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	<title>Piding - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gomera-b: Die letzte Textänderung von ~2026-23911-30 wurde verworfen und die Version 264287976 von Sokrates 399 wiederhergestellt.</title>
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		<updated>2026-04-18T21:46:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-23911-30&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-23911-30&quot;&gt;~2026-23911-30&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/264287976&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/264287976&quot;&gt;264287976&lt;/a&gt; von Sokrates 399 wiederhergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Piding COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 47/46//N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 12/55//E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Piding in BGL.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Oberbayern&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Berchtesgadener Land&lt;br /&gt;
|Höhe              = 455&lt;br /&gt;
|PLZ               = 83451&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 08651, 08656, [[Bichlbruck|08654]]&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09172128&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 7 [[Gemeindeteil]]e&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE PID&lt;br /&gt;
|Adresse           = Thomastraße 2&amp;lt;br /&amp;gt;83451 Piding&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.gemeinde-piding.de www.gemeinde-piding.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Hannes Holzner&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = [[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
|Partei            = CSU&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Piding&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im oberbayerischen [[Landkreis Berchtesgadener Land]] mit etwas über 5000 Einwohnern. Piding, außer dem Gemeindeteil Kleinhögl, ist ein staatlich anerkannter [[Luftkurort]]. Die Gemeinde grenzt nördlich an [[Bad Reichenhall]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Piding liegt in der Mitte des Landkreises Berchtesgadener Land und ist gleichzeitig die südlichste Gemeinde im [[Rupertiwinkel]], welcher an die 500 Jahre zum [[Erzstift Salzburg]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet stellt eine naturräumliche Einheit dar: Im Süden wird das Gebiet von [[Hochstaufen]] (1771&amp;amp;nbsp;m) und [[Fuderheuberg]] (1350&amp;amp;nbsp;m) begrenzt, im Osten von der [[Saalach]] und im Nordwesten vom 827 m hohen [[Högl (Chiemgauer Alpen)|Högl]]. Im Nordosten bildet die Saalach die Grenze zum Land Salzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Piding mündet nördlich der Autobahn die [[Stoißer Ache]] in die Saalach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindeteile und Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Die Gemeindeteile sind das Pfarrdorf Piding, das Kirchdorf [[Mauthausen (Piding)|Mauthausen]], die Dörfer [[Kleinhögl]], [[Pidingerau]], [[Staufenbrücke]] und [[Urwies]] sowie der Weiler [[Bichlbruck]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile |val=66107965678 |objekt=Gemeinde Piding |abruf=2021-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Bavarikon Ort|objekt=Piding |ID= ODB_A00000942 |abruf=2023-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind die Stadt Bad Reichenhall, die Gemeinden [[Ainring]], [[Anger (Berchtesgadener Land)|Anger]], [[Inzell]] (Lkr. Traunstein) und [[Wals-Siezenheim]] (auf [[österreich]]ischer Seite).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gemeindegebiet gibt es nur die Gemarkung Piding.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GGV&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ldbv.bayern.de/service/publikationen/arbeitshilfen.html |titel=Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis |hrsg=Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung |werk=ldbv.bayern.de |datum=2025-04-17 |abruf=2025-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Urgeschichte ===&lt;br /&gt;
