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	<title>Philosophenproblem - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-20T06:48:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Philosophenproblem&amp;diff=179710&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Heronils: /* Lösung mittels Ressourcenhierarchie */ Noch ein letzter Review. Ich bin mir nicht 100 % sicher ob es so tatsächlich verständlicher ist. Falls nicht, gerne revertieren.</title>
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		<updated>2026-04-27T08:35:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lösung mittels Ressourcenhierarchie: &lt;/span&gt; Noch ein letzter Review. Ich bin mir nicht 100 % sicher ob es so tatsächlich verständlicher ist. Falls nicht, gerne revertieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:An illustration of the dining philosophers problem.png|mini|Aufbau des Philosophenproblems]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philosophenproblem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;dining philosophers problem&amp;#039;&amp;#039;}}) handelt es sich um ein Fallbeispiel aus dem Bereich der [[Theoretische Informatik|theoretischen Informatik]]. Damit soll das Problem der [[Nebenläufigkeit]] und die Gefahr der [[Verklemmung]] von Prozessen veranschaulicht werden. Das Problem wurde von [[Edsger W. Dijkstra]] formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Fünf [[Philosoph]]en, nummeriert von eins bis fünf, leben in einem Haus, in dem der Tisch für sie gedeckt ist, wobei jeder Philosoph seinen eigenen Platz am Tisch hat. Ihr einziges Problem – neben dem der [[Philosophie]] – ist, dass es sich bei dem servierten Gericht um eine sehr schwierige Sorte Spaghetti handelt, die mit zwei Gabeln gegessen werden muss. Zwischen den Tellern befindet sich jeweils eine Gabel, sodass dies für einen einzelnen Philosophen kein Problem darstellt. Allerdings können zwei Nachbarn nicht gleichzeitig essen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dijkstra, E. W. (1971, June). [https://www.cs.utexas.edu/users/EWD/ewd03xx/EWD310.PDF EWD310 Hierarchical ordering of sequential processes]. Acta Informatica 1(2): 115–138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problem ==&lt;br /&gt;
Die Philosophen sitzen am Tisch und denken über philosophische Probleme nach. Wenn einer hungrig wird, greift er zuerst die Gabel links von seinem Teller, dann die auf der rechten Seite und beginnt zu essen. Wenn er satt ist, legt er die Gabeln wieder zurück und beginnt wieder zu denken. Sollte eine Gabel nicht an ihrem Platz liegen, wenn der Philosoph sie aufnehmen möchte, so wartet er, bis die Gabel wieder verfügbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange nur einzelne Philosophen hungrig sind, funktioniert dieses Verfahren. Es kann aber passieren, dass sich alle fünf Philosophen gleichzeitig entschließen, zu essen. Sie ergreifen also alle gleichzeitig ihre linke Gabel und nehmen damit dem jeweils links von ihnen sitzenden Kollegen dessen rechte Gabel weg. Nun warten alle fünf darauf, dass die rechte Gabel wieder auftaucht. Das passiert aber nicht, da keiner der fünf seine linke Gabel zurücklegt. Die Philosophen verhungern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lösung mittels Ressourcenhierarchie ==&lt;br /&gt;
Bei der Ressourcenhierarchie-Lösung werden die Gabeln von eins bis fünf durchnummeriert. Jeder Philosoph muss immer zuerst versuchen, die Gabel mit der niedrigeren Nummer aufzunehmen, und nur wenn das erfolgreich war, versucht er, die Gabel mit der höheren Nummer aufzunehmen. Wenn nun alle Philosophen gleichzeitig essen möchten, können nicht alle gleichzeitig die Gabel mit der niedrigeren Nummer aufnehmen. Entweder nimmt der erste Philosoph die Gabel mit der Nummer eins (die zu seiner linken), oder der letzte Philosoph nimmt diese Gabel (die zu seiner rechten). Nimmt der erste Philosoph diese Gabel, so erhält er, der zweite und dritte Philosoph eine Gabel und warten auf die mit der höheren Nummer, der vierte Philosoph erhält zwei Gabeln und isst, und der letzte Philosoph erhält keine Gabel und wartet auf die mit der niedrigeren Nummer. Nimmt der letzte