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	<title>Piero Gobetti - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Roehrensee am 14. September 2024 um 08:23 Uhr</title>
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		<updated>2024-09-14T08:23:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:piero gobetti.JPG|180px|mini|Piero Gobetti (ca. 1920)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Piero Gobetti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Juni]] [[1901]] in [[Turin]]; † [[15. Februar]] [[1926]] in [[Paris]]) war ein [[italien]]ischer [[Publizist]] und [[Politiker]], einer der schillerndsten Vordenker des [[Antifaschismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem kurzen und bewegten Leben verfocht er als außerordentlich aktiver Kritiker und Kämpfer die Ideen eines [[Radikalismus|radikalen]] proletarischen [[Liberalismus]] bzw. eines undogmatischen [[Kommunismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Auf dem Gymnasium lernte Gobetti seine spätere Frau [[Ada Prospero]] kennen, die wie er aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie stammte. Als [[Rechtswissenschaft|Jurastudent]] an der Turiner Universität gründete er im November 1918, im Alter von 17 Jahren, seine erste Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Energie nove]]&amp;#039;&amp;#039; (Neue Energien). Darin orientierte er sich sowohl am liberalen Denken [[Luigi Einaudi]]s als auch an [[Benedetto Croce]]s [[Idealismus|idealistischer]] Philosophie und trat außerdem für die progressiven Positionen von [[Gaetano Salvemini]]s &amp;#039;&amp;#039;[[L’Unità (1911–1920)|L’Unità]]&amp;#039;&amp;#039; (Die Einheit) ein (Aufbau der Volksbildung, Frauenwahlrecht u.&amp;amp;nbsp;a.). Gleichzeitig markierte aber auch die russische [[Oktoberrevolution]] einen nachhaltigen Einfluss auf ihn. Nach seiner Überzeugung war der Sieg des [[Bolschewismus]] als ein notwendiger Befreiungsakt des Volkes zu verstehen, der in Italien – selbst im [[Risorgimento]] – nicht stattgefunden habe und der im Gegensatz zu den [[Totalitarismus|totalitär]]-[[Oligarchie|oligarchischen]] Bestrebungen des [[Faschismus]] durch grundlegende, vom Volk ausgehende Gesellschaftsreformen nachzuholen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Eindruck der [[Turiner Rätebewegung]] gab der mit den Arbeitern sympathisierende Gobetti sein erstes Zeitschriftsprojekt im Frühjahr 1920 auf, um seine politischen Überzeugungen in einem Geschichts- und Philosophiestudium zu vertiefen. Dabei rückte er in zunehmendem Maße in die Nähe seines früheren Kommilitonen [[Antonio Gramsci]], der zum Wortführer der Fabrikarbeiter und einer kommunistischen Minderheit innerhalb der [[Partito Socialista Italiano|sozialistischen Partei]] (PSI) avancierte. Gobettis Mitarbeit an Gramscis Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Antonio Gramsci#„L’Ordine Nuovo“ und Turiner Rätebewegung|Ordine Nuovo]]&amp;#039;&amp;#039; (Neue Ordnung), deren Theaterrubrik er unter dem Pseudonym Giuseppe Baretti übernahm, hatte jedoch nicht zur Folge, dass er sich der 1921 entstandenen [[Partito Comunista Italiano|kommunistischen Partei]] (PCI) anschloss. Er bevorzugte eine im Konflikt divergierender Meinungen erlangte Autonomie und kollektive Freiheit gegenüber dem doktrinären Führungsanspruch einer einzelnen Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Februar 1922 bis November 1925 erschien seine zweite Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[La Rivoluzione Liberale]]&amp;#039;&amp;#039; (Die liberale Revolution), an der sich neben Gramsci auch andere namhafte Intellektuelle wie [[Luigi Sturzo]] und [[Giustino Fortunato]] beteiligten. Erklärtes Ziel des neuen Organs war es, die von Gobetti geforderte radikale Erneuerung in Politik und Kultur vorzubereiten und somit die schon im Namen propagierte „liberale Revolution“ einzuleiten. Spätestens mit der Machtergreifung der [[Partito Nazionale Fascista|Faschisten]] im Oktober [[1922]] rückte ihr [[Antifaschismus|antifaschistisches]] Engagement jedoch in den Vordergrund. Zum einen war der Faschismus für Gobetti nur die drastischere Fortsetzung einer fragwürdigen Kompromisskultur, mit der die parlamentarische Demokratie und der bürgerliche Liberalismus das Land seit Bestehen der Nation lahmlegten. Zum anderen stellte er eine gefährliche Ansammlung und Potenzierung aller Grundübel der italienischen Gesellschaft dar. Im April 1923 gründete Gobetti in Ergänzung der Zeitschrift einen eigenen Verlag (&amp;#039;&amp;#039;Piero Gobetti editore&amp;#039;&amp;#039;), in dem u.&amp;amp;nbsp;a. [[Giovanni Amendola]]s &amp;#039;&amp;#039;Una battaglia liberale&amp;#039;&amp;#039;, Einaudis &amp;#039;&amp;#039;Le lotte del lavoro&amp;#039;&amp;#039; sowie [[Eugenio Montale]]s Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Ossi di seppia&amp;#039;&amp;#039; erschienen. Als eines der exponiertesten oppositionellen Sprachrohre, das mit anderen liberalen Widerstandsgruppen in ganz Italien in Verbindung stand, wurde &amp;#039;&amp;#039;La Rivoluzione Liberale&amp;#039;&amp;#039; vom [[Benito Mussolini|Mussolini]]-Regime scharf bekämpft. Einige Ausgaben der Zeitung wurden beschlagnahmt und zensiert und Gobetti kam mehrere Male in Haft, bevor er ihr Erscheinen am 8. November 1925 endgültig einstellen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Il Baretti - Anno II, n. 13, Torino, 1925.djvu|mini|Eine Ausgabe von &amp;#039;&amp;#039;Il Baretti&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1925]]&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;[[Il Baretti]]&amp;#039;&amp;#039; gründete er im Dezember 1924 seine dritte Zeitschrift, die sich vorwiegend auf literarische Themen beschränkte, um so der politischen Verfolgung keinen weiteren Angriffspunkt zu bieten. In ihr waren unter anderem Beiträge von [[Benedetto Croce]], Eugenio Montale, [[Natalino Sapegno]], [[Umberto Saba]], [[Emilio Cecchi]], [[Giacomo Debenedetti]], [[Leone Ginzburg]] und [[Mario Fubini]] zu lesen. Über Gobettis Tod hinaus konnte die Zeitschrift noch bis Dezember 1928 erscheinen. Er selber wurde zum Symbol des liberalen Antifaschismus und zum Vorbild vieler Intellektueller ([[Carlo Levi]], [[Norberto Bobbio]] u.&amp;amp;nbsp;a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. September 1925 wurde Gobetti von vier Angehörigen der faschistischen Sturmabteilungen vor seinem Haus niedergeprügelt und erlitt schwere Verletzungen, von denen er sich nicht mehr erholte. Zu Beginn des Jahres 1926 ging er ins [[Paris]]er [[Exil]] und übertrug seine sämtlichen verlegerischen Tätigkeiten der anonymen Gesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Le Edizioni del Baretti&amp;#039;&amp;#039;. In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar 1926 starb er an den Folgen seiner Verletzungen. Er wurde auf dem Pariser Friedhof [[Cimetière du Père-Lachaise|Père-Lachaise]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dal bolscevismo al fascismo&amp;#039;&amp;#039; (1923)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Felice Casorati pittore&amp;#039;&amp;#039; (1923)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La filosofia politica di Vittorio Alfieri&amp;#039;&amp;#039; (1923)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La frusta teatrale&amp;#039;&amp;#039; (1923)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La rivoluzione liberale. Saggio sulla lotta politica in Italia&amp;#039;&amp;#039; (1924)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Matteotti&amp;#039;&amp;#039; (1924)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Opere critiche&amp;#039;&amp;#039; (1926 / 1927)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Paradosso dello spirito russo&amp;#039;&amp;#039; (1926)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Risorgimento senza eroi&amp;#039;&amp;#039; (1926)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Piero e Ada Gobetti: Nella tua breve esistenza. Lettere 1918-1926&amp;#039;&amp;#039;. Briefe (1991)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carteggio 1918-1922&amp;#039;&amp;#039;. Briefe (2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DBI|Verfasser=Corrado Malandrini|ID=piero-gobetti_(Dizionario-Biografico)/|Lemma=Gobetti, Piero|Band=57|SeiteVon=|SeiteBis=|Kommentar=|kurz=}}&lt;br /&gt;