Von den Jäger-und-Sammler-Kulturen des Gebietes wurden bisher innerhalb der Ortsgrenzen keinerlei Spuren entdeckt. Die [[Neolithikum|Neolithisierung]], also die Zuwanderung bäuerlicher Bevölkerung aus dem Nahen Osten und vom Balkan, setzte in Mitteleuropa Mitte des 6. Jahrtausends v. Chr. ein. Die Ausbreitung der zugehörigen [[Linearbandkeramische Kultur|Linearbandkeramischen Kultur]] erfolgte in relativ kurzer Zeit, vielleicht einem Jahrhundert, bis zum [[Rhein]]. Zunächst entstanden Pioniersiedlungen um 5500 v. Chr., etwa in [[Pfettrach (Altdorf)|Pfettrach]], [[Schwanfeld]], [[Straubing]]-[[Lerchenhaid (Straubing)|Lerchenhaid]] oder [[Stephansposching]] – letztere waren mit einem Wall umgeben und sehr langlebig, während kleinere Siedlungen, vielleicht von ihnen abhängig, eher kurzlebig waren. Es bestand ein weitläufiger Fernhandel über die [[Donau]] bis ans Mittelmeer, etwa mit [[Spondylus gaederopus|Spondylusschalen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.landschaftsmuseum.de/Seiten/Lexikon/Neolithisierung.htm &amp;#039;&amp;#039;Wie die Bayern Bauern wurden – Das Neolithikum&amp;#039;&amp;#039;], Archäologisches Lexikon des Landschaftsmuseums Obermain.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Aus archäologischen Funden weiß man, dass die Gegend bereits in der [[Jungsteinzeit]] (etwa 2800 v. Chr.) besiedelt war. BELEG?--&amp;gt;Etwa 1960 fanden sich ca. 250 m vom Anwesen Schwaig entfernt im Bereich des zum Nesselbachgraben abfallenden Nordosthanges vier Kupferbarren aus der [[Frühe Bronzezeit|frühen Bronzezeit]]. Höchstens 20 m von der Fundstelle entfernt wurde 1997 ein [[Randleistenbeil]] entdeckt. Dieser Befund ist Teil einer Häufung von 31 Kupferdepots in Oberbayern, die in Zusammenhang mit der Ausbeutung der ostalpinen Kupferlagerstätten steht. Ebenfalls 1997 konnte ein Kupferringbarrendepot geborgen werden, das aus 60 Barren bestand. Teilweise ist eine Umwicklung von Rindenbast erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Möslein: &amp;#039;&amp;#039;Ein Ringbarrendepotfund von Piding, Lkr. Berchtesgadener Land, Obb.&amp;#039;&amp;#039;, in: J. Prammer, R. M. Weiss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ausgrabungen und Funde in Altbayern 1995-1997. Sonderausstellung des Gäubodenmuseums Straubing&amp;#039;&amp;#039;, Gäubodenmuseum, Straubing 1998, S. 52 f. und Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Neue Depotfunde der älteren Bronzezeit aus dem oberbayerischen Alpenvorland. Ein Vorbericht&amp;#039;&amp;#039;, in: Ders. &amp;#039;&amp;#039;Frühbronzezeitliche Depotfunde im Alpenvorland - Neue Befunde&amp;#039;&amp;#039;, Deggendorf 2008, S. 69–77, hier: S. 72 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kelten und Römer ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Italia Annonaria ca 400 AD.png|mini|Römische Provinzen zwischen Oberitalien und oberer Donau sowie Oberrhein, um 400]]&lt;br /&gt;
In [[Kelten|keltischer]] Zeit war in der Gegend der Stamm der &amp;#039;&amp;#039;[[Alaunen|Alauni]]&amp;#039;&amp;#039; ansässig, die den [[Noriker (Volk)|Norikern]] angehörten. Sie unterhielten Handelskontakte Richtung Mittelmeerraum, der etwa ab 150 v. Chr. mit eigenen Münzen (Obolen) betrieben wurde, wie ein entsprechender Fund am [[Mallnitzer Tauern]] erwies.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Lippert]], Günther Dembski: [https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/download/21876/15635 &amp;#039;&amp;#039;Ein weiterer keltischer Münzopferplatz am Mallnitzer Tauern (Salzburg/Kärnten). Der Survey im Jahr 2011&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;Archäologisches Korrespondenzblatt&amp;#039;&amp;#039; 43,4 (2013) 523-534, hier: S. 531.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römischen Siedlungsspuren an der Sale bei Piding waren schon im frühen 19. Jahrhundert bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Ernst von Koch-Sternfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisch-staatsökonomische Notizen über Straßen- und Wasserbau und Bodenkultur im Herzogthume Salzburg und Fürstenthume Berchtesgaden&amp;#039;&amp;#039;, Mayersche Buchhandlung, Salzburg 1811, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebiet gehörte von etwa 15 n. Chr. bis 488 zum [[Römisches Reich|Römischen Reich]] und lag in der [[Römische Provinz|Provinz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Noricum ripense|Noricum Ripense]]&amp;#039;&amp;#039; im Bezirk der Stadt [[Iuvavum]] (Salzburg). Dadurch wurde der Raum um Piding erstmals in ein gewaltiges Wirtschaftsgebiet eingebunden. Zu den transalpinen Wegen kam die sogenannte [[Via Julia]] als ökonomische (und militärische) Hauptverbindungsstraße Richtung [[Gallien]] im Westen und Richtung [[Konstantinopel]] hinzu. Mit der Erhebung von Iuvavum, dem heutigen Salzburg, zum [[municipium]] Claudium Iuvavum, wurde es die erste städtische Siedlung mit dem Recht zur Selbstverwaltung nördlich der Alpen. Sein Gebiet umfasste im Westen den Chiemgau, den Rupertiwinkel und das Inngebiet. Die Zerstörung durch [[Markomannen]] im Jahr 171 führte zu einem demographischen Niedergang, den auch [[Diokletian]] nur bedingt ausgleichen konnte. 488 wurde ein Großteil der romanischen Bevölkerung aus [[Noricum ripense]] auf Befehl [[Odoaker]]s evakuiert. Als das [[Reichenhallmuseum|Heimatmuseum Reichenhall]] 1854 erstmals gegründet und seine Bestände durch Artefakte aus dem Eigentum der Bevölkerung aufgestockt werden sollten, kam auch ein „zweigriffiges, fünf Schuh langes Römerschwert“ und ein „durch Form und Composition eigenthümliches römisches Werkzeug“&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Kern: &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Heimatmuseum Bad Reichenhall&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Der Pulverturm. Mitteilungen des „Vereins für Heimatkunde Bad Reichenhall und Umgebung e.&amp;amp;nbsp;V.“&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 3–15, hier: S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu Tage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langobarden, Bajuwaren, Christianisierung, Ersterwähnung ===&lt;br /&gt;
