war an einer Aktion beteiligt, bei der am 14. Februar 1972 [[Jean-Paul Sartre]] in das Werk Billancourt eingeschleust wurde, um in Begleitung von Journalisten gegen die Situation der Arbeiter zu protestieren. Zum Zeitpunkt seines Todes arbeitete er als Lieferfahrer für das Wäschereiunternehmen &amp;#039;&amp;#039;Blanchisseries de Grenelle.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;maitron&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Todesumstände ==&lt;br /&gt;
Am 25. Februar 1972 versuchten mehrere Angehörige der GP, darunter Overney, am Ende der Morgenschicht auf der Avenue Émile-Zola gewaltsam in das Renault-Werk Billancourt einzudringen, um Flugblätter für eine Demonstration zum Andenken an das [[Massaker in der Metrostation Charonne|Massaker der Metrostation Charonne]] von 1962 zu verteilen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maitron&amp;quot; /&amp;gt; Als die Maoisten, teilweise mit Stangen oder Knüppeln bewaffnet, ein paar Meter durch das Werktor traten, wurden sie von mehreren Angehörigen des [[Werkschutz]]es angehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 14:30 Uhr bedrohte Overney aus einem Abstand von zwei bis drei Metern einen Angehörigen des Werkschutzes, Jean-Antoine Tramoni, mit dem hocherhobenen Stiel einer Hacke. Tramoni tötete daraufhin Overney mit einem Pistolenschuss in die Brust. Das Geschehen wurde von dem anwesenden Journalisten [[Claude-François Jullien]] des [[Le Nouvel Observateur|Nouvel Observateur]] dokumentiert und von Christophe Schimmel von der &amp;#039;&amp;#039;Agence de presse Libération (APL)&amp;#039;&amp;#039; fotografiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Overneys Grab befindet sich auf dem [[Cimetière du Père-Lachaise|Friedhof Père-Lachaise]] (59. Division).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
=== Massendemonstration beim Trauerzug ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Affiche Tramoni Overney.jpg|mini |hochkant |Plakat einer linken Gruppe zum Prozess Tramonis: «&amp;amp;nbsp;C’est à vous de le juger&amp;amp;nbsp;» – „Es ist an Euch, über ihn zu richten“]]&lt;br /&gt;
Overneys gewaltsamer Tod führte zu einer Demonstration vieler tausend Menschen am 4. März 1972 durch [[Paris]], als der Sarg von der [[Place de Clichy]] auf den [[Friedhof Père-Lachaise]] gebracht wurde. Polizeiangaben zufolge bestand der [[Trauerzug]] aus etwa 18.000 Personen; die Veranstalter nannten eine Zahl von 400.000 Teilnehmern,&amp;lt;ref name=&amp;quot;lemonde2006&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Yves-Marie Labé |url=https://www.lemonde.fr/ete-2007/article/2006/07/20/la-mort-de-pierre-overney-les-maoistes-ont-desormais-leur-martyr_797168_781732.html |titel=La mort de Pierre Overney&amp;amp;nbsp;: les maoïstes ont désormais leur martyr |werk=[[lemonde.fr]] |sprache=fr |datum=2006-07-20 |abruf=2025-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das deutsche Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; schrieb 2008 von 200.000 Teilnehmern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel2008&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=57223352|Titel=Tod der Linken|Autor=Romain Leick|Jahr=2008|Nr=23|Datum=2008-06-02|Seiten=166–168}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere sonst eher verfeindete Organisationen demonstrierten gemeinsam, darunter neben der GP bzw. &amp;#039;&amp;#039;La Cause du Peuple&amp;#039;&amp;#039; die trotzkistischen Gruppen [[Ligue communiste révolutionnaire|Ligue Communiste]], [[Lutte Ouvrière]] und [[Alliance marxiste révolutionnaire]] sowie die linkssozialistische [[Parti socialiste unifié|PSU]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;lemonde2006&amp;quot; /&amp;gt; Im Trauerzug marschierten zahlreiche Prominente, darunter die Schriftstellerin [[Marguerite Duras]], die Schauspielerin [[Simone Signoret]], der Filmregisseur [[Jean-Luc Godard]] und der Philosoph und Publizist [[André Glucksmann]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu weitergehenden Massenprotesten kam es nicht, da die im Renault-Werk vorherrschende Gewerkschaft [[Confédération générale du travail|CGT]], die damals der auf einen parlamentarischen Erfolg hinarbeitenden [[Parti communiste français|Kommunistischen Partei Frankreichs]] (KPF) nahe stand, sich den Protesten nicht anschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=43019211|Titel=Tod für nichts|Jahr=1972|Nr=11|Datum=1972-03-06|Seiten=106}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Entwicklung wurde teilweise als ein sichtbarer Schlusspunkt der [[68er-Bewegung]] rezipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nogrette-Entführung ===&lt;br /&gt;
