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	<title>Phosphorit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;6 fehlende Sprachparameter eingefügt; 7 leere Parameter entfernt; 4 Datumsparameter konvertiert; 1 Parameter Herausgeber nach Hrsg konvertiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Phosphorit (Staffelit) - Staffel Lahngebiet.jpg|mini|Phosphorit (Staffelit), traubig-nierig ausgebildet – Fundort: Staffel Lahngebiet]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kilianstollen Phosphoritkonkretion 2.jpg|mini|Unterkarbonische Phosphoritkonkretion, [[Kilianstollen]] in [[Marsberg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phosphorit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein marines [[Sedimentgestein]], das schichtgebunden mit anderen marinen Gesteinen, meistens mit Kalken, auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vinx: Gesteinsbestimmung. S. 330.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteinsbeschreibung ==&lt;br /&gt;
Phosphorit besteht aus einem Gemenge von [[Apatit]] und organischen Komponenten. Die organischen Komponenten sind oft erkennbar. Werden Phosphorite aufgeschlagen, entweicht in vielen Fällen ein fauliger Geruch. Falls nicht umgelagert, sind sie mit [[Kalkstein|Kalkgestein]], Grünsand oder [[Grünsandstein]] verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phosphorite kommen als traubenförmige Knollen, Krusten und [[Konkretion]]en in marinen Tonen vor. Die Phosphoritkörner bilden wulstige und knollige Oberflächen, der Mineralbestand ist mit bloßem Auge nicht erkennbar. Es sind schwarze, selten braune Gesteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mineralbestand ==&lt;br /&gt;
Der Hauptbestandteil sind die [[Mineral]]e [[Carbonat]]-[[Fluorapatit]] (Ca&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;[(F,OH,CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)/(PO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]), das zum größten Teil [[Organische Verbindung|organischer]] Herkunft ist, und [[Calcit]]. Phosphorit kommt häufig in Verbindung mit grünem [[Glaukonit]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Phosphorite entstehen vorwiegend in flachem Meer in der Nähe der Außenkante des [[Schelf]]s, an der kühles, phosphatreiches Meereswasser aufströmt. Da die Löslichkeit des [[Phosphat]]s von der Temperatur abhängt und in kaltem Wasser mehr Phosphat löslich ist, wird das Phosphat durch chemische wie auch biologische Abläufe gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mengenmäßig überwiegende biologische Entstehung von Phosphorit geschieht auf verschiedene Weise. Ein Großteil der Phosphorite entsteht über die Anreicherung von [[Phosphor]] in [[Phytoplankton]] und tierischen Exkrementen oder den Einbau in Hartteile wie Knochen und Chitin-Panzer. Manche Vorkommen werden als Stoffwechselprodukt von Schwefelbakterien angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=Heide N. Schulz, Horst D. Schulz |date=2005 |title=Large Sulfur Bacteria and the Formation of Phosphorite |journal=Science |volume=Bd. 307 |issue=5708 |pages=416–418 |doi=10.1126/science.1103096 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chemische Entstehung von Phosphoriten geht auf die direkte Ausfällung aus dem Meereswasser zurück oder auf den [[Metasomatose|metasomatischen]] Einbau von Phosphat in kalkreiche Sedimente. Die Lösung und Wiederausfällung von Phosphat spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung sekundärer Phosphoritlagerstätten. Ein Beispiel für die damit verbundenen, sehr verschiedenartigen Prozesse ist die Entstehung von Phosphoriten in niederschlagsreichen Gebieten aus [[Guano]], oder aber die Phosphoritisierung verkarsteter [[Devon (Geologie)|devonischer]] Kalksteine in der Lahnmulde im [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirge]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kirnbauer 1998, 224f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Das Gestein Phosphorit wird als Ausgangsmaterial zur Herstellung von Phosphor, vor allem für die [[Düngemittel]]produktion und in der [[chemisch]]en [[Industrie]], genutzt. Bekannte Vorkommen von Phosphorit – zum Teil in Konkretionen – finden sich auf [[Nauru]] (nahezu erschöpft), in [[Marokko]], [[Florida]], [[Tunesien]], [[Estland]] und [[Algerien]]. Das übliche Verfahren ist die Versetzung mit [[Schwefelsäure]], wobei Phosphorsäure in Lösung geht, und die [[Erdalkalimetalle]] sehr schlecht lösliche Sulfate, den so genannten [[Phosphorgips]], bilden. Dieser wird zumeist in [[Tailings]] deponiert, da er im Vergleich zum Beispiel zu [[REA-Gips]] zu stark mit Verunreinigungen belastet ist, um wirtschaftlich nutzbar zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland gibt es einen Phosphoritknollenhorizont bei [[Leipzig]]. Die Gewinnung von Phosphorit war in der Umgebung früher zwischen [[Wetzlar]] und [[Katzenelnbogen]] häufig, die Gewinnung dieser Lahnphosphorite fand vor allem zwischen 1865 und 1890 statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kirnbauer 1998, 216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Adolph Stein |Titel=Über das Vorkommen von phosphorsaurem Kalk in der Lahn- und Dillgegend, mit besonderer Berücksichtigung des Vorkommens bei Staffel, Amts Limburg. |Sammelwerk=Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde |Band=19/20 |Ort=Wiesbaden |Datum=1866 |Seiten=41-86 |Online=[{{ZOBODAT/URL|pdf/Jahrbuch-Nassauischen-Verein-Naturkunde_19-20_0041-0086.pdf}} Online] |KBytes=3046 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese vermutlich [[Tertiär (Geologie)|tertiären]] Phosphorite wurden zum Beispiel aus der [[Bergwerk|Grube]] Zollhaus auf dem Gebiet der [[Verbandsgemeinde Aar-Einrich]] gefördert, wichtige Vorkommen lagen auch im Gebiet Limburg-Diez, vor allem bei Staffel&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{cite journal |author=Ferdinand Bernauer |date=1919 |title=Die Phosphorite des Lias von Deutsch-Lothringen |journal=Jahrbuch der Preußischen Geologischen Landesanstalt |volume=Bd. XL, Teil I |issue=1 |url=https://www.generalatomic.com/bernauer/index.html |language=de}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Thomas Kirnbauer |Titel=2.4.7 Phosphor |Hrsg=Thomas Kirnbauer, Jens Schneider |Sammelwerk=Geologie und hydrothermale Mineralisationen im rechtsrheinischen Schiefergebirge |Band=Nassauischer Verein für Naturkunde Sonderband 1, Tagungsband zur VFMG-Sommertagung 1998 in Herborn |Verlag=Nassauischer Verein für Naturkunde |Ort=Wiesbaden |Datum=1998 |ISBN=3-00-003218-5 |Seiten=216-226 |Online=[{{ZOBODAT/URL|1=pdf/Jahrbuch-Nassauischen-Verein-Naturkunde_SB_1_0001-0328.pdf#page=218}} Online] |KBytes=35680 |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Dieter Richter |Titel=Allgemeine Geologie |Auflage=3. |Verlag=de Gruyter Verlag |Ort=Berlin / New York |Datum=1985 |ISBN=3-110-10416-4 |Seiten=178 |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Roland Vinx]] |Titel=Gesteinsbestimmung im Gelände |Auflage=2. |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2008 |ISBN=978-3-8274-1925-5 |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogenes Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Residualgestein]]&lt;/div&gt;</summary>
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