Um 540 siedelten [[Langobarden]] bei [[Waging am See]] im Rupertiwinkel.&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald Knöchlein: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Archäologie der Merowingerzeit im Rupertiwinkel&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, München 1997, S. 42 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 6. Jahrhundert war das Gebiet, und damit Piding, Teil des &amp;#039;&amp;#039;[[Salzburggau]]s&amp;#039;&amp;#039; im [[Stammesherzogtum Baiern]], wofür 1965 in Mauthausen entdeckte bajuwarische Reihengräber Zeugnis ablegen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bayern um 788.png|mini|Ungefähre Grenzen des bairischen Stammesherzogtum um 788]]&lt;br /&gt;
Ende des 7. Jahrhunderts begann die Missionierung im Herzogtum Bayern, und Herzog Theodo (vermutlich [[Theodo II.]] (* vor 665; † 15. Oktober um 717)) übergab um 700 (wahrscheinlich schon 696) u.&amp;amp;nbsp;a. das Dorf als Schenkung an den Bischof [[Rupert von Salzburg]] (um 650–718), vermutlich auch, damit er über den Salzhandel zu Wasser und zu Lande verfügen konnte. Diese Übergabe ist in der &amp;#039;&amp;#039;[[Notitia Arnonis]]&amp;#039;&amp;#039; festgehalten. Darin wird Piding erstmals erwähnt. Zugleich wird Piding darin als erster Ort im Gebiet des heutigen [[Rupertiwinkel]]s ausgewiesen, in dem das Salzburger Bistum Güter besaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsname lautete um 700 &amp;#039;&amp;#039;Pidinga&amp;#039;&amp;#039;, 790 &amp;#039;&amp;#039;Pidingen&amp;#039;&amp;#039; und ab 1294 &amp;#039;&amp;#039;Piding&amp;#039;&amp;#039;. Der bairische Zugehörigkeitssuffix &amp;#039;&amp;#039;-ing&amp;#039;&amp;#039; deutet auf eine Entstehung zur Landnahmezeit der Baiern hin. Aus dem Ortsnamen lässt sich der Personenname &amp;#039;&amp;#039;Pido&amp;#039;&amp;#039; erschließen, so dass sich vermutlich ein Anführer dieses Namens dort niedergelassen hatte. Somit bedeutet der Ortsname in etwa „bei den Leuten des Pido“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LbO&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|978-3-406-55206-9|Seite=212}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
735 erfolgten Schenkungen des Bayernherzogs Theodo an den Bischof von Salzburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Wieser: &amp;#039;&amp;#039;Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735–1985&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag, Piding 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies gilt als Gründungsjahr für den Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsverhältnisse, Übergewicht des Erzstifts Salzburg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maria im Ährenkleid Salzburg um 1490 BNM.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Maria im Ährenkleid&amp;#039;&amp;#039;, um 1490, 1857 in Piding durch das [[Bayerisches Nationalmuseum|Bayerische Nationalmuseum]] erworben]]&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben der [[Grafen von Plain]] um 1260 fiel die Grafschaft im oberen Salzburggau, zu der auch Piding gehörte, an den [[Erzstift Salzburg|Erzbischof von Salzburg]], dessen Grenzen seines Besitzes der [[Herzogtum Bayern|Bayernherzog]] 1275 weitgehend anerkannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bayerische Salbuch von etwa 1280 verzeichnet drei Höfe zu „Pidinge“ mit [[Gefälle (Recht)|Gefällen]] zum herzoglichen Amt Neuburg, genauer gesagt zur Martini-Kapelle. Zwei der dortigen Güter erhielt [[Kloster Niederschönenfeld]] von [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig dem Bayern]] und seinem Sohn [[Stephan II. (Bayern)|Herzog Stephan]] am 21. März 1344.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton von Steichele: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Augsburg, historisch und statistisch beschrieben&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Landkapitel Agenwang, Aichach, Baisweil, Bayer-Mänching, Burgheim&amp;#039;&amp;#039;, Schmid, Augsburg 1864, S. 713.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Teilung von 1310 wurde Piding dem [[Bayern-Ingolstadt|Ingolstädter Teil]] zugesprochen. Piding scheint zur Seelsorge bereits dem benachbarten Ortelfing übergeben worden zu sein. Aufgehoben wurde diese Bindung erst 1683.&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Staufeneck, Piding, Berchtesgadener Land 5.JPG|mini|links|[[Schloss Staufeneck|Burg Staufeneck]]]]&lt;br /&gt;
