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	<title>Pierre Hérigone - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T13:42:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pierre_H%C3%A9rigone&amp;diff=2845842&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-12-27T09:56:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pierre Hérigone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, latinisiert Petrus Herigonius, (* um [[1580]]; † [[1643]] oder [[1644]] in [[Paris]])&amp;lt;ref&amp;gt;Im Dictionary of Scientific Biography wird nur Sterbejahr ca. 1643, wahrscheinlich in Paris, angegeben&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein französischer [[Mathematik]]er. Er ist [[Basken|baskischen]] Ursprungs, wie er selbst schrieb. Über sein Leben ist wenig bekannt, er lebte aber meist in Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wurde er mit dem Linguisten und Mathematiker [[Clément Cyriaque de Mangin]] (1570–1642) identifiziert oder mit dem Drucker und Mathematiker [[Denis Henrion]], was auf eine Bemerkung von [[Claude Hardy]] zurückging. Das gilt aber heute als widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Hérigone führte in seinem 1632&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Dict. Sci. Biogr. ab 1634.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 1642 in sechs Bänden&amp;lt;ref&amp;gt;Die ersten vier Bände 1632, der fünfte 1637, der letzte Band 1642.&amp;lt;/ref&amp;gt; erschienenen &amp;#039;&amp;#039;Cursus Mathematicus&amp;#039;&amp;#039; (geschrieben in Latein und Französisch), einem Lehrbuch der [[Elementarmathematik]], zahlreiche mathematische Notationen ein, zum Beispiel die Ausdrücke für Winkel, Senkrechtstehen, das Symbol für &amp;#039;&amp;#039;kleiner&amp;#039;&amp;#039; (&amp;lt;) und den Begriff [[Parallelepiped]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Pierre Hérigone (1580 - 1634) - Cursus mathematicus, volume 2, page 137.png|mini|300px|links|Cursus mathematicus, Band 2, S. 137: System zur Memorierbarkeit großer Zahlen – [[Major-System]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Angle obtuse acute straight.svg|mini|Winkelnotationen, von Hérigone eingeführt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pravý úhel.png|mini|Symbol für Senkrechte von Hérigone]]&lt;br /&gt;
Darin fand sich auch ein nach ihm benanntes [[Major-System|System der Darstellung von großen Zahlen]] zwecks besserer Memorierbarkeit sowie eine [[Camera Obscura]] in einem Pokal, mit der man andere beim Trinken heimlich beobachten konnte. Nach seinem Biographen Per Strømholm (Dictionary of Scientific Biography) zeigt der Cursus wenig substanziell Originelles, zeigt aber seine ausgedehnten Kenntnisse und sein Verständnis zeitgenössischer Mathematik. Von seinen neuen Notationen setzte sich kaum etwas durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Cursus ist [[François de Bassompierre]] gewidmet, der damals durch [[Kardinal Richelieu]] in der [[Bastille]] inhaftiert war. Eine Erklärung könnte darin liegen, dass die unverkauften Bände der Erstausgabe 1644 als vorgebliche Neuauflage neu herausgebracht wurden – zu dem Zeitpunkt war Bassompierre wieder frei und in Gnaden beim Hof aufgenommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Band behandelt die Geometrie (nach [[Euklid]], [[Apollonios von Perge]] und anderen)&amp;lt;ref&amp;gt;J. C. Boulenger, Beaugrand, L. de la Porte&amp;lt;/ref&amp;gt;; der zweite Arithmetik, Kalenderrechnung und Algebra; der dritte Sinus, [[Logarithmus]], Zinsrechnung und Anwendungen der Mathematik auf Befestigungsanlagen, Architektur sowie Mechanik; der vierte Geographie und Navigation; der fünfte Optik, [[Proportionalzirkel]], Perspektive, Theorie der Planeten nach [[Ptolemäus]] und [[Kopernikus]], Sonnenuhr und Mathematik in der Musik (nach Euklid). In einem Ergänzungsband werden die Algebra von [[Francois Viète]], kubische Gleichungen, Planetentheorie, Anwendungen des Proportionalzirkels, Chronologie und ein Verzeichnis mathematischer Autoren abgehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Cursus ist er einer der frühesten Populisatoren der Algebra von [[Francois Viète]]. Es zeigt auch sein Bemühen als Vorläufer von [[Leibniz]], [[Giuseppe Peano]] und anderen eine universale mathematische Sprache zu entwickeln (ein Thema das im 17. Jahrhundert auch bei anderen Wissenschaftlern aktuell war), in der er sowohl Logik, Euklids Geometrie in symbolischer Form und andere Gebiete der Mathematik behandeln kann. Im zweiten Band finden sich auch Stellen, die  [[Blaise Pascal]] für sein Pascalsches Dreieck inspiriert haben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Étienne Pascal]] und [[Claude Mydorge]] und anderen war er Mitglied eines Komitees, dass die [[Längengradproblem|Längengradbestimmung]] über Mondbeobachtung von [[Jean-Baptiste Morin (Mathematiker)|Jean-Baptiste Morin]] beurteilen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dargestellt in J. Montucla, Histoire des mathématiques, Band 4, 1802, S. 543–545.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ausschuss beurteilte die Methode negativ, was zu einem langjährigen Rechtsstreit mit Morin führte. Morin machte für die Entscheidung insbesondere Hérigone verantwortlich, der auch in seinem Cursus auf die Fehler Morins einging und auch dessen Tätigkeit als Astrologe kritisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er soll einer der besten [[Dame (Spiel)|Dame]]-Spieler in Paris gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1639 veröffentlichte er ein kleines Lexikon mathematischer Ausdrücke als Supplement zu einer kommentierten Euklid Ausgabe (sie entspricht im Wesentlichen aber dem französischen Text des ersten Bandes seines Cursus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mondkrater [[Herigonius (Mondkrater)|Herigonius]] ist nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Per Strømholm: &amp;#039;&amp;#039;Pierre Hérigone.&amp;#039;&amp;#039; [[Dictionary of Scientific Biography]] 1972&lt;br /&gt;
* María Rosa Massa Esteve: &amp;#039;&amp;#039;Symbolic language in early modern mathematics: The Algebra of Pierre Hérigone (1580–1643).&amp;#039;&amp;#039; Historia Mathematica, Band 35, 2008, S. 285–301.&lt;br /&gt;
* Maria Rosa Massa Esteve: &amp;#039;&amp;#039;The symbolic treatment of Euclid’s elements in Hérigon’s Cursus mathematicus.&amp;#039;&amp;#039; [http://www.pasr.ugent.be/PASR05.pdf pdf]&lt;br /&gt;
* B. Boncompagni, in: Bulletino di bibliografia e di storia delle scienze matematiche e fisiche, Band 2, 1860, S. 472–476.&lt;br /&gt;
* Paul Tannery, Mémoires Scientifique, Band 10, Paris 1930, S. 287–289.&lt;br /&gt;
* Florian Cajori: History of Mathematical Notations, Band 1, Chicago 1928&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k618506 Cursus mathematicus: 1. Band der Auflage von 1634 bei Gallica]&lt;br /&gt;
* [https://www.digitale-sammlungen.de/de/search?filter=volumes%3A%22bsb10593923%2FBV001434909%22 Cursus mathematicus: alle 6 Bände der 2. Auflage bei MDZ]&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Herigone}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1130427242|VIAF=59312738}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Herigone, Pierre}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1580]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1643]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hérigone, Pierre&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Herigonius, Petrus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1580&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1643&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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