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	<title>Philippsruher Allee - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;mapframe latitude=&amp;quot;50.129486&amp;quot; longitude=&amp;quot;8.900406&amp;quot; zoom=&amp;quot;14&amp;quot; width=&amp;quot;300&amp;quot; height=&amp;quot;300&amp;quot; align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Hanau Philippsruher Allee.jpg|mini|Philippsruher Allee – im Ziel der Achse das [[Schloss Philippsruhe]], rechts der Turm der [[Friedenskirche (Hanau)|Friedenskirche]]]]Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philippsruher Allee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[barock]]e [[Allee]]nachse, die den historischen Stadtkern von [[Hanau]] im [[Land (Deutschland)|Bundesland]] [[Hessen]] in Richtung Westen geradlinig mit dem [[Schloss Philippsruhe]] verbindet und zugleich eine Verbindung nach [[Maintal]] und [[Frankfurt am Main]] herstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Philippsruher Allee wurde ab 1716 angelegt. Neben ihrer Verkehrsfunktion wurde sie auch als Bestandteil des Schlossensembles angelegt: Sie führt über ca. 1,5&amp;amp;nbsp;km direkt auf den Mittelrisalit des Schlosses zu und betont so in barocker Manier die Hauptachse der Schlossanlage. Schloss und Allee tragen den Namen des Grafen [[Philipp Reinhard (Hanau-Münzenberg)|Philipp Reinhard von Hanau-Münzenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trasse der Allee schnitt, um diesen Verlauf nehmen zu können, [[Tangente|tangential]] das rechte Ufer des [[Main]]s, der hier in einem weiten Linksbogen fließt und den Uferbereich auswusch. Die Straße musste deshalb auf einen Damm gelegt werden, der den Fluss an dieser Stelle einengte. Der Damm wirkte zugleich, wenn auch begrenzt, als Hochwasserschutz für den dahinter liegenden Bereich und verhinderte dort weitere [[Erosion (Geologie)|Erosion]]. Dieser Eingriff in den Fluss führte aber zu Protesten des der [[Grafschaft Hanau]] hier am anderen Flussufer gegenüberliegenden [[Kurmainz]]. Dies verzögerte die Bauarbeiten. Die Allee konnte erst 1767 unter der Regierung des Erbprinzen [[Wilhelm I. (Hessen-Kassel)|Wilhelm IX./I.]] von Hessen-Kassel fertiggestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf und Bauten ==&lt;br /&gt;
Die Philippsruher Allee nimmt ihren Ausgang am [[Kanaltorplatz]] und zielt westlich, direkt auf den etwa 1,5&amp;amp;nbsp;km entfernt liegenden [[Risalit|Mittelrisalit]] des Schlosses Philippsruhe. Sie unterquert heute zunächst die Eisenbahnstrecke [[Bahnstrecke Frankfurt–Hanau|Frankfurt–Hanau]]. 1854, als die [[Bahnstrecke Frankfurt–Hanau|Frankfurt-Hanauer Eisenbahn]] bis zur bayerischen Grenze und weiter nach [[Aschaffenburg]] verlängert wurde, war das noch ein niveaugleicher [[Bahnübergang]]. [[Kurfürst]] [[Friedrich Wilhelm I. (Hessen-Kassel)]], immer auf Geld aus, erwartete mit dem Argument, dass damit die zu seinem Schloss führende Allee gestört werde, von der den Ausbau der Bahn in Richtung Aschaffenburg finanzierenden Bank &amp;#039;&amp;#039;Bernus du Fay&amp;#039;&amp;#039; ein Schmiergeld in Höhe von 100.000 [[Taler]]n. Sein leitender Minister, [[Ludwig Hassenpflug]], bot daraufhin seinen Rücktritt an, der Kurfürst verweigerte ihm aber die Demission.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüdiger Ham: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Hassenpflug: Staatsmann und Jurist zwischen Revolution und Reaktion. Eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039; = Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit 50. Hamburg 2007. ISBN 978-3-8300-2764-5, S. 385f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren wurde der Bahnübergang durch eine Unterführung ersetzt. Auf der querenden Brücke befindet sich heute der Haltepunkt [[Bahnhof Hanau West|Hanau West]]. Im weiteren Verlauf überquert die Allee die Hellerbrücke und anschließend mit zwei Brücken Flutgräben der [[Kinzig (Main)|Kinzig]]. Letztere sind [[Kulturdenkmal|Kulturdenkmäler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hellerbrücke ===&lt;br /&gt;
Bedeutendste Brücke im Zuge der Allee ist die [[Hellerbrücke]], Durchlass für die Kinzig, die, nachdem sie die Straße unterquert hat, wenige Meter später in den Main mündet. Die Hellerbrücke trägt ihren Namen von einem ehemals dort erhobenen Brückenzoll. Die historische dreibogige Konstruktion wurde 1992 abgerissen, um die Fahrbahn der Straße zu verbreitern, und durch eine moderne, wenn auch gefällig verkleidete Betonkonstruktion ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasserturm ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hanau Pumpstation.jpg|mini|Wasserturm]]&lt;br /&gt;
