<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pierre_Aubert</id>
	<title>Pierre Aubert - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pierre_Aubert"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pierre_Aubert&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T23:12:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pierre_Aubert&amp;diff=60071&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Bundesrat */ Tippfehler entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pierre_Aubert&amp;diff=60071&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-07T19:51:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bundesrat: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Pierre Aubert Com L34-0393-0002-0001.tif|mini|Pierre Aubert (1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pierre Aubert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. März]] [[1927]] in [[La Chaux-de-Fonds]]; † [[8. Juni]] [[2016]] in [[Neuenburg NE|Neuenburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.todesanzeigenportal.ch/todesanzeige/Pierre/Aubert/1/ |titel=Trauerfall Aubert Pierre |hrsg=todesanzeigen.ch |datum=2016 |abruf=2019-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in [[Savagnier]]) war ein [[Schweiz]]er [[Politiker]] ([[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]]). Nach dem Studium war er beruflich als selbständiger [[Anwaltschaft in der Schweiz|Rechtsanwalt]] tätig. Von 1960 bis 1968 gehörte er der [[Gemeindeparlament|Gemeindelegislative]] der Stadt La Chaux-de-Fonds an, von 1961 bis 1975 dem [[Grosser Rat (Neuenburg)|Grossen Rat]] des [[Kanton Neuenburg|Kantons Neuenburg]]. 1971 in den [[Ständerat]] gewählt, vertrat er die Schweiz ab 1974 in der [[Parlamentarische Versammlung des Europarates|parlamentarischen Versammlung]] des [[Europarat]]es. Nachdem er im Dezember 1977 in den [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] gewählt worden war, übernahm er zu Beginn des Jahres 1978 die Leitung des [[Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten|Departements für auswärtige Angelegenheiten]]; in den Jahren 1983 und 1987 war er [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]]. Als Aussenminister verfolgte er einen resoluten Öffnungskurs und wandte sich von der traditionellen Auffassung der [[Neutralität der Schweiz|Schweizer Neutralität]] ab, die auf Nichteinmischung basierte. Stattdessen setzte er sich weltweit für die Wahrung der [[Menschenrechte]] ein und knüpfte Kontakte zu zahlreichen Staaten in der [[Dritte Welt|Dritten Welt]]. Mit seinem Hauptanliegen, dem Beitritt der Schweiz zu den [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]], scheiterte er am Widerstand konservativer Kreise. Ende 1987 trat er zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Studium, Beruf und Familie ===&lt;br /&gt;
Aubert entstammte einer [[Hugenotten|hugenottischen]] Familie, die Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts nach dem [[Edikt von Fontainebleau]] aus Frankreich geflohen und im [[Val de Ruz]] sesshaft geworden war. Er war der Sohn von Jules-Alfred und Susanne-Henriette (geb. Erni). Sein Vater arbeitete als [[Anwaltschaft in der Schweiz|Rechtsanwalt]] und [[Notar]], sein Cousin war der bekannte Staatsrechtler und liberale Politiker [[Jean-François Aubert]]. Nach der [[Matura]] in seiner Geburtsstadt La Chaux-de-Fonds studierte Aubert ab 1945 [[Rechtswissenschaft]] an der [[Universität Neuenburg]]. Während seiner Studienzeit trat er der dortigen Sektion der Studentenverbindung [[Schweizerischer Zofingerverein|Zofingia]] bei. Nachdem er mit dem [[Lizenziat]] abgeschlossen und das Anwaltspatent erworben hatte, begann er 1952 als selbständiger Rechtsanwalt zu arbeiten, wobei er sich auf [[Strafrecht]] spezialisierte. 1953 heiratete er Anne-Lise Borel, mit der er zwei Kinder hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Zala, Stauffer: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 550.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantons- und Bundespolitik ===&lt;br /&gt;
