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	<title>Phonolith - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T17:51:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Phonolith&amp;diff=80468&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-28164-53: Bild von einem porösen Phonolith eingefügt.</title>
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		<updated>2025-10-08T15:17:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild von einem porösen Phonolith eingefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Phonolith.JPG|mini|Phonolith mit [[Natrolith]]-Gang vom [[Hohentwiel]] ([[Hegau]]).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Phonolith Hohenkrähen.JPG|mini|Poröser Phonolith mit [[Natrolith]]-Kristallen vom [[Hohenkrähen]] ([[Hegau]]).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aegirine-phonolite2-2005.jpg|mini|Handstück eines Phonolithen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PuyGriou 02.JPG|mini|Phonolithischer Lavadom, [[Puy Griou]], [[Monts du Cantal]], Frankreich]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phonolith&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (aus {{elS|φωνή}} &amp;#039;&amp;#039;phōnē&amp;#039;&amp;#039; „Klang“ und λίθος &amp;#039;&amp;#039;lithos&amp;#039;&amp;#039; „Stein“: „Klingstein“, aufgrund des hellen Klanges beim Anschlagen&amp;lt;ref&amp;gt;Naumann: Section VII, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ein [[Vulkanit|vulkanisches Gestein]] von grünlicher bis grauer Farbe, das als helle Bestandteile ([[felsische Minerale]]) überwiegend Alkalifeldspat und [[Feldspatvertreter]] enthält, während Quarz vollständig fehlt und [[Plagioklas]] maximal 10 % der vorhandenen Feldspäte ausmacht. Im [[Streckeisendiagramm]] findet sich Phonolith am linken Rand des unteren Dreiecks. Bei steigendem Anteil an Plagioklas (zwischen 10 % und 50 % der vorhandenen Feldspäte) heißt das Gestein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tephritischer Phonolith&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Igneous Rocks. A Classification and Glossary of Terms. |Hrsg=R. W. Le Maitre |Auflage=2 |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2004 |ISBN=0-521-61948-3 |Seiten=127-128}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Gefüge (Geologie)|Gefüge]] ist häufig [[Porphyrisches Gefüge|porphyrisch]], wobei [[Alkalifeldspat]] und [[Foide|Foidminerale]] als Einsprenglinge in einer dichten, feinkörnigen Grundmasse auftreten. Eine [[Varietät (Mineral)|Varietät]], die in der Grundmasse sehr viel Gesteinsglas enthält, wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kenyit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Maresch, Olaf Medenbach: &amp;#039;&amp;#039;Gesteine&amp;#039;&amp;#039;. Mosaik Verlag, München, 1996, S. 118. ISBN 3-576-10699-5&amp;lt;/ref&amp;gt; Phonolith gehört zur Gruppe der [[Alkaligestein]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteinsbeschreibung und Mineralbestand ==&lt;br /&gt;
Die Farbe dieser Gesteine ist grünlich bis grau. Sie sind fein- bis grobkörnig und in der einheitlich gefärbten Grundmasse befinden sich Einsprenglinge. Sie haben ein porphyrisches Gefüge. Im Steinbruch ist das Gestein meist plattig abgesondert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptbestandteile sind Hochtemperatur-Alkalifeldspat ([[Sanidin]]), ein oder mehrere [[Mineral]]e aus der Gruppe der Foide und in geringen Anteilen (0 bis 10 [[Volumenprozent]]) Plagioklas. Das häufigste Foidmineral ist [[Nephelin]] (Phonolith sensu stricto), daneben können aber auch [[Leucit]], [[Sodalith]], [[Haüyn]] und andere seltenere Foide in beträchtlicher Menge auftreten. Als [[Mafisches Mineral|mafische Minerale]] treten [[Aegirin]], [[Aegirin-Augit]], [[Amphibol|Alkaliamphibole]], [[Olivin]] ([[Fayalit]]), [[Melanit]] und [[Biotit]] auf. Häufige Nebengemengteile und akzessorische Minerale sind [[Titanit]] und [[Apatit]], etwas seltener sind [[Zirkon]], [[Magnetit]] und [[Perowskit]]. Bekannt sind auch Phonolithe mit reichlich [[Wollastonit]]. Häufig enthält Phonolith [[Sekundärmineral]]e aus der Gruppe der [[Zeolithgruppe|Zeolithe]], beispielsweise [[Natrolith]] oder [[Chabasit]]. Im [[Streckeisendiagramm|Klassifikationsdiagramm nach Streckeisen]] liegt Phonolith im Feld 11. Bei zunehmendem Plagioklasgehalt geht er in den &amp;#039;&amp;#039;phonolithischen [[Tephrit]]&amp;#039;&amp;#039;, bei zunehmendem Foidgehalt in den &amp;#039;&amp;#039;phonolithischen [[Foidit]]&amp;#039;&amp;#039; über. Das [[Plutonit|Tiefengesteinsäquivalent]] ist der [[Syenit|Foidsyenit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hohentwiel 1799.JPG|mini|Der [[Hohentwiel]] im Hegau, ein durch Erosion freigelegter [[Schlot (Geologie)|Vulkanschlot]] aus Phonolith]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Boetzingen Phonolit.jpg|mini|Phonolithabbau bei Bötzingen im Kaiserstuhl]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Israelskade a1.jpg|mini|Bildhauerarbeit aus Ettringer Tuff aus der Eifel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ettringer Tuff.jpg|mini|Römertuff aus der Eifel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schellerhau Botanischer Garten Lithophon (01).JPG|mini|Aus Phonolith gefertigtes [[Lithophon]] im [[Botanischer Garten (Schellerhau)|Botanischen Garten Schellerhau]]]]&lt;br /&gt;
