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	<title>Pierre I. de Rohan - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pierre_I._de_Rohan&amp;diff=1204553&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Br: /* Herkunft */</title>
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		<updated>2025-04-19T13:42:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herkunft&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pierre de Rohan (cropped).jpg|mini|hochkant|Pierre I. de Rohan]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blason fam fr Rohan-Gié.svg|miniatur|hochkant|Wappen Pierre de Rohans]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pierre I. de Rohan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, genannt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maréchal de Gié&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1451]] vermutlich im [[Schloss Mortiercrolles]] in [[Saint-Quentin-les-Anges]]; † [[22. April]] [[1513]] im [[Schloss Le Verger (Seiches-sur-le-Loir)|Schloss Le Verger]] in [[Seiches-sur-le-Loir]]), war Seigneur de Gyé und Ham, [[Graf von Marle|Comte de Marle]], [[Marschall von Frankreich]], Diplomat und Berater der Könige [[Ludwig XI.]], [[Karl VIII. (Frankreich)|Karl VIII.]] und [[Ludwig XII.]] Mit ihm beginnt der Aufstieg des [[Haus Rohan|Hauses Rohan]] zu einer der ersten Familien Frankreichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Pierre de Rohan stammt aus der Familie Rohan und deren Zweig Rohan-Guéméné (siehe auch [[Stammliste der Rohan-Guéméné]]). Er war der zweite Sohn von [[Louis I. de Rohan]] und [[Marie de Montauban]], und damit durch seine Mutter ein Enkel von [[Jean de Montauban (Admiral)|Jean de Montauban]], [[Admiral von Frankreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre de Rohans Großmutter väterlicherseits war Catherine Du Guesclin, Tochter von Bertrand, Seigneur de La Morelière; manchmal wird er daher als Urenkel des Connétable [[Bertrand du Guesclin]] († 1380) bezeichnet, was aber tatsächlich nicht der Fall ist: Der Connétable starb kinderlos. In der Stammtafel der Guesclin (vgl. [http://web.genealogies.free.fr/Les_dynasties/Les_dynasties_celebres/France/Dynastie_du_Guesclin.htm]) finden sich weder eine Catherine du Guesclin, noch ein Rohan, auch keine Seigneurie La Morelière.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Da seine Familie mit der Regierungsübernahme des Herzogs [[Peter II. (Bretagne)|Peter II. von Bretagne]] (1450) in Ungnade gefallen war – die Rohan waren in die Ermordung von Gilles de Bretagne, dem jüngsten Bruder des neuen Herzogs, verwickelt – wurde Pierre außerhalb der Bretagne geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit ===&lt;br /&gt;
1457 vergiftete seine Mutter seinen Vater, der ein Testament hinterließ, in dem er ihr die Vormundschaft über die gemeinsamen Kinder verweigerte. Marie de Montauban entkam zwar vorläufig der Justiz, heiratete [[Georges II. de La Trémoille]] (1427–1481), Herr von [[Craon]], kam später aber doch noch ins Gefängnis. Pierres Vormund wurde [[Tanneguy IV. du Chastel|Tanneguy du Chastel]] († 1477; bestattet in [[Notre-Dame de Cléry]])&amp;lt;ref&amp;gt;der Sohn jenes [[Tanneguy III. du Chastel|Tanneguy du Chastel]] (1369–1449), der den Kronprinzen und späteren König [[Karl VII. (Frankreich)|Karl VII.]] aus dem burgundisch besetzten Paris rettete&amp;lt;/ref&amp;gt;, der ihn an den königlichen Hof brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Am Hof Ludwigs XI. ===&lt;br /&gt;