Nachdem er von Freunden dazu überredet worden war, trat Aubert 1958 der [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|Sozialdemokratischen Partei]] bei. Er begründete dies damit, dass ihn «nichts mehr anwidert als die Ungerechtigkeit». Er war nicht an einer strengen [[Doktrin]] interessiert und strebte zunächst auch kein politisches Amt an. 1961 liess er sich jedoch von der Partei überzeugen, für die [[Gemeindeparlament|Gemeindelegislative]] &amp;#039;&amp;#039;(conseil général)&amp;#039;&amp;#039; der Stadt La Chaux-de-Fonds zu kandidieren. Nach erfolgreicher Wahl gehörte er diesem Gremium bis 1968 an und präsidierte es in seinem letzten Amtsjahr. 1961 kandidierte er mit Erfolg auch für das [[Grosser Rat (Neuenburg)|Kantonsparlament]] &amp;#039;&amp;#039;(grand conseil)&amp;#039;&amp;#039; des [[Kanton Neuenburg|Kantons Neuenburg]]. Sein Mandat auf kantonaler Ebene dauerte bis 1975, wobei er 1969 als Parlamentspräsident amtierte. 1971 führte Neuenburg als einer der letzten Kantone die Wahl der [[Ständerat|Ständeräte]] durch das Volk ein. Aubert machte keinen Wahlkampf; dennoch gelang es ihm im zweiten Wahlgang, sich gegen [[Blaise Clerc]] von der [[Liberale Partei der Schweiz|Liberalen Partei]] durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zala, Stauffer: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 550–551.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls ab 1971 präsidierte er den Universitätsrat in Neuenburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=ror-003:1987:66#515 |titel=Ein Idealist auf hartem Boden |hrsg=[[Rote Revue]] |datum=1987-11 |seiten=2–3 |abruf=2019-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Bundesebene erwarb sich Aubert grossen Respekt. Seine Ratskollegen schätzten vor allem seinen Pragmatismus, sein massvolles Vorgehen sowie seine Abneigung gegen Dogmatismus und Ideologien. Ab 1974 war er Delegierter der [[Parlamentarische Versammlung des Europarates|parlamentarischen Versammlung]] des [[Europarat]]es in [[Straßburg|Strassburg]] und dort als Generalberichterstatter der politischen Kommission tätig (von Mai bis November 1981 präsidierte er das Ministerkomitee). Im Herbst 1977 gaben mit [[Pierre Graber]] und [[Ernst Brugger]] gleich zwei Mitglieder des [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrates]] ihren Rücktritt auf Ende Januar 1978 bekannt. Für die Nachfolge Grabers schlug die Neuenburger SP Nationalrat [[René Felber]] vor, der im Gegensatz zu Aubert als wortgewandter Redner galt. Doch die [[Sozialdemokratische Fraktion der Bundesversammlung|SP-Fraktion der Bundesversammlung]] zog Aubert vor. So wurde er bei der Bundesratswahl am 7.&amp;amp;nbsp;Dezember 1977 im ersten Wahlgang mit 190 von 232 Stimmen gewählt. Auf [[Ezio Canonica]] entfielen 24 Stimmen, auf René Felber zwölf Stimmen und auf weitere Personen sechs Stimmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aubert551&amp;quot;&amp;gt;Zala, Stauffer: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 551.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrat ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Com L27-0450-0002-0004.jpg|mini| Bundesrat Pierre Aubert (1978)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1.&amp;amp;nbsp;Februar 1978 übernahm Aubert die Leitung des Politischen Departements (ab 1979 [[Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten]] genannt). Bis weit in die 1960er Jahre hinein waren Auslandsreisen von Bundesräten verpönt gewesen, da sie als verschwenderisch und unnütz galten. Unter den sozialdemokratischen Aussenministern [[Willy Spühler]] und Pierre Graber kam es zu einem Umdenken, wenn auch zunächst eher zaghaft. Aubert hingegen weitete die diplomatischen Beziehungen markant aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aubert551&amp;quot; /&amp;gt; Häufig