Der [[Historismus|historistische]], 42 Meter hohe [[Wasserturm]] in pseudo-toskanischer Manier, ein mit farbigen, vornehmlich gelben Ziegeln verkleidetes Bauwerk, ist heute funktionslos und im Innern ohne jede Einrichtung. Er wurde um 1878 errichtet, als der Landgraf von Hessen nach dem Ausgleich zwischen dem [[Haus Hessen]] und [[Preußen]] das Schloss Philippsruhe zugesprochen bekam und es für den damals erforderlichen Wohnstandard nachrüstete. Für den Park von Schloss Philippsruhe erzeugte der Wasserturm den erforderlichen Wasserdruck für die Springbrunnen. Er wurde bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] genutzt, da Bedenken bestanden, ob das Leitungsnetz des Schlosses den höheren Wasserdruck des städtischen Wassernetzes ausgehalten hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;Magistrat der Stadt Hanau: &amp;#039;&amp;#039;Route der Industriekultur Rhein-Main. Hanau I&amp;#039;&amp;#039;. = Lokale Routenführer 10. Frankfurt 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wasserturm ist ein [[Kulturdenkmal]] nach dem [[Hessisches Denkmalschutzgesetz|Hessischen Denkmalschutzgesetz]] und Bestandteil der [[Route der Industriekultur Rhein-Main]].&amp;lt;ref&amp;gt;Krumm, S. 497.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Olof-Palme-Haus ===&lt;br /&gt;
Das heutige Olof-Palme-Haus, ehemals: Westerfeldsche Villa, geht auf einen Gutshof vor den Toren der Stadt Hanau zurück, die heute noch bestehende Bausubstanz zum Teil auf die Zeit nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]]. 1857 wurde es von Georg Christ, einem nach Amerika ausgewanderten, dort reich gewordenen und nach Hanau zurückgekehrten Kaufmann erworben. Er ließ es in ein Wohnhaus mit vorgelagerter überdachter Veranda umbauen, die einen Hauch von [[Südstaaten]]-Villa verströmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grundstück ist katastermäßig der Pfarrer-Hufnagel-Straße zugeordnet. Von seiner Ausrichtung her gehört es aber zur Philippsruher Allee. Heute wird es als Begegnungsstätte genutzt und trägt den Namen [[Olof Palme|Olof-Palme]]-Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friedenskirche ===&lt;br /&gt;
In ihrem weiteren Verlauf erreicht die Allee das frühere, 1907 zu Hanau eingemeindete, Dorf [[Hanau-Kesselstadt|Kesselstadt]]. Dessen historischer Ortskern lag nahe am Main, so auch dessen [[Neugotik|neugotische]], evangelische [[Friedenskirche (Hanau)|Friedenskirche]], siehe [[Friedenskirche (Hanau)|dort]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Kulturdenkmäler ===&lt;br /&gt;
* Eine historistische [[Villa]] im Stil der [[Neugotik]] und [[Neorenaissance]], die „Villa Louisita“, liegt auf dem Grundstück Philippsruher Allee 26. Sie wurde 1875 für August Limbert, einen nach Amerika ausgewanderten, dort reich gewordenen und nach Hanau zurückgekehrten Bankier errichtet und in den folgenden zwei Jahrzehnten durch Anbauten mehrfach erweitert.&lt;br /&gt;
* Das Gebäude der ehemaligen Geibelschule mit einem Turm zum Trocknen der Schläuche der [[Freiwillige Feuerwehr|Freiwilligen Feuerwehr]] Kesselstadt und einer „Garage“ für den Leichenwagen stammt aus dem Jahr 1905. Dort ist heute ein [[Waldorfschule|Waldorfkindergarten]] untergebracht. Der historistische Bau ist gegenüber der Philippsruher Allee etwas zurückgesetzt.&lt;br /&gt;
* Historisches Gasthaus &amp;#039;&amp;#039;Zum Schwanen&amp;#039;&amp;#039;, ein Fachwerkbau mit 10 Fensterachsen und einem in Sandsteinmauerwerk ausgeführten Erdgeschoss, errichtet 1788, steht in der Philippsruher Allee 50 und wird heute noch als Gaststätte betrieben. Der Schwan war das Wappentier der [[Grafschaft Hanau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bf HU West2.jpg|mini|Bahnhof Hanau West am östlichen Ende der Philippsruher Allee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Philippsruher Allee ist zwischen Hanau und [[Hanau-Kesselstadt|Kesselstadt]] heute eine innerstädtische Straße. In ihrem weiteren Verlauf, nach Umfahrung des Schlosses Philippsruhe – sie heißt dann allerdings schon &amp;#039;&amp;#039;Landstraße&amp;#039;&amp;#039; – bietet sie eine Verbindung nach Maintal und Frankfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allee wurde zunächst in den 1990er Jahren neu ausgebaut und dann im Rahmen der Hessischen [[Landesgartenschau]] in Hanau im Jahr 2002 nochmals neu gestaltet, mit Blumenrabatten versehen und insgesamt aufgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Martin Hoppe]]: &amp;#039;&amp;#039;Hanauer Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;. Hanau 1991. ISBN 3-87627-426-5&lt;br /&gt;
* Caroline Krumm: &amp;#039;&amp;#039;Kulturdenkmäler in Hessen – Stadt Hanau&amp;#039;&amp;#039; = Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland – Kulturdenkmäler in Hessen. Wiesbaden 2006. ISBN 3-8062-2054-9.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Julius Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Hanau Stadt und Land&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Hanau 1919. ND 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50.129486|EW=8.900406|type=landmark|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allee in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtanlage in Hanau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Hanau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allee in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urbaner Freiraum in Hanau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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