1472 gab der König ihm die Herrschaft Gié in der [[Champagne]] ([[Gyé-sur-Seine]] im heutigen [[Département Aube]]), woraufhin er seinem Namen auf Pierre de Rohan de Gié änderte. 1473 nahm er mit der Belagerung von [[Perpignan]] erstmals an einer militärischen Auseinandersetzung teil. 1474 ist er bereits der königliche Bevollmächtigte bei der Ratifizierung des Friedensvertrages mit dem Herzog [[Franz II. (Bretagne)|Franz II. von Bretagne]]. 1476 wird er – 25-jährig – zum [[Marschall von Frankreich]] ernannt. Im gleichen Jahr heiratete er Françoise de Penhoet, Tochter von Guillaume, Comte de Penhoet, [[Herzogtum Fronsac|Vicomte de Fronsac]], und Françoise de Maillé, von der er drei Söhne bekam: [[Charles de Rohan-Gié|Charles]], der spätere [[Graf von Guise]], François, der 1501 [[Erzbischof von Lyon]] wurde, und Pierre, der Stammvater der [[Herzog von Rohan|Herzöge von Rohan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Karriere ===&lt;br /&gt;
Pierre de Rohan de Gié gelang es, den notorisch misstrauischen König Ludwig XI. von seiner Treue und seinen Fähigkeiten zu überzeugen&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig XI. schrieb an den [[Graf von Dammartin|Grafen von Dammartin]], das M de Rohan einer der großen Herren des Königreichs sei und er sich am meisten dazu gratuliere, ihn in seinen Dienst geholt zu haben&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1479 eroberte der Maréchal de Gié in [[Flandern]] alle die Orte zurück, die [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian von Österreich]] zuvor weggenommen hatte. 1480 ist er einer der vier Herren, die Frankreich während der Krankheit des Königs in [[Chinon]] regieren. 1482 eroberte er [[Aire-sur-la-Lys|Aire]]. 1483 starb Ludwig XI.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem neue König [[Karl VIII. (Frankreich)|Karl VIII.]] setzte er die Verteidigung der Landesgrenze in der [[Picardie]] gegen die [[Habsburger]] fort. 1484 nahm er an der Krönung Karls VIII. teil, der ihn 1485 zum &amp;#039;&amp;#039;Prince&amp;#039;&amp;#039; (wohl &amp;#039;&amp;#039;Prince de Rohan&amp;#039;&amp;#039;) ernannte. 1487 kämpfte er mit großem Erfolg gegen den [[Herzog von Geldern]]&amp;lt;ref&amp;gt;gemeint ist wohl [[Karl von Egmond]], damals Prätendent auf den Herzogstitel, der im Juli 1487 in der [[Schlacht von Béthune]] in französische Gefangenschaft fiel.&amp;lt;/ref&amp;gt; und den [[Graf von Nassau|Grafen von Nassau]]. 1491 ließ er die Burg La Motte-Glain (in [[La Chapelle-Glain]]) an der Grenze zur [[Bretagne]] wiederaufbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494/95 begleitete er Karl VIII. auf seinem Feldzug zur Eroberung des [[Königreich Neapel|Königreichs Neapel]]. Als Kommandant der [[Vorhut]] in der [[Schlacht bei Fornovo]] am 6. Juli 1495 schloss er den Waffenstillstand, nach dem die Franzosen aus Italien abziehen mussten. Man warf ihm hinterher vor, in der Schlacht seine Truppen zu sehr in der Reserve gehalten zu haben. Er war es aber auch, der dem in [[Novara]] belagerten Herzog [[Ludwig XII.|Ludwig von Orléans]] zu Hilfe eilte. Nach dem gescheiterten Feldzug wurde Pierre de Rohan de Gié der Vorsitzende des königlichen Rates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ludwig XII. ===&lt;br /&gt;
Die Befreiung des Herzogs von Orléans fiel zugunsten Rohans stark ins Gewicht, als dieser 1498 Karl VIII. als Ludwig XII. auf den Thron folgte. 1499 wurde er zum Gouverneur von [[Amboise]] ernannt. Er nahm am erneuten Italienfeldzug teil, der im gleichen Jahr begann, und war an der Seite des Königs bei dessen feierlichen Einzug in [[Genua]] am 26. April 1502. Der Maréchal de Gié war nun – nach dem König – gemeinsam mit dem [[Kardinal]] [[Georges d’Amboise]] der mächtigste Adlige Frankreichs: Im gleichen Jahr ließ er von [[Michelangelo]] einen Bronze-David gießen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Michelangelo pittore a cura di’ Pier Luigi De Vecchi.&amp;#039;&amp;#039; Milano: Jaca book, 1984, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 war Pierre de Rohan Witwer geworden. Im Jahr 1500 ließ er das Schloss Mortiercrolles wiederaufbauen und richtete auf der Domäne den [[Franziskanische Orden|Franziskanerkonvent]] Notre-Dame des Anges ein. 1503 heiratete er Marguerite d’Armagnac, die Tochter von [[Jacques d’Armagnac]], die im gleichen Jahr [[Herzog von Nemours|Duchesse de Nemours]] und [[Graf von Guise|Gräfin von Guise]] als Erbin ihres Bruders Louis wurde, und auch starb; nach ihrem Tod gelang es ihm im Jahr darauf, seinen Sohn Charles mit Charlotte d’Armagnac, der Schwester und Erbin Marguerites zu verheiraten, die aber ebenfalls nach kurzer Zeit starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Ungnade ===&lt;br /&gt;
