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	<title>Pierre-Joseph Bernard - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T05:54:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pierre-Joseph_Bernard&amp;diff=1027742&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Commons hinzugefügt</title>
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		<updated>2024-12-15T10:00:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Commons hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pierre-Joseph Bernard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. August]] [[1708]] (oder [[1710]]) in [[Grenoble]]; † [[1. November]] [[1775]] in [[Choisy-le-Roi]], [[Département Val-de-Marne]]), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gentil-Bernard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war ein [[Frankreich|französischer]] [[Dichter]], [[Drama]]tiker und [[Libretto|Librettist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bernard war Sohn eines [[Bildhauerei|Bildhauers]]. Er studierte an einem [[Jesuiten]]kolleg in [[Lyon]] und wurde danach für zwei Jahre Schreiber bei einem [[Staatsanwalt]] in [[Paris]]. Er trat dann der Armee bei und nahm 1733/34 an den Feldzügen des [[François de Franquetot, duc de Coigny|Duc de Coigny]] im [[Polnischer Thronfolgekrieg|Polnischen Thronfolgekrieg]] teil. Hier tat er sich besonders in den Schlachten von [[Parma]] und [[Guastalla]] hervor. In freien Augenblicken beschäftigte er sich mit dem Dichten, was der Marschall bemerkte und ihn als Sekretär anstellte, ohne ihm aber großes Wohlwollen entgegenzubringen – er verweigerte ihm den Umgang bei [[Offizierskasino|Tisch]] – unter der Bedingung, dass Bernard das Dichten aufgebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch trat Bernard um das Jahr 1736 mit einigen kurzen Gedichten, die im &amp;#039;&amp;#039;Almanach des Muses&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;[[Musen-Almanach]]&amp;#039;&amp;#039;) erschienen, u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;Épître à Claudine&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hymne à la Rose&amp;#039;&amp;#039;. 1737 verfasste er &amp;#039;&amp;#039;Castor et Pollux&amp;#039;&amp;#039; über den [[Dioskuren]]-Stoff nach der [[Tragédie lyrique]] von [[Philippe Quinault]], deren [[Oper]]nvertonung durch [[Jean-Philippe Rameau]] zu einem großen Erfolg wurde. [[Madame de Pompadour]], die [[Mätresse]] [[Ludwig XV.|Ludwigs&amp;amp;nbsp;XV.]] und Widmungsträgerin des Werks, ernannte ihn daraufhin zum Hofbibliothekar des Königs im [[Schloss Choisy]], was ihm ohne Erfüllung von Amtspflichten ein Jahresgehalt von 30.000 [[Livre]]s sicherte. Dazu gab ihn der Marschall kurz vor seinem Tode in die Dienste seines Sohnes, des [[François de Franquetot, duc de Coigny|Duc de Coigny]], der ihn 1740 zum Generalsekretär der [[Dragoner]] ernannte, was Bernard ein weiteres Salär von 20.000 Livres eintrug. Am 27.&amp;amp;nbsp;Mai des Jahres beglückwünschte [[Voltaire]] ihn als &amp;#039;&amp;#039;secrétaire de l’amour&amp;#039;&amp;#039;; Bernard schrieb bereits an &amp;#039;&amp;#039;L’art d’aimer&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;Die Liebeskunst&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als schwerreicher Mann gab er sich nun dem vergnüglichen Leben hin. Er war Mitglied der zweiten [[Société du Caveau]] und fand einen Gönner in Voltaire, der ihm seinen Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Gentil-Bernard&amp;#039;&amp;#039; gab. Bernard wurde in den höchsten gesellschaftlichen Kreisen gefeiert, genoss das ausschweifende Leben mit seinen Tafelfreuden, die aber seiner Gesundheit schadeten. 1771 erlitt er vermutlich einen [[Schlaganfall]], nach dem er die letzten fünf Jahre seines Lebens dahinvegetierte. Sein Freund [[Bernard-Joseph Saurin]] (1706–1781) beschrieb ihn als&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=(…) Ne fut plus qu&amp;#039;un fantôme errant / Qu&amp;#039;une ombre vaine qui respire&lt;br /&gt;
 |Sprache=fr&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Er war nicht mehr als ein flüchtiges Gespenst, als ein eitler Schatten, der noch atmet.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk und Wirkung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gentil Bernard Phrosine et Mélidore.jpg|mini|Pierre-Joseph Bernard, &amp;#039;&amp;#039;Phrosine et Mélidore&amp;#039;&amp;#039;, illustriert von Pierre-Paul Prud&amp;#039;hon]]&lt;br /&gt;