Phonolith ist ein verbreitetes vulkanisches Gestein und tritt weltweit, vergesellschaftet mit weiteren Alkaligesteinen wie Tephrit, Foidit, [[Melilithit]] und auch [[Karbonatit]], auf. Wie diese ist Phonolith ein typisches Produkt des [[Intraplattenvulkanismus]]. Phonolithisches [[Magma]] wird oft durch explosiven [[Vulkanismus]] an die Erdoberfläche gefördert und bildet [[Pyroklastisches Sediment|pyroklastische]] Ablagerungen, [[Lava]]ströme, [[Lavadom|Dome]] und oberflächennah erstarrte [[Dyke|Gänge]] und [[Intrusion (Geologie)|Intrusionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorkommen in Europa befinden sich beispielsweise im [[Zittauer Gebirge]] ([[Lausche]], [[Breiteberg]]), im [[Erzgebirge]] ([[Maar von Hammerunterwiesenthal]]), in der [[Vulkaneifel|Eifel]] ([[Laacher See|Laacher-See-Vulkan]], Schellkopf bei [[Brenk]]) in der [[Rhön]] ([[Spahl#Naturdenkmäler|Heiliger Hauk]]), im [[Kaiserstuhl (Gebirge)|Kaiserstuhl]] (z.&amp;amp;nbsp;B. bei Bötzingen), im [[Hegau]] und im vulkanischen [[Zentralmassiv]] in Frankreich. Weitere bekannte Vorkommen sind der [[Devils Tower National Monument|Devils Tower]] in Wyoming, USA, im Bereich des [[Ostafrikanischer Grabenbruch|Ostafrikanischen Grabenbruchs]], der [[Mount Erebus]] in der Antarktis sowie auf den [[Kanarische Inseln|Kanarischen Inseln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Phonolithe haben häufig Lokalnamen, beispielsweise [[Viterbit]] in [[Umbrien]], [[Selbergit]] in der Eifel, [[Sommait]] am [[Vesuv]] bei [[Neapel]] in Italien und [[Katzenbuckelit]] im [[Odenwald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Wegen seiner akustischen Eigenschaft ist Phonolith ein bevorzugtes Material für Klangsteine, [[Lithophon]]e. Phonolith findet weite Verbreitung als Schottermaterial und Naturmauerstein, des Weiteren als Fassadenplatten. Der aus pyroklastischen Ablagerungen entstandene Phonolith-[[Tuff]] wird aufgrund seiner porösen Struktur wie Leichtbausteine verwendet. Er lässt sich leicht formen und sägen und findet deshalb auch Verwendung für Bildhauerarbeiten. Zeolithisierte Phonolithe mit [[Puzzolan]]eigenschaften werden weltweit als [[Zuschlagstoff]] für die [[Zement]]- und [[Beton]]herstellung abgebaut. In Deutschland wird aus Römertuff in der [[Eifel]] [[Trass (Gestein)|Trass]] hergestellt, der speziellen Mörteln mit hydraulischen Eigenschaften beigemengt wird. Der Phonolith aus [[Bötzingen]] wird auch zu [[Fango]] verarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://vulkanit-fango.de/de/vulkanitfango.html | titel=Vulkanit-Fango | zugriff=2013-08-22 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natursteinsorten ==&lt;br /&gt;
Einige Handelssorten:&lt;br /&gt;
* Ettringer Tuff, [[Ettringen (Eifel)|Ettringen]] in der Eifel&lt;br /&gt;
* [[Weiberner Tuff]] (auch Flötenstein genannt), [[Weibern (Eifel)|Weibern]] in der Eifel&lt;br /&gt;
* Römertuff, unweit des [[Laacher See]]s&lt;br /&gt;
* Peperino, [[Viterbo]] in Italien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler und die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geologische Gesellschaft&amp;amp;nbsp;-&amp;amp;nbsp;[[Geologische Vereinigung]]&amp;#039;&amp;#039; haben den Phonolith zum [[Gestein des Jahres]] 2014 ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;sachsen.de: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.smul.sachsen.de/lfulg/37739.htm Phonolith ist »Gestein des Jahres 2014«]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carl Friedrich Naumann]] (Hrsg.), [[Bernhard von Cotta|Bernhard Cotta]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Erläuterungen zu Section VII der geognostischen Charte des Königreiches Sachsen und der angränzenden Länderabtheilungen oder: Geognostische Skizze der gegenden zwischen Schandau, Zittau, Kratzau, Gabel, Böhmisch-Leipe, Wernstadtel und Tetschen&amp;#039;&amp;#039;. Arnoldische Buchhandlung, Dresden / Leipzig 1840&lt;br /&gt;
* [[Martin Okrusch]], [[Siegfried Matthes]]: &amp;#039;&amp;#039;Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage, Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-23812-3&lt;br /&gt;
* [[Hans-Ulrich Schmincke]]: &amp;#039;&amp;#039;Vulkanismus.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000, ISBN 3-534-14102-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Phonolite|Phonolith}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4174320-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gestein des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4174320-9|LCCN=sh85101064}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanisches Gestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-28164-53</name></author>
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