musste er sich deswegen mit scharfer Kritik aus dem rechten politischen Spektrum auseinandersetzen, vor allem in der Deutschschweiz. Insbesondere warf man ihm Führungsschwäche bei der Leitung des Departements vor, nachdem er im August 1980 den erfahrenen Staatssekretär [[Albert Weitnauer]] entlassen hatte. Ebenso musste er sich (oft unberechtigterweise) den Vorwurf gefallen lassen, mit wenig diplomatischem Geschick zu agieren und die traditionelle [[Neutralität der Schweiz]] aufs Spiel zu setzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zala, Stauffer: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 555.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Amtszeit absolvierte Aubert mehr als 55 Reisen ins Ausland, davon waren 39 offizielle Besuche. Seine Gegner kritisierten, er reise planlos und ohne erkennbare Strategie herum. Tatsächlich verfolgte er ein klares Ziel: Die Schweiz sollte nicht mehr als blosser Handelspartner betrachtet werden, sondern mit gutem Beispiel vorangehen und sich weltweit für die Einhaltung der [[Menschenrechte]] einsetzen, unter anderem im Rahmen der [[Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa|KSZE]]. Dementsprechend besuchte er oft Länder, in denen kein Schweizer Aussenminister jemals zuvor gewesen war, die aber von der schweizerischen [[Entwicklungszusammenarbeit|Entwicklungshilfe]] unterstützt wurden. Dazu gehörten Staaten in [[Subsahara-Afrika]], [[Lateinamerika]] und im [[Naher Osten|Nahen Osten]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vor Beginn der offiziellen Gespräche seiner Israelreise vom 11. bis 15. Oktober 1985 eröffnete Aubert mit dem &amp;#039;&amp;#039;Mitzpor Jaʿar Schweiz&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|מִצְפּוֹר יַעַר שְׁוַיְץ&amp;amp;lrm;|Mitzpōr Jaʿar Šwajz|de=Aussichtspunkt Schweizwald}}) den [[Jaʿar Schweiz|gleichnamigen Wald]] in Israel am 11. Oktober. Vgl. [https://issuu.com/kklschweiz/docs/neuland_61_a4_ch_3-7-print „35&amp;amp;nbsp;Jahre «Schweizer Wald»: Eine «grüne Umarmung» für den Schweizer Wald in Israel“], in: &amp;#039;&amp;#039;Neuland&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;61 ‹120 Jahre KKL-JNF› (23.&amp;amp;nbsp;Mai 2021), S.&amp;amp;nbsp;12seq., hier S.&amp;amp;nbsp;12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den Auslandsvertretungen verlangte Aubert regelmässige Berichte über die Menschenrechtssituation. Damit brach er mit der bisherigen Praxis, in Fragen der Menschenrechte äusserst diskret vorzugehen und sich möglichst nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Rechtsbürgerliche Kreise warfen ihm vor, er sei zu vorlaut, verstosse gegen die Regeln der Nichteinmischung und lasse sich von einem naiven, sentimentalen Idealismus leiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zala, Stauffer: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 552–553.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesrat (Schweiz) im Sitzungszimmer.jpg|mini|Pierre Aubert (ganz links) leitet 1987 als Bundespräsident eine Bundesratssitzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen ersten Amtsjahren war Auberts aussenpolitisches Wirken derart umstritten, dass er bei der Bundesratswahl im Dezember 1979 nur äusserst knapp mit 124 von 246 Stimmen im Amt bestätigt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Zala, Stauffer: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 554.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er liess sich davon aber nicht beirren und setzte seinen eingeschlagenen Öffnungskurs fort. Gleichwohl beteiligte sich die Schweiz auch unter Aubert nie aktiv an [[Embargo|Wirtschaftsembargos]], sondern versuchte wie bisher bloss, eine allzu krasse Umgehung von Sanktionen zu verhindern. Hingegen versuchte er bei innerstaatlichen Konflikten, stets alle Konfliktparteien in einen Dialog einzubinden, was zuvor völlig undenkbar gewesen wäre: Im [[Nahostkonflikt]] traf sich Aubert sowohl mit der [[israel]]ischen Regierung als auch mit der [[Palästinensische Befreiungsorganisation|Palästinensischen Befreiungsorganisation]]. Bezüglich der [[Apartheid]] bezog er klar Stellung, als er sich weigerte, den südafrikanischen Präsidenten [[Pieter Willem Botha]] während eines Aufenthalts in der Schweiz zu treffen, später aber [[African National Congress|ANC]]-Präsident [[Oliver Tambo]] offiziell empfing.