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	<title>Phosphorsäureester - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T03:13:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Phosphors%C3%A4ureester&amp;diff=59122&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anagkai: Weitere Namen.</title>
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		<updated>2025-09-05T14:59:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weitere Namen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phosphorsäureester&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alkylphosphate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind [[Ester]] der [[Phosphorsäure|Orthophosphorsäure]], die formal oder tatsächlich durch die Reaktion der Säure und [[Alkohole]]n unter Abspaltung von Wasser entstehen. Sie können als &amp;#039;&amp;#039;organische [[Phosphate]]/Organophosphate&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden, gehören aber nicht zur Gruppe der [[:Kategorie:Organophosphorverbindung|Organophosphorverbindungen]], da keine [[Kohlenstoff]]-Phosphorbindung vorliegt. Ester der Phosphorsäure mit [[Alkanole|Alkanolen]] werden je nach Anzahl der Alkoholgruppen auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monoalkylphosphate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dialkylphosphate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trialkylphosphate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
Man unterscheidet zwischen Monoester, Diester und Triester: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Phosphorsäureester.png|mini|450px|zentriert|Monoester, Diester und Triester der &amp;#039;&amp;#039;ortho&amp;#039;&amp;#039;-Phosphorsäure (von links nach rechts)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einfachsten davon sind jeweils [[Monomethylphosphat]], [[Dimethylphosphat]] und [[Trimethylphosphat]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ronald A. Hites, Jonathan D. Raff&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=Ronald A. Hites, Jonathan D. Raff | Titel=Umweltchemie Eine Einführung mit Aufgaben und Lösungen | Verlag=John Wiley &amp;amp; Sons | ISBN=978-3-527-67297-4 | Jahr=2017 | Online={{Google Buch | BuchID=AEszDwAAQBAJ | Seite=224 }} | Seiten=224 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phosphorsäureester unterscheiden sich von den Estern der [[Diphosphorsäure]]n und Triphosphorsäuren &amp;#039;&amp;#039;(siehe [[Pentanatriumtriphosphat]])&amp;#039;&amp;#039;, die beide Monoester sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Di_u_Triphosphorsäureester.png|mini|557px|zentriert|Di- und Triphosphorsäureester]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Organismus]] sind Phosphorsäureester lebenswichtig, da sie als Zwischenprodukte zahlreicher Stoffwechselprozesse praktisch an allen biologischen Vorgängen beteiligt sind &amp;#039;&amp;#039;(siehe z.&amp;amp;nbsp;B. [[Adenosintriphosphat]])&amp;#039;&amp;#039;. Von den Phosphorsäureestern zu unterscheiden sind die ebenfalls zu den Organophosphorverbindungen zählenden, zum Teil hochgiftigen, [[Thiophosphorsäure]]- und Dithiophosphorsäureester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Thiophosphorsäureester Dithiophosphorsäureester.svg|mini|330px|zentriert|Thiophosphorsäureester und Dithiophosphorsäureester]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung in der Biochemie ==&lt;br /&gt;
Phosphate bzw. Phosphatreste spielen eine wichtige Rolle in der [[Biochemie]] lebender Organismen. Sie sind beteiligt am Aufbau biologisch wichtiger Moleküle, etwa der [[Desoxyribonukleinsäure]] (DNA). Im Phosphordiester/Phosphortriester-System von [[Adenosindiphosphat]] (ADP) und [[Adenosintriphosphat]] (ATP) wird ADP durch Übertragung einer Phosphatgruppe „energetisch aufgeladen“ (ADP + P&amp;lt;sub&amp;gt;i&amp;lt;/sub&amp;gt; + Energie ⇒ ATP), und ATP kann durch Abspaltung einer Phosphatgruppe – an anderer Stelle in der Zelle – wieder Energie abgeben (ATP ⇒ ADP + P&amp;lt;sub&amp;gt;i&amp;lt;/sub&amp;gt; + Energie).&lt;br /&gt;
Wichtig in der Biochemie ist auch die [[Phosphorylierung]], d.&amp;amp;nbsp;h., die selektive Übertragung von Phosphat auf [[Protein]]e. [[Kovalente Bindung|Kovalent]] an Proteine gebundenes Phosphat wirkt als &amp;#039;&amp;#039;molekularer Schalter&amp;#039;&amp;#039; und ermöglicht Regulation von metabolischen Vorgängen. Übertragen werden sie hier von der großen Klasse der [[Proteinkinase]]n, wieder abgespalten von Proteinphosphatasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Beispiele:&lt;br /&gt;
* [[Nukleotid]]e&lt;br /&gt;