Am 8. März 1972 entführte der bewaffnete Arm der GP, die &amp;#039;&amp;#039;Nouvelle Résistance populaire,&amp;#039;&amp;#039; den stellvertretenden Direktor für Öffentlichkeitsarbeit von Renault, Robert Nogrette, ließ ihn jedoch 48 Stunden später wieder frei. Diese unter den Entführern und ihren Sympathisanten umstrittene Entscheidung wird als maßgeblich dafür angesehen, dass die französische radikale Linke nicht in eine breite Welle des Linksterrorismus abglitt, wie dies zu etwa derselben Zeit in Italien (&amp;#039;&amp;#039;[[Anni di piombo]],&amp;#039;&amp;#039; „bleierne Jahre“) oder der Bundesrepublik Deutschland geschah.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lemonde2006&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozess, Verurteilung und Ermordung Tramonis ===&lt;br /&gt;
Der Prozess gegen Jean-Antoine Tramoni, der Overney erschossen hatte, fand im Januar 1973 statt. Tramoni war 38 Jahre alt, ehemaliger Unteroffizier, hatte am [[Algerienkrieg]] teilgenommen und bezeichnete sich selbst als „begeisterten Schützen“. In der Verhandlung stellte sich heraus, dass Tramoni offiziell bei Renault gar keinem werksinternen Sicherheitsdienst angehörte. Seine offizielle Aufgabe war vielmehr die Verwaltung des Unterhalts der Umkleideräume und der Wachlokale. Gewerkschafter sagten allerdings aus, sie hätten gesehen, wie Tramoni aus dem Innern eines Renault-Dienstwagens Demonstranten fotografiert habe; die Zeugen konnten auch das Kennzeichen des Fahrzeugs benennen. Im Verlauf des Prozesses beteuerte der [[Président-directeur général]] von Renault, [[Pierre Dreyfus]], es gebe in dem Unternehmen „keine Arbeitgebermiliz“ („Il n’y a pas de milice patronale“; das Wort &amp;#039;&amp;#039;milice&amp;#039;&amp;#039; wird in Frankreich mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Milice française]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Vichy-Regime]]s assoziiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tramoni trug eine Pistole, obwohl er weder innerhalb noch außerhalb des Werks zum Führen einer Schusswaffe befugt war. Die Waffe war nicht registriert. Der tödliche Schuss, so sagte er vor Gericht aus, habe sich „von selbst gelöst“. Die Waffe sei, so der Angeklagte, entsichert gewesen, weil man „im Krieg“ die Waffe nicht sichere. Die Gerichtsreporterin des Nachrichtenmagazins &amp;#039;&amp;#039;[[Le Nouvel Observateur]]&amp;#039;&amp;#039; hob hervor, dass die Polizei erst über eine Stunde nach dem Tod Overneys am Tatort eingetroffen sei, Tramoni erst weitere zweieinhalb Stunden später in Polizeigewahrsam genommen habe und zahlreiche Augenzeugen nicht vernommen habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nouvelobs2023&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nouvelobs.com/societe/20230101.OBS67797/il-y-a-50-ans-dans-l-obs-le-proces-du-vigile-tramoni-pour-le-meurtre-de-pierre-overney-chez-renault.html |titel=Il y a 50 ans dans “l’Obs”&amp;amp;nbsp;: le procès du vigile Tramoni, pour le meurtre de Pierre Overney chez Renault |werk=[[nouvelobs.com]] |sprache=fr |datum=2023-01-01 |abruf=2025-11-29 |kommentar=enthält die Abschrift von Katia D. Kaupp: &amp;#039;&amp;#039;Procès d’un tireur d’élite.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Le Nouvel Observateur.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 427, 15. Januar 1973}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tramoni wurde schließlich zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt, von der er bereits acht Monate in Untersuchungshaft verbracht hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nouvelobs2023&amp;quot; /&amp;gt; Ende Oktober 1974 wurde er vorzeitig entlassen. Anschließend arbeitete er als [[Fahrlehrer]] in [[Limeil-Brévannes]] im Großraum Paris. Dort wurde er am frühen Abend des 23. März 1977 ermordet, als er die Fahrschule verließ, um nach Hause zu fahren. Die Täter gaben von einem Motorrad aus mehrere Schüsse aus einer großkalibrigen Pistole auf den dreifachen Familienvater ab. Zu der Tat bekannte sich noch an demselben Abend die bis dahin unbekannte Terrororganisation [[Noyaux armés pour l’autonomie populaire]] (NAPAP). In dem bei der Nachrichtenagentur [[Agence France-Presse|AFP]] eingegangenen Bekenneranruf wurde Tramoni als „Symbol des ungeahndeten Arbeitgeber-Terrors“ («&amp;amp;nbsp;symbole de la terreur patronale impunie&amp;amp;nbsp;») bezeichnet. Angesichts des Umstands, dass Limeil-Brévannes einen kommunistischen Bürgermeister hatte, der wenige Tage vor der Ermordung Tramonis an der Spitze eines Wahlbündnisses mehrerer Linksparteien wiedergewählt worden war, wurde die Ermordung auch als Provokation der maoistischen Täter gegenüber der KPF und ihren Bündnispartnern gewertet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lemonde1977&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=M. Tramoni, ancien vigile de Renault est tué par des inconnus |Sammelwerk=[[Le Monde]] |Datum=1977-03-25 |Sprache=fr |Online=https://www.lemonde.fr/archives/article/1977/03/25/m-tramoni-ancien-vigile-de-renault-est-tue-par-des-inconnus_2864229_1819218.