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	<title>Phorbeia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T14:00:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Phorbeia&amp;diff=2813523&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: +lit, k</title>
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		<updated>2026-03-30T13:44:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+lit, k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aulos player Staatliche Antikensammlungen 8952.jpg|mini|Darstellung auf einer attisch-rotfigurigen Vase um 510 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab der Granatäpfel Flötenspieler.jpg|mini|Darstellung aus dem [[Grab der Granatäpfel]] in [[Paestum]], um 360 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phorbeia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|φορβειά}}, auch &amp;#039;&amp;#039;phorbea, phorbaia&amp;#039;&amp;#039;) war ein Hilfsmittel, dessen sich Musiker in der [[Antike]] bedienten. Hauptsächlich wurde sie von [[Aulos]]spielern genutzt, es gibt aber auch Zeugnisse, die die Verwendung in Kombination mit einer [[Salpinx (Musikinstrument)|Salpinx]] belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Phorbeia, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;capistrum&amp;#039;&amp;#039; genannt, bestand offenbar aus Lederbändern, die um den Kopf des Musikers geschlungen waren. Dabei rahmte eines sozusagen das Gesicht ein, indem es unter dem Unterkiefer durch&amp;lt;ref&amp;gt;Nicht auf allen bildlichen Darstellungen ist dieser Riemen unter dem Kinn zweifelsfrei zu erkennen. Bei einem Bild aus dem Paestaner [[Grab des schwarzen Ritters]] etwa scheint er zu fehlen.&amp;lt;/ref&amp;gt; und an den Seiten des Gesichts vor den Ohren senkrecht nach oben geführt wurde. In Höhe der Wangen kreuzte es sich mit einem zweiten Band, das waagerecht um den Kopf gelegt war. Die Oberkante dieses zweiten Bandes lag unterhalb der Nase. Es bedeckte möglicherweise den Mund und besaß nur Aussparungen für die Blasinstrumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KaratepeNVl6-8.jpg|mini|Die älteste bekannte bildliche Darstellung aus Karatepe]]&lt;br /&gt;
In dieser Form ist die Phorbeia auf zahlreichen antiken Kunstwerken überliefert; die älteste bekannte Darstellung stammt aus der Zeit um 700 v. Chr. Es handelt sich um ein Orthostatenrelief (NVI 7) aus [[Karatepe-Arslantaş|Karatepe]], was den Schluss nahelegt, dass die Phorbeia ursprünglich aus dem [[Orient]] stammte. Fast alle Abbildungen zeigen die Verwendung der Phorbeia durch Männer, die wohl als Berufsmusikanten bei Wettkämpfen, kultischen Veranstaltungen oder in militärischen Zusammenhängen auftraten. Für die Nutzung in Kombination mit einer Salpinx gibt es Belege bis in die Zeit um 480 v. Chr.; für Aulos- bzw. Tibiaspieler ist die Verwendung bis in die [[römische Kaiserzeit]] nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger häufig als bildliche sind Textzeugnisse zur Phorbeia. Das &amp;#039;&amp;#039;[[A Greek-English Lexicon|Greek-English Lexicon]]&amp;#039;&amp;#039; von Liddell/Scott/Jones führt für die Verwendung des Wortes φορβειά drei Textstellen auf: [[Aristophanes]], &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wespen]]&amp;#039;&amp;#039; 582, [[Plutarch]] 2, 456b und [[Sophokles]], Fragment 768. Hinzugefügt ist die Erläuterung, dass „ohne Phorbeia spielen“ so viel heiße wie „zu laut spielen“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[A Greek-English Lexicon]]&amp;#039;&amp;#039; compiled by [[Henry George Liddell]] and [[Robert Scott (Altphilologe)|Robert Scott]], revised and augmentet throughout by Sir [[Henry Stuart Jones]]. With a supplement, Oxford, Clarendon Press 1968, S. 1950, S. ???&amp;lt;/ref&amp;gt; Plutarch erwähnt, [[Marsyas]] habe beim Aulossspiel die Hilfsmittel &amp;#039;&amp;#039;phorbeia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;peristomios&amp;#039;&amp;#039; („um den Mund herum“) benutzt. Möglicherweise verwendete Plutarch beide Bezeichnungen synonym.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kybele Büyükkale 02.jpg|mini|Aulosspieler mit Phorbeia bei einer phrygischen Kybele-Statue aus [[Ḫattuša]]]]&lt;br /&gt;