1305/1306 erwarb der Salzburger Erzbischof die Burg [[Schloss Staufeneck]], die vom Ministerialengeschlecht der Staufenecker im 12./13. Jahrhundert am Fuß des [[Hochstaufen]] erbaut worden war. Sie wurde später zum Sitz eines [[Pfleggericht]]s. Unter dessen Nachfolger [[Friedrich III. von Leibnitz]] († 30. März 1338) wurde das Gebiet ab 1328 Teil des nunmehr von Bayern losgelösten und innerhalb des [[Heiliges Römisches Reich|Reiches]] samt eigener &amp;#039;&amp;#039;Landesordnung&amp;#039;&amp;#039; weitgehend eigenständigen Erzstifts Salzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war der rötlich-graue, plattige bis dickbankige [[Högler Sandstein]],&amp;lt;ref&amp;gt;Geologica Bavarica 84–86 (1983), S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt; der am [[Högl (Chiemgauer Alpen)|namensgebenden Berg]] abgebaut wurde, und der partiell auf dem Gemeindegebiet von Piding liegt, ein wesentlicher Wirtschaftszweig. Der Sandstein wurde zu Tür- und Fensterrahmungen verarbeitet, diente aber auch als Schleifstein. Insbesondere für die Residenzstadt Salzburg lieferte damit Piding erhebliche Mengen an Baumaterial, im 18. und 19. Jahrhundert prägte er den Rupertiwinkel auch im profanen Bauwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation und Gegenreformation, Säkularisation, Übergang an Bayern (1810) ===&lt;br /&gt;
Während der [[Reformation]] wurden die [[Wittum|Widdumgüter]] beider Parteien eingezogen und auf der Basis eines Erbpachtsystems wieder ausgegeben. Durch die Neuburger &amp;#039;&amp;#039;dissolutio massae&amp;#039;&amp;#039; (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;dissolutio&amp;#039;&amp;#039; für ‚Auflösung‘) erlangte der Pfarrer die Ansprüche auf sämtliche Zehnteinnahmen von Ortelfing und Piding zurück. Dabei blieb das Gut auf Ortelfing in Laienhänden und reichte die Gilt an den Pfarrer weiter. Hingegen wurde das Gut auf Piding 1685 vollständig zur Pfarrei zurückgekauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton von Steichele: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Augsburg, historisch und statistisch beschrieben&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Landkapitel Agenwang, Aichach, Baisweil, Bayer-Mänching, Burgheim&amp;#039;&amp;#039;, Schmid, Augsburg 1864, S. 715 (dort auch die Einnahmen der Pfarrei für den Zeitpunkt der Publikation des Streichele’schen Werkes).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der von [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] durchgesetzten [[Säkularisation]] und insbesondere mit der Auflösung der geistlichen Herrschaftsgebiete dankte der letzte Erzbischof von Salzburg 1803 ab. Die [[Säkularisation in Bayern]] brachte Piding 1810 genauso wie das übrige, seither als „[[Rupertiwinkel]]“ bezeichnete Gebiet, an das [[Königreich Bayern]],&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Salzburg gehörten bis dahin neben Piding die Orte [[Ainring]], [[Anger (Berchtesgadener Land)|Anger]], [[Freilassing]], [[Fridolfing]], [[Kirchanschöring]], Laufen, [[Palling]], [[Petting (Gemeinde)|Petting]], [[Saaldorf-Surheim]], [[Surberg]], [[Taching am See|Taching]], [[Teisendorf]], [[Tittmoning]], [[Tyrlaching]], [[Waging]] und [[Wonneberg]].&amp;lt;/ref&amp;gt; während das übrige Salzburger Land an [[Kaisertum Österreich|Österreich]] kam. Piding gehörte bis 1818 zum [[Landgericht Teisendorf]] und wurde anschließend dem [[Landgericht Reichenhall]] zugeordnet,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.justiz.bayern.de/gericht/ag/lf/bauwerk/ Amtsgericht Laufen: Historisches], 2. Absatz, abgerufen am 22. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; das ab 1862 in das [[Landkreis Berchtesgaden#Bezirksamt Berchtesgaden|Bezirksamt Berchtesgaden]] und ab 1939 in den [[Landkreis Berchtesgaden]] überging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden im Durchgangslager Piding über 2 Millionen Flüchtlinge und [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Heimatvertriebene]] aus ost- und südosteuropäischen Ländern registriert und über die ganze Bundesrepublik verteilt. Viele fanden in Piding ihre zweite Heimat, wodurch die Einwohnerzahl von 1140 (1939) auf 2826 (1946)&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistGV52&amp;quot;&amp;gt;{{Historisches Gemeindeverzeichnis 1953|SEITE=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; anstieg. Es gab zwei Lager: Von September 1945 bis 1. Juli 