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Georg Kreis]] |Titel=Switzerland and South Africa 1948–1994 |Verlag=Peter Lang |Ort=Bern |Datum=2007 |ISBN=978-3-03911-498-6 |Seiten=80}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1983 amtierte er erstmals als [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]]; Höhepunkt war der [[Staatsbesuch]] des französischen Präsidenten [[François Mitterrand]], mit dem er sich sehr gut verstand und den er auch privat traf, um über allgemeine politische Themen zu diskutieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Urs Marti |url=https://www.nzz.ch/schweiz/zum-tod-von-pierre-aubert-verfechter-einer-offenen-aussenpolitik-ld.88095 |titel=Verfechter einer offenen Aussenpolitik |hrsg=[[Neue Zürcher Zeitung]] |datum=2016-06-10 |abruf=2019-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aubert galt als sehr zuvorkommend und sympathisch, war aber auch in hohem Masse öffentlichkeitsscheu und mied die Medien, so gut er konnte. So nahm es ihm die SP-Parteileitung übel, dass sein Verhältnis zu den Genossen distanziert blieb, er in der Fraktion keinen Einfluss auf die Meinungsbildung nahm und seine Politik schlecht verkaufte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Richard Diethelm |url=https://www.bazonline.ch/schweiz/standard/ein-bundesrat-dem-das-regieren-nicht-lag/story/21624885?track |titel=Ein Bundesrat, dem das Regieren nicht lag |hrsg=[[Basler Zeitung]] |datum=2016-06-09 |abruf=2019-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auberts zurückhaltende Art wird auch als Hauptursache für seine schwerste politische Niederlage angesehen. Im März 1982 beschloss der Bundesrat, den Beitritt der Schweiz zu den [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] (UNO) anzustreben. Unmittelbar darauf bildete sich das «Aktionskomitee gegen den UNO-Beitritt», das mit emotionalen Kampagnen die Debatte beherrschte und den Aussenminister völlig in die Ecke drängte. Die Beitrittsgegner hielten eine UNO-Mitgliedschaft für unvereinbar mit dem «[[Sonderfall Schweiz]]» und befürchteten, die Neutralität stehe auf dem Spiel. Zwar stimmte das Parlament dem Beitritt im Dezember 1984 zu, doch scheiterte dieser in der [[Die Schweiz in den Vereinten Nationen#Die erste UNO-Abstimmung 1986|Volksabstimmung vom 16.&amp;amp;nbsp;März 1986]] deutlich mit 75,7 % der Stimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Angelika Hardegger |url=https://www.nzz.ch/schweiz/das-uno-nein-von-1986-der-schweizer-sonderfall-in-gefahr-ld.152048 |titel=Der «Sonderfall» in Gefahr |hrsg=[[Neue Zürcher Zeitung]] |datum=2017-03-20 |abruf=2019-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum [[Die Schweiz in den Vereinten Nationen|Beitritt]] sollten weitere 14 Jahre vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücktritt und weitere Tätigkeiten ===&lt;br /&gt;
Bereits 1985 hatte SP-Parteipräsident [[Helmut Hubacher]] in einer Fraktionssitzung angedeutet, Aubert solle besser zurücktreten. Später sagte er über ihn, er sei «ein ganz lieber Kerl, als Bundesrat jedoch leider zum Verzweifeln» gewesen. Allgemein hielt er ihn für eine Fehlbesetzung; nur der straffen Departementsführung von Staatssekretär [[Edouard Brunner]] sei es zu verdanken, dass die Schwäche des Chefs nicht während seiner Amtszeit publik geworden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Helmut Hubacher]] |Titel=Das habe ich gerne gemacht |Verlag=Zytglogge Verlag |Ort=Bern |Datum=2016 |ISBN=978-3-7296-2116-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aubert