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	<title>Phoneminventar - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T00:31:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Phoneminventar&amp;diff=565947&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Isolationsverfahren */</title>
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		<updated>2025-01-29T12:07:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Isolationsverfahren&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phoneminventar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;phonologisches Inventar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) einer [[Natürliche Sprache|natürlichen Sprache]] setzt sich zusammen aus der Menge der von der Sprache verwendeten [[Phonem]]e. Phoneme sind die kleinsten bedeutungsunterscheidenden Einheiten einer gesprochenen Sprache. Jede Sprache hat ihr eigenes Phoneminventar. Jedem Phoneminventar liegt ein &amp;#039;&amp;#039;Phonemsystem&amp;#039;&amp;#039; zugrunde, das auf der Grundlage der [[Phonologie|phonologischen]] Merkmale der Phoneme bestimmt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Sprachen haben sowohl [[Konsonant]]en als auch [[Vokal]]e in ihrem Phoneminventar.&amp;lt;ref&amp;gt;Abigail Cohn: &amp;#039;&amp;#039;Phonology.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Mark Aronoff]], Janie Rees-Miller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Handbook of Linguistics.&amp;#039;&amp;#039; Blackwell, Malden MA u. a. 2003, ISBN 0-631-20497-0, Kapitel 8, S. 180–212.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese werden entsprechend als &amp;#039;&amp;#039;Konsonantenphoneme&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Vokalphoneme&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größe von Phoneminventaren ==&lt;br /&gt;
Die Größe der Phoneminventare der bekannten Sprachen ist sehr unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größe von Konsonanteninventaren reicht von sechs im [[Rotokas]] (einer [[Sprachen Papua-Neuguineas|papua-neuguineischen Sprache]]) bis zu 122 Konsonanten im {{lang|khi|[[Taa-Sprache|ǃXóõ]]}} (einer [[Khoisansprachen|Khoisan-Sprache]]). Das [[Mittelwert|durchschnittliche]] Konsonanteninventar umfasst 22,7 Phoneme. Besonders kleine Konsonanteninventare finden sich vor allem in Sprachen aus [[Neuguinea]] und dem [[Amazonasbecken]], besonders große Inventare findet man vor allem in Sprachen [[Afrika]]s südlich des [[Äquator]]s und in Sprachen, die im Nordwesten [[Nordamerika]]s gesprochen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ian Maddieson: &amp;#039;&amp;#039;Consonant Inventories.&amp;#039;&amp;#039; In: Matthew S. Dryer, [[Martin Haspelmath (Linguist)|Martin Haspelmath]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The World Atlas of Language Structures Online.&amp;#039;&amp;#039; Max Planck Digital Library, München 2011, [http://wals.info/chapter/1 Kapitel 1].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größe von Vokalinventaren reicht von nur zwei Vokalen im [[Yimas]] (ebenfalls einer papua-neuguineischen Sprache) bis zu 14 im [[Deutsche Sprache|Deutschen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maddieson_Vowels&amp;quot;&amp;gt;Ian Maddieson: &amp;#039;&amp;#039;Vowel Inventories.&amp;#039;&amp;#039; In: Matthew S. Dryer, Martin Haspelmath (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The World Atlas of Language Structures Online.&amp;#039;&amp;#039; Max Planck Digital Library, München 2011, [http://wals.info/chapter/2 Kapitel 2].&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Durchschnitt umfasst ein Vokalinventar ungefähr acht Phoneme.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Alan Hall: &amp;#039;&amp;#039;Phonologie. Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, Berlin u. a. 2000, ISBN 3-11-015641-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Amerikanische Sprachen|amerikanischen Sprachen]] finden sich überdurchschnittlich oft kleine Vokalinventare von drei oder vier Phonemen, auch [[australische Sprachen]] verfügen oft nur über ein kleines Inventar. In [[Afrikanische Sprachen|afrikanischen Sprachen]] dominieren große Vokalinventare (dies scheint mit der Präferenz zur [[Vokalharmonie]] in den [[Niger-Kongo-Sprachen|Niger-Kongo-]], [[Nilosaharanische Sprachen|nilosaharanischen]] und den [[Afroasiatische Sprachen|afroasiatischen Sprachen]] zusammenzuhängen). Auch in Sprachen [[Südostasien]]s und den europäischen Sprachen finden sich überdurchschnittlich viele Vokalphoneme. Die große Zahl von Vokalen im Deutschen erklärt sich daraus, dass sich Kontraste in der [[Vokallänge]] in Kontraste der [[Vokalqualität]] geändert haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maddieson_Vowels&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größe von Phoneminventaren nimmt tendenziell mit größerer Entfernung von Afrika ab; dies wird als [[Gründereffekt]] interpretiert und als Bestätigung der [[Out-of-Africa-Theorie|Out-of-Africa-Hypothese]], die den Ursprung der Menschheit in Afrika verortet, gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Quentin D. Atkinson: &amp;#039;&amp;#039;Phonemic Diversity Supports a Serial Founder Effect Model of Language Expansion from Africa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 332 = Nr. 6027, 2011, S. 346–349, {{doi|10.1126/science.1199295}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Isolationsverfahren ==&lt;br /&gt;
Die Ermittlung und Vereinzelung der einzelnen Phoneme ist Aufgabe der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phonemanalyse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Sie ermittelt die Phoneme mittels [[Klassifikation]] und [[Segmentierung (Sprachwissenschaft)|Segmentierung]]. In Europa kommt dabei vorwiegend das Verfahren der [[Prager Schule]] zum Zuge, bei dem [[Minimalpaar]]e gebildet werden. Die Unterscheidungsmerkmale der einzelnen Phoneme werden durch die [[Opposition (Linguistik)|Opposition]] analysiert. Die US-amerikanische [[Taxonomie|taxonomische]] Linguistik verwendet vorwiegend den [[Minimalpaar|Kommutationstest]], um Zusammenhänge und Unterschiede der Phoneme bei der Wortbildung ([[syntagma]]tische und [[paradigma]]tische Variationen der Phoneme) zu ermitteln und sie damit zu isolieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sammlungen ==&lt;br /&gt;
Die Phoneminventare werden seit [[1984]] gesammelt in der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;UCLA Phonological Segment Inventory Database&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (UPSID).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://phonetics.linguistics.ucla.edu/sales/software.htm |titel=Phonetik-Software |abruf=2023-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bislang sind in der Datenbank die Inventare von 451 Einzelsprachen aufgeführt. Sie enthält 921 verschiedene Phoneme, 652 Konsonanten und 269 Vokale. Diese sind bezüglich ihrer [[Sprachverwandtschaft]] zueinander gewichtet. So sind z.&amp;amp;nbsp;B. die Unterschiede einer einzelnen [[Westgermanische Sprachen|westgermanischen]] Unterfamilie gegenüber der [[Indoeuropäische Sprachen|indoeuropäischen Sprachfamilie]] auswertbar. Gründungsvater der UPSID ist der [[Phonetiker]] [[Ian Maddieson]] von der [[University of California, Los Angeles]] (UCLA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Datenbank ist das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stanford Phonological Archive&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (SPA), welches 196 Einzelsprachen zur Verfügung stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lautsystem – Phonemsystem/-inventar ==&lt;br /&gt;
Die [[Lautsystem]]e sind Gegenstand der [[Phonetik]]; man muss sie von den [[Phonemsystem]]en/-inventaren unterscheiden. Nicht alle [[Sprachlaut]]e und nicht alle ihre phonetischen Eigenschaften sind phonologisch bedeutsam. Im Deutschen etwa ist die [[Aspiration (Phonetik)|Aspiration]] (Behauchung) der [[Verschlusslaut]]e phonetisch wichtig, nicht aber phonologisch. Das Gleiche gilt für den sog. [[Knacklaut]], der im Deutschen als rein phonetische Erscheinung betrachtet wird, die aber phonologisch nicht relevant ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Charles F. Hockett: &amp;#039;&amp;#039;A Course of Modern Linguistics.&amp;#039;&amp;#039; Macmillan, New York u. a. 1958&lt;br /&gt;
* Ian Maddieson: &amp;#039;&amp;#039;Patterns of Sounds.&amp;#039;&amp;#039; With a chapter contributed by Sandra Ferrari Disner. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1984, ISBN 0-521-26536-3.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Glück]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von [[Friederike Schmöe]]: &amp;#039;&amp;#039;Metzler-Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 3., neubearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart u. a. 2005, ISBN 3-476-02056-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Phoneminventar}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Phonemsystem}}&lt;br /&gt;
* [http://www.linguistics.ucla.edu/faciliti/sales/software.htm#upsid UPSID bestellen]&lt;br /&gt;
* [http://mails.fju.edu.tw/~phono/handout10.htm Aufbau der UPSID]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonetik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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