1962 bestand das &amp;#039;&amp;#039;Lager Piding&amp;#039;&amp;#039;, das ab 1. Mai 1948 &amp;#039;&amp;#039;Grenzdurchgangslager Piding&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde. Direkt daneben das Wohnlager, welches überwiegend mit Sudetendeutschen belegt war und aus dem sich die Industriesiedlung Piding und die heutige Wohnsiedlung entwickelt haben. Das Durchgangslager war 1956 im Zuge des [[Ungarischer Volksaufstand|Ungarnaufstands]] nochmals im Blickpunkt der Öffentlichkeit als es über 5000 Flüchtlinge aus Ungarn aufnahm. Der Ortsteil wird noch heute im Volksmund „Lager“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War Piding früher nahezu ausschließlich durch die Landwirtschaft geprägt, ging deren Bedeutung ab Mitte des 20. Jahrhunderts stark zurück. Bedeutendster Betrieb der Industriesiedlung in Piding war die Firma [[Johann Schowanek|Hans Schowanek]], welche bis (vermutlich zum Tod des Firmeneigners) 1964 in Piding Holzwaren herstellte (u.&amp;amp;nbsp;a. von 1953 bis 1958 Produktions- und Vertriebslizenz für das Buchstabenlegespiel [[Scrabble]]) und weltweit exportierte (1955: ca. 400 Beschäftigte).&amp;lt;ref&amp;gt;{{ÖBL|11|155|156|Schowanek Johann|E. Marschner}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit der Gebietsreform ===&lt;br /&gt;
Bis zum 30. Juni 1972 gehörte Piding zum [[Landkreis Berchtesgaden]], der im Zuge der [[Gebietsreform in Bayern|bayerischen Gebietsreform]] am 1. Juli 1972 zusammen mit dem südlichen Teil des [[Landkreis Laufen|Landkreises Laufen]] sowie der [[kreisfreie Stadt|kreisfreien Stadt]] Bad Reichenhall zum neuen &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Bad Reichenhall&amp;#039;&amp;#039; zusammengeschlossen wurde. Am 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1973 erhielt der Kreis seine heutige Bezeichnung [[Landkreis Berchtesgadener Land]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978 wurden der bis dahin zur Gemeinde [[Ainring]] gehörende Gemeindeteil [[Bichlbruck]]&amp;lt;ref&amp;gt;Unbequellte Angabe dazu im Artikel [http://bgl.wiki/bgl/Piding &amp;#039;&amp;#039;Piding&amp;#039;&amp;#039;], online unter &amp;#039;&amp;#039;bgl.wiki&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und der zur aufgelösten Gemeinde [[Högl (Anger)|Högl]] gehörende Gemeindeteil [[Kleinhögl]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HistGV87&amp;quot;&amp;gt;{{Historisches Gemeindeverzeichnis 1991|SEITE=41|KOMMENTAR=Fußnote 8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nach Piding [[Umgemeindung|um-]] bzw. eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997 wurde zum Zweck kultureller und ökonomischer Kooperation die [[EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein]] gegründet, der auch Piding angehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 4270 auf 5419 um 1149 Einwohner bzw. um 26,9 %.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-left center&amp;quot; style=&amp;quot;width:40%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Einwohnerentwicklung in Piding&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|  von 1840 bis 2015 auf den Gebietsstand 1. Januar 1994 umgerechnet&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr || Einwohner&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! Jahr || Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1840{{FN|*}} || 586&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#b3b7ff;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| 1970{{FN|*}} || 3283&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871{{FN|*}} || 578&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#b3b7ff;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| 1987{{FN|*}} || 4213&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900{{FN|*}} || 822&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#b3b7ff;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| 1991{{FN|*}} || 4517&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925{{FN|*}} || 930&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#b3b7ff;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| 1995{{FN|*}} || 4917&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939{{FN|*}} || 1181&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#b3b7ff;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| 2005{{FN|*}} || 5363&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950{{FN|*}} || 2560&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#b3b7ff;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| 2010{{FN|*}} || 5244&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1961{{FN|*}} || 2977&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#b3b7ff;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| 2015{{FN|*}} || 