Wie und wozu die Phorbeia genau benutzt wurde, ist umstritten. Es gibt verschiedene Theorien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Phorbeia könnte genutzt worden sein, um die Wangenmuskulatur zu unterstützen und das hässliche Aufblähen der Wangen zu unterdrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zur Unterstützung der Lippenmuskulatur sowie zur Optimierung des Anblasens der beiden Rohre könnte die Phorbeia gedient haben. Dann hätte sie das Entweichen von Luft neben den Mundstücken verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer weiteren auf physiologischen Betrachtungen beruhenden Theorie nach war durch die Nutzung der Phorbeia, die das Ausatmen reguliert haben soll, ein besserer und längerer Ton zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer anderen Theorie nach diente die Phorbeia dazu, dem Instrument Halt am Körper des Musikers zu geben, sodass dieser seine Hände hauptsächlich zum Greifen einzusetzen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Brand hält zumindest den ästhetischen Aspekt für unwesentlich, da das Tragen der Phorbeia den Musikanten ebenso entstellt habe wie aufgeblähte Wangen. Er erklärt die Theorien, nach denen es um das „Sparen“ von Luft und die bessere Tonqualität gegangen sei, für plausibler&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.musikarchaeologie.de/phorbeia.html Helmut Brand: &amp;#039;&amp;#039;Die Phorbeia - ein Hilfsmittel bei antiken Aulosspielern&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; und verbindet die Phorbeia mit der [[Pirouette (Blasinstrument)|Scheibe]] bei der [[Zurna]], die wichtig für die möglicherweise auch von antiken Aulosspielern angewandte [[Zirkularatmung]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bernard Andreae]] ist anderer Ansicht: „Um das Zungenblatt fest zwischen den Lippen halten zu können und die Wangen nicht zu stark aufblasen und anstrengen zu müssen, trägt der Spieler eine Phorbeia, eine um Wangen und Mund gelegte Binde, die durch ein über den Kopf geführtes Band auf der richtigen Höhe gehalten wird. In diese kann durch einen Lippenschlitz das Zungenblattmundstück gesteckt werden, während die Wangenmuskulatur durch die Binde zusammengepresst wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bernard Andreae: &amp;#039;&amp;#039;Grab der Hirschjagd&amp;#039;&amp;#039;. In: Bernhard Andreae u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Malerei für die Ewigkeit. Die Gräber von Paestum.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer, München 2007, ISBN 978-3-7774-3745-3, S. 60–67, hier S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H. Becker: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entwicklungsgeschichte der antiken und mittelalterlichen Rohrblattinstrumente&amp;#039;&amp;#039; (1966) 120–129.&lt;br /&gt;
* A. Bélis: &amp;#039;&amp;#039;La Phorbéia,&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;[[Bulletin de correspondance hellénique]]&amp;#039;&amp;#039; 110, 1986, 205–218.&lt;br /&gt;
* Helmut Brand: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Musikanten im Kult. Von der Frühzeit bis zum Beginn der Spätklassik.&amp;#039;&amp;#039; J.H. Röll, Dettelbach 2000, S. 117–118.&lt;br /&gt;
* Helmut Brand: &amp;#039;&amp;#039;Überlegungen zum Gebrauch der Phorbeia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Musikarchäologie&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, 2002, S. 375 ff.&lt;br /&gt;
* Thomas J. Mathiesen: &amp;#039;&amp;#039;Phorbeia&amp;#039;&amp;#039;. In: Laurence Libin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Grove Dictionary of Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 67 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikzubehör]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Musik (Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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