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	<title>Pierre Brissot - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T16:48:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pierre_Brissot&amp;diff=2645441&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-04-27T07:27:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pierre Brissot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (latinisiert &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Petrus Brissatus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) (* [[1478]] in [[Fontenay-le-Comte]], [[Poitou]]; † [[1522]] in [[Lissabon]]) war ein französischer Mediziner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Brissot war Professor für Philosophie und Medizin an der Medizinischen Fakultät in [[Paris]]. Er wurde bekannt durch den [[Aderlass]]-Streit,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Alfred Seckendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Brissotsche Aderlaßstreit. Ein Wendepunkt in der Geschichte therapeutischer Ansichten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Welt.&amp;#039;&amp;#039; 1932, Nr. 2, S. 1486 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine heftige im Rahmen sich gegen Arabismus&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Baader]]: &amp;#039;&amp;#039;Medizinisches Reformdenken und Arabismus im Deutschland des 16. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sudhoffs Archiv.&amp;#039;&amp;#039; Band 63, 1979, S. 261–296.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Galenos#Rezeption in der Medizin, Galenismus|Galenismus]] richtender Ansichten stattfindende Kontroverse unter den europäischen Ärzten des 16. Jahrhunderts, die entbrannte, als Brissot im Gegensatz zur damaligen Lehrmeinung dafür eintrat, den Aderlass möglichst nahe am erkrankten Organ durchzuführen ([[Aderlass#Theorie|&amp;#039;&amp;#039;Revulsion&amp;#039;&amp;#039; gegen &amp;#039;&amp;#039;Derivation&amp;#039;&amp;#039;]] nach Art der Araber). Insbesondere vertrat er dies bei Brust- und Lungenentzündung, bei der er anlässlich einer Epidemie 1514 mit seiner Methode, auf dem Arm der von der Pleuropneumonie befallenen Körperseite statt am Bein der entgegengesetzten Seite zur Ader lassen, Erfahrungen sammeln konnte. Er sah sich darin durch die von der Schulmeinung abweichende Lehre des [[Hippokrates von Kos|Hippokrates]] im Hippokratismus&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 22 (Zum Kampf zwischen Galenismus und Hippokratismus).&amp;lt;/ref&amp;gt; bestätigt – die entgegengesetzte Meinung hätten erst die Araber vertreten. Seine Gegner ließen seine Methode durch das [[Parlement von Paris]] verbieten und er musste daraufhin die Stadt verlassen und ging nach [[Königreich Portugal|Portugal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streit spaltete die europäische Ärzteschaft. Auf Seiten von Brissot standen unter anderem der Professor Curtius in [[Bologna]] († 1544), [[Johannes Manardus]] (1482–1536), Geronimo Mercuriali (1530–1616) und Vallesius († 1598), der Leibarzt [[Philipp II. (Spanien)|Philipp II. von Spanien]]. Zu den prominenten Gegnern zählten Andreas Thurinus, der Leibarzt der Päpste [[Clemens VII. (Papst)|Clemens VII.]] und [[Paul III.]], Ludwig Panizza in [[Mantua]], Cäsar Optatus in [[Venedig]], der Professor Vittorius in Bologna († 1510), Trincavella (1496–1568), Diomedes Cornarus (1467–1566), Maria Santo di Barteletta, Monardus, Augenius (Orazio Augenio, 1527–1603), Donatus Antonius Altomare&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johanna Bleker]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Nierenkrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; [[Boehringer Mannheim]], Mannheim 1972, S. 25 und 144.&amp;lt;/ref&amp;gt; († 1566). Ärzte wie [[Leonhart Fuchs]], [[Andreas Vesalius]] und Drivere (Thriverius Brachelius, †  1554, Professor in [[Löwen]]) vertraten in der heftigen Auseinandersetzung eine vermittelnde Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Hauptwerk ist die &amp;#039;&amp;#039;Apologie&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Apologetica disceptatio, qua docetur, per quae loca sanguis mitti debeat in viscerum inflammationibus, praesertim in pleuritide&amp;#039;&amp;#039;), die nach seinem Tod durch einen Freund 1525 herausgegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Paris 1525, viele weitere Auflagen, zuletzt von R. Moreau in Paris 1622 mit einer Biographie von Brissot&amp;lt;/ref&amp;gt;, in der er seine Methode gegen Angriffe des portugiesischen königlichen Leibarztes Dionysius verteidigt. Die Schrift erschien erst nach seinem Tod – er starb 1522 an der [[Dysenterie|Ruhr]] – und wurde von seinem Freund Luceus herausgegeben. Die Auseinandersetzung wurde nach seinem Tod mit gleichbleibender Heftigkeit fortgeführt. Man rief die [[Universität Salamanca]] an, die sich aber für Brissot entschied, und den Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]], bei dem die Vertreter der althergebrachten Methode aber auch keinen Erfolg hatten, da ein Bekannter des Kaisers&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Ersch, Gruber &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1823, Artikel &amp;#039;&amp;#039;Blutlassen&amp;#039;&amp;#039;, ein Prinz aus dem Hause Savoyen, der 1525 starb. Vorher war Karl V. geneigt, Brissots Methode zu verbieten&amp;lt;/ref&amp;gt;, der an Brustentzündung erkrankt war und den man &amp;#039;&amp;#039;nach Art der Araber&amp;#039;&amp;#039; zur Ader ließ, starb. Der Streit zog sich noch bis Ende des 16. Jahrhunderts hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* H. Haeser &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Geschichte der Medizin und der endemischen Krankheiten&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Jena 1853&lt;br /&gt;
* Michael Benedikt Lessing &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Geschichte der Medizin&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1838&lt;br /&gt;
* Emil Isensee &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Medicin und ihrer Hülfswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Teil 1, Berlin 1840, S.&amp;amp;nbsp;289&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Julius Gurlt]], [[August Hirsch (Mediziner)|August Hirsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Urban &amp;amp; Schwarzenberg, Wien/Leipzig 1884, S. 578.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119630222|LCCN=no2017051574|VIAF=66578593}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brissot, Pierre}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1478]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1522]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brissot, Pierre&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Mediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1478&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Fontenay-le-Comte]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1522&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lissabon]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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