5384&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; |{{FNZ|*|&amp;lt;small&amp;gt;Zahlen: [[Bayerisches Landesamt für Statistik|Bayer. Landesamt f. Statistik u. Datenverarbeitung]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;StB&amp;quot;&amp;gt;[https://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09172128.pdf &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde Piding&amp;#039;&amp;#039;] im [[Bayerisches Landesamt für Statistik|Bayer. Landesamt f. Statistik u. Datenverarbeitung]], online unter &amp;#039;&amp;#039;statistik.bayern.de&amp;#039;&amp;#039;, PDF-Datei S. 6 von 29 Seiten&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Laut den Zahlen der Volkszählung am 9. Mai 2011 gehörten in der Gemeinde Piding 63,3 Prozent der Gemeindebevölkerung der [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] (Pfarrei Maria Geburt) und 12,7 Prozent der [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherischen Kirche]] (Evangelische Kirchengemeinde Bad Reichenhall) an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StB&amp;quot; /&amp;gt; Zu den restlichen 24 Prozent der Gemeindebevölkerung gibt es zur (Nicht-)Zugehörigkeit einer Religionsgemeinschaft keine Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
{{Wahldiagramm&lt;br /&gt;
|LAND           = DE&lt;br /&gt;
|TITEL          = [[Kommunalwahlen in Bayern 2020|Kommunalwahl 2020]]&lt;br /&gt;
|TITEL2         = Wahlbeteiligung: 61,2 %&lt;br /&gt;
|JAHRALT        = 2014&lt;br /&gt;
|JAHRNEU        = 2020&lt;br /&gt;
|GUV            = ja&lt;br /&gt;
|PARTEI1        = CSU&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS1      = 36.72&lt;br /&gt;
|PARTEI2        = [[Freie Wähler Bayern|FWG]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS2      = 36.45&lt;br /&gt;
|FARBE2         = a4c8eb&lt;br /&gt;
|PARTEI3        = GRÜNE&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS3      = 17.45&lt;br /&gt;
|PARTEI4        = SPD&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS4      = 9.37&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Seit der [[Kommunalwahlen in Bayern 2020|Gemeinderatswahl am 15. März 2020]] setzt sich der Gemeinderat folgendermaßen zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Partei/Liste&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |2020&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistik.bayern.de/mam/produkte/veroffentlichungen/statistische_berichte/b7361c_202051.pdf |titel=Kommunalwahlen in Bayern |abruf=01.05.2021}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |2014&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistik.bayern.de/mam/produkte/veroffentlichungen/statistische_berichte/b7361c_201451_61162.pdf |titel=Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 |abruf=01.05.2021 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200926112446/https://www.statistik.bayern.de/mam/produkte/veroffentlichungen/statistische_berichte/b7361c_201451_61162.pdf |archiv-datum=2020-09-26 |offline=ja |archiv-bot=2024-04-16 10:27:33 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!%&lt;br /&gt;
!Sitze&lt;br /&gt;
!%&lt;br /&gt;
!Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; |[[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|36,7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|29,0&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; |Freie Wählergemeinschaft Piding e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
|36,5&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|32,4&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; |[[Grüne Bayern|GRÜNE]]&lt;br /&gt;
|17,5&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|9,4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; |[[SPD Bayern|SPD]]&lt;br /&gt;
|9,4&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|7,5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gesamt&lt;br /&gt;
! 100&lt;br /&gt;
!12&lt;br /&gt;
!100&lt;br /&gt;
!12&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe2&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; |&amp;#039;&amp;#039;Wahlbeteiligung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;#039;&amp;#039;61,2 %&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; |&amp;#039;&amp;#039;58,0 %&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber 2014 verlor die CSU zwei Sitze; je einer ging an FWG und GRÜNE.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Erster Bürgermeister der Gemeinde Piding ist seit dem 1. Mai 2008 Hannes Holzner (CSU), der am 16. März 2014 wiedergewählt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.wahlen.bayern.de/kw/bgm.php |wayback=20130925040030 |text=Liste der ersten Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden |archiv-bot=2024-04-16 10:27:33 InternetArchiveBot }} (Stand: 19. Januar 2016) über Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Piding&amp;#039;&amp;#039; in der Suchmaske&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 15. März 2020 wurde er mit 57,1 % der Stimmen für eine weitere sechsjährige Amtszeit wiedergewählt; den Wahlvorschlag hatte die &amp;#039;&amp;#039;Wählergruppe Hannes Holzner&amp;#039;&amp;#039; eingereicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Blasonierung = [[Geteilter Schild|Geteilt]] von Rot und Gold; oben zwei schräggekreuzte silberne Schlüssel, unten ein rot bezungter schwarzer Löwenkopf.&lt;br /&gt;
