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	<title>Phonotaktik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T12:03:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-02-21T08:05:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ &lt;a href=&quot;/index.php/Vorlage:Anker&quot; title=&quot;Vorlage:Anker&quot;&gt;Vorlage:Anker&lt;/a&gt; = Ziel für Weiterleitungen und Abschnittslinks bitte nicht einfach so entfernen &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/224942688/230770112&quot; title=&quot;Spezial:Diff/224942688/230770112&quot;&gt;Spezial:Diff/224942688/230770112&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phonotaktik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das Teilgebiet der [[Lautlehre]], das die Kombination von [[Segment (Linguistik)|Lautsegmenten]] zu umfassenderen Einheiten betrifft. Dabei ist mit &amp;#039;Lautlehre&amp;#039; sowohl [[Phonologie]] als auch [[Phonetik]] gemeint, da die Phonotaktik auf beiden Ebenen analysiert werden kann. Die umfassenderen Einheiten können sowohl rein lautliche Einheiten wie die [[Silbe]] und das phonologische [[Wort]] als auch bedeutungstragende Einheiten wie das [[Morphem]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Joan B. Hooper: &amp;#039;&amp;#039;An introduction to natural generative phonology.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press, New York NY u. a. 1976, ISBN 0-12-354750-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Terminus &amp;#039;&amp;#039;Phonotaktik&amp;#039;&amp;#039; wurde in der Linguistik des 20. Jahrhunderts geprägt. Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;phonotaktisch&amp;#039;&amp;#039; ist zusammengesetzt aus den Elementen griechischer Herkunft &amp;#039;&amp;#039;phono-&amp;#039;&amp;#039; &amp;quot;Laut&amp;quot; und &amp;#039;&amp;#039;taktisch&amp;#039;&amp;#039; &amp;quot;die Stellung/Anordnung betreffend&amp;quot;. Daraus ist das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Phonotaktik&amp;#039;&amp;#039; abstrahiert. Daneben kommen die Ausdrücke &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phonotagmatik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phonosyntax&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Phonologie steht die Phonotaktik neben der [[Phonematik]], die sich mit den [[Phonem]]en als kleinsten Lautsegmenten des Sprachsystems beschäftigt. Gelegentlich werden diese beiden Subdisziplinen durch das Kriterium voneinander abgegrenzt, dass sich die Phonematik mit den paradigmatischen, die Phonotaktik mit den [[Syntagma|syntagmatisch]]en Beziehungen lautlicher Einheiten befasse. Eine solche Auffassung ist im Wort &amp;#039;&amp;#039;Phonotaktik&amp;#039;&amp;#039; zwar angelegt. Tatsächlich aber haben sprachliche Einheiten aller Komplexitätsebenen – also unter anderem Phoneme und Silben – sowohl paradigmatische als auch syntagmatische Beziehungen zu anderen Einheiten. Der Unterschied zwischen Phonematik und Phonotaktik besteht also eher in der Komplexitätsebene (Phoneme vs. größere Einheiten), auf die sie sich konzentrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einheiten einer bestimmten phonologischen Ebene, z.&amp;amp;nbsp;B. Phoneme, kombinieren sich miteinander zu Einheiten der nächsthöheren Ebene, hier also der Silbe oder den Silbenbestandteilen [[Silbenansatz|Ansatz]], [[Silbenkern|Nukleus]] und [[Auslaut|Koda]]. Über diesen Kombinationen walten Regeln bzw. Beschränkungen. Im Hochdeutschen z.&amp;amp;nbsp;B. kann auf ein /k/ am Silbenanfang ein weiterer Konsonant einer bestimmten Kategorie folgen, insbesondere ein /r/ wie in &amp;#039;&amp;#039;Krug&amp;#039;&amp;#039; oder ein /l/ wie in &amp;#039;&amp;#039;klug&amp;#039;&amp;#039;. Es könnte auch ein /n/ sein, denn zwar gibt es kein &amp;#039;&amp;#039;knug&amp;#039;&amp;#039;; aber wie man an &amp;#039;&amp;#039;Knust&amp;#039;&amp;#039; sieht, könnte es das, rein phonotaktisch betrachtet, geben (es ist eine mögliche Silbe und mithin ein mögliches Wort). Dagegen kann auf das initiale /k/ kein /t/ folgen, und folglich kann es kein &amp;#039;&amp;#039;ktug&amp;#039;&amp;#039; geben. Das Beispiel zeigt gleichzeitig, dass /l/ und /r/ im Deutschen eine ähnliche [[Distribution (Sprachwissenschaft)|Distribution]] haben, /t/ jedoch eine andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Silbenstrukturbedingung}}Phonotaktische Beschränkungen über die Struktur der Silbe sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silbenstrukturbedingungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl. „syllable structure conditions“&amp;lt;ref&amp;gt;George N. Clements, Samuel Jay Keyser: &amp;#039;&amp;#039;CV Phonology. A generative theory of the syllable&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Linguistic Inquiry Monographs.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 9). MIT Press, Cambridge, MA u. a. 1983, ISBN 0-262-03098-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die Sprachverarbeitung ist für Verletzungen der phonotaktischen Beschränkungen (insbesondere der [[Sonoritätshierarchie|Sonorität]]) sensitiv.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christiane Ulbrich, Phillip M. Alday, Johannes Knaus, Paula Orzechowska, Richard Wiese |Titel=The role of phonotactic principles in language processing |Sammelwerk=Language, Cognition and Neuroscience |Band=31 |Nummer=5 |Datum=2016-02-24 |ISSN=2327-3798 |Seiten=662–682 |DOI=10.1080/23273798.2015.1136427}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sonorität bezeichnet dabei das Prinzip, nach dem die Klangfülle von Lauten in einer Silbe von den Rändern zur Mitte der Silbe ansteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phonotaktische Beschränkungen über die Struktur des Morphems sind Morphemstrukturbedingungen (engl. „morpheme structure conditions“.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Alan Hall: &amp;#039;&amp;#039;Phonologie. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin u. a. 2000, ISBN 3-11-015641-5, S. 211&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die Silbenstrukturbedingungen einer Sprache sind oft lockerer als die Morphemstrukturbedingungen. Im Deutschen z.&amp;amp;nbsp;B. ist die Konsonantengruppe /dl/ im Silbenanlaut zugelassen, etwa in Wörtern wie &amp;#039;&amp;#039;handle&amp;#039;&amp;#039;. Aber es gibt kein Morphem, das so beginnt; die Morpheme von &amp;#039;&amp;#039;handle&amp;#039;&amp;#039; sind {handl-} und {-e}. Auch gibt es Silben wie /ists/, deren Koda aus der Konsonantengruppe /sts/ besteht. Aber es gibt kein Morphem mit dieser Struktur; &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039; besteht aus mindestens zwei Morphemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Graphotaktik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* T. Alan Hall: &amp;#039;&amp;#039;Phonologie. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin &amp;amp; New York 2000, ISBN 3-11-015641-5.&lt;br /&gt;
* [[Richard Wiese]]: &amp;#039;&amp;#039;The Phonology of German&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford, 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonotaktik| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lómelinde</name></author>
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