* Giancarlo Bergami: &amp;#039;&amp;#039;Guida bibliografica degli scritti su Piero Gobetti (1918–1975).&amp;#039;&amp;#039; Einaudi, Turin 1981.&lt;br /&gt;
* Alberto Cabella: &amp;#039;&amp;#039;Elogio della libertà. Biografia di Piero Gobetti.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Il Punto, Turin 1998, ISBN 88-86425-57-0.&lt;br /&gt;
* Marco Gervasoni: &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;intellettuale come eroe. Piero Gobetti e le culture del Novecento.&amp;#039;&amp;#039; La Nuova Italia Ed., Florenz 2000, ISBN 88-221-4240-3, (&amp;#039;&amp;#039;Biblioteca di storia&amp;#039;&amp;#039; 81), (&amp;#039;&amp;#039;Dall&amp;#039;azionismo agli azionisti&amp;#039;&amp;#039; 6).&lt;br /&gt;
* Cesare Pianciola: &amp;#039;&amp;#039;Piero Gobetti. Biografia per immagini.&amp;#039;&amp;#039; Gribaudo, Cavallermaggiore (Cuneo) 2001, ISBN 88-8058-152-X.&lt;br /&gt;
* Paolo Bagnoli: &amp;#039;&amp;#039;Il metodo della libertà. Piero Gobetti tra eresia e rivoluzione.&amp;#039;&amp;#039; Diabasis, Reggio Emilia 2003, ISBN 88-8103-388-7, (&amp;#039;&amp;#039;Biblioteca di cultura civile&amp;#039;&amp;#039; 4).&lt;br /&gt;
* Valentina Pazé (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Cent&amp;#039;anni. Piero Gobetti nella storia d&amp;#039;Italia&amp;#039;&amp;#039;. Atti del Convegno di studi, Torino 8 - 9 novembre 2001. Franco Angeli, Mailand 2004, ISBN 88-464-5681-5, (&amp;#039;&amp;#039;Centro studi Piero Gobetti&amp;#039;&amp;#039; 17).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.centrogobetti.it/ Centro Studi Piero Gobetti] in Turin (italienisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.romacivica.net/anpiroma/antifascismo/biografie%20antifascisti2.html |text=Romacivica |wayback=20080510055753}} (italienisch)&lt;br /&gt;
* [https://biografieonline.it/biografia-piero-gobetti &amp;#039;&amp;#039;Piero Gobetti&amp;#039;&amp;#039;] biografieonline.it (italienisch, Biografie)&lt;br /&gt;
* [https://digilander.libero.it/letteratura/Novecento/gobetti.htm Digilander] (italienisch)&lt;br /&gt;
* Paolo Bagnoli: &amp;#039;&amp;#039;Gobetti, Piero.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Il Contributo italiano alla storia del Pensiero – Storia e Politica.&amp;#039;&amp;#039; 2013 (italienisch, [https://www.treccani.it/enciclopedia/piero-gobetti_%28altro%29/ treccani.it])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118717804|LCCN=n50033601|VIAF=19697764}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gobetti, Piero}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Italienisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Turin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Liberalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Faschismus (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gobetti, Piero&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Baretti, Giuseppe&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Publizist, Politiker und Antifaschist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Juni 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Turin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Februar 1926&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Roehrensee</name></author>
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