|Quelle = {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
|Begründung = Die gekreuzten Schlüssel, Attribut des Klosterpatrons heiligen Petrus, sind aus dem Wappen des [[Kloster Höglwörth|Klosters Höglwörth]] als früherer Grundherrschaft im Gemeindegebiet übernommen worden. Der Löwenkopf entstammt dem Wappen des Erzstifts Salzburg dem Piding als Teil des salzburgischen Pfleggerichts Staufeneck bis zur Eingliederung nach Bayern 1810 angehörte. Das ehemalige Pfleggerichtsschloss [[Schloss Staufeneck|Staufeneck]], einst wichtige Grenzfeste für die Erzbischöfe von Salzburg, befindet sich auf Gemeindegebiet.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Theater ===&lt;br /&gt;
* Pidinger Theater (Bauerntheater mit jährlich wechselndem Bühnenstück)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmäler in Piding}}&lt;br /&gt;
==== Profangebäude ====&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mauthaus&amp;#039;&amp;#039; in [[Mauthausen (Piding)|Mauthausen]]. Ersterwähnung 908. Ab 1275 Zollstelle an der Grenze Zwischen Bayern und Salzburg an der Salzstraße Reichenhall-Traunstein. Bei der Standortwahl für die Burg Staufeneck dürfte die unmittelbare Nähe zum  bereits bestehenden Mauthaus ausschlaggebend gewesen sein. 1440 wurde es an Bayern verkauft. Mit dem Übergang des Rupertiwinkels an Bayern war es funktionslos geworden.&lt;br /&gt;
* [[Schloss Staufeneck]] (auch: Stauffenegg, Staufenägg u.&amp;amp;nbsp;Ä.), eine am Fuße des [[Hochstaufen]] gelegene [[Festung]]. 1503–13 ließ Erzbischof [[Leonhard von Keutschach]] die 1240 von den Herren von Staufeneck erbaute Burganlage erweitern und [[Befestigung#Militärische Befestigung|fortifizieren]]. Dem [[Erzstift Salzburg]] diente es von 1365 bis 1805 u.&amp;amp;nbsp;a. für den [[Rupertiwinkel]] als [[Pfleggericht]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mauthaus Mauthausen.JPG|ehem. &amp;#039;&amp;#039;Mauthaus&amp;#039;&amp;#039; in [[Mauthausen (Piding)|Mauthausen]]&lt;br /&gt;
Palace_Staufeneck.jpg|&amp;#039;&amp;#039;[[Schloss Staufeneck]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sakralgebäude ====&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Mariä Geburt (Piding)|Kirche Mariä Geburt]]&amp;#039;&amp;#039;, um 1500 erbaute [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]] [[Pfarrkirche]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Pfarrei]] Maria Geburt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[St. Laurentius (Mauthausen)|Kirche St. Laurentius]]&amp;#039;&amp;#039;, im [[Romanik|romanischen]] Stil um 1200 vermutlich auf dem Platz eines Vorgängerbaus errichtet, mit sehr gut erhaltenen gotischen Fresken u.&amp;amp;nbsp;a. der „[[Vierzehn Nothelfer|Heiligen Nothelfer]]“, in der Regel 14 an der Zahl, hier aber aus Symmetriegründen nach Austausch einer anderen um zwei auf 15 ergänzt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[St. Johann (Johannishögl)|Kirche St. Johann]]&amp;#039;&amp;#039; auf dem [[Johannishögl]] (Aussichtspunkt) mit gotischen Fresken und Altar&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mariä-Geburt Piding-Dorf.jpg|&amp;#039;&amp;#039;[[Mariä Geburt (Piding)|Pfarrkirche Mariä Geburt]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Sankt-Laurentius Piding-Mauthausen.jpg|&amp;#039;&amp;#039;[[St. Laurentius (Mauthausen)|Kirche St. Laurentius]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
PID Johannishoegl-3 06.jpg|&amp;#039;&amp;#039;[[St. Johann (Johannishögl)|Kirche St. Johann]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Johanneskapelle (Johannishögl)|Johanneskapelle]]&amp;#039;&amp;#039; auf dem Johannishögl&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Strailach-Kapelle (Piding)|Strailach-Kapelle]]&amp;#039;&amp;#039; zwischen den Gemeindeteilen Mauthausen und Staufenbrücke &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
PID Johannishoegl 01.jpg|&amp;#039;&amp;#039;[[Johanneskapelle (Johannishögl)|Johanneskapelle]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Strailach-Kapelle-Piding.JPG|&amp;#039;&amp;#039;[[Strailach-Kapelle (Piding)|Strailach-Kapelle]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
* Tennishalle, Tennisplätze&lt;br /&gt;
* 50&amp;amp;nbsp;km Wanderwege, 12&amp;amp;nbsp;km gespurte Loipen&lt;br /&gt;