Ein Streit mit Kardinal Amboise, der im Fall des Ablebens des Königs die Regentschaft wollte, und Schwierigkeiten mit dem [[Parlement von Paris]] brachte 1504 Pierre de Pontbriant dazu, den Maréchal de Gié beim König anzuklagen, was in einen Prozess wegen [[Majestätsbeleidigung]] mündete. [[Pierre de Bourdeille, seigneur de Brantôme|Brantôme]] schreibt, dass der Prozess – der vor dem Parlement von Toulouse stattfand, das seinerzeit als das strengste im Königreich galt – mit einem Todesurteil geendet hätte, wenn die Königin [[Anne de Bretagne]] dies gewünscht hätte: Nachdem Rohan das Missgeschick unterlaufen war, Schiffe anzuhalten, die sie mit Wertsachen in ihre Heimat [[Nantes]] gesandt hatte, stand er bei ihr in Ungnade, trachtete sie danach, ihn vom Hof zu entfernen – der Marschall zog sich auf sein [[Schloss Le Verger (Seiches-sur-le-Loir)|Schloss Le Verger]] im [[Anjou]] zurück, das sich gerade im Bau befand. Brantôme fügt allerdings auch hinzu, dass die Königin Rohan leben lassen wollte, da er bereits sein Vermögen verloren habe und nun in Schmerzen und Trauer lebe&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;afin que, par sa fortune changée de grande et haute où il s&amp;#039;était vu, en un misérable état bas, il vécut en douleurs et tristesses.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;. Tatsächlich wurde er nicht verurteilt, sondern ihm wurde durch einen Erlass vom 9. Februar 1504 die Ausübung seiner Ämter untersagt, seine Güter wurden für fünf Jahre beschlagnahmt, und er selbst in der Burg von [[Dreux]] eingesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ablauf der Strafe wurde er wieder freigelassen und er durfte nach Paris zurückkehren. Bezüglich des Verbrechens der Majestätsbeleidigung wurde er begnadigt. Er erschien jedoch nicht mehr bei Hofe und starb wenige Jahre später, am 22. April 1513. Pierre de Rohan de Gié wurde in der Kirche Sainte-Croix-du-Verger bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Detlev Schwennicke: &amp;#039;&amp;#039;[[Europäische Stammtafeln]]&amp;#039;&amp;#039;, Band X (1986), Tafel 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1037232720|LCCN=nr/98/23792|VIAF=29447690}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rohan, Pierre 01 De}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Graf (Marle)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marschall von Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Rohan (Linie Gié)|Pierre 01]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Michaelsordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1451]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1513]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rohan, Pierre I. de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Maréchal de Gié&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Marschall von Frankreich&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1451&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=unsicher: [[Saint-Quentin-les-Anges]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. April 1513&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Seiches-sur-le-Loir]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Br</name></author>
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