amtierte 1987 zum zweiten Mal als Bundespräsident und gab dann seinen Rücktritt auf Ende Jahr bekannt. Er wurde zum [[Großoffizier (Ordenskunde)|Grossoffizier]] der französischen [[Ehrenlegion]] ernannt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.swissinfo.ch/fre/carnet-noir_d%C3%A9c%C3%A8s-de-l-ancien-ministre-suisse-pierre-aubert/42215706 |titel=Décès de l’ancien ministre suisse Pierre Aubert |hrsg=[[SWI swissinfo.ch|Swissinfo]] |datum=2016-06-09 |abruf=2019-06-01 |sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und erhielt das Grosskreuz des [[Verdienstorden der Italienischen Republik|Verdienstordens der Italienischen Republik]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gazzettaufficiale.it/eli/id/1992/07/24/092A1262/sg |titel=Conferimento di onorificenze dell&amp;#039;ordine &amp;quot;Al merito della Repubblica italiana&amp;quot; |hrsg=[[Gazzetta Ufficiale della Repubblica Italiana]] |datum=1992-07-24 |abruf=2019-06-01 |sprache=it}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pierre Aubert engagierte sich jahrelang sozial in der [[Kiwanis]]bewegung als aktives Mitglied im Kiwanis-Club [[La Chaux-de-Fonds|La Chaux-de-Fonds/Le Locle]]. Für einige Jahre übernahm er das Präsidium der Sektion &amp;#039;&amp;#039;Montagnes neuchâteloises&amp;#039;&amp;#039; des [[Touring Club Schweiz]] und das Vizepräsidium der [[Gesellschaft Schweiz-Israel]]. Danach zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück. 2016 verstarb er im Alter von 89 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Zala, Stauffer: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 554–555.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Sacha Zala, Pierre-André Stauffer |Herausgeber=[[Urs Altermatt]] |Titel=Pierre Aubert |Sammelwerk=Das Bundesratslexikon |Verlag=[[NZZ Libro]] |Ort=Zürich |Jahr=2019 |ISBN=978-3-03810-218-2 |Seiten=550–556}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pierre Aubert (politician)|Pierre Aubert}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|4732|Aubert, Pierre|Autor= Eric-André Klauser}}&lt;br /&gt;
* {{Parlament.ch|1174}}&lt;br /&gt;
* [http://www.helveticat.ch/search/query?term_1=%22aubert+pierre+1927-2016%22&amp;amp;theme=Helveticat Publikationen von und über Pierre Aubert] im Katalog Helveticat der [[Schweizerische Nationalbibliothek|Schweizerischen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates|Mitglied im Schweizer Bundesrat]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1978–1987&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Pierre Graber]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[René Felber]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorsteher/in des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1051897254|LCCN=n/79/47936|VIAF=44870373}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aubert, Pierre}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundespräsident (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ständerat (Neuenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grossrat (Neuenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunalpolitiker (Kanton Neuenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SP-Mitglied (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Großoffizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Schweizerischen Zofingerverein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kiwanis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2016]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für die Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Aubert, Pierre&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. März 1927&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[La Chaux-de-Fonds]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Juni 2016&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neuenburg NE|Neuenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>