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Täter wurden nie identifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nouvelobs2023&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstauflösung der &amp;#039;&amp;#039;Gauche prolétarienne&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Gauche prolétarienne&amp;#039;&amp;#039; löste sich am 1. November 1973 auf, was als Folge des gewaltsamen Todes von Overney gewertet wird, insbesondere in Anbetracht der Spannungen zwischen der Führung der Organisation, die tödliche Gewalt ablehnte, und jenen, die solche Gewalt als Reaktion auf Overneys Tod befürworteten. Allerdings trugen auch andere, äußere Ereignisse zu der Entscheidung bei, so das [[Münchner Olympia-Attentat]], dessen Täter zuvor von den französischen Maoisten ideologisch unterstützt worden waren, von dem sie sich aber drastisch distanzierten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lemonde2023&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Abel Mestre |Titel=Les fantômes de la Gauche prolétarienne, cinquante ans après sa disparition |Sammelwerk=[[Le Monde]] |Datum=2023-11-01 |Sprache=fr |Online=https://www.lemonde.fr/politique/article/2023/11/01/les-fantomes-de-la-gauche-proletarienne-cinquante-ans-apres-sa-disparition_6197626_823448.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. November 1986 erschoss ein „Kommando Pierre Overney“ der Terrororganisation [[Action directe (Terrororganisation)|Action Directe]] den Direktor der Renault-Werke [[Georges Besse]] vor dessen Haustür.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lemonde2006&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Terroristen ermorden den Renault-Chef |Sammelwerk=[[Die Zeit]] |Nummer=48/1986 |Datum=1986-11-21 |Online=https://www.zeit.de/1986/48/terroristen-ermorden-den-renault-chef |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Buch M. Sportès 2008 ===&lt;br /&gt;
Der 1947 geborene Schriftsteller [[Morgan Sportès]] veröffentlichte 2008 ein dokumentarisches, ironisch als „Roman“ bezeichnetes Buch mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Ils ont tué Pierre Overney&amp;#039;&amp;#039; („Sie haben Pierre Overney umgebracht“). In dem Werk beschuldigt Sportès die intellektuellen Vordenker und Gründer linksradikaler Organisationen wie der GP, die selbst dem Bildungsbürgertum stammten und sich nicht selbst in Gefahr brachten, Angehörige des Proletariats bzw. der Arbeiterklasse wie Pierre Overney für ihre ideologischen Zwecke missbraucht zu haben, indem sie sie zu gewalttätigen Aktionen anstifteten und in Straßenschlachten schickten, und damit beispielsweise am Tod Overneys wesentliche Mitschuld zu tragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Morgan Sportès: &amp;#039;&amp;#039;Ils ont tué Pierre Overney&amp;#039;&amp;#039;. Grasset, Paris 2008, ISBN 978-2-246-71201-5.&lt;br /&gt;
* Groupe pour la fondation de l’Union des communistes de France marxistes-léninistes: &amp;#039;&amp;#039;A propos du meurtre de Pierre Overney : Renault-Billancourt, quelques problèmes fondamentaux du prolétariat révolutionnaire&amp;#039;&amp;#039;. F. Maspero, Paris 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=nb2008015294|VIAF=304591675|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2021-02-25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Overney, Pierre}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maoismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Overney, Pierre&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Overney, Pierre Maxime Elie (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Arbeiter und Maoist, der von der Renault-Werkspolizei erschossen wurde&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. April 1948&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Montcornet (Aisne)|Montcornet]], [[Département Aisne]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Februar 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Boulogne-Billancourt]], [[Département Hauts-de-Seine]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yen Zotto</name></author>
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