* [[Pidinger Klettersteig]] auf den Hochstaufen&lt;br /&gt;
* Mehrzweckhalle mit Beachvolleyballplatz&lt;br /&gt;
*Skaterplatz an der Freizeitanlage Lattenbergstraße&lt;br /&gt;
* Fußballplatz&lt;br /&gt;
; Vereine&lt;br /&gt;
* ASV Piding (Fußball, Herren: Kreisklasse)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bfv.de/verein.do?id=00ES8GNHS4000013VV0AG08LVUPGND5I &amp;#039;&amp;#039;Allg. SV Piding&amp;#039;&amp;#039;], Webseite des [[Bayerischer Fußball-Verband|Bayerischen Fußball-Verbandes]], online unter &amp;#039;&amp;#039;bfv.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* TC Piding (Tennis, Regionalliga)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natur und Kultur ===&lt;br /&gt;
* Bergblumengarten am Fuß des Hochstaufen&lt;br /&gt;
* Natur- und kulturhistorischer Wanderpfad&lt;br /&gt;
* Kneippanlage am Schlossweiher&lt;br /&gt;
* Freizeitanlage Lattenbergstraße&lt;br /&gt;
* Pidinger Klettersteig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Ansässige Unternehmen ===&lt;br /&gt;
* [[Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Durch Piding verläuft die [[Bundesautobahn 8]] (München–Salzburg). Die letzte Autobahnausfahrt vor der Österreichischen Grenze, &amp;#039;&amp;#039;Bad Reichenhall&amp;#039;&amp;#039;, liegt in der Gemeinde Piding und bindet die [[Bundesstraße 20]] an die Autobahn an. Die Bundesstraße führt von [[Bad Reichenhall]] kommend am Ortszentrum vorbei weiter nach [[Freilassing]]. Die [[Liste der Staatsstraßen in Oberbayern#St 2103|Staatsstraße 2103]] verläuft, von der B 20 abzweigend, von Piding in die Nachbargemeinde [[Anger]] und schließt in [[Teisendorf]] an die [[B 304]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Piding hat einen eigenen Bahnhof an der [[Bahnstrecke Freilassing–Bad Reichenhall]] und wird von den Linien S3 und S4 der [[S-Bahn Salzburg]] bedient, die von der [[Berchtesgadener Land Bahn]] betrieben werden. Damit bestehen von Piding aus direkte Zugverbindungen über Bad Reichenhall bis nach [[Berchtesgaden]] und über Freilassing (mit Anschlüssen u. a. nach München und Mühldorf), [[Salzburg]] bis nach [[Schwarzach im Pongau]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Piding ist mit mehreren Linien verschiedener Betreiber nach Bad Reichenhall, Freilassing, Anger, [[Reit im Winkl]] und Salzburg per [[Linienbus]] angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Piding liegt am [[Bodensee-Königssee-Radweg]], welcher in [[Lindau (Bodensee)|Lindau]] beginnt und zum [[Königssee]] bei [[Berchtesgaden]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
* Grundschule Piding mit 168 Schülern&lt;br /&gt;
* Mittelschule Piding-Anger mit 101 Schülern&lt;br /&gt;
* Rupertusschule Piding, Privates Förderzentrum, Förderschwerpunkt geist. Entwicklung, der Kath. Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising mit 64 Schülern&lt;br /&gt;
* Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Gemeinde ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Haindl]] (* 1872, † nach 1930), Architekt&lt;br /&gt;
* [[Josef Paar]] (1913–1997), Ringer&lt;br /&gt;
* [[Katharina Trost]] (* 1995), Leichtathletin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Max Wieser: &amp;#039;&amp;#039;Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735–1985&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag, Piding 1985.&lt;br /&gt;
* Ronald Knöchlein: &amp;#039;&amp;#039;Völkerwanderung und Bajuwarenzeit im Rupertiwinkel&amp;#039;&amp;#039;, in: E. M. Feldinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Archäologie beiderseits der Salzach. Bodenfunde aus dem Flachgau und Rupertiwinkel&amp;#039;&amp;#039;, Salzburg 1996, S. 111–127.&lt;br /&gt;
* Ronald Knöchlein: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Archäologie der Merowingerzeit im Rupertiwinkel&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, München 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gemeinde-piding.de Offizielle Internetpräsenz der Gemeinde Piding]&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|09172128}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Berchtesgadener Land&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Ortsteile von Piding&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Gemarkungen im Rupertiwinkel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4046017-4|VIAF=235474830}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Berchtesgadener Land]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 8. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerisches Alpenvorland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Piding| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gomera-b</name></author>
	</entry>
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