* [[Phospholipide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung (allgemein) ==&lt;br /&gt;
Phosphorsäureester dienen in [[Kunststoff]]en und [[Lack]]en als [[Weichmacher]], [[Flammschutzmittel]], Härter, als Beiz- und Haftmittel beim Aufbringen von Farben und Lacken, in der Metalloberflächenbehandlung als reinigende, korrosionshemmende und haftvermittelnde Substanzen, als Hilfsmittel für Textilien und [[Papier]], als Putz- und Reinigungsmittel, [[Hydraulik]]-Flüssigkeit ([[Skydrol]]), Öl- und Treibstoffadditive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung als Pestizide und chemische Kampfstoffe==&lt;br /&gt;
Organophosphorverbindungen und Phosphorsäureester sind die umfangreichste und vielfältigste Gruppe von Wirkstoffen gegen [[Insekten]] ([[Insektizid]]e) und [[Milben]] ([[Akarizid]]e). Beispiele von Insektiziden dieser Substanzklasse sind [[Phoxim]], [[Dichlorvos]] (DDVP), [[Fenthion]], [[Chlorpyrifos]], [[Parathion]] (E 605) und seine Methyl- und Ethyl-[[Derivat (Chemie)|Derivate]], sowie [[Tetraethylpyrophosphat]] (Bladan).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Die Entwicklung dieser Verbindungsklasse begann Anfang [[1900]] durch [[August Michaelis]] und [[Alexander Arbusow]], welche die Begründer der klassischen Phosphorchemie sind. Die biologische Wirkung der organischen Phosphorsäureester wurde jedoch erst Mitte der [[1930er]]-Jahre von [[Gerhard Schrader (Chemiker)|Gerhard Schrader]] erkannt, der bei der Suche nach [[Akarizid]]en und [[Insektizid]]en die [[Kampfstoff]]e [[Tabun]] (1936) und [[Sarin]] (1939) synthetisierte. Später wurden die [[Nervenkampfstoff]]e [[Soman]] und [[VX]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
* leicht hydrolysierbar (durch Wasser spaltbar) und auch leicht [[Enzym|enzymatisch]] und [[Abiotische Umweltfaktoren|abiotisch]] abbaubar&lt;br /&gt;
* teilweise sehr gut fettlöslich ([[lipophil]])&lt;br /&gt;
* hohe [[Toxizität]] und damit verbunden geringe Aufwandmenge&lt;br /&gt;
* große Variabilität der Verbindungen, d.&amp;amp;nbsp;h., es sind viele verschiedene Verbindungen möglich, so dass die Entstehung von [[Resistenz]]en vermindert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Giftwirkung ===&lt;br /&gt;
Die Giftwirkung beim Menschen beruht auf einer Hemmung des esteratischen Zentrums (irreversibel) der [[Acetylcholinesterase]] und führt damit zunächst zu einer Acetylcholin-Überflutung mit muscarin- und nicotinartigen Symptomen (s. dazu auch [[Acetylcholinrezeptoren]] und [[cholinerge Krise]]). Im Folgenden kommt es durch die ständigen [[Nervenimpuls]]e zu Verkrampfungen und anschließend [[Tod]] durch [[Atemstillstand]]. Die Toxizität der einzelnen Verbindungen ist allerdings sehr unterschiedlich. Weitere Symptome sind verlangsamter Herzschlag, verengte [[Pupille]]n, erhöhter Speichelfluss und Atemnot, ebenso wie Übelkeit, Durchfall und Urininkontinenz. Zur [[Antidot|Antagonisierung]] wird in der Notfallmedizin [[Atropin]] und [[Obidoximchlorid]] verabreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung und Gewinnung ==&lt;br /&gt;
Industriell werden Phosphorsäureester durch die Umsetzung von Ethern und Alkoholen mit [[Phosphorpentoxid]] hergestellt. Die Umsetzung mit [[Ether]]n führt zu den Triestern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steudel2014&amp;quot;&amp;gt;[[Ralf Steudel]]: &amp;#039;&amp;#039;Chemie der Nichtmetalle, Synthesen – Strukturen – Bindung – Verwendung&amp;#039;&amp;#039;, 4. Auflage, 2014 Walter de Gruyter GmbH &amp;amp; Co. KG, Berlin/Boston, ISBN 978-3-11-030439-8, S. 408–409, [[doi:10.1515/9783110307979.377]].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{P_4O_{10} + 6\,H_5C_2OC_2H_5  \rightarrow 4\,PO(OC_2H_5)_3}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Alkohole]]n werden Mono- und Diester gebildet.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Steudel2014&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{P_4O_{10} + 6\,ROH  \rightarrow 2\,ROPO(OH)_2 + 2\,(RO)_2PO(OH)}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Irmo Stark: &amp;#039;&amp;#039;Insektizide und Nervengase: Vergiftung und Therapie,&amp;#039;&amp;#039; [[Chemie in unserer Zeit]], 18. Jahrg. 1984, Nr. 3, S. 96–106, [[doi:10.1002/ciuz.19840180304]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Phosphorsaureester}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phosphorsäureester| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schädlingsbekämpfung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ektoparasitikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anagkai</name></author>
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