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	<title>Piefke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:52:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Piefke&amp;diff=76134&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WienKrimi: Verbesserung:  die Aufzählung („auch für“ → sowie für)  den Kasus (feiner Pinkel → feinen Pinkel)</title>
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		<updated>2026-03-10T08:01:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verbesserung:  die Aufzählung („auch für“ → sowie für)  den Kasus (feiner Pinkel → feinen Pinkel)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt das Schmähwort, andere Begriffe unter [[Piefke (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Piefke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in [[Österreich]] (dort Plural &amp;#039;&amp;#039;die Piefke&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;die Piefkes&amp;#039;&amp;#039;), [[Südtirol]] und [[Oberbayern]] ein [[Ethnophaulismus]], also eine umgangssprachlich verwendete, meist abwertend gemeinte Bezeichnung für [[Deutsche]]  mit entsprechender [[Sprachfärbung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Back et al.: &amp;#039;&amp;#039;Österreichisches Wörterbuch – auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks (neue Rechtschreibung)&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur; Redaktion: [[Herbert Fussy]] et al., 41., neu bearbeitete Auflage. öbv hpt Verlagsg., 2009, S. 494.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden - Die deutsche Rechtschreibung. Das umfassende Standardwerk auf der Grundlage der neuen amtlichen Rechtschreibregeln.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Dudenredaktion. Bibliographisches Institut und F.&amp;amp;nbsp;A. Brockhaus AG, Mannheim (u.&amp;amp;nbsp;a.) 2009, S. 834.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Deutschland]] ist es zumeist ein [[Synonymie|Synonym]] für einen Prahler oder einen Wichtigtuer sowie für einen Snob oder „feinen Pinkel“. Piefig dagegen bedeutet kleinbürgerlich, spießig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Verwendung und Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;Piefke&amp;#039;&amp;#039; in Österreich sind dem in [[Altbayern]] verbreiteten &amp;#039;&amp;#039;[[Preißn|Preiß]]&amp;#039;&amp;#039; für Landsleute nördlich des sogenannten „[[Weißwurstäquator]]s“ vergleichbar, auch im westlichen Österreich wird dieser Begriff eher verwendet als Piefke, allerdings werden die Süddeutschen meist davon ausgenommen. Beide Bezeichnungen gehören zur Gruppe der [[Ethnophaulismus|Ethnophaulismen]] („abwertenden Fremdbezeichnungen für Volksgruppen“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortursprung ==&lt;br /&gt;
Der Familienname &amp;#039;&amp;#039;Piefke&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem deutschen Osten beziehungsweise dem [[Slawische Sprachen|slawischen Raum]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wie &amp;#039;&amp;#039;Pifky&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Pifkowski&amp;#039;&amp;#039;; Hans Bahlow: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Namenlexikon.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Der mit &amp;#039;&amp;#039;piwo&amp;#039;&amp;#039; (‚Bier‘) zusammenhängende altpolnische Familienname &amp;#039;&amp;#039;Piwka&amp;#039;&amp;#039; ist in einem lateinischen Krakauer Dokument von 1390 mit &amp;#039;&amp;#039;Pifka&amp;#039;&amp;#039; und in einem deutschen Lemberger Dokument von 1445 mit &amp;#039;&amp;#039;Piwke&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben. Daraus wird geschlossen, dass &amp;#039;&amp;#039;Piwka&amp;#039;&amp;#039; von deutschen [[Deutsche Ostsiedlung|Ostsiedlern]] eingedeutscht wurde und die Urform von &amp;#039;&amp;#039;Piefke&amp;#039;&amp;#039; ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Karl Mally: &amp;#039;&amp;#039;Piefke.&amp;#039;&amp;#039; Nachträge. In: &amp;#039;&amp;#039;Muttersprache. Zeitschrift zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Band 94, Jg. 1983/84, 3–4, Wiesbaden, April 1984, S.&amp;amp;nbsp;313–327, hier: S. 314&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kunze1&amp;quot;&amp;gt;[[Konrad Kunze]]: &amp;#039;&amp;#039;dtv-Atlas Namenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1998, S.&amp;amp;nbsp;170: Mit &amp;#039;&amp;#039;Bier&amp;#039;&amp;#039; wird der Name auch hier in Zusammenhang gebracht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Piefke&amp;#039;&amp;#039; wurde in den 1840er Jahren auch als Name einer Witzfigur verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kunze2&amp;quot;&amp;gt;Kunze: &amp;#039;&amp;#039;dtv-Atlas Namenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1998, S.&amp;amp;nbsp;181.