Philosoph diese Gabel, so erhält der erste Philosoph keine Gabel und wartet auf die mit der niedrigeren Nummer, der zweite und dritte erhalten eine Gabel und warten auf die mit der höheren Nummer, und der vorletzte und letzte Philosoph streiten sich um die Gabel mit der Nummer fünf, wer zuerst kommt, isst mit zwei Gabeln, der andere hat eine und wartet auf die Gabel mit der höheren Nummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Quellcode ist eine [[C++]]11-Implementierung der Ressourcenhierarchie-Lösung für drei Philosophen. Die Funktion sleep_for() simuliert die Zeit, die normalerweise mit Geschäftslogik verbracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;syntaxhighlight lang=&amp;quot;c++&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;iostream&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;chrono&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;mutex&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;thread&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;random&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;ctime&amp;gt;&lt;br /&gt;
using namespace std;&lt;br /&gt;
int myrand(int min, int max) {&lt;br /&gt;
  static mt19937 rnd(time(nullptr));&lt;br /&gt;
  return uniform_int_distribution&amp;lt;&amp;gt;(min,max)(rnd);&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
void phil(int ph, mutex&amp;amp; ml, mutex&amp;amp; mh, mutex&amp;amp; mo) {&lt;br /&gt;
  for (;;) {  // verhindert, dass Thread beendet wird&lt;br /&gt;
    int duration = myrand(200, 800);&lt;br /&gt;
    {&lt;br /&gt;
      // Block { } begrenzt Gueltigkeit von lock&lt;br /&gt;
      lock_guard&amp;lt;mutex&amp;gt; moGuard(mo);&lt;br /&gt;
      cout&amp;lt;&amp;lt;ph&amp;lt;&amp;lt;&amp;quot; denkt &amp;quot;&amp;lt;&amp;lt;duration&amp;lt;&amp;lt;&amp;quot;ms\n&amp;quot;;&lt;br /&gt;
    }&lt;br /&gt;
    this_thread::sleep_for(chrono::milliseconds(duration));&lt;br /&gt;
    {&lt;br /&gt;
      lock_guard&amp;lt;mutex&amp;gt; moGuard(mo);&lt;br /&gt;
      cout&amp;lt;&amp;lt;&amp;quot;\t\t&amp;quot;&amp;lt;&amp;lt;ph&amp;lt;&amp;lt;&amp;quot; ist hungrig\n&amp;quot;;&lt;br /&gt;
    }&lt;br /&gt;
    {&lt;br /&gt;
      lock_guard&amp;lt;mutex&amp;gt; mlGuard(ml);&lt;br /&gt;
      this_thread::sleep_for(chrono::milliseconds(400));&lt;br /&gt;
      lock_guard&amp;lt;mutex&amp;gt; mhGuard(mh);&lt;br /&gt;
      duration = myrand(200, 800);&lt;br /&gt;
      {&lt;br /&gt;
        lock_guard&amp;lt;mutex&amp;gt; moGuard(mo);&lt;br /&gt;
        cout&amp;lt;&amp;lt;&amp;quot;\t\t\t\t&amp;quot;&amp;lt;&amp;lt;ph&amp;lt;&amp;lt;&amp;quot; isst &amp;quot;&amp;lt;&amp;lt;duration&amp;lt;&amp;lt;&amp;quot;ms\n&amp;quot;;&lt;br /&gt;
      }&lt;br /&gt;
      this_thread::sleep_for(chrono::milliseconds(duration));&lt;br /&gt;
    }&lt;br /&gt;
  }&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
int main() {&lt;br /&gt;
  cout&amp;lt;&amp;lt;&amp;quot;speisende Philosophen C++11 mit Ressourcenhierarchie\n&amp;quot;;&lt;br /&gt;
  mutex m1, m2, m3;   // 3 Gabeln sind 3 Mutexe&lt;br /&gt;
  mutex mo;           // für ordentliche Ausgabe&lt;br /&gt;
  // 3 Philosophen sind 3 Threads&lt;br /&gt;
  thread t1([&amp;amp;] {phil(1, m1, m2, mo);});&lt;br /&gt;
  thread t2([&amp;amp;] {phil(2, m2, m3, mo);});&lt;br /&gt;
  thread t3([&amp;amp;] {phil(3, m1, m3, mo);});  // Ressourcenhierarchie&lt;br /&gt;
  t1.join();  // verhindert, dass Threads beendet werden&lt;br /&gt;
  t2.join();&lt;br /&gt;
  t3.join();&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/syntaxhighlight&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternative Lösung ==&lt;br /&gt;
Bei dieser Variante muss jeder hungrige Philosoph entweder beide Gabeln gleichzeitig, oder keine Gabeln aufnehmen. Es ist nicht gestattet, nur eine aufzunehmen, wenn die zweite nicht verfügbar ist. Allerdings ist es in diesem Fall möglich, dass zum Beispiel immer abwechselnd Philosoph eins und drei und dann Philosoph zwei und vier essen. In diesem Fall verhungert der fünfte Philosoph.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweck des Philosophenproblems ==&lt;br /&gt;