Bernards Werk umfasst [[Epistel]]n, [[Ode]]n und [[Chanson]]s, die zur [[Poésie fugitive]] gerechnet werden, schließlich &amp;#039;&amp;#039;L’art d’aimer&amp;#039;&amp;#039;, ein freizügiges Poem, an dem er 30 Jahre arbeitete. Es erschien erst kurz vor seinem Tode und erhielt schon vor seiner Publikation eine große Wirkung in der Öffentlichkeit, obwohl Bernard in den [[Literarischer Salon|Salons]] nur Abschnitte daraus vorgetragen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Literaturkritik]]er [[Jean-François de La Harpe]] beurteilte das Werk als &amp;#039;&amp;#039;{{&amp;quot;|ziemlich mittelmäßig}}&amp;#039;&amp;#039; und sah darin&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=viele erfindungsreiche Verse, aber nichts, worin man den Schwung des Dichters oder die Empfindsamkeit des Menschen findet.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Voltaire das Manuskript gelesen hatte, schrieb er in einem Brief vom 1.&amp;amp;nbsp;September 1773 an [[Jean-François de Saint-Lambert]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: {{&amp;quot;|Der arme Bernard tat klug daran, sein Poem nicht zu veröffentlichen. Es ist Haufen Sand und Stroh mit ein paar gut geschliffenen Diamanten darin.}} In einem Brief an [[Marie de Vichy Chamrond|Madame du Deffand]] befand er: {{&amp;quot;|Kürzlich las ich &amp;#039;&amp;#039;L’Art d’aimer&amp;#039;&amp;#039; von Bernard. Das ist eins der langweiligsten Poeme, die je geschrieben wurden. Allerdings befindet sich in diesem langen Werk wohl dreißig Verse, bewundernswürdig und wert für die Ewigkeit, wie es der Stoff dieses Poems sein wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Persönlich wurde Bernard indessen von Voltaire weiterhin geschätzt. Voltaire verfasste zu Bernard ein empathisches Kurzgedicht: &amp;#039;&amp;#039;Les trois Bernards&amp;#039;&amp;#039;. »Dans ce pays trois Bernards sont connus; l’un est ce Saint, ambitieux Reclus. Precheur adroit, fabricateur d’oracles. L’autre Bernard est l’enfant de Plutus, bien plus grand Saint, faisant plus grands miracles; et le troisiéme est l’enfant de Phébus; Gentil Bernard, dont la Muse second doit faire encore le délices du monde, quand des premiers on ne parlera plus.« Voltaire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Charles Joseph de Ligne|Fürsten de Ligne]] war der „liebe“ Gentil-Bernard, so sein Beiname, keineswegs anständig, {{&amp;quot;|weder sein Gesicht noch seine Manieren oder sein Geist}}, sondern {{&amp;quot;|ein großer, sehr beleibter, gut aussehender, braun[häutig]er, liebenswürdiger, ungezwungener, entgegenkommender guter Gesellschafter, der bei jedermann beliebt war, weder Geistreiches noch Komplimente von sich gab, ein Fresser war und wunderbar aus seiner &amp;#039;&amp;#039;Art d’aimer&amp;#039;&amp;#039; vorlas.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtwerk Bernards wurde 1776 in einem Band herausgegeben und erschien 1803 in einer erweiterten zweibändigen Neuauflage.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Castor et Pollux&amp;#039;&amp;#039;, Tragédie lyrique mit Musik von Jean-Philippe Rameau (Uraufführung am 24. Oktober 1737)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Madrigal aux muses&amp;#039;&amp;#039; (1923 von [[Albert Roussel]] vertont)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les surprises de l’amour&amp;#039;&amp;#039;, [[Divertissement]] in zwei Actes mit Musik von Jean-Philippe Rameau (Uraufführung am 31. Mai 1757)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Callirhoé&amp;#039;&amp;#039;, gemeinsam mit [[André Destouches]], Jean-Philippe Rameau und [[Antoine Houdar de la Motte]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Phrosine et Mélidore&amp;#039;&amp;#039;, Poem in vier Gesängen (1772)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les heureux malheurs, ou Adélaïde de Wolver&amp;#039;&amp;#039; (1773)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L’Art d’aimer&amp;#039;&amp;#039;, Poem in drei Gesängen (1775)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|100036260}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100036260|LCCN=n82108896|VIAF=34471504}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bernard, Pierrejoseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Französisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Librettist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1708]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1775]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bernard, Pierre-Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gentil-Bernard, Pierre-Joseph; Jean-Baptiste Joseph Willart de Grécourt&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Dichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. August 1708&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Grenoble]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. November 1775&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Choisy-le-Roi]], Département Val-de-Marne, Frankreich&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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