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1882 griff [[Wilhelm Busch]] die Bezeichnung in diesem Sinn für seine Geschichte &amp;#039;&amp;#039;Plisch und Plum&amp;#039;&amp;#039; auf: &amp;#039;&amp;#039;Mister Pief&amp;#039;&amp;#039; nennt Busch den ebenso steifen wie dummen Engländer, der die beiden Hunde erwirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Funktion als Symbol für den typischen korrekten Preußen dürfte der Name aber vor allem seit der Niederlage des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] mit Österreich gegen Preußen im [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]] 1866 innehaben. Das verdankt er wohl nicht zuletzt dem bekannten preußischen [[Militärmusik]]er [[Johann Gottfried Piefke]], der den [[Königgrätzer Marsch]] zur Feier des preußischen Sieges in der Entscheidungsschlacht komponierte und der auch bei der Siegesparade anwesend war und dirigierte. In dieser Zeit fixierte sich auch die despektierliche Nuance in &amp;#039;&amp;#039;Preuße&amp;#039;&amp;#039;, vergleichbar dem zweihundert Jahre älteren Schimpfwort &amp;#039;&amp;#039;Schwede&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Sic, hier die Armee, nicht das Volk--&amp;gt; aus dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Begriffsprägung im heutigen Sinn gibt es wenigstens zwei Hypothesen, die jedoch in den Bereich der Volkslegenden einzuordnen sind und sich historisch nicht belegen lassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hypothese von Joachim Schneider ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Piefke Denkmal.jpg|mini|Piefke-Denkmal in [[Gänserndorf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Juli 1866 fand nach Ende des [[Deutscher Krieg|preußisch-österreichischen Krieges]] im [[Marchfeld]] bei Gänserndorf ca. 20&amp;amp;nbsp;km vor Wien eine große Parade mit dem 3., 4. und Teilen des 2.&amp;amp;nbsp;Armeekorps vor [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|König Wilhelm&amp;amp;nbsp;I. von Preußen]] statt. Neben Johann Gottfried Piefke – genannt „August“ – dirigierte auch sein Bruder Rudolf (1835–1900) ein Musikkorps. Unter den herbeigeeilten Wienern soll sich der Ruf „Die Piefke kommen“ verbreitet haben und zum Sinnbild für 50.000 marschierende [[Preußen]] geworden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2009 wurde zu Ehren Piefkes in [[Gänserndorf]] das weltweit einzig erhaltene Piefke-Denkmal errichtet. Durch die „Klangskulptur aus [[Cortenstahl]]“, die einen Plattenspieler darstellen soll, will die Stadt den Begriff „Piefke“ rehabilitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hypothese von Peter Wehle ===&lt;br /&gt;
[[Peter Wehle]]&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Wehle: &amp;#039;&amp;#039;Die Wiener Gaunersprache.&amp;#039;&amp;#039; 1977, S.&amp;amp;nbsp;79; Peter Wehle: &amp;#039;&amp;#039;Sprechen Sie Wienerisch?&amp;#039;&amp;#039; 1980, S.&amp;amp;nbsp;27.&amp;lt;/ref&amp;gt; führt die Bezeichnung „Piefke“ auf die Erstürmung der [[Düppeler Schanzen]] im [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieg]] zurück. Dort waren Preußen und Österreicher Waffenbrüder. Der den Angriff begleitende Militärmusikdirektor Piefke sei ein sehr „preußischer“ Preuße gewesen, der auf seine österreichischen Mitstreiter einen derart nachhaltigen Eindruck hinterlassen habe, dass sein Name zum Sinnbild des zackigen und ruppigen Preußen geworden sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuere Entwicklungen ==&lt;br /&gt;
In den frühen 1990er Jahren erregte [[Felix Mitterer]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Piefke-Saga|Piefke-Saga]]&amp;#039;&amp;#039;, die zuerst im österreichischen, später auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde, auf beiden Seiten der Staatsgrenze erhebliches Aufsehen und sorgte für teils heftige Diskussionen über das Verhältnis zwischen Deutschen und Österreichern. Die Idee zur Serie ging auf einen nicht weniger kontrovers diskutierten Artikel „Wer braucht die Piefkes?“ einer österreichischen Wochenzeitschrift zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Besserwessi]] (Ostdeutschland)&lt;br /&gt;
* [[Gummihals]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Mof]] (Niederlande)&lt;br /&gt;
* [[Boche]] (Frankreich/Wallonien)&lt;br /&gt;
* [[Szwab]] (Polen)&lt;br /&gt;
* [[Crucco]] (Italien)&lt;br /&gt;
* [[Kraut (Ethnophaulismus)]] (USA)&lt;br /&gt;
* [[Ethnophaulismen für Deutsche]]&lt;br /&gt;
* [[Marmeladinger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zum Thema: Die Piefke – warum wir sie brauchen und dennoch nicht mögen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Diagonal – Radio für Zeitgenossen]]&amp;#039;&amp;#039;, Erstausstrahlung: Ö1, Samstag, 14. Juni 2008 17:05, ORF 2008 ({{Webarchiv |url=http://oe1.orf.at/programm/200806145001.html |wayback=20080620034357 |text=Programm-Information}})&lt;br /&gt;
* Stephan Winkler: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/wie-oesterreicher-die-deutschen-sehen-gruendlich-und-rechthaberisch-17629388.html Wie Österreicher die Deutschen sehen.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|faz.net]], 11. November 2021, abgerufen am 15. November 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anton Karl Mally: &amp;#039;&amp;#039;Warum werden die Bundesdeutschen von Österreichern »Piefke(s)« genannt?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Sprachdienst&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 54, Heft 5, 2010, S. 147–157.&lt;br /&gt;
* Hubertus Godeysen: &amp;#039;&amp;#039;Piefke. Kulturgeschichte einer Beschimpfung&amp;#039;&amp;#039;. Wien/Klosterneuburg 2010.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Piefke raus! Deutsche Studenten in Wien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel.&amp;#039;&amp;#039; Online 29. April 2010 ([https://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/studenten-streit-piefke-gegen-oesi-das-duell-a-691892.html spiegel.de]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2007/35/Piefke-Invasion Umfassender Artikel von Joachim Riedl in der Zeit] (23. August 2007)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnophaulismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-österreichischer Kulturaustausch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WienKrimi</name></author>
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