Das Szenario der fünf (gelegentlich auch nur drei oder vier) speisenden Philosophen wird oft gebraucht, um das Problem der [[Interprozesskommunikation]] und [[Ressource#Informatik|Ressourcenverwaltung]] bei der Entwicklung von [[Betriebssystem]]en zu illustrieren.&lt;br /&gt;
Das Beispiel soll darstellen, was passieren kann, wenn parallele [[Prozess (Informatik)|Prozesse]] auf mehrere gemeinsame [[Ressource#Informatik|Ressourcen]] angewiesen sind und [[Nebenläufigkeit|gleichzeitig]] darauf zugreifen. Dann kann es passieren, dass alle blockiert sind und auf ein Ereignis warten, das durch diese Blockade nie eintreffen wird. Ein solcher Zustand wird als [[Deadlock (Informatik)|Deadlock]] oder Verklemmung bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Lösung des Problems werden typischerweise fortschrittliche [[Mutex]]e oder [[Semaphor (Informatik)|Semaphore]] zur [[Sequentialisierung]] verwendet, zum Beispiel scoped_lock von C++17.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://en.cppreference.com/w/cpp/thread/scoped_lock |titel=std::scoped_lock - cppreference.com |abruf=2022-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Erzeuger-Verbraucher-Problem]]&lt;br /&gt;
* [[Raucherproblem]]&lt;br /&gt;
* [[Verhungern (Informatik)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Abraham Silberschatz &amp;amp; James L. Peterson: &amp;#039;&amp;#039;Operating Systems Concepts.&amp;#039;&amp;#039; Addison-Wesley 1988, ISBN 0-201-18760-4&lt;br /&gt;
* K. Mani Chandy &amp;amp; Jayadev Misra: &amp;#039;&amp;#039;The Drinking Philosophers Problem.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ACM Transactions on Programming Languages and Systems.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 6, No. 4, Oktober 1984, S. 632–646 ([https://www.cs.utexas.edu/users/misra/scannedPdf.dir/DrinkingPhil.pdf PDF; 960&amp;amp;nbsp;kB])&lt;br /&gt;
* [[Edsger W. Dijkstra]]: &amp;#039;&amp;#039;Hierarchical ordering of sequential processes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Informatica.&amp;#039;&amp;#039; 1(2), 1971, S. 115–138 ([https://www.cs.utexas.edu/users/EWD/ewd03xx/EWD310.PDF PDF; 1,0&amp;amp;nbsp;MB])&lt;br /&gt;
* Daniel J. Lehmann &amp;amp; [[Michael O. Rabin]]: &amp;#039;&amp;#039;On the Advantages of Free Choice: A Symmetric and Fully Distributed Solution to the Dining Philosophers Problem.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Principles Of Programming Languages 1981 (POPL ’81).&amp;#039;&amp;#039; 1981, S. 133–138&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/developer/artikel/Dining-Philiosophers-Problem-I-6320973.html Dining Philiosophers Problem I] (deutsch)&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/developer/artikel/Dining-Philosopher-Problem-II-6327946.html Dining Philosopher Problem II] (deutsch)&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/developer/artikel/Dining-Philosophers-Problem-III-6335228.html Dining Philosophers Problem III] (deutsch)&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20190103144139/http://laser.cs.umass.edu/verification-examples/dp_standard/dp.html Discussion of the problem with solution code for 2 or 4 philosophers] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://foldoc.doc.ic.ac.uk/foldoc/foldoc.cgi?Dining+Philosophers+Problem Discussion of various solutions 1] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.cs.utk.edu/~plank/plank/classes/cs560/560/notes/Dphil/lecture.html Discussion of various solutions 2] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.doc.ic.ac.uk/~jnm/concurrency/classes/Diners/Diners.html Interactive example] of the Philosophers problem (englisch) [als [[Java-Applet]], gelten inzwischen als veraltet]&lt;br /&gt;
* [https://www.crockford.com/ec/dining.html Satan Comes to Dinner] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.cs.mtu.edu/~shene/NSF-3/e-Book/MUTEX/TM-example-philos-1.html ThreadMentor] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parallelverarbeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebssystemtheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedankenexperiment]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Heronils</name></author>
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